Ungerechtes Handeln aus Verzweiflung

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Drogen Trunksucht Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich, (m/17), gehe seit diesem Jahr wieder aufs Gymnasium in die Klassenstufe 11. Als ich 14 Jahre alt war ist meine Mutter an Brustkrebs gestorben. Seitdem lebe ich bei meinen Großeltern und komme mit meinem Leben nicht mehr klar. Ich bin seit einigen Wochen auf dem besten Weg Alkoholiker zu werden, da ich fast jeden Tag trinke. Zwar nicht immer so heftig, dass ich betrunken bin, aber meine 3 bis 4 Flaschen Bier oder auch mal Whiskey oder Vodka (natürlich keine 3 bis 4 Flaschen) brauche ich schon täglich. Auch Marijuana konsumiere ich täglich seit ca. zweieinhalb Jahren. Auf Schule hab ich überhaupt keine Lust mehr, vorbei ich großes Glück hatte und mich darum bemüht habe, wieder aufs Gymnasium gehen zu können. Nun ist es mir scheißegal. Ich geh (fast) nur noch bekifft oder unter Einfluss anderer Drogen in die Schule. Meine letzte Beziehung ist mittlerweile auch schon über 1 Jahr her. Auch diese Tatsache macht mir zu schaffen. Mit meinen Freunden kann ich darüber nicht reden. Ich habe, meiner Meinung nach, irgendwie verlernt, über meine Probleme zu reden. Niemand weiß, wie es mir geht. Wenn ich gefragt werde:
"Hey, wie gehts dir?", sage ich gut. Und spiele diese "gut" auch ziemlich gut. Bin immer zu Späßchen aufgelegt, unterhalte mich gerne und lache viel. Die Tatsache ist, dass alles was ich sage, gespielt ist. Wenn ich mich so verhalten würde, wie ich mich wirklich fühle, würde ich daran kaputt gehen bzw. ich hätte keine Freunde bzw. ich weiß nicht was.
Ich merke einfach wie mein Leben den Bach runtergeht, denke in letzter Zeit immer öfter über Suizid nach und sitze vor meinem PC oder in der Natur ohne zu wissen, warum ich morgens überhaupt noch aufstehe. Meine schlechte Laune bekommen meine Großeltern ab. Ich schikaniere beide täglich, vor allem meine Oma, der ich sehr wichtig bin. Mir ist das durchaus bewusst, trotzdem sage ich ihr jeden Tag, dass sie ihre dumme Fresse halten soll und sie mir nicht helfen kann, dabei tut sie alles für mich. Und was tue ich?
Ich klaue von ihr Geld (aus ihrem Münzsammelalbum; meins ist schon längst geplündert), komm zu unmöglichen Uhrzeiten total betrunken und bekifft nach Hause und schreie rum, weil kein Essen in meinem Zimmer steht und lauter solche Dinge. Es tut mir leid, nur kann ich ihr dass nicht sagen, niemandem kann ich sagen dass mir etwas leid tut, oder was ich für jemanden fühle und so Sachen halt.

Beichthaus.com Beichte #00023403 vom 15.02.2008 um 05:58:31 Uhr (18 Kommentare).

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Ich bin einfach ein Morgenmuffel

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Engherzigkeit Selbstsucht Schamlosigkeit Bahn & Co.

Ich habe morgens extrem schlechte Laune. Ich will mich dann auf dem Weg zur Arbeit einfach nur in den Zug setzen und die Augen zu machen. Blöd ist, dass der Zug natürlich relativ voll ist, weil um diese Zeit alle zur Arbeit und zur Schule fahren. Das heißt, die Sitzplätze werden natürlich alle gebraucht. Ich hasse es aber, wenn sich jemand neben mich setzt. Ich will um diese Zeit einfach alleine sein. Deshalb stelle ich immer meinen Rucksack neben mich auf den Sitz und stelle mich schlafend, auch wenn ich wach bin. Manchmal versuchen die Leute mich zu wecken, damit sie sich setzten können, aber ich tue dann immer so, als höre ich sie nicht. Ich weiß, dass das egoistisch ist. Aber trotzdem habe ich kein schlechtes Gewissen. Jeder hat morgens das Recht auf ein bisschen schlechte Laune, oder nicht?

Beichthaus.com Beichte #00023390 vom 14.02.2008 um 20:06:49 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Alle Sachen, die ich hasse

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Hass Hochmut Zorn Vorurteile

Ich wohne in einer großen Universitätsstadt. Und ich hasse alle Studenten. Nicht, weil sie etwa eine bessere Bildung genießen als ich. Nein, weil sie Rucksäcke tragen und Fahrrad fahren. Außerdem sind die meisten verdammte Ökoterroristen. Ich hasse diese scheiß Radfahrer, sie nehmen mir Platz auf der Straße weg. Manchmal stelle ich mir vor, sie einfach umzufahren. Aber ich traue mich nicht. Immerhin will ich nicht, dass mein Auto Schaden nimmt.

