Pixeln

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Falschheit Lügen Internet

Vor 7 Jahren habe ich (m) mich auf einer Internetplattform angemeldet. Aus reiner Neugier und als Frau. Es war sehr spannend und ich bekam auch gleich zu spüren, wie Frauen dort behandelt werden. Es ist doch echt erschreckend, wie sich Männer benehmen, wenn sie glauben anonym zu sein. Ich habe mir dort einen recht ansehnlichen Avatar erstellt. Genauer gesagt, sie ist eine virtuelle Traumfrau. Und die Männer umschwärmen sie wie die Motten das Licht. Auf besagter Plattform sind so ziemlich alle Handlungen möglich, die man sich vorstellen kann, und viele Männer gehen nur aus einem einzigen Grund dorthin. Für "Pixelsex", auf der Plattform einfach "pixeln" genannt. Ich gebe zu, dass auch ich neugierig war und das "pixeln" ausprobiert habe. Aber nach einem heftigen Lachkrampf war dieses Thema für mich erledigt. Ich kann nicht verstehen, warum dort viele echtes Geld ausgeben um in den Genuss von zappelnden Pixeln zu kommen.

Was mich etwas erschreckt, ist die Tatsache, dass ich voll in meine virtuelle weibliche Identität eintauche, wenn ich mich einlogge. Meine drei größten Ordner im Inventar heißen Haare, Schuhe, Kleidung. Ich habe da wohl schon etwa 1.000 Paar Schuhe angesammelt. Und etwa genau so viele verschiedene Frisuren, die man dort einfach per Mausklick wechseln kann.
Aber es muss ja alles passen. Für jede Gelegenheit das richtige Outfit. Und natürlich die passenden Schuhe dazu. Man soll mir ja dort die Frau abnehmen. Und in den ganzen 7 Jahren hat auch noch nie jemand daran gezweifelt!
Etwas schwierig wurde es, als vor einiger Zeit das "voicen" eingeführt wurde. Also wahlweise nicht mehr mit der Tastatur schreiben, sondern Headset aufsetzen und sprechen. Es dauerte aber nicht lange, dann wurde ein Echtzeit-Voicemorpher eingebaut. Also: Stimme gekauft, leicht modifiziert, Problem gelöst. Aber was sich Frau da anhören muss, das ist unglaublich. Manche Vertreter meines wahren Geschlechts scheinen verbal in der Urzeit stecken geblieben zu sein. Teilweise ist das so extrem, dass ich mich fast schäme, ein Mann zu sein. Ich halte mich dort sehr zurück, gehe keine virtuellen Beziehungen ein. Schon allein deshalb, weil ich mir ständig vor Augen halte, dass am anderen Ende vor dem Bildschirm ein echter Mensch sitzt, der auch Gefühle hat. Und damit will ich nicht spielen.


Das einzige, was ich bereue, ist, dass ich dort gute virtuelle Freunde habe, die ich leider nie im wahren Leben kennenlernen werde. Es sind Leute, mit denen ich dort viel erlebt habe. Wir haben gemeinsam Probleme aus dem wahren Leben besprochen und bei der Lösung geholfen, so gut es ging. Auch mir wurde aus einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben heraus geholfen, allein schon dadurch, weil ich dort immer einen Zuhörer und tröstende Worte fand. An manchen Tagen war ich schon fast soweit, den Voicemorpher abzuschalten und meine wahre Identität preiszugeben. Und ich weiß, ich werde es irgendwann in näherer Zukunft auch tun. Ich möchte mich hier schon bei meinen Freunden entschuldigen. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass es einigen von ihnen genau so geht. Es hat als Spaß und aus Neugier angefangen, und bis jetzt habe ich nicht den Mut aufgebracht, das zu beenden. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00030319 vom 08.10.2012 um 23:50:32 Uhr (20 Kommentare).

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Bahn Beschwerden

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Manie Morallosigkeit Internet Bahn & Co.

Wenn mir sehr langweilig ist, gehe ich auf die bahn.de Facebook Fan Seite und lese mir die Pinnwandeinträge der verärgerten Fahrgäste durch. Ich beichte, dass ich mich über die Menschen und ihre Probleme lustig mache.

