Hooligans

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Aggression Zwang Gewalt Sucht

Ich (m/23) fahre jedes Wochenende durch die Weiten unserer Republik, um meinem Eishockeyverein zuzusehen. Dabei interessiert mich das Spiel nur am Rande, denn ich verfolge zwei andere Ziele: So vielen gegnerischen Fans wie möglich die Fresse zu polieren und zwar ganz feige mit mehreren Leuten gegen einen oder höchstens zwei. Danach klauen wir ihr (meistens mit Blutflecken übersätes) Vereinstrikot und hängen es im Keller unserer Gang als Trophäe auf. Acht Trikots haben wir schon, wir wollen aber alle 15 anderen aus unserer Liga. Ich werde davon meistens so geil, dass ich unbedingt eine von diesen vielen Eishockeyschlampen flachlegen muss, die den Spielern hinterherlaufen, als ob sie aus dem letzten Straßenstrich von Rio kämen. Gut aussehen müssen sie nicht, Hauptsache, man kann sie richtig durchnehmen und danach wegschmeißen, wie ein Stück Müll.

Natürlich alles garniert mit mindestens zwei Promille. Ich brauche diese Selbstbestätigung Woche für Woche, da ich sonst mit meinem minderbemittelten Ego nicht klarkomme - ich weiß das und bereue es nicht. Hooliganismus ist eine Sucht wie jede andere auch. Wer denkt, dass ich ein arbeitsloser Penner bin, sieht sich getäuscht. Ich arbeite als Journalist und habe schon mehrere Artikel verfasst, in denen ich die Untugend des Hooliganismus aufs Schärfste verurteile, und habe einmal bereits zwecks Reportage mit einem Opfer gesprochen, das ich selbst vermöbelt habe (natürlich maskieren wir uns, sind ja nicht dumm). Ich finde, ich bin nicht kranker oder gesünder als andere Menschen.

Beichthaus.com Beichte #00023244 vom 15.12.2007 um 04:01:45 Uhr (21 Kommentare).

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Ich habe meine Tochter verheimlicht

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Feigheit Engherzigkeit Kinder

Ich habe mit Jahren meine erste Tochter bekommen, was trotz aller Vorurteile gegenüber jungen Müttern super gelaufen ist. Ich habe meinen Realschulabschluss in der Abendschule nachgeholt, habe meine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel erfolgreich abgeschlossen und habe mitten in der Ausbildung eine zweite Tochter bekommen. Nachdem ich die Ausbildung also vor knapp zwei Jahren abgeschlossen habe, habe ich auch bis vor zwei Monaten gearbeitet. Nun bin ich dabei wieder zur Abendschule zu gehen und mein Abitur zu machen. So, jetzt kommt die Beichte: Meine Oma weiß nur von meiner ersten Tochter! Ich habe es Ihr nie gesagt, weil sie schon so enttäuscht war, als ich mit 16 meine erste Tochter bekommen hatte. Mittlerweile ist die Kleine 3 Jahre alt, ich habe den Vater beider Kinder letztes Jahr geheiratet und konnte meine Oma noch nicht mal zur Hochzeit einladen, weil sie ja nun mal meine Tochter nicht sehen durfte. Das Gemeine allerdings ist, meine Große (fast 6) genießt alle Vorteile, die ihr meine Oma mit ausgedehnten Shoppingtouren nur bieten kann und meine Kleine geht dabei leer aus. Noch versteht Sie ja nicht all zu viel davon und der Kontakt zu meiner Oma beschränkt sich ja auch nur auf alle 3-6 Monate. Jetzt weiß ich nicht, soll ich es ihr vielleicht doch noch sagen, oder ist es dafür jetzt nicht erst recht zu spät?

Beichthaus.com Beichte #00023231 vom 10.12.2007 um 04:28:29 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Warum haltet ihr für mich an?!

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Peinlichkeit Engherzigkeit Auto & Co.

Ich (m/21) hasse es, wenn Autos anhalten, um mich über die Straße zu lassen. Ich bleibe dann stehen und warte, dass sie wieder beschleunigen und weiterfahren, aber diese Idioten bleiben hartnäckig stehen und fahren nicht eher los, bis ich mich bewegt habe. Wenn ich dann vorsichtig einen Schritt mache, fahren sie ein Stück vor, ich bleibe wieder stehen, sie bleiben stehen, und wenn dann noch jemand hupt, bin ich total am Ende und renne einfach über die Straße. Ich stelle mich an Straßen, die ich überqueren will, deswegen immer unauffällig hin, bis alle Autos vorbeigefahren sind, und laufe erst dann los. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, ist es fast dasselbe.

Beichthaus.com Beichte #00023230 vom 08.12.2007 um 21:01:47 Uhr (20 Kommentare).

