Ich bin nicht total behindert!

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Ungerechtigkeit Hass Verzweiflung

Ich (w/21) habe eine leichte Lernbehinderung und finde daher keinen Job. Dabei habe ich eine Ausbildung als Verkäuferin. Also nur Verkäuferin, nicht Kauffrau für den Einzelhandel. Ich bin Hartz-IV-Empfängerin und kann jetzt mit meinem Freund schon seit ewigen Zeiten keinen Sex mehr haben, weil das Amt keine Verhütungsmittel zahlt. Kondome können wir ein paar im Monat kaufen. Nur ist uns das Kondom zu unsicher, da es reißen könnte. Pille oder Spirale zahlt das Amt hier nicht. Ich beichte, dass ich diesen Staat hasse. Ich kann nichts dafür, dass ich eine leichte Lernbehinderung habe. Die merkt man mir nicht mal an. An der Kasse habe ich keine Probleme, nur schreckt der Förderschulabschluss ab. Obwohl ich da eine der Besten im Jahrgang war. Eine Stelle wurde mir angeboten, nur müsste ich umziehen, denn sie wäre 400 km weg. Und das werde ich garantiert nicht tun, da ich hier meinen Freund habe, mit dem ich zusammenlebe und meine schwerbehinderte Mutter - wegen eines Schlaganfalls.


Mein Freund hat zwar keine Lernbehinderung, aber nur einen Hauptschulabschluss ohne Quali und arbeitet im Lager. Er verdient nicht viel, aber er bekommt noch kein Hartz-IV, denn er ist noch unter der Grenze. Wir können uns keinen Sex leisten. Und mich regen dann Leute auf, die Sachen wie: "Ich muss von meinem Gehalt alles selber bezahlen" sagen. Die verstehen alle nicht, dass ich einfach nichts bekomme, weil ich einen Förderschulabschluss habe. Ich suche ja, nur kann und will ich nicht so weit wegziehen. Und hier will mich keiner. Weil der Förderschulabschluss sofort abschreckt. Mich regt das alles auf. Ich finde auch, dass es zu viele gibt, die den Staat ausnutzen. Aber ich will arbeiten und kann nicht, weil alle denken, ich sei total behindert. Ich war nur in der Schule immer etwas langsamer, was das Lernen angeht!

Beichthaus.com Beichte #00038014 vom 08.04.2016 um 18:55:50 Uhr (22 Kommentare).

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Du hast sie missbraucht!

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Lügen Vorurteile Boshaftigkeit Missbrauch Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich es erschreckend finde, wie schnell die Gesellschaft beim Thema "Missbrauch" Leute vorverurteilt und wie schnell man jemanden beschuldigen und sein Leben zerstören kann. Es ist in meinen Augen wirklich ein Machtinstrument, um unbeliebte Menschen loszuwerden. Und besonders Männer sind betroffen. Ich will jetzt Missbrauch nicht gutheißen, wer wirklich solche Taten begeht, gehört auch bestraft, keine Frage. Nur man kann ja heutzutage alleine mit bloßen Anschuldigungen jemanden fertigmachen. Ich möchte hier gerne beim Beispiel eines ehemaligen Freundes bleiben. Er hatte eigentlich ein schönes Leben eine Freundin, zwei Kinder, gutes Einkommen und eine große Wohnung. Nun hat sich aber seine Freundin in einen anderen Kerl verguckt und es gab eben Streit zwischen den beiden. Sie wollte das Sorgerecht für beide Kinder haben, um mit ihrem neuen Kerl woanders hinzuziehen.


Was hat sie gemacht? Sie hat ihn beschuldigt, dass er seine Kinder missbraucht und sie angeblich bedroht hat, keinem etwas zu erzählen und sie deshalb völlig verstört wären. Um die Geschichte etwas abzukürzen: Die Frau hat Anzeige erstattet, die Polizei hat die Wohnung durchsucht und ihn auf die Wache mitgenommen, das hat natürlich jeder mitbekommen. Kurzum, er hat seine Arbeitsstelle verloren, seine Wohnung wurde ihm gekündigt, und auch konnte er kaum noch einkaufen, ohne bedroht oder angefeindet zu werden. Er wurde zwar später von der Staatsanwaltschaft freigesprochen, weil keine Hinweise auf Missbrauch gedeutet haben, aber er hat sich dann das Leben genommen, weil er nicht mehr konnte. Also wenn ihr jemanden loswerden wollt, einfach des Missbrauchs beschuldigen. Das ist einfach nur eine kranke Gesellschaft.

