Das Wunderkind

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Hochmut Dummheit Verzweiflung Selbstsucht

Ich war mein ganzes bisheriges Leben lang teilweise ziemlich arrogant, was eine bestimmte Sache angeht. Ich bin intellektuell hochbegabt und habe mir einiges darauf eingebildet. Dafür war ich mit Menschen nicht besonders gut. Ich verstand sie einfach nicht, denn sie waren mir intellektuell nicht gewachsen - ich konnte mich nicht mit ihnen unterhalten. Aber selbst die paar Menschen, mit denen es gut klappte, habe ich wie Wegwerfobjekte behandelt. Ich mochte sie, habe das aber nie geäußert. Sie haben sich Mühe mit mir gegeben, mich eingeladen, versucht, mich aus meinem Schneckenhäuschen zu locken. Ich habe ihre Gesellschaft genossen und dann eine Chance genutzt, den Kontakt einschlafen zu lassen. Ich habe erwartet, dass die Leute auf mich zukommen, weil sie mich interessant finden und unbedingt meine Freunde werden wollen. Dass ich aber nach außen abweisend gewirkt haben muss, wurde mir erst viel später klar. So habe ich viele potenziell enge Freundschaften relativ kühl behandelt, bis die Leute keinen Bock mehr hatten und wir getrennte Wege gingen. Sei es nun durch einen Schulwechsel oder Umzug. Meistens wurde mir erst viel später klar, dass ich sie eigentlich gerne noch um mich hätte und vielleicht etwas mehr Initiative hätte zeigen sollen. Teilweise redete ich mir in meiner verkopften Art auch ein, ich bräuchte gar keine Freunde, weil ich mich mit intelligentem Kram wie Lesen und Nachdenken prima selbst beschäftigen kann. Jetzt fehlen mir diese Kontakte und ich bereue mein Verhalten. Zu meiner Verteidigung kann man höchstens einwenden, dass mir meine "Besonderheit" und Unabhängigkeit von anderen Leuten von meinen Eltern immer so eingetrichtert wurde, weil ich ja das super Wunderkind sei. Ich möchte jetzt versuchen, etwas mehr auf Menschen zuzugehen und den IQ eine nette, aber nicht wahnsinnig wichtige Nummer sein zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00031745 vom 14.08.2013 um 17:03:01 Uhr (16 Kommentare).

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Das sind alles Nichtsnutze

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Trägheit Faulheit Zorn Verzweiflung Studentenleben

Ich fühle mich furchtbar, bin aber schlicht nicht konsequent genug, langfristig etwas an meiner Lage zu ändern. Es stehen wieder mal Prüfungen an, ziemlich viele sogar, damit ich nächstes Semester meine Abschlussarbeit schreiben kann. Ich war kein guter Schüler und im Studium wurde die Lage nicht einfacher. Ich habe tolle Eltern, eine wundervolle Partnerin und aktuell keine Geldsorgen. Die Randbedingungen sind also gut, wenn ich das hier vermassele, bin allein ich daran schuld. Aber ich verfalle wochenlang in Selbstmitleid, hege Groll gegen meine unfähigen Lernpartner, weil meine Freunde schneller vorangekommen sind als ich und jetzt andere Prüfungen haben. Die anfängliche Kennenlernphase ist vorbei, Cliquen gebildet und mir fällt es schwer, wieder Anschluss zu finden. Ich halte irgendwie alle für kleine Nichtsnutze, die vermutlich nicht einmal eine Waschmaschine bedienen können. Darum bin ich unzufrieden mit mir selbst, fühle mich allein und dumm und unfähig. Deshalb schaffe ich auch die Dinge nicht, die offensichtlich alle anderen um mich herum geregelt bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00031742 vom 14.08.2013 um 16:16:18 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Besser als meine Peiniger

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Zwang Zorn Ungerechtigkeit Verzweiflung

