Der Meister der Tarnung

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Trägheit Stolz Ungerechtigkeit

Mein Einkommen ist unverschämt hoch und spiegelt in keinster Weise meine berufliche Leistung wider. Zufall und verdammt viel Glück haben mich so hochgespült. Von Anfang an konnte ich beruflich eigentlich nie die in mich gesteckten Erwartungen erfüllen, es ging trotzdem immer weiter nach oben. Mir wurden all diese Dinge quasi auf dem Tablett serviert. Ich musste nur noch zugreifen. Dabei leben ich weder vom Erbe meiner Eltern, noch verfügte ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn über Referenzen, Verbindungen, Erfahrungen oder Beziehungen. Es lief einfach alles von alleine. Ich konnte mich gegen meinen beruflichen Aufstieg und Erfolg nicht wehren. Warum auch? Innerhalb eines Jahres habe ich mit damals 28 Jahren eine große, erfolgreiche Abteilung bekommen, einen fetten, nigelnagelneuen 5er BMW mit Vollausstattung als Firmenwagen, konnte mir ein großes Haus kaufen und habe dreimal pro Jahr fett Urlaub in den Traumregionen dieser Welt gemacht. Ich will hier auch gar nichtrumposen, von wegen was für ein geiler Macker ich bin und alle für mich arbeiten lasse usw. Denn so ist es nicht. Die Abteilung läuft von selbst. Geleitet wird sie eigentlich nur durch die grundsätzlichen Firmendirektiven an die sich alle Mitarbeiter halten und von zwei meiner Assistenten, die sich deswegen schon längst nicht mehr mit mir absprechen. Kurios auch, dass mein Rat gerne gehört wird und ich in viele Sondergremien und sogenannten Arbeitsgruppen gebeten werde und man mich als absoluten Gewinn in einer solchen Runde empfindet. Dort sind die Schamgefühle besonders schlimm. Denn es ist so, dass ich schon so wahnsinnig lange keine meiner angelernten bzw. studierten Fähigkeiten eingesetzt habe, dass ich sie alle wieder verlernt und vergessen habe. Ich kann fast gar nichts mehr. Neulich hätte ich auf das gesamte Repertoire zurückgreifen müssen und habe kläglich versagt. Ich konnte es aber überspielen in dem ich auf Allgemeinplätze umschwenkte und lockere Witzchen im Plauderton in die Runde warf. Ich bin nach wie vor ein Meister der Tarnung und des Vertuschens. Ich schäme mich. Aufgrund meiner Position werde ich auch nicht in Frage gestellt. Ich bin totunglücklich über diese Situation, bin aber inzwischen geistig so gelähmt und verblödet, dass ich mich keinen Meter mehr bewegen kann. Ich wüsste 1000 Dinge die ich machen könnte, damit es mir besser geht, ich noch mehr Provision bekomme und es der Firma helfen könnte. Aber ich tue nichts dergleichen. Meine Bequemlichkeit und Faulheit hat die Oberhand gewonnen. Mein größtes Problem jeden Tag ist womit ich meinen Stundenzettel füllen soll. Ein Stundenzettelsystem, dass ich selbst zur Erzielung von mehr Effizienz entwickelt habe und in der kompletten Firma genutzt wird. Da ich nichts mache tagsüber muss ich mir immer etwas aus den Fingern saugen. Größtenteils schreibe ich die Stundenzettel meiner Assistenten ab. Ich sehe ganz klar, wie das alles mit großen Schritten einem katastrophalen Fiasko entgegen geht, aber ich kann bzw. will da nicht gegensteuern. Leuten mit ähnlichen Problem rate ich, sie sollen endlich mal über ihren Schatten springen und den Arsch hochkriegen. Ich bin kein Kiffer, trinke wenig Alkohol und treibe regelmäßig Sport. Ich selber bin aber total platt und befinde mich im Zustand der geisten Stase. Wie lange soll das noch gutgehen? Ich könnte ja auch nicht woanders arbeiten. Dafür kann ich inzwischen viel zu wenig. Jeder Uni-Absolvent würde mich outperformen. Teufelskreis!

Beichthaus.com Beichte #00024654 vom 03.09.2008 um 17:05:10 Uhr (20 Kommentare).

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Bierschiss für die Mathelehrerin

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Rache Vandalismus Ekel

Meine Mathelehrerin war eine bösartige Schlampe, in deren Adern offenbar kein Blut mehr fließt - sie hat mich seinerzeit ungerecht benotet, obwohl sie wusste, dass ich jeden Punkt für die Zulassung zum Psychologiestudium brauchte. Nun, inzwischen habe ich den Platz trotzdem bekommen und habe mich an ihr gerächt - einen ganz üblen Bierschiss nach dem Abisaufen habe ich in einem Eimer aufgefangen, abgedeckt bis zur Nacht und bin dann zu ihr gepilgert, um ihn ihr in den Briefkasten zu gießen. Als ich mich entfernte, tropfte noch nichts heraus. Ich hoffe, es kam ihr in einem Schwall entgegen, als sie morgens die Post holen wollte.

