Der Soziopath

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Lügen München

Ich (m/23) bin ein Soziopath. Das heißt, dass ich weder Reue noch Mitgefühl empfinde. Das war schon immer so, ich habe zum Beispiel schon im Kindergarten Insekten gequält und Mordgedanken gegen meine Erzieherinnen gehegt. Anderen Menschen gegenüber bin ich innerlich gleichgültig. In der Grundschule hatte ich einen besten Freund, mit dem ich mir immer Mutproben ausgedacht habe. Einmal haben wir abends auf einer Baustelle gespielt, wo gerade ein Haus errichtet wurde. Ich habe ihm vorgeschlagen, als Mutprobe an dem Baugerüst hochzuklettern. Dabei habe ich ihn immer mehr angestachelt und ihn einen Angsthasen genannt. Plötzlich rutschte er aus, fiel etwa zehn Meter tief und brach sich das Genick. Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter mich nach dem Ereignis getröstet hat und mir gesagt hat, dass ich mir keine Vorwürfe machen soll. Aber ich war überhaupt nicht traurig und hatte auch kein schlechtes Gewissen. In der Pubertät habe ich einen regelrechten Menschenhass entwickelt und hatte Mordgedanken. Gleichzeitig habe ich es aber geschafft, nach außen hin den Sunnyboy zu mimen, habe ein ausgezeichnetes Abitur hingelegt und über meinen Lauf bei den Frauen konnte ich mich auch nicht beklagen. Ich will nicht angeben, aber manche Frauen betteln förmlich darum, schlecht behandelt zu werden. Sie denken, dass sie mich mit ihrer Liebe ändern können, dabei habe ich nur Verachtung für sie übrig.

Irgendwann war ich dann mal beim Psychodoc, nicht weil ich irgendein Problem habe, sondern weil ich mich schon seit meiner Kindheit anders fühle und weil ich eine professionelle Meinung dazu hören wollte. Er meinte, dass ich eine dissoziale Persönlichkeitsstörung hätte. Außerdem sei ich ziemlich intelligent. Ich habe mich in der letzten Zeit intensiv mit meiner Soziopathie beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie mich zu keinem schlechteren Menschen macht als andere, zumindest solange ich keine Straftat begehe. Außerdem sind "normale" Menschen, also solche, die über Empathie verfügen, schließlich auch in der Lage, schreckliche Taten zu begehen. Man denke nur an den Nationalsozialismus, ich bin mir sicher, dass die Menschen damals nicht alle Soziopathen waren. Und ich kann ja nichts dafür, dass ich so bin, wie ich bin, ich war schließlich schon immer so. Aber nun zu meinem eigentlichen Problem: Es nervt mich, dass ich ständig hinter einer Art "Maske" leben und mein wahres Ich vor meinen Mitmenschen verstecken muss. In der Vergangenheit habe ich mich einigen Menschen gegenüber geöffnet und ihnen von meiner Gefühlskälte erzählt, aber sie haben mir entweder nicht geglaubt oder sich von mir abgewandt. Irgendwann habe ich dann angefangen, allen Leuten von meiner angeblichen schweren Kindheit zu erzählen, dabei hatte ich eine sehr behütete Kindheit. Ich habe das Gefühl, wenn ich ihnen erzähle, dass ich zum Beispiel von meinem Vater misshandelt wurde, haben sie einfach mehr Verständnis für mich. Das ist auch der Grund, weshalb ich meinen Eltern bis jetzt noch keine meiner Freundinnen vorgestellt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032831 vom 06.03.2014 um 16:23:58 Uhr in 81739 München (Rudolf-Zorn-Straße) (42 Kommentare).