Beichthaus.com Beichte #00038011 vom 08.04.2016 um 16:36:08 Uhr (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Ich liebe einen japanischen Filmstar

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Begehrlichkeit Fremdgehen Peinlichkeit

Ich (w/19) würde gerne endlich mal jemandem erzählen, dass ich langsam selbst glaube, vollkommen durchgedreht zu sein. Ich habe letztens einen japanischen Film gesehen und sofort ist mir einer der Schauspieler ins Auge gesprungen. Er ist 46, sieht unglaublich aus und kann einfach so gut schauspielern! Außerdem wirkt er in Interviews immer so locker, lustig und fröhlich - und obwohl ich natürlich nur Basisjapanisch kann, merke ich einfach, wie toll er sein muss. Zumindest stelle ich ihn mir so vor und finde ich unglaublich anziehend, auf allen Ebenen. Wenn ihr versteht. Mein Körper verhält sich, als wäre er frisch verliebt, aber ich weiß natürlich, dass die Chance ihn überhaupt mal live zu sehen bei 0,01 Prozent liegt und ich ihm auch nie nah sein werde. Er ist berühmt, lebt 9.000 km entfernt und ist 27 Jahre älter.


Naja, das allein wäre ja einfach nur eine schöne, einseitige Obsession, wäre da nicht mein Freund. Ich liebe ihn sehr, wir sind nun zwei Jahre zusammen und natürlich ist der Schauspieler nur eine Schwärmerei. Aber ich fühle mich total schlecht meinem Freund gegenüber. Er weiß noch nichts von der Sache, weil wir uns länger nicht sehen konnten. Es fühlt sich fast an wie fremdgehen.

Beichthaus.com Beichte #00038007 vom 07.04.2016 um 19:59:34 Uhr (7 Kommentare).

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Meine Generation ist sexgeil!

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Vorurteile Ekel Zorn Gesellschaft

Ich (w) möchte beichten, dass ich sehr starke Verachtung gegen Geschlechtsverkehr und teils sogar Männer hege. Am Besten ist es, wenn ich von vorne anfange: Ich wurde schon von Anfang an religiös erzogen. Meine Mutter klärte mich auch schon im Alter von neun Jahren auf. Damals wurde mir erzählt, dass Menschen nur miteinander schlafen sollten, wenn sie sich lieben und geheiratet haben. Das klang immer logisch für mich. Denn die Option, dass Menschen miteinander schlafen, ohne sich zu lieben, gab es nicht. Ich habe mich schon früh in das andere Geschlecht verguckt. Immer und immer wieder schwärmte ich für irgendeinen Jungen. Aber oft nur einseitig, weil ich schüchtern war. Aber seit zwei Jahren kann ich mich nicht mehr verlieben, denn ich habe erkannt, dass Liebe gar nicht mehr so richtig existiert. In meiner Generation interessieren sich alle nur für Sex. In meiner Klasse sind nur drei Mädchen Jungfrauen (mich eingeschlossen), von insgesamt 16 Schülerinnen.


Die Jungs reden den ganzen Tag auch nur über das Eine. Das kann mir aber egal sein, Männer sind in dem Alter halt so. Aber trotzdem geht es mir langsam richtig auf die Nerven. Meine Freundinnen sind eigentlich richtige Schlampen. Ich sage es aber nicht zu ihnen, weil ich sie nicht mit meinen Ansichten quälen will. Aber sie erzählen mir jede Woche davon, wie sie irgendeinen Kerl in der Dorf-Disco abgeschleppt haben. Ich merke schon, dass "Jungfräulichkeit" bzw. "Unschuld" in der Altersgruppe 14-18 kein Begriff mehr ist. Ich bin aber froh, dass ich noch Jungfrau bin.


Aber kommen wir zum nächsten Punkt: Ich bin nicht die Hässlichste, im Gegenteil. Ich habe in den letzten drei Jahren mit vielen Jungs zu tun gehabt, die sich angeblich in mich verliebt hatten. Ich habe mit keinem etwas angefangen, weil ich merkte, dass sie nur auf das Eine hinaus wollten. Am Schlimmsten war es aber auf der Abschlussklassenfahrt, wo einer aus der Parallelklasse anfing, mich sexuell zu belästigen, in dem er mich in die Ecke drängte oder versuchte, mich zu küssen. Seitdem kann ich Männer auch nicht mehr leiden. Alle verhalten sich wie Tiere! Mädchen mit eingeschlossen, schließlich gehören zum Geschlechtsverkehr immer zwei Menschen. Ich möchte letztendlich einfach beichten, dass ich meine Generation und Sex verachte. Ich meine, was ist denn mit Liebe? Ist die Jungfräulichkeit nichts mehr wert? Ich möchte niemanden verurteilen. Ich wollte es nur mal gesagt haben. Aber mir bleibt ja noch die Hoffnung, dass sich alles ändert, wenn ich sehr viel älter bin.

Beichthaus.com Beichte #00038001 vom 07.04.2016 um 03:24:13 Uhr (31 Kommentare).

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Ich brauche keine Frauenquote!

