Verschwundene Bücher in der Bib

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Aggression Hass Zorn Selbstsucht Studentenleben

Ich muss beichten! Zwar habe ich noch nicht explizit gehandelt, werde aber demnächst wohl zu körperlicher Züchtigung meiner Kommilitonen greifen - wir schreiben gerade eine Hausarbeit und seit Montag ist auf mysteriöse Weise eines der Bücher aus dem Präsenzbestand, also eines, das man nicht ausleihen kann, verschollen. Egal, zu welcher Zeit man danach sieht, es ist nie im Regal, auch unmittelbar zur Öffnungszeit nicht, und das sagen die befreundeten Kommilitonen, die dort ebenfalls gern mal reinsehen würden, auch. Am letzten Donnerstag habe ich es kurz in den Händen gehalten, und nachdem wir es wieder an seinen Platz stellten, war es dann fort. Aufregen tut mich das, weil man jetzt, wo man in der Bibliothek praktisch lebt, mitbekommt, dass Leute die Bücher bunkern. Wenn man die Bib verlässt oder in die zweistündige Mittagspause geht, stellt man das Material doch wieder zurück, wenn man so lang schon einen der raren Plätze blockieren muss. <br /> <br /> <br /> Aber nein, es wird dann bei den Kumpels untergebracht, bis man wiederkommt, oder bleibt offen auf den Tischen liegen - das Personal geht natürlich dann davon aus, dass da jemand sofort wiederkommt, und räumt das nicht wieder ein, zumal man die Bücher ja auch selbst wieder wegpackt. So viel Unkollegialität macht mich unglaublich aggressiv und wenn ich das das nächste Mal mitbekomme, gibt es eine Nackenklatsche. Und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass so fiese Leute eine grottige Hausarbeit schreiben! Oder bestenfalls wegen Plagiaten oder so etwas null Punkte erhalten. So viel Egoismus kapiere ich nicht, denn wir sitzen ja alle im selben Boot.

Beichthaus.com Beichte #00035272 vom 18.03.2015 um 14:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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Racheaktion in der Grundschule

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Rache Engherzigkeit Lügen Schule

Ich (w/19) möchte etwas beichten, worauf ich nicht stolz bin. Ich war damals in der zweiten oder dritten Klasse - wir hatten so eine Zicke in der Klasse und eines Tages hat sie über mich und eine Freundin richtig fies gelästert. So etwas wollten wir uns aber natürlich nicht gefallen lassen. An dem Tag hatte sie Fördern, und als der Unterricht beendet wurde, haben meine Freundin, ich und ihr Bruder gewartet, bis alle weg waren. Die Jacken hingen im Flur, also weit entfernt vom Klassenzimmer, in dem das Mädchen war. Meine Freundin und ich nahmen ihre Mütze und warfen sie in den Mülleimer, ihr Bruder hat ihren Schal ins Jungsklo gebracht. Wir haben uns richtig toll gefühlt. Am nächsten Tag hat uns die Lehrerin darauf angesprochen und gefragt, ob jemand etwas gesehen hat und wir haben alle so getan, als ob wir nichts wüssten. Das Mädchen hat richtig geheult und die Sache tut mir immer noch irgendwie leid. Ich wünschte, wir hätten das nicht gemacht!

Beichthaus.com Beichte #00035271 vom 17.03.2015 um 21:55:45 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Gerichtsvollzieher bei den Nachbarn

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Engherzigkeit Rache Hochmut Nachbarn Cottbus

