Der Autoverwerter und der Stasi-Spitzel

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Zwietracht Boshaftigkeit Maßlosigkeit Verschwendung Internet

Heute möchte ich um Absolution bitten. Und zwar ist vor etwa zwei Jahren im hohen Norden ein Kunde von einer Autowerkstatt betrogen worden und hat diesen Streit in eine sehr große deutschsprachige Internetseite verlegt, eigentlich wollte er nur um Rat bitten. Als ich auf den Beitrag stieß, dachte ich zuerst nichts besonderes, aber die Antworten der Werkstatt, genau genommen handelt es sich um eine Autoverwertung, glänzten nur noch so vor Lügen und Frechheiten, dass ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Naja, jedenfalls schien der Faden einige Male in der Versenkung zu verschwinden, doch ich ärgerte dann jedes Mal den Verwerter und seine Unterstützer, damit mir der Stoff zum Lachen nicht ausging. Fast zwei Jahre lang schrieben ich und andere Unbeteiligte an der Sache, weil es solchen Riesenspaß machte, zu sehen, wie sich diese Menschen regelmäßig freiwillig für uns zum Idioten machten. Dazu habe ich sie regelmäßig subtil beleidigt, aber auch mal etwas härter, weil sie subtile Anspielungen nicht verstehen. Mit seiner Intelligenz ist es offenbar nicht sehr weit her. Der Beitrag nahm mit der Zeit geradezu epische Ausmaße an, fast siebentausend Antworten, fünfhunderttausend Klicks und er wurde insgesamt dreihunderteinundvierzig Seiten lang. Man könnte ihn glatt als Buch drucken, ihn zu lesen dauert von Anfang bis Ende Tage.


Zurück zum Thema: in ihrer Paranoia stellte der Verwerter mit seinen Freunden ständig neue abstrakte Theorien auf, so meinten sie beispielsweise das alle, die nicht in ihrem Sinne schrieben, falsche Anmeldungen des Kunden waren. Darüber konnte man herzlich lachen, und manche machten sich sogar die Mühe, psychologische Profile des Autoverwerters und seiner Unterstützer zu erstellen und empfahl ihnen starke Medikamente, woraufhin sie erst explodierten und dann selbst so anfingen, wie Papageien. Und sie drohten Andauernd mit Klagen und erfanden Straftatbestände, die es gar nicht gibt. Als sich schließlich noch herausstellte, dass einer der Beteiligten auf Seiten der Autoverwertung ein ehemaliger Stasi-Agent war, gingen die Wogen noch viel höher. Es war einfach herrlich, da mitzuhalten. Eine regelrechte virtuelle Jagd.


Wir veranstalteten dann schließlich diesen Sommer sogar ein Grillfest in der Stadt, in der sich das abspielte, woraufhin uns der Verwerter die Polizei schickte, welche aber null Handhabe gegen uns hatte. Sie sagten uns lediglich, dass wir das Grundstück der Verwertung nicht betreten dürften. Hatten wir aber ohnehin nicht vor. Trotz Einladung kam leider der Verwerter selber nicht vorbei. Er hatte im Vorfeld versucht, durch gefälschte Beiträge in Foren, in denen er sich als Bürgermeister ausgab, das Grillfest zu verhindern, aber das machte uns nur noch wilder. Leider wurde die Diskussion vor drei Wochen für immer geschlossen. Jetzt habe ich für die Abende keine Beschäftigung mehr und muss mich wohl oder übel mit meiner Freundin abgeben. Schade. Lieber Autoverwerter und lieber Stasi-Spitzel, danke euch für die schöne Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00028412 vom 17.12.2010 um 04:14:49 Uhr (16 Kommentare).