Beichthaus.com Beichte #00030316 vom 08.10.2012 um 01:03:04 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Code *2767*3855

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Boshaftigkeit Vandalismus Internet Telefon

Ich habe den Code *2767*3855# in einem Samsung Android Forum gepostet und gesagt, dass der bei vielen Samsung-Geräten mit Android ein cooles Easteregg freischaltet. In Wirklichkeit führt die Eingabe des Codes bei vielen Samsungs zur sofortigen vollständigen Löschung des Gerätes. Das Gerät wird in den Auslieferungszustand versetzt und alle Infos wie Fotos, SMS, Kontakte, Apps usw. werden halt gelöscht.
Es hat nicht lange gedauert, da hagelte es Verwünschungen, Flüche und Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen, weil offenbar wirklich viele Leute einfach den Code in ihr Handy eingetippt haben. Ich fand die Idee anfangs saukomisch, im Nachhinein tut mir das leid, weil offenbar auch einige aufgrund von nicht vorhandenen Backups z.B. ihre Urlaubsfotos unwiderruflich verloren haben.

Beichthaus.com Beichte #00030290 vom 26.09.2012 um 13:29:51 Uhr (38 Kommentare).

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Die Trojaner und die Sucht

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Neugier Manie Sucht Internet

Ich (m/30) habe einen ziemlich seltsamen Fetisch entwickelt. Schon zu meiner Jugendzeit bin ich immer ziemlich auf die Mädels aus meiner Clique abgefahren. So kam es dann, dass ich mit 16 das erste Mal versuchte, die Laptops bzw. PCs meiner Bekannten nach Fotos von den Mädels zu durchsuchen. Da ich mich schon damals sehr gut mit Computern auskannte, wurde ich gerufen, um irgendwelche Probleme zu lösen. Dabei nutzte ich dann die Möglichkeit, nach Fotos zu suchen. Zu dieser Zeit habe ich aber nie irgendwelche Nacktfotos gefunden, das Beste waren Bikini-Bilder. Aber auch Bilder, auf denen sie Jeans und ein leichtes Top anhatten, machten mich extrem scharf und wurden dementsprechend auch kopiert. Auch kamen manchmal meine Bekannten mit ihren externen Festplatten sogar zu mir, um illegal heruntergeladene Filme zu bekommen. Ich durchstöberte dann natürlich auch deren Festplatten. Auch habe ich in den einschlägigen sozialen Netzwerken immer nach "schönen" Bildern von meinen weiblichen Bekannten gesucht. Eigentlich war das auch der Hauptgrund, warum ich mich dort überhaupt anmeldete.
Nun, das Ganze ging etwa 2 oder 3 Jahre so. In dieser Zeit habe ich nie wirklich richtige Nacktfotos ergattern können. Ein paar Urlaubsbilder, ein paar Fotos von Hintern in engen Jeans. Am Baggersee oder Schwimmbad habe ich auch ab und an (wenn die Gelegenheit da war und niemand hinschaute) ein paar Bilder mit dem Handy gemacht.
Danach aber kam eine Auszeit, da ich aufgrund meines Berufes nur noch am Wochenende Kontakt mit Freunden hatte. Und irgendwie hatte ich auch das Interesse daran verloren und lud mir ziemlich viel der üblichen Pornos aus dem Internet. Speziell hatte ich ein Faible für Amateurbilder und -videos.


Aber dann kam noch die Wende:
Ich hatte mir Gedanken gemacht, dass es doch irgendwie möglich sein müsse, wirklich in Ruhe die PCs meiner Bekannten durchsuchen zu können. Dabei bin ich bei meinen Recherchen in ein Forum gelangt, in welchem frei über die korrekte Verwendung von Trojanern geredet wurde. Aber auch alle anderen Themen der Internetkriminalität wurden dort offen diskutiert, wie z.B. Kreditkartenbetrug und derlei.
Ich war hin und weg und war die nächsten Wochen quasi nur in diesem Forum und habe alles gelesen, was es zu lesen gab.
Nach ein paar Wochen der intensiven Recherche und Vorbereitungen hatte ich mir dann den passenden Trojaner-Baukasten heruntergeladen, konfiguriert und ein Programm gekauft, mit dem alle üblichen Antiviren-Softwares ausgehebelt wurden und nicht mehr anschlugen. Ich hatte mir sogar einen VPN gekauft und eingerichtet, mit dem der ganze Internetverkehr über Osteuropa umgeleitet wurde. Somit war ich auch sicher, sollte mein Trojaner zur Polizei kommen und analysiert werden.
Dann war es so weit: Mein Trojaner kam das erste Mal bei einer guten Freundin von mir, die wirklich sehr heiß aussieht und einen super Vorbau hat, zum Einsatz. Und alles funktionierte. Ich konnte nun in aller Gemütlichkeit ihren PC durchforsten und mir alles runterladen, was sie darauf gespeichert hatte.