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Zorn Ungerechtigkeit Aggression Arbeit

Ich (w) befinde mich am Ende meiner Ausbildung zum Informatiker. Seit Beginn meiner Ausbildung werde ich ständig damit "konfrontiert", dass ich eine Frau (oh Schreck!) in einem Beruf bin, der hauptsächlich von Männern ausgeübt wird. Es scheint in der Zeit der Emanzipation ein tolles Thema zu sein, Frauen in "nicht geschlechtertypische" Berufe zu zwängen. So wurde ich schon etliche Male durch meinen Arbeitgeber an Interviews oder Veranstaltungen geschickt, die genau dies thematisieren. Es geht jeweils darum, weshalb gerade eine Frau einen Job in der IT-Branche gewählt hat. Ich wurde bei den Interviews auch schon gefragt, ob Bekannte oder meine Familie schockiert oder erstaunt auf meine Berufswahl reagiert hätten. Auch werden oft Möchtegern-Studien oder Umfragen gestartet, die jeweils ermitteln möchten, was anders an IT-Berufen sein sollte, damit sie auch Frauen ansprechen.


Meine Firma setzt sich leider auch sehr für dieses Thema ein. Für Werbekampagnen benötigen sie immer eine Frau, die für den IT-Beruf posiert. Zunächst war ich das Opfer. Als wir dann eine hübschere Informatikerin einstellten, wurde sie natürlich bevorzugt: "Man würde glatt meinen, sie sei ein Model und keine Informatikerin!" Ich erhielt seit dem Moment nie mehr eine Anfrage, um für irgendeine Kampagne Model zu stehen, was mir auch recht ist. Ich bekomme immer Aggressionen, wenn ich an solchen Anlässen teilnehmen muss. In der heutigen Zeit kann Frau sich schon lange ihren Arbeitsbereich selbst auswählen. Die Frage: "Was man an IT-Berufen ändern müsste, damit sie auch für Frauen ansprechbar sind?", grenzt aus meiner Sicht an Verblödung. Würde man IT-Berufe anpassen, wären es keine IT-Berufe mehr. Man wählt sein Berufsumfeld nach den eigenen Interessen und Kompetenzen aus - NICHT nach dem Geschlecht. Erbärmlich finde ich Frauen, die nur Informatiker werden, weil sie so "besonders" sein wollen oder ständig von Männern umgeben sein möchten.


Ich will aufgrund meiner erarbeiteten Zertifikate, Kompetenzen, etc. eingestellt werden, und nicht wegen meines Geschlechtes. Allgemein stört mich diese erzwungene Frauenquote, egal in welchem Berufsfeld. Es kann doch nicht sein, dass in der heutigen Zeit - wo Leistungen, Zertifikate, Uni-Abschlüsse und der Leistungsdruck alles sind, sich plötzlich alles um eine Frauenquote dreht. Glücklicherweise waren an einem der Anlässe einige Kritiker, die meine Ansichten teilten. Ich war aufgeboten, als "weiblicher Informatiker" an einem Anlass für geschlechtsuntypische Berufe teilzunehmen. Dort hat der Chef der Ausbildungsabteilung säuberlich alle Zahlen und Fortschritte der Pseudo-Frauenquote aufgezeigt. Bald stellte ihm ein kritischer Zuhörer die Frage, ob nun Frauen gegenüber Männern bevorzugt werden, wenn der Männeranteil eines Beruf Feldes markant höher ist, und wie stark überhaupt noch auf Kompetenzen geachtet wird. Darauf stammelte mein Chef, es werde natürlich zuerst auf die Kompetenzen und den Charakter geachtet, und erst im nächsten Schritt auf das Geschlecht. Ich wusste natürlich, dass er zwar solche Anweisungen geben kann, jedoch gar nicht direkt für Bewerber zuständig ist. Dies regeln die Firmen selbst - und meine krallt sich jede Frau, die sie kriegen können.


Natürlich gibt es noch Ungleichheiten zwischen Mann und Frau (z. B. verdient eine Frau teilweise weniger für die gleiche Berufung wie ein Mann). Vielleicht haben Frauen auch Hemmungen, die man ihnen nehmen muss - das ist auch vollkommen in Ordnung. Doch es interessiert in meinem Land (ich lebe nicht in Deutschland) niemanden, dass nur Männer militärpflichtig sind und sich im Falle von Untauglichkeit dumm und dämlich zahlen müssen - ganz egal ob sie sich dies selbst zu verschulden haben oder nicht. Sogar Männer, die aufgrund eines Unfalles im Militär ihren Dienst nicht mehr leisten können, müssen zahlen. Frauen müssten weder Dienst leisten noch zahlen. So viel zur Gleichberechtigung.


Ich habe nichts gegen Frauen, die kompetent sind und ihre Berufstätigkeit leidenschaftlich ausführen. Meine beste Freundin ist Informatiker und ist 10-mal kompetenter als jeder Mann in meinem Team. Sie liebt einfach, was sie tut. Doch ich beichte, dass ich es nicht aushalte, mich seit Jahren mit dem Thema "Frauen in der IT" herumzuschlagen. Alle, die Marketing, Interviews und sonstige Aktionen in dem Bereich starten, verschwenden meiner Meinung nach ihre Zeit und haben nicht verstanden, dass man eine Berufung nach Kompetenzen und Interessen wählt, und nicht eine Berufung auf ein "Geschlecht" zuschneidet. Ich hasse jeden, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss - obwohl es schon hundert andere vor ihnen getan haben. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037949 vom 29.03.2016 um 09:23:17 Uhr (20 Kommentare).

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