In unserem Haus ist es sehr friedlich, ich habe ein gutes oder neutrales Verhältnis zu unseren Nachbarn. Bis vor zwei Monaten. Unter mir zog ein Pärchen ein, sie vermutlich Studentin, er den ganzen Tag zu Hause. Und rund um die Uhr läuft Techno in einer asozialen Lautstärke, teils auch sonntags. Da ich schichttechnisch mal morgens, oder spät abends anfange, bekomme ich die Lautstärke somit immer mit. Nachdem ich das nun einige Tage mitbekommen habe, klopfte ich an deren Tür, um meine Situation mitzuteilen. Empfangen wurde ich von einem stark angetrunkenen Russen, Mitte zwanzig, der mich lallend mit gebrochenem Deutsch anblaffte, ich solle doch meine Fresse halten und ihn in Ruhe lassen. Selbst mehrere Anrufe bei der Hausverwaltung blieben erfolglos. Dann kam das Karma: An meiner Türe läutete es. Vor mir stand ein Gerichtsvollzieher, der mir einen Bescheid über eine fast vierstellige Summe unter die Nase hielt. Nach einem kurzen Schock sah ich auf den Namen und stellte fest, dass sich der Herr geirrt hatte. Die Freundin meines lieben Nachbarn trägt den gleichen Nachnamen wie ich. Wie praktisch. Ich verwies ihn auf den Irrtum und versicherte ihm, beim Nachbarn ist sicher jemand zu Hause, es läuft schließlich Musik. So zog der Herr von der Behörde ein Stockwerk weiter und ich ließ meine Türe offen, um mit Genuss das nun folgende Drama mitzuhören.<br /> <br /> <br /> Zwei Tage später ging ich nach Hause, und siehe da, ein Umzugslaster stand vor unserem Haus und einige Möbelpacker räumten gerade die Wohnung meines Nachbarn aus. Meine Beichte: ich holte einen Klappstuhl aus dem Keller, öffnete eine Flasche Bier und setzte mich demonstrativ mit breitem Grinsen neben die Haustür. Mir tut seine Freundin etwas leid, da sie scheinbar auf einem Berg Schulden saß, vermutlich um seine Playstation und seinen Alkohol zu finanzieren. Aber wenn man sich auf so einen Versager einlässt...

Beichthaus.com Beichte #00035270 vom 17.03.2015 um 18:55:41 Uhr in Cottbus (11 Kommentare).

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Das entspannte Leben als Student

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Neid Studentenleben

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich tierisch neidisch auf das entspannte Studentenleben meines Freundes bin. Er studiert schon seit über zehn Jahren und arbeitet noch mindestens die nächsten drei Jahre an seiner Doktorarbeit. Er hat keinerlei Anwesenheitspflicht und muss auch keine Ergebnisse vorweisen, bekommt jedoch das Fünffache meines Azubigehalts. Ich selbst habe mich nach meinem Studienabbruch für eine der schwersten Ausbildungen entschieden, die man machen kann. Das bedeutet viel Arbeit, öfters Überstunden und vor allem ständiges Lernen. Er dagegen macht sich oft einen schönen Tag, geht shoppen, ins Fitnessstudio oder schläft bis Mittag. Es ist wirklich frustrierend nach einem stressigen Tag nach Hause zu kommen und zu sehen, dass man scheinbar irgendwas falsch gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00035269 vom 17.03.2015 um 18:38:24 Uhr (19 Kommentare).

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Die Freuden des Bahnfahrens

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Hass Zorn Aggression Gesellschaft Bahn & Co.

