Das Karma und die Mobber

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Engherzigkeit Rache Overath

Ich (m/32) stamme aus sehr einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Gelegenheitsarbeiter, wir lebten in einer sehr kleinen Wohnung zu sechst, doch ich hatte ein großes Ziel: Irgendwann rauskommen aus dieser Spirale, aus diesen beengten Verhältnissen und diesem Ghetto. Schon in der Grundschule war das für mich klar, und so schaffte ich nach der vierten Klasse den Übertritt aufs Gymnasium. Dummerweise gab es in der Nähe unserer Siedlung kein Gymnasium, und so musste ich auf eine Schule, die in einem sehr gehobenen Wohnviertel lag, und die meisten meiner Mitschüler kamen aus ebensolchen Familien. Natürlich war schnell bekannt, dass ich aus ärmlichen Verhältnissen komme, und war ab diesem Zeitpunkt als das asoziale Dreckskind bekannt. Ich litt still, denn auf meine sachlichen Wehrversuche wurden lediglich mit Gelächter und weiterem Mobbing reagiert. Schlagen wollte ich nicht, denn mir war klar, dass ich dann endgültig als das böse, asoziale Kind abgestempelt war. Das psychische Mobbing - Gewalt war nicht dabei, aber Verbales kann genauso schlimm sein - ging die ganzen Jahre weiter, bestand nicht nur während der ersten Jahre, als man ja noch ein Kind war, sondern auch in den späteren Stufen als Jugendlicher. Und ich hatte denen ja nichts getan. Es war nicht jeder aktiv beteiligt, aber die Mitläufer lachten zumindest mit und das verurteile ich genauso. Ich überstand die Schulzeit, konzentrierte mich auf meine Leistungen, studierte und wurde Maschinenbauingenieur. Zu den beiden großen Klassentreffen, zu denen alle eingeladen wurden, ging ich nicht hin - warum auch. Scheinheilig.


Vor zwei oder drei Jahren brannte in einem anderen Ortsteil unserer Stadt ein großes Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern aus. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es zum Glück nicht, aber das junge kinderlose Ehepaar, beide im gleichen Alter wie ich und meine Frau, stand vor dem Nichts. Es war quasi nichts übrig. Ich fand das furchtbar, doch dann las ich in der Zeitung den Namen der Familie: XY. Moment einmal, den Namen kennst du doch, dachte ich, denn der Name ist recht selten. Ich fand heraus, dass es sich tatsächlich um meinen ehemaligen Klassenkameraden vom Gymnasium und einen der aktivsten Mobber, handelte. Ich erfuhr außerdem, dass die Guten nicht ordentlich versichert waren. Und das Haus war noch längst nicht abbezahlt, sie hatten es wohl während des Studiums fast ohne Eigenkapital gekauft. Ich beichte, dass ich an diesem Tag mit einem zufriedenen Grinsen ins Bett gegangen bin. Meine Frau hat den Leuten etwas gespendet, ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen. Ich bin kein Mensch, der an Rache denkt. Aber als dann ohne mein Zutun etwas geschah, spürte ich doch innere Zufriedenheit. Wären Kinder mit im Spiel gewesen, wäre das nicht so gewesen, das weiß ich. Ich bitte trotzdem um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036035 vom 28.06.2015 um 20:18:58 Uhr in Overath (15 Kommentare).

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Meine Eltern sind heimliche Raucher!

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Rache Falschheit Lügen Familie

Ich (w/16) lebe noch zu Hause bei meinen Eltern und ich weiß, dass beide rauchen. Allerdings wissen sie nicht, dass ich weiß, dass sie es tun, da sie es immer "heimlich" machen. Hinten bei uns im Garten steht so ein kleines Holzhäuschen, in dem Gartenkram rumsteht, und genau da rauchen sie dann. Ich bin nun nicht gerade doof und wollte sie nicht direkt darauf ansprechen, sondern diesen Fakt irgendwann mal gegen sie verwenden, wenn der Zeitpunkt kommt. Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings schon, und das jetzt nicht, weil sie rauchen. Ich habe absolut nichts gegen Raucher, befürworte es allerdings auch nicht. Nein, ich bin enttäuscht, weil sie mir nicht die Wahrheit sagen.


