Die letzten 21 Tage in Freiheit

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Begehrlichkeit Trunksucht Fetisch Maßlosigkeit

Hiermit beichte ich, dass ich im Moment jeden Typen anmache, der mir über den Weg läuft. Egal ob verheiratet oder nicht, ob vergeben oder nicht. Dieses Verhalten rührt eindeutig von meiner Trschlusspanik her. Schließlich werde ich in drei Wochen bereits 25. Ach du heilige Scheiße. Ich werde alt, meine Lieben. Und deshalb hole ich alles, was ich in den vergangenen 9103 Tagen nicht gemacht habe, noch in den folgenden 21 Tagen nach. Ich werde saufen, feiern, vögeln und was sonst noch Spaß macht. Danach werde ich mein Leben komplett umkrempeln und wie eine seriöse, junge Dame leben. Mir einen Mann suchen, der gut zu mir ist und mich versteht und meine 2,314 Kinder auf die Welt bringen.

Ich werde das schöne kleine Einfamilienhäuschen am Rande der Stadt stets sauber halten und das Essen wird pünktlich auf dem Tisch stehen. Ich werde meinem Mann eine gute Ehefrau sein und darüber hinweg sehen, wenn er mich eines Tages mit einer bald 25-Jährigen betrügt, die noch nachholen will, was sie in den letzten 9103 Tagen verpasst hat. Doch bis es so weit ist, werde ich die Sau rauslassen und möchte mich daher schon jetzt in aller Form dafür entschuldigen, denn ich werde in Zukunft zu besoffen sein, um überhaupt noch den PC einzuschalten, geschweige denn diese Seite aufzurufen oder einen vollständigen Satz zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00022466 vom 14.08.2007 um 00:57:25 Uhr (11 Kommentare).

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Mein armseliges Leben kotzt mich an!

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Mahlsdorf

Heute ist es mal wieder soweit und es kotzt mich alles an. Auf der Arbeit bekommt man mit jeder neuen Regel mehr Raum genommen, was sich immer mehr auf die Laune auswirkt, wie ich zur Arbeit gehe. Früher oder später wird es mich ankotzen hinzufahren und alles nur, weil ich zu feige bin, den nächsten Schritt zu machen. Ich bin 28 und stelle fest, dass so gut wie jeder um mich herum mit Abschluss der Lehre weitergemacht hat. Da hat es nun Techniker, Meister usw, der einzige Blödmann, der nach wie vor normaler Geselle ist, bin ich. Zwar verdiene ich annehmbar, aber dafür hänge ich auch im Schichtdienst und geh arbeiten, wenn andere frei haben, was mich mittlerweile auch maßlos ankotzt. Ich habe aber auch keine Lust weiter Schule zu machen, erst Recht nicht, da es mehr als ungewiss ist, in der versauten Wirtschaft hier überhaupt den erstrebten Posten zu bekommen.

Dazu kommt, dass ich mittlerweile Kosten zu decken habe, die einen Job voraussetzen, also einfach kündigen und Schule machen wie manch ein verwöhnter Arsch das macht, läuft nicht. Meine berufliche 'Karriere' ist nicht das Einzige, was ich mir mit meiner faulen, ängstlichen und inkonsequenten Art versaue, das Gleiche spielt sich im Freundeskreis und bei Beziehungen ab. Beides existiert nicht mehr. Ich sehe mich schon als 40-jähriger Single, verdreht und alles am mies machen, den keine Sau mag. Ich sollte mich bewerben, die Firma wechseln um wenigstens etwas Selbstachtung zu gewinnen. Momentan arbeite ich da wo ich gelernt habe und werde wohl nie Ernst genommen. Auch wegen eigenem Verdienst, nämlich dem Zwang ständig irgendwelche Leute zum Lachen zu bringen. Das hat mir dann den Ruf als Pausenclown eingebracht, der auch mehr schadet als nützt, denn Komiker bin ich nicht.

Alles in allem stehe ich in einer Sackgasse, an deren Ende ich zwar noch nicht angekommen bin, aber aus der es auch keinen Ausweg gibt und an allem bin ich selbst Schuld. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ich entweder total abstürze, oder an einem Strick hänge. An letzteres habe ich sogar öfter gedacht als gesund sein sollte, aber was hat dies wohl verhindert? Genau, ich hatte auch dazu viel zu viel Schiss, um es durchzuziehen. Habe mir immer gesagt, es ist wegen meiner Familie. Die handvoll Leute denen ich vielleicht noch was bedeute und denen ich so etwas nicht auflasten will. Armselig oder?