Beichthaus.com Beichte #00024651 vom 03.09.2008 um 16:46:51 Uhr (42 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein

Panik wenn das Telefon klingelt

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Peinlichkeit Feigheit Arbeit

Ich bin Kauffrau für Bürokommunikation und mein Job besteht zu 70% aus Telefongesprächen. Trotz allem bekomme ich richtig Panik, wenn das Telefon klingelt weil ich ganz genau weiß, dass ich dann wieder nur am rumstottern bin oder ständig nachfragen muss, weil ich nicht gepeilt bekomme, mit welchem Kunde ich spreche und das als Kauffrau für Bürokommunikation. Ich glaube, diesen Job mach ich nicht all zu lang.

Beichthaus.com Beichte #00024640 vom 01.09.2008 um 20:23:54 Uhr (11 Kommentare).

Gebeichtet von Sala
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Acht Dinge, die ich beichten muss

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Selbstsucht Boshaftigkeit Falschheit Hochmut Vorurteile

Ich (m/20) möchte beichten, dass ich...
1. immer ins Waschbecken pinkele.
2. manchmal auf die Zahnbürsten meiner Freundin wichse und es lustig finde, wenn ich zusehe, wie sie sich morgens damit die Zähne putzt.
3. immer fremdgehe, wenn ich eine Freundin habe.
4. manchmal vollgeschwitzte Unterhosen von der Arbeit zwei Tage hintereinander trage, weil ich mich gut dabei fühle.
5. igerne bei kleinen Dingen lüge, obwohl ich eigentlich nichts davon habe
6. ein Schmarotzer bin und ich schnorre immer Zigaretten und Getränke, obwohl mein Geldbeutel immer voll ist und ich ein volles Päckchen Zigaretten habe
7. ich respektiere zwar die ganze Frauenwelt, aber mir ist egal wie ich bei ihnen stehe und ich disse fast alle Frauen, weil sie mir einfach voll am Arsch vorbeigehen. Nur zum Ficken sind sie gut.
8. mich in mich selbst verliebt habe. Ich bin arrogant und hochnäsig!

Beichthaus.com Beichte #00024634 vom 01.09.2008 um 18:25:53 Uhr (30 Kommentare).

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“Beichte

Wie ich wegen meiner Affäre beinahe mein Kind verlor

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Ehebruch Fremdgehen Lügen Verzweiflung Ehebruch

Ich (w) bin seit zehn Jahren verheiratet und habe eine Tochter (6). Seit fast zwei Jahren habe ich nun ein Affäre. Zwar sehe ich den anderen Mann sehr selten (in diesem Jahr vielleicht 2-3 Mal) weil er in einer anderen Stadt lebt und ich auch Angst habe erwischt zu werden, aber wir telefonieren fast jeden Tag miteinander. Ich weiß nicht, ob ich ihn liebe, aber ich kann es nicht beenden weil er mir so viel gibt - in seiner Gegenwart fühle ich mich einfach liebens- und begehrenswert. Wenn ich mit meinem Mann zusammen bin, habe ich das Gefühl, dass ich ihm einfach nur auf die Nerven gehe. Einerseits weiß ich, dass meine Ehe am Ende ist, ich mag meinen Mann, aber ich liebe ihn nicht mehr. Ich habe keinen Job und habe große Angst vor der Trennung. Wir haben ein Haus und damit verbunden einen Berg Schulden. Vor 1,5 Jahren hat er von der Affäre erfahren. Er ist ausgerastet. Da hat er mir meinen Hausschlüssel, Handy, Autoschlüssel und mein Portemonnaie mit der EC-Karte weggenommen, das Online-Banking gesperrt und wollte unser Kind wegbringen.

Ich habe geweint und ihn angefleht, mir mein Kind nicht wegzunehmen! Das war echt der schlimmste Tag in meinem Leben. Es hat mich gezwungen die Affaire zu beenden. Er hat mir bis heute verständlicherweise nicht 100-prozentig verziehen. Schlimm ist, dass ich trotzdem weitergemacht habe, obwohl ich ihm versprochen hatte, es zu beenden. Ich fühle mich so schuldig meinem Mann gegenüber! Und ich habe Panik, dass das Theater noch mal passiert. Ich weiß nicht mehr aus noch ein. Mein Kind braucht doch auch seinen Vater und ich habe Angst, durch eine Trennung in die Armut abzurutschen! Andererseits beraube ich mich und meinen Mann um die Möglichkeit, noch mal eine glückliche Partnerschaft zu finden.

Beichthaus.com Beichte #00024620 vom 29.08.2008 um 17:07:04 Uhr (30 Kommentare).

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