Deswegen wollte ich mir einen kleinen Spaß daraus machen und kleine Psychospielchen spielen. Erst fing es damit an, dass ich in das Gartenhaus ging und immer eine kleine Sache verändert habe, also mal habe ich ihre Zigarettenpackung woanders hingestellt, den Aschenbecher mit Erde gefüllt, oder Ähnliches. Das steigert sich immer und meine Eltern haben absolut keine Ahnung, dass ich das bin. Langsam werden sie nervös, das kann man merken, aber sagen werde ich es ihnen nicht, solange sie mir nicht beichten, dass sie rauchen. Ein kleines bisschen schlecht fühle ich mich allerdings schon.

Beichthaus.com Beichte #00036029 vom 27.06.2015 um 19:48:27 Uhr (7 Kommentare).

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Wie man sich an seiner Ex rächt

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Rache Fremdgehen Maßlosigkeit Ex

Ich (m/27) möchte Folgendes beichten: Meine damalige Freundin, heute Ex-Freundin, ging mir fremd. Dies bekam ich über gute Kontakte mit. Und mit Fremdgehen meine ich nicht flirten, sondern dass sie mit diesem Typen im Bett war. Da ich dies nun wusste und der Hass sich breitmachte und mich förmlich anschrie, ich solle ihr den Garaus machen, reifte der Gedanke eines Racheakts in meiner Gedankenwelt. Nun sahen wir uns ein paar Tage später wieder. Ich hielt mich zurück und sagte nichts, da mein Plan feststand. Ich machte die Dame also heiß und zeigte ihr anschließend noch mal nach allen Regeln der Kunst, wo denn genau dieser ominöse Hammer hängt, von dem jeder redet. Als ich nun strammen Schrittes in Richtung Höhepunkt marschierte, nahm ich, wie einst 1954 Helmut Rahn maß, und feuerte die Ladung gekonnt in Richtung Bauch. Der Siegtreffer war erzielt, jetzt galt es, den Sack zuzumachen.

Ich stand auf, zog mir den Schlüpfer an, griff in meine Jeanshose und fischte aus der Tasche einen 5-Euro-Schein. Diesen klebte ich ihr auf den Bauch mit den Worten: "Hier! Nutten müssen bezahlt werden!" Bevor sie realisierte, was ich da gerade gemacht hatte, schnappte ich mir meine Sachen und rannte, nur in Boxershorts bekleidet, in Richtung Ausgang und zum Auto. Ich raste los, genervt von meinem klingelnden Handy und hielt etwas abgelegen, um mich wieder anzukleiden. Dies erledigt, feierte ich meinen Sieg gebührend mit einem Kaltgetränk und ließ das Handy weiterklingeln. Es folgten unzählige Hassnachrichten, die ich aber allesamt ignorierte. Nun, im Nachhinein, finde ich das Ganze allerdings schon etwas hart und möchte um Absolution für mein Verhalten bitten. Auch wenn sie mir fremdging, hätte ich das durchaus etwas anders lösen können.

Beichthaus.com Beichte #00036016 vom 24.06.2015 um 18:18:05 Uhr (27 Kommentare).