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15 Prostituierte

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Wollust Prostitution Verschwendung Würzburg

Ich (m/24) beichte, das ich innerhalb der letzten drei Jahre mit mindestens 15 Prostituierten Sex hatte. Immer mit Gummi außer Oralverkehr hier und da mal "ohne". Meistens suche ich mir die Frauen aus den Kontaktanzeigen der örtlichen Tageszeitung oder auf einschlägigen […]
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Beichthaus.com Beichte #00028404 vom 15.12.2010 um 16:34:32 Uhr in Würzburg (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Martingal

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Neid Habgier Verschwendung Geld Bietigheim-Bissingen

Ich habe heute innerhalb von noch nicht einmal 5 Minuten stolze 60 Euro beim Online-Roulette verloren. Alles fing mit meiner Glückssträhne an. Gleich die ersten 5-6 Dreher waren alle richtig, aber dabei gewann ich nur so 12 Euro. Dann wollte ich diese "Verdoppel wenn Du nicht gewinnst - Strategie" versuchen. Schwarz wollte natürlich nicht kommen. Ich dachte da ist die Chance fast 50:50 (wegen grün). Nach ungefähr 8 Drehern kam wieder schwarz und ich war bei 10 Euro. Von 70 Euro auf 10 Euro in einer Minute. Das restliche Geld habe ich dann auf Sportwetten gesetzt auf den aktuell Tabellenletzten. Ich möchte beichten, dass ich die letzten Monate fast ein ganzes Gehalt verspielt habe nur um rauszufinden, ob ich irgendwann auch einmal Glück habe, denn ich habe weder Freunde noch Partnerin. Ich laufe ungefähr jeden zweiten Tag in Hundescheisse und arbeite ausgerechnet in der beschissensten Firma des Landes. Und dazu muss man sich noch jeden Tag angucken, wie viel Glück doch alle anderen haben. Was bei mir schon sowas wie ein Wunder ist, ist für andere noch nicht mal erwähnenswert. Fortuna, wo bist du?

Beichthaus.com Beichte #00028337 vom 26.11.2010 um 23:52:37 Uhr in Bietigheim-Bissingen (30 Kommentare).

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Vier Wochen Spielsucht

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Sucht Verschwendung Verzweiflung Games Luzern

Ich (w/19) habe beinahe mein ganzes Leben weggeschmissen. Ich war süchtig nach WoW. Am Anfang waren es abends so 2-3 Stunden. Dann jeden Abend 6-7 Stunden. An der Spitze der Sucht habe ich von morgens um 6.30 Uhr bis abends 23.15 Uhr WoW gespielt und dann ab 23.15 Uhr CoD MW2 bis morgens um 6.30 Uhr. Ich habe mich nur noch vom Pult wegbewegt um aufs Klo zu gehen. Ich hatte einen Vorrat Eistee neben dem Pult stehen. Gegessen habe ich quasi nicht mehr. Ich hatte anfangs noch zwei Packungen Toastbrot und zwei Packungen Chips in der Wohnung. Als die alle waren, habe ich nicht mehr gegessen. Geschlafen habe ich meistens nach 3 oder 4 Tagen mit dem Kopf auf der Tastatur. Das Ganze habe ich vier Wochen durchgezogen und danach hat meine Psychologin (bei der ich vier Termine versäumt hatte) mich in die geschlossene Psychiatrie einweisen lassen. Ich bereue, dass ich meine Ausbildung wegen einem Spiel verloren habe und meine Wohnung aufgeben musste. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00028306 vom 17.11.2010 um 19:17:42 Uhr in Luzern (39 Kommentare).

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Geheimtipp unter Freunden

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Dummheit Verschwendung Habgier Waghalsigkeit Geld Berlin

Ich (m/22) habe, nach dem Tipp eines guten Freundes, der bei einer bekannten Bank arbeitet, mein ganzes Geld verloren. Er riet mir an, als Geheimtipp unter Freunden sozusagen, mein ganzes Geld in polnische Zloty zu wechseln, da der Euro seiner Meinung nach nicht mehr lange existiert. So investierte ich vor zwei Jahren mein Geld in Zloty. Ich holte das Geld (umgerechnet circa 15.000 Euro) in bar ab, und nun, da der Zloty nicht mehr so viel Wert ist, tauschte ich es nach einem Jahr wieder mit Verlust zurück. Der Kollege von der Bank tröstete mich und riet mir, diesmal einen riskanten Optionsschein zu kaufen, um das Geld wieder reinzuholen. Diesmal auf den US-Dollar. Nun bin ich völlig pleite. Die Bank besuche ich zur Zeit nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00028304 vom 17.11.2010 um 12:34:27 Uhr in Berlin (49 Kommentare).

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