Bahnhofalki in der Pfandflaschenoase

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Trunksucht Stolz

Ich (m/26) beichte, einmal in der Woche ein Bahnhofalki zu sein. Ein großer Teil unserer Bevölkerung würde mich, jeden Samstag, als Abschaum der Gesellschaft bezeichnen, doch das stört mich nicht weiter. Unter der Woche gehe ich wie die meisten Deutschen brav zur Arbeit, darüber hinaus spare ich für ein Haus und lebe vernünftig.

Nun zu meiner Beichte, jeden Samstag schmückt eine fettige Perücke meinen kahlen Kopf, die Nikes werden gegen ausgebrannte Schuhe eingetauscht und die Krawatte wird durch ein beflecktes, ungewaschenes T-shirt ersetzt. Noch ein bisschen Dreck hier und da, dann bin ich nicht mehr Ich sondern Bernd. Bernd ist 3 Jahre älter als ich und lebt, unter der Woche, in einer geheimen Pfandflaschenoase. Er weiß diese zu verheimlichen, denkt aber trotzdem an das Rudel, da er sehr spendabel ist, was das Bier angeht.

Mein Ziel ist ein bestimmter Hauptbahnhof, den ich ansteuere. Sobald ich angekommen bin, wird der nächste Supermarkt geplündert. Eine oder auch mal zwei Flaschen Wodka für den Penner und ein Kasten Bier. Damit geselle ich mich jedes Wochenende zu meinem Rudel. Es wird getrunken, randaliert und konsumiert. Ab und an eskaliert es so dermaßen, dass nur Flucht eine Option ist. Das ganze erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren, als sich damals herausstellte dass meine Freundin mich betrogen hat. Und heute noch, kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass man sich von meinen Freunden eine Scheibe abschneiden kann. Sie teilen und akzeptieren, wie es die Bibel verlangt. Vielleicht muss man arm sein um wirklich zu erkennen auf was es im Leben ankommt. Auch wenn sie teilweise stark alkoholkrank sind, steckt in diesen Leuten mehr Menschlichkeit als ich in meinem bisherigen spießigen Leben angetroffen habe. Ich Beichte also zu Ihnen zu gehören und ein Teil davon zu sein, es aber niemals in meinem gewohnten Umfeld preisgeben würde.

Beichthaus.com Beichte #00009346 vom 19.05.2006 um 10:11:34 Uhr (4 Kommentare).

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Besondere Geschmacksnote im Getränk

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Ekel Boshaftigkeit Ernährung

Ich habe gestern einem Kerl ins Trinken gepisst, weil ich ihn nicht leiden kann. Es hat mir gefallen und ihm hat es geschmeckt, denn er hat sich noch zu dem besonders guten Geschmack geäußert.

Beichthaus.com Beichte #00009312 vom 18.05.2006 um 20:10:29 Uhr (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Wie ein echter Germane

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Trunksucht Gewalt Last Night Wiehl