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Kippen für dreiste Bettler

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Boshaftigkeit Rache Engherzigkeit Ekel

Bei uns in der Stadt gibt es Obdachlose, denen es wirklich schlecht geht, und die von mir immer wieder ein Brötchen, einen warmen Kaffee oder etwas anderes zum Essen oder Trinken bekommen. Geld nicht, da ich dann nicht weiß, ob sie wirklich Essen kaufen. Es gibt dann aber noch eine andere Sorte Bettler, die ich verachte. Sie sind gut angezogen, daher definitiv nicht obdachlos, und stehen meist vor den Geldautomaten oder springen Leute an, die gerade ihr Portemonnaie in der Hand haben. Dann betteln sie mit dramatisch verstellter Stimme, Püppis erzählen gerne Geschichten, ihr Freund habe sie gerade verlassen und sie bräuchten dringend Geld für die Rückfahrkarte oder Ähnliches. Eine Frau ist besonders dreist. Sie scheint nicht helle zu sein, ist aber ganz normal gekleidet und nicht ungepflegt. Sie steht ständig vor einem bestimmten Geldinstitut und springt die Leute an, die draußen stehen. Ein noch geöffneter Geldbeutel ist besonders attraktiv für sie. Sie bettelt um Geld und Zigaretten. Angeblich muss sie Essen kaufen, das sagt sie oft. Ich wollte ihr mein nicht aufgegessenes Brot geben - da fragte sie dann, was drauf sei, und auf meine Antwort erwiderte sie, dass sie ja Veganerin sei und keinen Käse esse.


Da kam mir die Idee: Ich rauche nicht, aber meine Schwester, und sie gab mir eine Schachtel, in der sich noch genau eine Kippe befand. Diese Schachtel tränkten wir - natürlich trugen wir Handschuhe - mit einer Tinktur, die absolut ungefährlich für die Haut ist, die man aber nur ganz schwer wieder von den Händen bekommt. Und es kam auch noch einiges an Sekundenkleber darauf - jeder, der schon mal einen Unfall mit Sekundenkleber hatte, weiß, wie der pappt. Dann steckte ich die Kippenschachtel in eine Plastiktüte und diese in meine Tasche. Nach Feierabend sah ich natürlich wieder besagte Dame. Sie freute sich, als ich ihr mit meinem behandschuhten Händen die Zigarettenschachtel mit der einen Kippe darin überreichte. Dann war ich schnell weg. Ich hörte sie noch gefühlte Kilometer weiter fluchen und zetern. Wer so dreist ist, muss fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00035973 vom 19.06.2015 um 23:25:25 Uhr (5 Kommentare).

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Von Puppen und Videospielen

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Ignoranz Rache Partnerschaft Games

Vor etwa drei Monaten war ich für sieben Tage auf Geschäftsreise in London. Während dieser Zeit dachte sich meine Frau, dass sie unser Haus etwas vom Gerümpel befreien könnte, und hat so einige Sachen über einen kleinen Gartenflohmarkt verkauft. Für meine Frau fällt dabei natürlich alles unter den Aspekt Gerümpel, mit dem sie nichts anfangen kann. Ohne mich zu informieren, oder Rücksprache zu halten, bot meine Frau auch meine recht üppige Konsolensammlung an, bestehend aus recht vielen alten und neuen Konsolen und einer recht großen Spielebibliothek. Da meine Frau mit dem Hobby des Zockens nichts anfangen kann und auch nicht wirklich viel zum Thema Preisgestaltung dieser sagen kann, bot sie die Sachen auch noch weit unter Wert an und war erstaunt, wie schnell diese doch verkauft waren.

Als ich dann wenige Tage später von meiner Geschäftsreise zurückkam, war meine Frau sehr freudig erregt und meinte, dass wir das Geld für den nächsten Urlaub zusammenhätten. Im ersten Augenblick war ich davon natürlich auch sehr erfreut und auf meine Frage, woher das Geld denn kommt, erwähnte sie nur, dass sie einigen Krempel über besagten Gartenflohmarkt verkauft hätte. Ich habe das so recht freudig aufgenommen und mir nichts Böses dabei gedacht. Der Schock kam dann zu Hause, als ich ein auf der Geschäftsreise erworbenes älteres Spiel fein säuberlich zu den anderen Spielen stellen wollte. Es war alles weg. Ich stellte meine Frau natürlich sofort zur Rede, als Antwort kam dann, dass sie diese verkauft hätte, da ich ja eh nur selten damit spiele und solche Sachen ja allgemein nur für Kinder wären. Ich habe meine Frau erst mal nur ungläubig und mit offenem Mund angeschaut. Just in dem Moment, als sie sich schon wieder aus dem Raum bewegen wollte, bekam ich dann meine Fassung zurück und fragte mit recht belegter Stimme, ob sie ernsthaft meine Spiele verkauft hätte und ob das, was sie als Urlaubsgeld bezeichnet hatte, hiervon käme.