Dann gibt noch viele Sachen mehr die ich hasse: Schwaben, Vorderpfälzerdialekt, meine Arbeit, Polizisten, Beamte an sich, Weiber die aussehen wie Nutten, Weiber die gut aussehen und sich an irgendwelche Küsschengangster ranschmeißen, dass ich nicht genug Geld habe um mich den ganzen Tag zu besaufen, Leute die wenn 50 erlaubt sind, nicht wenigstens 65 bis 70 fahren können, schlafen gehen, aufstehen, Termine wahrnehmen, Menschen die an Homöopathie glauben, Vegetarier, aufräumen, die Post, Menschen die im echten Leben "LOL" sagen und vieles vieles mehr. Trotzdem komme ich mit Menschen gut klar, zumindest werfe ich ihnen meinen Hass nicht direkt entgegen. Ich kann meine Aggressionen nicht zeigen, stattdessen fresse ich sie in mich hinein. Irgendwann läuft das Fass bestimmt über und ich verprügele jemanden wegen einer Nichtigkeit. Meine Freundin will, dass ich in Therapie gehe, sie hält mich für gestört und denkt, dass mich das alles sehr in meinem Alltag behindert. Aber auf Therapie habe ich auch keinen Bock.

Beichthaus.com Beichte #00023380 vom 14.02.2008 um 04:41:10 Uhr (38 Kommentare).

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Ich kann nicht verlieren!

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Selbstsucht Aggression Sport

Ich hab es im Laufe der Zeit geschafft, mir viele berufliche und gesellschaftliche Wege selbst zu verlegen. Zu einem gewissen Teil geschah das bewusst - vieles aber passierte ungewollt und ich habe es erst im Nachhinein realisiert. Ich möchte hier nur einen kleinen, für viele sicher lächerlich klingenden Teil, beichten. Warum? Weil er mir grade jetzt zum Hals raushängt! Ich spiele seit meiner Jugend Schach, das auch nicht untalentiert, wie sich recht schnell zeigte. Ich habe diverse Jugendmeisterschaften gewonnen und galt auch in Kennerkreisen als aussichtsreicher Nachwuchsspieler. Ich habe das Spiel dann für einige lange Jahre nur noch nebenher betrieben, um mich als erwachsener Mann mangels ernsthafter Alternative zum Zeitvertreib wieder damit zu beschäftigen. Nach kurzer Zeit erreichte ich neue Höhen, einen internationalen Titel auf Lebenszeit und sogar etwas Geld dafür, dass ich in einer sehr hohen Liga antrete.

Nun zur eigentlichen Beichte: Ich kann nicht mehr verlieren. Ich war schon früher kein guter Verlierer, aber heutzutage würde ich jedem, der ein wenig Glück hat und dadurch eine Partie gegen mich gewinnt, am Liebsten eine verpassen. Gewinne ich selbst eine Partie auf diese Art, habe ich kein Problem damit, es als "Gewinn mit etwas Glück" abzuhaken. Ich sehe in beiden Fällen, wo der Fehler lag (zumindest nach einiger Analyse), trotzdem drehe ich bei jeder noch so unbedeutenden Niederlage beinahe am Rad. Auf die Spitze treiben mich dann vor allem Kommentare schwächerer Spieler, wenn ihnen mal ein Sieg gelungen ist. Ich komme mir persönlich beleidigt vor, wenn ich ihre Anmerkungen höre, was zum Teil sicher auch objektiv ist, aber bei Weitem nicht immer, was ich ja weiß. Habe schon mehrere Male auf Schachturniere beinahe eine Schlägerei angezettelt - was beileibe nicht einfach ist! - einfach nur, weil ich manches nicht mehr hören konnte.

Beichthaus.com Beichte #00023357 vom 13.02.2008 um 14:30:14 Uhr (12 Kommentare).

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Beschlagene Scheiben im Bad

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Ekel Neugier

Mir ist aufgefallen, dass mein Badfenster beschlägt, wenn ich kacke. Da ich natürlich noch nie jemand anders beim Kacken zugeschaut habe, weiß ich jetzt leider nicht, ob das normal ist. Trotzdem finde ich es komisch und kann mir nicht erklären, wieso das der Fall ist.

Beichthaus.com Beichte #00023355 vom 13.02.2008 um 09:00:02 Uhr (25 Kommentare).

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