Ich (m/29) beichte, dass ich mittlerweile selbst zu einem egoistischen und fast komplett rücksichtslosen Menschen mutiert bin. Es fing damit an, dass ich einen Job hatte, zu dem ich einen Firmenwagen mit Tankkarte bekommen habe. Heißt so viel wie nach der Arbeit kostenfrei fahren. Auch im Urlaub oder am Wochenende eine tolle Sache. Wenn man allerdings morgens durch den Berufsverkehr fahren muss, ändert sich das ganz schnell. Für die Strecke habe ich mal in der Nacht gemessen, wie viel Zeit ich benötige - 25 Minuten, und das, wenn ich sehr langsam fahre. Morgens sind es mindesten 50 Minuten gewesen, eher aber 90. Es wird geschlichen, gedrängelt, bei Spursperrungen jeder Hinweis ignoriert, um dann am Ende einzuscheren und alle aufzuhalten. Es wird nicht reingelassen, aber sich selbst reingezwängt in jede noch so kleine Lücke. Auf dem Heimweg noch viel schlimmer. Nur um vermeintlich ein paar Minuten zu sparen, lässt man alle anderen warten. Eben dieses "Hauptsache ich". Dadurch hatte ich auch wenig Lust am Wochenende irgendwo hinzufahren. Ich habe dann nach etwas mehr als einem Jahr meinen Job gewechselt und kann nun mit der Bahn fahren. Was für eine Befreiung, dachte ich.<br /> <br /> <br /> Jeden Morgen fahre ich jetzt mit Bus und Bahn knapp 30 Minuten zur Arbeit. Anfangs war es wirklich stressfrei und entspannt, aber mittlerweile habe ich auch hier einen großen Hass entwickelt. Die Leute sind unaufmerksam, rücksichtslos und dämlich. Das fängt an mit dem "zwei Stationen vorher aufstehen" und vor die Tür stellen, damit man auch ja nicht die Haltestelle verpasst. Dann gibt es die Kandidaten, die unbedingt als letztes einsteigen müssen. Gut, wenn die als Erstes rausmüssen, weil sie eine Station fahren und ihren Anschluss bekommen müssen, kann ich das nachvollziehen. Gerade wenn es morgens oder nachmittags richtig voll ist. Aber nein, es geht nur um das an der Tür stehen. Von Aussteigen oder Platz machen bei den Haltestellen kann hier keine Rede sein. Dann gibt es diejenigen, die sich kaum auf den Beinen halten können und sich an die Haltestangen lehnen. Wenn man dort seine Hände hat, ist das vollkommen egal, Hauptsache die dicke Mutter mit Kinderwagen kann sich anlehnen. Auch schön - zwischen 6 und 9 sowie 16 und 19 Uhr darf man keine Fahrräder mitnehmen. Doof nur, wenn sich keiner daran hält. Ganz besonders klasse sind aber die Idioten, die auf den Treppen (welche in zwei Richtungen gehen) die schmale Gasse nutzen müssen, welche eigentlich für die Leute gedacht ist, die in die andere Richtung gehen, während der Großteil der Treppe in eine Richtung läuft und einen dann noch pampig anquaken, warum man keinen Platz macht. Vielleicht weil man es wagt, einen Bruchteil des Platzes zu beanspruchen, um seine Bahn zu erwischen? Von den Kaspern, die dann die Türen aufhalten, damit irgendein Schleicher noch die Bahn bekommt und nicht fünf Minuten warten muss, fange ich gar nicht erst an, ebenso wenig wie von drei Arten der Menschen, die es gibt - die, die lieber duschen, die, die lieber baden, und die, die Bahn fahren. Wenn man dann mal eine Bahn erwischt und aussteigen will, haben dann wiederum einige Leute Probleme Platz zu machen. Da wird dann versucht, direkt gegen den Strom einzusteigen, anstatt ein paar Meter zur Seite zu gehen und kurz zu warten. Die Bahn könnte ja direkt losfahren, wenn alle ausgestiegen sind. Rücksäcke nicht abnehmen ist auch sehr gerne genommen, besonders wenn es richtig voll ist. <br /> <br /> <br /> All dieses Verhalten hat mich mittlerweile so abstumpfen lassen, dass ich quasi ohne Rücksicht auf Verluste einfach weitergehe und rempele oder beiseiteschiebe. Einzige Ausnahmen sind hier kleine Kinder, ältere Menschen und Tiere. Auch sie Smartphone-Glotzer, die nicht mehr nach vorne gucken, werden nicht verschont, es dürfte mittlerweile schon eine zweistellige Anzahl sein, die auf den Boden gescheppert ist. Auf Rolltreppen frage ich einmal höflich, ob ich mal vorbei darf, anschließend wird bei denen, die nicht hören, einfach Platz verschafft. Der Höhepunkt war nun letzte Woche auf der Rückfahrt der Arbeit. Es waren alle Sitze belegt - aber die Gänge waren frei. Ich hatte einen einzelnen Sitzplatz. Es steigt eine korpulente Frau ein und guckt zielgerichtet mit bösem Blick in meine Richtung. Ich nehme die Kopfhörer ab und werde angekeift, ob ich nicht Platz machen will. Da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihr nur gesagt "Sorry, Sie sind nicht alt, sondern einfach nur fett" und habe die Kopfhörer wieder aufgesetzt. Warum sollte gerade ich Platz machen? Warum fragt die Wachtel nicht höflich? Ich habe dann bei der nächsten Station Platz für eine ältere Dame gemacht und das Keifen der Tonne eh kaum hören können. Ich fürchte nur, das wird nicht besser, und in der Hoffnung, dass mich jemand versteht, bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035264 vom 16.03.2015 um 13:29:53 Uhr (23 Kommentare).

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