Als Antwort bekam ich ein einfaches "Ja" und "Knapp 2.500 Euro für deine Spiele und den anderen Kram." Ich habe sie dann mit lauter Stimme gefragt, ob sie noch ganz sauber ist, einfach meine Sachen aus meinem Hobbyraum zu verkaufen und das zu einem solch lächerlichen Preis. Anzumerken ist, dass sich einige wirkliche Schätze und Seltenheiten in der Sammlung befanden, die alleine schon locker diesen Preis erbracht hätten. Meine Frau ist dann sauer geworden, was mir einfallen würde, sie so anzuschreien und zu beleidigen, und dass sie das doch für uns getan hätte und immer wieder betonte sie, dass ich doch eh selten damit was gemacht hätte. Auf die Idee, dass man neben Familie und Beruf nur wenig Zeit für sein Hobby findet, kam sie irgendwie nicht. Den emotionalen Wert und die Erinnerungen, z. B. an die Spielesessions mit meinem verstorbenen Vater konnte sie in der Streitsituation auch nicht nachvollziehen.

Das Ganze endete mit Schweigen und null Verständnis seitens meiner Frau. Ich habe mir in der Zeit überlegt, was ich machen könnte, um meine Sachen wiederzubekommen. Ich hatte keine Adressen oder Namen von den Leuten und meine Frau schmollte lieber, statt ihren Fehler einzugestehen oder zu bereinigen. Etwa eine Woche später hatte ich einen freien Tag und meine Frau war auf der Arbeit und da kam mir die rettende Idee. Meine Frau hat irgendwie ein Faible für kleine Puppen und sammelt diese seit ihrer Kindheit. Ich habe also alles fein säuberlich in zwei große Kartons gepackt und in den Keller zu einigen anderen Kartons gestellt, sodass es nicht auffällt. Als meine Frau dann nach Hause kam und das Fehlen ihrer Püppchen bemerkte, stellte sie mich natürlich gleich zur Rede. Ich meinte dann nur, dass ich die Sachen für ein paar Euro über ein bekanntes Kleinanzeigenportal verkauft hätte, und habe ihr dann 200 Euro mit dem Vermerk "Für die Urlaubskasse" in die Hand gedrückt. Meine Frau fing daraufhin an zu heulen und schrie mich an. Ich habe dann nur den Raum verlassen. Sie kam einige Zeit später mit verheulten Augen zu mir und entschuldigte sich für den Verkauf meiner Sachen und für ihre Reaktion darauf. Sie fragte, ob ich den Verkauf rückgängig machen könnte, woraufhin ich nur darauf verwies, dass die Käuferin von recht weit herkam und ich meine Sachen ja auch nicht zurückbekommen würde. Ich glaube, in dem Moment ist meiner Frau erst richtig klar geworden, was sie da gemacht hat. Sie fing wieder an zu heulen, fiel mir in die Arme und beteuerte, mir meine Sammlung zurückzubringen.

Und was soll ich sagen? Es hat zwar einige Tage gedauert, aber ich habe den Großteil meiner Sammlung zurück. Das Urlaubsgeld ist zzgl. einer größeren Summe nun auch weg und meine Frau hat vorhin ihre Püppchen wiederbekommen, welche heute zufällig in zwei Kartons in ihrem Hobbyraum standen. Trotz der Aktion liebe ich meine Frau übrigens über alles und werde sie heute Abend fein zum Essen ausführen.

Beichthaus.com Beichte #00035967 vom 19.06.2015 um 15:03:24 Uhr (22 Kommentare).

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