Scar-Face mit fünf Kratern

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Sucht Zwang Ekel Unreinlichkeit

Ich (w/21) habe leichte Akne. Klar, angefangen hat es in der Pubertät und zieht sich wohl noch ein Weilchen hin, bis sie ganz abklingt. Durch einfaches Sporttreiben würden sie auch ohne Medikamente ein reines Hautbild wie von einem Pfirsich widerspiegeln. Aber ich krieg meinen kleinen Arsch nicht hoch. Bei Gelegenheit, was ziemlich häufig ist, drücke sie mir gegen den guten Rat meines Arztes und gegen den altklugen Rat der verdammten Welt genüsslich aus. Sehe ich im Spiegel nur leichte Hügel oder Dellen, begutachte ich sie, rechne nach Gefühl aus, wie viel Druck von Nöten sei und aus welcher Richtung meine Zeigefinger kommen müssten und möglichst wenig die Haut zu reizen. Manchmal stimmen meine Fingerfertigkeiten mit den Berechnungen überein und der Talg sprudelt entweder langsam oder schnell - je nachdem - aus der verstopften Pore.

Mitunter spritzt die weiße (Dick-)Flüssigkeit ein paar Zentimeter weit vom Spiegel weg auf Armaturen oder meine Kleidung. Habe ich mal einen schlechten Tag, kann es sein, dass ich so viel Kraft aufwende, dass die Stelle hinterher etwas blutet und die Haut aufgekratzt ist. Am nächsten Tag sieht die Stelle entsprechend gerötet aus. Da ich diese Methode mit so gut wie allen vergrößerten erkennbaren Pickeln oder Mitesser anwende, habe ich vereinzelt rote Punkte im Gesicht verteilt. Unterscheiden sich in kleinen Nuancen in Form und Farbe. Sieht schon nicht schön aus, aber es ist meine Sucht, ich kann damit nicht aufhören. Wenn sich meine masochistische Phase zuspitzt und mein Scar-Face aus mindestens fünf Kratern besteht, die auch noch mit blauen Flecken unterlegt sind, sage ich mir: "Ich hör auf! Egal, ob der Talg am Ende aus den Pickeln mit einem blendenden Weiß leuchtet und von allein rausspritzt."

Leider hält dieser gute Vorsatz nur drei, vier Tage, maximal anderthalb Wochen, bis ich wieder Hand anlege und mich verstümmle. An einigen Stellen um die Nase herum sind auch schon kleine Äderchen zu sehen. Medizinischer Fachausdruck: Couperose. Ich hab sie mir wegmachen lassen und nun sind sie im Begriff wieder zu kommen. Ich fing schon früh an, zu drücken. Ich hab es als erstes bei meiner Mutter, aber öfters bei meinen älteren Schwestern gesehen, wie sie alle drückend vorm Flurspiegel standen. Vielleicht sind sie ähnlich wie ich und können keinem Spiegel in vertrauter Umgebung widerstehen, um die autorisierte Lebensform zu beobachten, wie prächtig sie blühen und sich entwickeln.

Beichthaus.com Beichte #00023642 vom 17.04.2008 um 20:40:44 Uhr (11 Kommentare).

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Mit der gemeinen Mobberin im Schulandheim

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Rache Zorn Ekel Unreinlichkeit Lügen Schule

Auf Klassenfahrt in der siebten Klasse gab es ein Mädchen, das es mich immer wissen ließ, wie sehr sie mich missbilligte. Sie zog über meine Art, wie ich mich kleidete, her, stellte meine Meinung über bestimmte Themen als unsinnig dar. Hetzte andere Klassenkameraden gegen mich auf, erzählte, ich würde mich selten waschen und als Folge dessen auf unangenehmste Weise riechen. Lachte über meine Fehler und Tollpatschigkeiten, die sich mit der Zeit langsam aber stetig häuften, weil ich zunehmend verunsicherter wurde. Eines Morgens war ich wie verwundert, warum mich die meisten "Fingerling" nannten oder mir hinterher riefen. Nach Fragen mit einem verdutzten Gesichtsausdrucks und im ins Geheimen schon ahnend, wer dafür verantwortlich war, bekam ich die Antwort von einer weniger hoch angesehenen Mitläuferin. Ich hätte mich in der Nacht unsäglich berührt. Dieses Gerücht bzw. die Tatsache (womöglich habe ich mich im Schlaf selber unbewusst erkundet) lief wie ein Lauffeuer durch die Reihen der Pubertierenden. Schallendes Gelächter am Frühstückstisch. Man hätte mich auch mit einer Tomate auf einer Brötchenschnitte verwechseln können, so rot war ich angelaufen vor Scham.

Alle kindischen Konterversuche "Ich kann nichts dafür" oder "Das ist doch gar nicht wahr" misslangen, also hielt ich den Mund und saß die Sache aus. Am Nachmittag war ich so sauer, dass ich hätte explodieren können, denn während des Ausflugs in die Innenstadt und an den Strand wurde keine Gelegenheit ausgelassen, um Witze über mein angebliches Sexualleben zu reißen. Ich grübelte: Wie könnte ich ihr, die mir mein Leben beträchtlich erschwerte, eins Auswischen, ohne es in der Öffentlichkeit auszutragen. Ich gebe zu, feige war es, anstatt Paroli zu bieten, griff ich kurzerhand nach ihrer Zahnbürste, als ich allein im unserem Sechs-Bett-Zimmer der Jugendherberge war und eilte mitsamt Putzbecher in das kleine Bad, in das man direkten Zugang vom Schlafraum hatte. Tunkte den Bürstenkopf tief in die WC-Schüssel und rührte ein paar Mal genüsslich die Zahnbürste wie einen Kochlöffel in einer Suppe herum, schruppte hier und da womögliche "Bremsspuren" weg. Ich hörte mein Herz bis zum Hals schlagen. Schließlich konnte ja jeden Moment jemand reinplatzen und wie sähe das aus, wenn dieser jemand zufällig entdeckt, dass es nicht meine Hygienemittel waren, mit denen ich aus dem Bad spazieren würde. Nicht auszudenken!