Beichthaus.com Beichte #00022464 vom 14.08.2007 um 00:36:46 Uhr in Mahlsdorf (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Praktikant und die Tochter des Chefs!

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Engherzigkeit Schamlosigkeit Kollegen Arbeit

Ich habe meinen Chef richtig tief in die Scheiße geritten. Eines Abends habe ich etwas länger gearbeitet und wollte noch etwas kopieren.Als ich dann vor der Tür des Kopierraumes stand, drangen Laute wie Stöhne, Hecheln und der Ausdruck: "OH, MEIN GOTT" aus dem Raum. Ich war ziemlich neugierig und habe die Tür einen Spalt geöffnet. Und was sah ich? Die Tochter des Chefs mit dem Praktikanten auf dem Kopierer und er hat sie ordentlich von hinten gevögelt. Ich habe kurzerhand mein Fotohandy gezückt und mir ein schönes Foto von den beiden gemacht. Dann als ich wieder an meinem PC saß, habe ich schön das Foto auf jedem PC als Desktop eingerichtet.

Am nächsten Morgen haben sich meine Kollegen schön die Augen ausgestarrt und als unser Chef kam, dachten wir erst, er würde Amok laufen. Er hat sich dann aber gesammelt und mich höflich gefragt, ob ich dieses Foto vom Desktop entfernen könnte. Habe ich kurz erledigt und als ich fertig war, kam dann wie bestellt seine Tochter. Die hat sich total gewundert, warum wir sie alle angegrinst haben und dann hat ihr Vater sie in ihr Büro mitgenommen. Ich weiß nicht, was der größere Schock für sie war. Dass ihr Vater von der Geschichte weiß oder dass die Kollegen es gesehen haben. Zum Glück haben sie nie mich verdächtigt. Die Tochter lässt sich nicht mehr in der Firma blicken und der Praktikant wurde entlassen. Der Chef muss sich sogar einer Anhörung unterziehen. Schuldgefühle? Nein, danke!

Beichthaus.com Beichte #00022458 vom 13.08.2007 um 22:49:53 Uhr (6 Kommentare).

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Der Tag, an dem ich meine Katze freiließ

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Selbstsucht Tiere Sassnitz

Ich liebe Katzen über alles und habe mir damals mit meiner Frau eine kleine Katze von einer Züchterin geholt. Sie war überaus niedlich, dreifarbig, total frech, verspielt und etwas kratzbürstig. Ich habe dieses kleine Wesen natürlich sofort abgöttisch geliebt und wir hatten sehr viel Spaß (natürlich auch mal Ärger und Sorgen ganz klar).

Wir drei sind einige Male umgezogen und als ich mich von meiner Frau getrennt habe, war sonnenklar, dass ich die liebgewonnene Kreatur behalte. Wir haben dann mal hier, mal da in Wohngemeinschaften gewohnt und alles war wunderbar, sie konnte raus, hatte immer einen (mitwohnenden) Hund zum spielen und hat kaum noch Blödsinn gemacht.

Eines schönen Tages musste ich in eine andere Stadt umziehen, doch in der neuen Wohnung durfte man keine Katzen halten und meine damalige Freundin hatte eine Katzenhaarallergie. Als ich dann umgezogen bin, habe ich die kleine Maus zwar mitgenommen, bin aber irgendwo von der Autobahn abgefahren, habe in der Nähe eines Bauernhofes gehalten und mein Baby laufen lassen. Ich bin dann weitergefahren und habe sie einfach zurückgelassen. Meinen Freunden und Bekannten erzählte ich, dass sie bei einer Freundin auf dem Dorf wäre und es ihr dort richtig gut geht. Das ist jetzt bestimmt sieben Jahre her und doch nagt es sehr an mir. Mein Herz tut weh, wenn ich daran denke, dass sie es eventuell nicht geschafft hat oder unglücklich in einem Tierheim sitzt. Oft träume ich von ihr, ich kann mir nie wieder "Herrchen gesucht" anschauen, weil ich denke, dass sie dort auftaucht (letztens war tatsächlich eine einäugige Katze dort, die ihr äußerst ähnlich sah) und jetzt, wo ich dies tippe, kommen mir wieder die Tränen. Ich bereue diese Aktion zutiefst und hoffe das es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00022455 vom 13.08.2007 um 21:55:10 Uhr in Sassnitz (7 Kommentare).

Gebeichtet von ChrChr
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Zu Fuß zum Fast-Food-Restaurant

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Waghalsigkeit Ernährung

Ich bin durch den Drive-In gelaufen.

Beichthaus.com Beichte #00022449 vom 11.08.2007 um 03:38:25 Uhr (7 Kommentare).

Gebeichtet von KINGKONG
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