Ich fand aber keine Nacktfotos von ihr. Dadurch lies ich mich aber nicht unterkriegen. Ich verteilte in den nächsten 6 Monaten meinen Trojaner noch an andere weibliche Bekannte von mir. Bei manch einer fand ich auch, was ich suchte, und masturbierte in dieser Zeit auch wirklich sehr viel.
Nach diesen 6 Monaten hatte ich aber immer noch nicht genug und wollte mehr: Ich schickte meinen Trojaner nicht mehr nur an Bekannte, sondern auch sogar an Frauen, die ich gar nicht kannte. Ich tat dies, indem ich die Zugangsdaten von ICQ eines meiner vorigen Opfer crackte (sind nur als MD5-Hash verschlüsselt), mich dann in den gehackten ICQ-Account einloggte und dann schaute wer der Damen, die gerade online waren, ein ansprechendes Profilbild hatte. Denen gegenüber gab ich mich als eben die aus, deren Account ich hackte und schickten ihnen meinen Trojaner. Somit konnte ich dann auch deren ICQ-Passwort cracken und dann Spiel ging dann immer so weiter. Ich saß wirklich in jeder freien Minute vor dem PC und schaute, wer gerade mit meinem Trojaner online ist und schnüffelte, was nur möglich war.
Vor etwa 1,5 Jahren habe ich dann damit aufgehört und auch alle Bilder gelöscht, die ich durch die Verwendung des Trojaners ergattern konnte. Die Bilder, die ich aber zu Anfang kopiert hatte, habe ich immer noch. Ich schaue sie zwar kaum noch an, will sie aber irgendwie auch nicht löschen. Wegen dieser Bilder habe ich auch kein schlechtes Gewissen, da ich denke, dass ziemlich viele andere männliche Teenies in diesem Alter ebenfalls mal schnell denn PC/Laptop einer Bekannten durchsucht und Bilder auf ihren Stick kopiert haben.


Was ich aber beichten möchte, ist, dass ich mit einem Trojaner in die innerste Privatsphäre meiner Bekannten und auch Fremder eingedrungen bin und heimlich ihre privatesten Sachen gestohlen habe, und habe auch nun ein schlechtes Gewissen.
Dennoch muss ich recht oft an diese Zeit zurückdenken, denn es war für mich auch ein unheimlicher Adrenalinkick, wenn ich wieder versuchte, einer Frau meinen Trojaner unterzujubeln.
Durch diese Zeit habe ich meine Fähigkeiten im Social Engineering und auch in Sachen Internetsicherheit unheimlich verbessert. Mittlerweile gebe ich meinen Bekannten viele Tipps, wie sie sich besser vor Malware schützen können und wenn ich mal für einen Kumpel ein neues Spiel runterlade, dann checke ich den Crack immer auf Malware, sodass er sich nichts einfängt. Natürlich habe ich meine Bekannten nie über meine Vergangenheit aufgeklärt. Dennoch kommt öfters mal wieder der Gedanke, damit wieder anzufangen. Diese Mischung aus Adrenalin und Erotik macht einfach unheimlich süchtig. Ich habe nie und hatte auch nie vor, auch nur Teile meiner ergaunerten Daten im Internet zu veröffentlichen - sie waren stets für den privaten Gebrauch gedacht.

Beichthaus.com Beichte #00030278 vom 20.09.2012 um 11:38:11 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Nebenjob mit Folgen

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Habgier Neugier Peinlichkeit Internet

Vor 2 Jahren habe ich im Internet eine Kleinanzeige aufgegeben, dass ich eine Arbeit suche. Prompt meldeten sich einige Leute, die eher unseriöse Angebote für mich hatten. Aus Langeweile bin ich auf einen Typen eingegangen, der mir 15 Euro für 10 Bilder von mir bot. Er überwies mir 20 Euro. Das gefiel mir und somit antwortete ich auch einem Herrn, der für ein Internetportal zuständig war, bei dem Frauen vor der Kamera strippen. Ich sollte es mal ausprobieren und schon nach 30 Minuten hatte ich 20 Euro verdient. Also machte ich das eine Woche (heimlich) weiter, bis ich feststellte, dass man einen Gewerbeschein braucht, um sich das Gehalt auszahlen zu lassen. Da hatte ich natürlich keinen Bock drauf, da ich es eher peinlich fand, wenn jemand wüsste, was ich für einen Nebenverdienst habe. Also löschte ich meinen Account.


Monate später googelte ich meinen eigenen eBayaccount (derselbe Nickname wie im besagten Onlineportal) und musste panisch feststellen, dass es 3.600 Seiten mit erotischen Fotos von Deutschland bis zu den philippinischen Inseln von mir gab. Ich schrieb einige Seiten an. Heute sind es nur noch ein paar 100. Ich hoffe, dass nie jemand meinen eBaynamen googelt.

Beichthaus.com Beichte #00030276 vom 20.09.2012 um 03:00:25 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von Fabi23
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