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Aussichtslose Liebe

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Dummheit Selbstsucht Schule

Vor fünf Jahren habe ich an einer Berufsfachschule einen Mann kennen und lieben gelernt, meinen Schulleiter. Ich habe mich in seine Verliebtheit verliebt. Wir haben ein Jahr mit allem gewartet, nicht einmal viel miteinander gesprochen. Danach ging es los mit "der Beziehung". Er war verheiratet mit einer Frau, die ihn nicht liebte und die er nicht liebte. Ich hatte immer gehofft, er würde sich einmal endlich entscheiden, aber das Geld, das er in sein Haus mit ihr gesteckt hat, sein "Ruf" und sein bequemes Nest waren ihm immer wichtiger. Fast vier Jahre hat er mich hingehalten und hat versucht, mich mit teuren Geschenken bei sich zu behalten. Aber ich habe seine Pralinen meinen Eltern geschenkt und sein Geld nie genommen, keinen Cent. Ich habe ihn geliebt - und vier Jahre gebraucht, um in einem klaren Moment endlich alles zu beenden, weil er sich nie für mich entschieden hätte. Ich war unfassbar naiv und dumm. Wir hatten wunderbare Momente, ich hatte mein kleines Märchen von Lehrer und Schüler, aber ich bereue, so viel einfach mitgemacht zu haben. Nie wieder. Aber halt, eines muss ich noch hinzufügen: Einmal habe ich ihm von seinem großen Vermögen zwanzig Euro aus dem Kreuz geleiert, fast im selben Moment, in dem ich mich getrennt habe, um einen weiteren Karton für "Weihnachten im Schuhkarton" packen zu können. Er hat es mir großzügigerweise gegeben, dachte, damit käme ich schon wieder. Aber ich bin nie wieder gekommen. Wenn ich schon nicht als Siegerin aus dieser Liebe hervorgegangen bin, dann dich wenigstens als eine Art "Robin Hood".

Beichthaus.com Beichte #00032829 vom 06.03.2014 um 13:38:34 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Umgeben von seelenlosen Blutsaugern

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Rache Zorn Hass Morallosigkeit Ex

Ich (w/23) beichte, dass ich manchmal schlimme Rachegedanken habe, die meinen Ex-Freund (22) betreffen. Dieser Schönling, der immer so tut, als sei er der Engel auf Erden und Schwiegermuttis Liebling, hat mich manipuliert, belogen, ganz schlimm hintergangen und mein […]
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Beichthaus.com Beichte #00032826 vom 05.03.2014 um 23:59:51 Uhr (17 Kommentare).

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Blätter fangen wie ein Nazi

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Peinlichkeit Dummheit Vorurteile Kinder

Blätter fangen wie ein Nazi
Vor ungefähr 15 Jahren fuhr ich als 11-Jährige an einem sonnigen Nachmittag mit meinem Fahrrad durch meinen Heimatort. Ich fuhr auf dem Gehweg, welcher parallel zur Straße und den Privatgrundstücken verlief. In einem Garten waren viele Bäume, deren Äste über die Grundstücksgrenze hingen. Also fuhr ich mit dem Rad unter den Baumzweigen hindurch. Dabei kam ich auf die kindliche Idee, die herunterhängenden Äste während der Fahrt mit der Hand zu berühren. Ich hob also zwei Mal kurz nacheinander meinen rechten Arm, in der Hoffnung ein paar vorbeikommende Blätter zu erwischen. Unmittelbar danach bremste ein entgegenkommendes Auto mit gelbem Nummernschild auf meiner Höhe. Ich sah, dass die Insassen mit offenstehenden Mündern und anscheinend entsetzt auf mich deuteten, während ich grinsend an ihnen vorbeifuhr. Mir wurde erst im Nachhinein bewusst, dass meine Geste ungewollt wie der Führergruß aussah. Ich möchte hiermit meine kindliche Dummheit beichten.

Beichthaus.com Beichte #00032824 vom 05.03.2014 um 22:01:34 Uhr (14 Kommentare).

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Verhängnisvolle Verkleidung

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Trunksucht Morallosigkeit Dummheit Last Night

Ich habe in der Karnevalszeit einen schweren Fehler begangen und komme nicht mehr alleine mit diesem Ereignis zurecht. Ich finde auch keine Bezugsperson, der ich das Ganze erzählen mag. Deswegen wähle ich diesen Weg. Ich und meine Schwester hatten jeweils ein Kostüm an, in welchen man nicht von anderen erkannt werden kann. Wir wussten gegenseitig nichts von unseren Verkleidungen und sind separat auf Tour gegangen. Als ich dann zu späterer Uhrzeit noch mit meinen Freunden auf einen Absacker in einer Kneipe war, fiel mir eine besonders hübsch verkleidete Dame sofort ins Auge. Sie trug ebenfalls eine Maske, mit der man sie nicht erkennen konnte. Wir hatten beide ein wenig zu viel getrunken und so wurde es schnell ernst zwischen uns. An den weiteren Ablauf kann ich mich nicht erinnern. Als ich dann am nächsten Morgen wieder zu mir kam, lag ich nackt mit meiner Schwester im Bett. Anscheinend kam es zum Koitus. Keiner weiß davon und wir sprechen kein Wort mehr miteinander.

Beichthaus.com Beichte #00032823 vom 05.03.2014 um 20:31:33 Uhr (21 Kommentare).

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