Schließlich schöpfte ich mit dem Zahnputzbecher ein wenig Toilettenwasser und huschte rüber ins Zimmer, versprühte tropfenweise die appetitliche Flüssigkeit über Kissen, Bettdecke und teilweise übers Laken. Der kleine Racheplan, der für mich damals sehr auf erregend und wohltuend war und heute noch ein schelmisches Schmunzeln auf meine Lippen zaubert, war nach dem Zurückstellen der Zahnbürste und Putzbecher am ursprünglichen Ort vollendet. Abends achtete ich genau darauf, mit ihr wie zufällig gleichzeitig mit ein paar anderen Mädchen in den großen Waschraum zu gehen und das Spektakel live mitzuerleben. Klar, dass ich hier und da wieder Speerspitzen eingesteckt habe, aber zu sehen, wie sie sich mit ihrer neuen, von mir umfunktionierenden two-in-one-Bürste putzte, war für mich ein großer Triumph. Igitt!

Aber das hast du verdient. Wenn nicht sogar noch mehr lustige Gemeinheiten. Wär ich noch mal 13, ich hätte alles Haar genau wiederholt. Ich bereue nichts, außer dass ich mehr Mut hätte zeigen können und sie mal öffentlich bloß zu stellen. Ich hatte mir ausgemalt, dass sie beim Schlafen einen widerlichen Geruch wahrnehmen und sich plötzlich wundern würde, woher er kam. Leider habe ich in dieser Nacht keine Anzeichen davon bemerkt. Sie schlief friedlich ein.

Beichthaus.com Beichte #00023625 vom 06.04.2008 um 12:48:18 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Ich brauchte das Geld!

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Habgier Waghalsigkeit

Ich bin Studentin, 24 Jahre alt und 160 cm klein. Vor knapp drei Jahren war ich mal wieder so knapp bei Kasse, dass ich auf eine Anzeige antwortete. Die Anzeige lautete: "Darstellerinnen für erotische Aufnahmen gesucht." Ich hatte ein kurzes Gespräch mit dem Produzenten und er erklärte mir: Du stehst an eine Bushaltestelle und ich spreche dich dort an, nach einigem Hin und Her kommst du dann mit in mein Studio und dort erzählst du mir dann irgendwelche erotischen Abenteuer von dir und ziehst dich dabei aus, dann besorgst du es dir mit einem Dildo. Das Ganze soll so ca. 20- 30 Minuten dauern. Ich habe das dann auch gemacht, denn ich brauchte ja das Geld dringend. Letztendlich landete das Ding dann in den Videotheken als DVD, wo mich jeder bewundern konnte. Es kam dann, wie es kommen musste, und ein Bekannter lieh sich das Teil dann auch aus. Ich habe seitdem einen fürchterlich schlechten Ruf, aber ich wollte nach meinem Studium sowieso wegziehen.

Beichthaus.com Beichte #00023621 vom 05.04.2008 um 09:47:56 Uhr (24 Kommentare).

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Ich hasse die Elite-Uni

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Studentenleben Reckerscheid

Das Sommersemester hat gerade erst angefangen und ich hasse es jetzt schon. Da befindet man sich an einer sogenannten "Elite"-Uni mit lauter Vollpfosten und zahlt jedes Semester Studiengebühren, damit man dort studieren "darf" und kriegt trotzdem bei der Platzvergabe […]
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Beichthaus.com Beichte #00023618 vom 02.04.2008 um 23:12:28 Uhr in Reckerscheid (18 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Unglücklich in der Ausbildung

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Zorn Boshaftigkeit Arbeit

Ich bin Azubi bei einer großen deutschen Versicherung. Mein Chef hat mich zwei Jahre lang nur fertiggemacht, ich habe nichts gelernt, sondern immer für die Kollegen das machen müssen, auf was die keinen Bock hatten. Mit Ausbildung hatte es jedenfalls nicht viel zu tun. Nachdem ich das Mobbing bei der Arbeit nicht mehr ausgehalten habe, habe ich mich in eine andere Dienststelle versetzen lassen. Dort sind die Kollegen echt nett, aber ich hatte schon bei meiner Versetzung dorthin das Angebot in einer anderen Versicherung anzufangen. Jedenfalls haben sich alle das Hirn drüber zerbrochen, wie es doch möglich wäre, mich zu übernehmen und ich habe gekündigt.

Die haben 50.000 Euro für meine Ausbildung hingelegt, dafür dass ich jetzt in ein Unternehmen wechsle, das nicht mal selbst ausbildet. Beim Gespräch mit der Vorstandsebene meines momentanen Arbeitgebers habe ich dann noch mal richtig Dampf abgelassen, über das, was man mit mir in meiner Ausbildung gemacht hat. Jetzt hatte ich ja nicht mehr das Risiko, dass die mich rausschmeißen, wenn ich mal sage, was Sache ist. Mein Chef hat jetzt die Gelb-Rote Karte gesehen und ich freue mich, weil er es einfach verdient hat, mal für das gerade zu stehen, was er gemacht hat. Klar habe ich das auch zu meiner persönlichen Genugtuung getan, weil ich finde, dass man sich auch als Azubi nicht alles gefallen lassen muss und ruhig mal seine Meinung kundtun kann.

Beichthaus.com Beichte #00023611 vom 30.03.2008 um 07:04:48 Uhr (11 Kommentare).

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