Ok, ich beichte, dass ich oft aus mir unerklärlichen Gründen eine Flasche Wodka/Scotch/Bacardi/Stroh/anderes hartes Zeugs kaufe und mir dann den Verstand wegtrinke. Ich bin erst 16, mir geht es nicht schlecht (zwar auch nicht besonders gut, aber egal), ich habe keine Entzugserscheinungen, wenn ich mal eine Woche oder länger keinen Alkohol trinke, aber mir ist es schon oft passiert, dass ich im Supermarkt eine schöne Flasche ausgesucht habe und wenn ich mit der Farbe, den % und dem Namen zufrieden war, hab ich mit meinem gefälschten Ausweis (<-beichte auch, dass ich mir nen Ausweis im Photoshop (<-beichte, dass ich Photoshop illegal habe) gemacht habe) und einem netten "Hallo - hier, der Ausweis - auf Wiedersehen, schönen Tag noch!" bezahlt. Mir ist das nie so schlimm vorgekommen, aber ich habe heute nach der Schule eine Flasche Scotch gekauft (0,7l, 40%) und zu Hause runtergesoffen und was ist? Nach einer Stunde ist mein Kopf wieder so klar, dass ich wieder das Bedürfnis habe, eine Flasche Alkohol zu kaufen. Ich bin schon so an die Droge Alkohol gewohnt, dass ich oft nicht mehr merke, was ich da eigentlich trinke. Das ist sicher nicht gut für meine Gesundheit, aber auch meine Freunde leiden darunter. Die kriegen fast eine Alkoholvergiftung (man trinkt meistens im Tempo der anderen und wenn ich bei Alkohol ab 37% ein schnelles Tempo vorgebe, dann gehen die halt mit und merken erst, wenn sie am Boden liegen, dass es nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist, wenn der Brechreiz von einem tauben Gefühl hinter der Stirn überstrahlt wird).
Ich habe alleine dieses Jahr vier Freundinnen (aus der Schule, keine festen) verloren, weil sie nicht damit klar gekommen sind, dass ich nicht an diesem Leben interessiert bin - und so auch nicht an ihnen. Ich habe mit ihnen geschlafen und als sie dann gedacht haben, dass wir jetzt eine Beziehung hätten, war ich ehrlich und hab ihnen gesagt, dass wir Sex hatten, aber ich nicht an einer Beziehung interessiert bin. Verdammt, der Alkohol macht mich leider ein wenig egoistischer und das bisschen mehr Egoismus ist nicht gut. Die Menschen kommen nicht damit klar.
Ich werde von den wenigen Menschen, denen ich soweit vertraue, dass ich ihnen auch auf eigenen Antrieb über mich erzähle, als Mann bezeichnet, der nicht in diese Ära gehört und dass ich sowas wie ein "echter Germane" sei (ein Freund von mir kommt aus Albanien, aber auch er sagt, dass er sich unter einem Germanen in der jetztigen Zeit einen Menschen wie mich vorstellen kann). Und verdammt, ich will wie die Germanen in der Antike sterben. Ich lächle immer, wenn sie mir das sagen, nur um sie von weiterem Bohren abzuhalten. Ich bin durchschnittlich alle zehn Tage in eine Schlägerei verwickelt (auf die letzten zwei Jahre gerechnet) und ich genieße die Momente danach. Wenn das Adrenalin und der Alkohol den ganzen Körper aufheizen, man den Geschmack von Blut im Mund hat und die Oberarme durch die Anstrengung richtig aufgepumpt sind. Ich habe nie gekämpft, um jemanden fertig zu machen, aber wenn meine Gruppe in der Unterzahl war, dann hab ich mich richtig gehen lassen. Da ist auch das erste Mal der Vergleich mit einem germanischen Krieger aufgekommen, meine Knöchel waren aufgeschlagen, Blut klebte an meiner Kleidung und ich hatte beinahe schwarze Augen und durch meine langen Haare soll ich sogar für meine Freunde bedrohlich ausgesehen haben.
12 Menschen sind durch mich im Krankenhaus gelandet, ich zwei mal, aber es ist, den Göttern sei Dank, nie zu einer Anzeige gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00009267 vom 17.05.2006 um 06:18:48 Uhr in Wiehl (8 Kommentare).

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Erfahrungen mit Tokio Hotel

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Hass Zorn Vandalismus Musik

Ich muss beichten, dass ich aus Magdeburg komme. Und als ob es damit nicht genug wäre, hatte unsere Band auch mal den Proberaum gegenüber von Tokio Hotel. Als diese untalentierten Kiddies sich dann irgendwann im Ruhm aalten, haben wir ihnen viermal die Tür eingetreten und bemalt. Jetzt haben sie irgendwo anders ihren Proberaum und sagen keinem, wo es ist. Ich beichte außerdem, dass mich die Journalisten extrem nervten, als sie uns aus unserem (!) Flur schmissen, weil sie keine "normalen" Menschen in ihrer TH-Doku haben wollten. Zur bekanntlich süßen Rache haben wir uns alle "Kill Bill, und Tom auch"-T-Shirts machen lassen und tragen diese in der Öffentlichkeit. Sorry Leute, aber ich wusste schon damals, dass diese Kids nichts taugen, als sie in einer Kneipe kein Bier verkauft bekommen haben und wir es ihnen kaufen mussten. Vielleicht sollte ich das an die Bravo verkaufen.

Beichthaus.com Beichte #00009222 vom 16.05.2006 um 01:22:54 Uhr (9 Kommentare).