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Vier Dinge, die ich bereue

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Schamlosigkeit Engherzigkeit Selbstsucht Begehrlichkeit Fetisch

Ich habe in meinem Leben schon viel Mist gebaut, auch große Fehler gemacht, aber zumindest kann ich mir zu Gute halten, dass nichts (?) davon aus niederen Motiven geschah. Habe eigentlich immer versucht, mit den Menschen, die mir wichtig sind, gut auszukommen und den anderen nicht zu schaden, oder wenn es mich nicht zu viel gekostet hat, auch gerne zu helfen oder Gutes zu tun. Aber was hilft aller gute Wille, wenn man schlampig, chaotisch faul ist und es an manchen Stellen einfach an Selbstvertrauen mangelt? Die Dinge, die ich am meisten bereue:

1. Den Bio-Hefter einer Freundin nicht rechtzeitig zurückzugeben (weil ich ihn in meinem chaotischen Zimmer nicht wiedergefunden hatte), wodurch sie ihn nicht abgeben konnte und eine sechs dafür bekam (während ich meinen von ihrem abgeschriebenen abgegeben habe und eine 2 bekam) und zusammen mit den anderen Noten dann eine Fünf in Bio; da das nicht die einzige war, blieb sie deshalb sitzen.

2. Statt rechtzeitig zu sagen, was mir nicht passt, warte ich zu lange und dann endet es meist in einem langen Brief, in dem ich dem anderen gehörig die Meinung sage, aber da ich diese Briefe (heutzutage E-Mails) natürlich dann schreibe, wenn ich wütend bin, weil der Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hat, sind es oft ziemlich übertriebene Briefe, die vermutlich sehr verletzend sind. Wird Zeit, dass ich endlich (bin nun fast 30) lerne, rechtzeitig mein Unbehagen kundzutun. Habe so gerade wieder zwei gute Freundinnen verloren.

3. Tja, und dann... dann habe ich zu Silvester meinen Dozenten, Chef und guten Bekannten in einer Person, der fast doppelt so alt ist wie ich, den ich einfach nur gerne mag, mit in mein Bett genommen und rumgeknutscht, ihm einen geblasen, und da er von meiner masochistischen Ader wusste, hat er mich auch ein bisschen gequält. Wir waren beide betrunken (und wie) und haben dann einfach geschlafen und gekuschelt. Das war schön. Aber ich will nicht mehr. Und nun meint eine gemeinsame Freundin, ich müsse mich drauf gefasst machen, dass er bestimmt mehr von mir will - hat er dann ja auch angedeutet, dass er sich mehr vorstellen könnte. Und ich will ihn nicht verletzen, wie gesagt, ich mag ihn doch. Das er professionell genug ist, um so etwas aus Bewertungen meiner Arbeiten rauszuhalten, hoffe und erwarte ich eigentlich von ihm. Aber nun hab ich ein superschlechtes Gewissen. Habe ihn einfach nur benutzt - ich brauchte das mal wieder, Nähe, Streicheln, bisschen Quälen und Schmerzen, mehr wollte ich gar nicht. Und kann das nicht einfach so sagen, kann ihm nicht sagen: Du, es war schön (das habe ich gesagt), aber ich will nicht mehr von dir. Ich mag dich, aber mehr halt nicht.

Ich kann doch nicht sagen: Du bist mir zu alt, nicht dominant genug und, und, und... In solchen Momenten hasse ich Alkohol, es ist mir schon so oft passiert, wenn ich betrunken genug bin, lasse ich mich von beinahe jedem abschleppen, Hauptsache mal wieder berührt werden, das Singleleben ist nichts für mich, aber bei aller Sucherei in den letzten Jahren war nix dabei. Fürs Beziehungsleben bin ich zu anspruchsvoll - fürs Bett ist es mir fast egal (wenn ich betrunken genug bin). Ich glaube, ich bin eine blöde Schlampe. Devot, masochistisch und blöd. Heute Abend bin ich alleine zu Hause - da werde ich mal wieder eine Flasche Wein trinken; kann ja dann nichts passieren, ist ja keiner hier.

Beichthaus.com Beichte #00023226 vom 07.12.2007 um 23:01:28 Uhr (9 Kommentare).

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Die goldene Generation

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Boshaftigkeit Hass Neid Selbstsucht 50+ Eckartsberga

Ich habe vorhin im Supermarkt, Freitag, 18 Uhr, einen alten Sack (ca. jenseits der 80), der sich mit viel Zeug vordrängelte, bewusst angehustet. Ich bin stark erkältet. Warum müssen diese blöden Drecks-Rentner auch um diese Zeit auch noch einkaufen? Sendet der Teleshop dann nicht mehr? Läuft Matlock nicht mehr im TV? Die labern sowieso alle nur immer herum, wie schwer sie gearbeitet haben ihr Leben lang. Alles gelogen: Da gab es ja noch keine Globalisierung, sondern nur ein Steuer-Geschenk von Helmut Kohl nach dem Anderen - Goldene Generation. Lächerlich. Nine-2-five-Jobs ohne wirklichen Stress so wie heute. Ich lache. Ich kenne Rentner, die im Monat insgesamt über 4.000 Euro fürs Nichtstun bekommen. Zurück zum Thema "bewusstes Anhusten": Vielleicht habe ich ja ein paar potentielle Erben glücklich gemacht. Ich hoffe es! Ich bereue nichts. Gar nichts. Ich mache das jetzt immer mal wieder. Übrigens führ er dann ohne Licht mit seinem Mercedes C-Klasse (BJ 2000) los. Ha!

Beichthaus.com Beichte #00023219 vom 04.12.2007 um 04:33:58 Uhr in Eckartsberga (21 Kommentare).

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