Ich (w/25) möchte etwas loswerden, worüber ich mir erst in den letzten Wochen richtig klar geworden bin. Als Kind war ich eine unscheinbare Person - klein, bleich, schüchtern und ruhig. So wurde ich von niemandem wahrgenommen, ich durfte höchstens als Opfer hinhalten. Deshalb begann ich, auf meine Weise auffallen zu wollen. Dies erreichte ich mit schulischer Leistung. Ich kann mich erinnern, dass ich auf allen Schulen, die ich besuchte, Klassenbeste war. Aber ich habe immer wahnsinnig unter meinem selbst aufgezwungenen Druck gelitten. Nun, mit dem Alter kam der Freund und mit ihm ein wenig Selbstbewusstsein. Dennoch konnte ich mich von diesem Zwang nicht mehr befreien. Und es breitete sich auch noch auf alle Bereiche meines Lebens aus. Ich entwickelte eine Art Selbsthass, weil ich einfach nicht perfekt sein kann. Das wirkt sich auf viele Arten aus: Ich kann nicht ungeschminkt aus dem Haus, muss immer "schöne" Kleidung tragen und will immer dünner sein, als die Anderen. Komplimente kann ich nie annehmen und ich mache mich immer schlechter, als ich bin. Ich leide darunter, wenn jemand mich nicht mag, und will es immer allen recht machen. Ich habe vor einiger Zeit meine Beziehung durch meine krampfhafte Suche nach Fehlern beinahe zerstört. Dabei ist mein Freund einer der Wenigen, die hinter meine Fassade sehen.


Ich bin inzwischen recht beliebt, habe einen lieben Freund und sollte mich auf eine tolle Zukunft freuen, da ich nicht zufriedener sein könnte. Und das ist meine Beichte. Ich bin mir bewusst, wie dieser selbst auferlegte Zwang mein Leben beeinflusst, trotzdem schaffe ich es nicht, davon loszukommen. Ich trage nämlich eine unglaubliche Wut in mir - wegen all jener, die mich schlecht behandelten. Deshalb verfolge ich auch meine Ziele - ich will stärker und mächtiger sein als meine Peiniger, damit ich es ihnen heimzahlen kann. Krank, nicht?

Beichthaus.com Beichte #00031741 vom 14.08.2013 um 09:20:25 Uhr (16 Kommentare).

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Für die schönen Dinge im Leben

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Habgier Prostitution Morallosigkeit Schamlosigkeit Shopping Düsseldorf

Ich möchte mal loswerden, dass ich mit Männern schlafe, um an schöne Dinge zu kommen. Anfangs war es komisch, aber mit der Zeit wurde es Routine. Meistens suche ich jemanden, der so aussieht, als hätte er Geld und plaudere dann gescheit daher. Ich bin scheinbar ganz gut darin, dass diese Männer nicht merken, worum es mir geht, weshalb sie auch meist nach kurzer Zeit mit mir shoppen gehen. Und natürlich wähle ich immer genau das, was ich gerade brauche, um glücklich zu sein. In der Nacht revanchiere ich mich dann mit Sex - natürlich geschützt. Die Männer sind in der Regel froh, nicht wirklich eine Hure bezahlt zu haben, sondern eine Art Tauschgeschäft eingegangen zu sein. Ich meine - warum nicht?! Ich habe davon schließlich nur Vorteile, nämlich die Geschenke und meistens guten Sex. Es ist wirklich sehr lukrativ, da man auf diese Weise schicke Klamotten, Taschen, Schuhe und Schmuck erhalten kann, ohne es selbst finanzieren zu müssen. Da ich mein Studium selbst finanziere, ist es eine tolle Möglichkeit, auf diese Weise gute Klamotten, Taschen, Schuhe und Schmuck zu erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00031739 vom 13.08.2013 um 18:29:36 Uhr in Düsseldorf (Königsalle) (35 Kommentare).

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Leben und leben lassen

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Aggression Boshaftigkeit Hass Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich bei homophoben Menschen derartige Aggressionen und Mordgelüste bekomme, dass ich mich eigentlich dafür schämen sollte. Eigentlich bin ich ein ruhiger Mensch, der alles und jeden toleriert, aber diese verkorksten Ansichten kann ich nicht ertragen. Wie kann man der Meinung sein, dass homosexuelle Menschen nicht das Recht auf ein Leben haben, wie man es selbst hat? Ich wünschte, alle homophoben Menschen kämen in die Hölle und müssten für ihre Ansichten schmoren. Ich bitte um Absolution, weil ich solche bösartigen Gedanken habe. Aber bitte lasst Homosexuelle doch genauso leben, wie ihr lebt. Leben und leben lassen Leute.

Beichthaus.com Beichte #00031738 vom 14.08.2013 um 06:59:53 Uhr (30 Kommentare).

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