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Es ist Gabe und Fluch zugleich

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Hochmut Zorn Dummheit

Man wollte mich schon in meiner Kindheit in ein Programm, bzw. eine schulische Einrichtung für besonders begabte Menschen stecken. Jedoch habe ich schon als Kind kein Bock darauf gehabt und wollte bei meinen Freunden bleiben. Rebelliert und getobt habe ich lange, bis ich von der Grundschule in eine Privatschule (ein sogenanntes "Elite-Gymnasium) wechselte und dort etwas Vorzügliches vorgefunden habe: Lauter dumme Menschen, die denken, sie seien etwas "Besseres". Auch dort war der Unterricht für mich so leicht wie der Toilettengang. Somit habe ich begonnen, meinen Mitschülern und Lehrern nur mit Sarkasmus, Ironie und Zynismus entgegenzutreten. Ich habe nur noch meine Mitschüler und Lehrer in verbalen Wortgefechten niedergemetzelt und pulverisiert, sodass selbst Schulpsychologen nichts mehr mit mir anzufangen wussten, da ich trotz "Fehlverhaltens" und offensichtliche Langeweile in allen Schulfächern, einschließlich Sport, mit überragender Leistung der Leistungsstärkste war.

Klausuren bzw. Prüfungen waren ein Witz für mich und lernen musste ich selten. Meine Mitmenschen, auch meine Familie, wurden so unerträglich langweilig für mich und verursachten durch ihre unglaubliche Dummheit und mickrigem Pseudowissen psychischen Terror bei mir. Es ist eine Gabe und ein Fluch zugleich. Ich kann einfach nur Spaß mit mir selbst haben und beneide Menschen, die in Geselligkeit aufblühen und genießen können. Inzwischen bin ich mit der Schule fertig, war selbstverständlich Jahrgangsbester, und sitze nun seit zwei Jahren rum und avancierte zu einem kleinen "Steppenwolf". Mal sehen, studieren möchte ich eigentlich auch nicht, da ich dort ansonsten wieder mit Pseudowissen/Halbwissen konfrontiert bin und mir die geballte lächerliche Dummheit von unserer angeblichen "Elite" Deutschlands anhören muss, und auch dort sicherlich wieder nichts zu tun haben werde, außer mich über Mitmenschen zu belustigen.

VERDAMMT, ich dachte in der Schule oft an Selbstmord, da die dummen Kommentare dieser angeblichen Intellektuellen, etwas leistungsstärkeren Schülern, nicht zum Aushalten waren. Das Schlimme ist nicht der Fakt, dass die Menschen stinkendes Halbwissen von sich geben, nein, dass die Minderbemittelten unter uns auch noch an das glauben, was diese Dilettanten von sich geben. Dann klatschen alle in die Hände und glauben geistige Höhenflüge und Orgasmen gehört zu haben. Dann kommt meine Rolle ins Spiel. Ich entlarve den verbalen Kotzhagel und zerschmettere das Ansehen und die angeblich geistige Stärker von Mitmenschen - egal ob Jugendliche, Erwachsene, Akademiker oder sonst was.

Nunja, meine Eltern sind nicht glücklich mit meiner Situation und schwafeln immer sehr niedlich und bemitleidenswert von "Nutz deine Begabung und Fähigkeiten. Gib unserer Gesellschaft positive Resonanz und tue was Gutes." Allerdings verstummen diese Menschen, deren Gene ich leider in mir trage, sehr schnell, wenn ich ihnen entgegentrete und meine direkte Meinung diesbezüglich ins Ohr singe. Was soll ich tun? Ich bin sicherlich kein "guter" Mensch, bin nicht gesellig, tue nichts Produktives und helfen tue ich schon gar nicht. Eigentlich verachte ich nur, auch mich selbst. Ich prügel beim Boxen nur die Mittrainierenden zusammen um meinen Hass abzubauen. Ich hatte erst eine Freundin, die allerdings heulend vor mir wegrannte, als ich sie über ihr minderbemitteltes Dasein aufgeklärt habe und ihre menschliche Schwäche und Makel hervorgehoben habe. Danach habe ich beschlossen, dass ich den Weibern zuliebe, keine Beziehung mehr anfangen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00009196 vom 15.05.2006 um 01:57:26 Uhr (16 Kommentare).

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