Die Katze und die Singvögel

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Morallosigkeit Tiere

Ich beichte, dass unsere Katze nun schon mindestens 20 Singvögel gewildert und sie uns vor die Füße gelegt hat. Ich gebe dabei aber nicht der Katze die Schuld da, und hier ist das Ding, sie keine Freigängerin ist und sich ihr Jagdrevier auf unseren Balkon beschränkt. Meiner Meinung nach sind also die Vögel schuld. Ich meine, wieso müssen sich diese blöden Viecher auch immer auf unsere Brüstung setzen und die Katze dazu provozieren, sie zu zerfleischen?!

Beichthaus.com Beichte #00036856 vom 16.10.2015 um 16:06:41 Uhr (15 Kommentare).

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Freiheit oder Partnerschaft?

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Begehrlichkeit Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/21) bin introvertiert. Eine Eigenschaft, die mich seit nun fast einem Jahr langsam zerfrisst. Vor ein paar Jahren bin ich nach erfolgreichem Abitur bei meinen Eltern ausgezogen und habe mir eine eigene kleine Einraumwohnung, dank BAföG und finanzieller Unterstützung meiner Eltern, leisten können. Damals war es einfach das Beste, was mir passieren konnte: Unabhängigkeit. Manchmal fühlte ich mich einsam, aber nie so, dass es lange anhielt. Vielmehr genoss ich es, für mich alleine zu sein und schließlich ging ich noch zur Uni, besuchte regelmäßig meine Eltern und unternahm auch mit Freunden gerne was. Anfang 2014 lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen und wir haben in der Anfangszeit jeden Tag telefoniert, bis wir uns ein paar Monate später trafen. Damals war ich überglücklich und ich konnte es nie abwarten, wieder bei ihm zu sein. Dazu sollte ich erwähnen, dass ca. halb Deutschland zwischen uns lag, aber aufgrund meines knappen Stundenplans und meiner nicht grade bahnbrechenden Motivation für mein Studienfach, war es kein Problem sich öfters zu treffen, denn ich hatte nie ein Problem damit, den halben Tag im Zug zu verbringen.


Zu dieser Zeit habe ich allerdings viel gelernt, was sparen betrifft, um die Reisen überhaupt bezahlen zu können. Geld hatte er nicht viel und aufgrund seiner Depressionen, welche durch die Fernbeziehung noch schlimmer wurden, verlor er letztendlich auch seine Wohnung und hat Schulden angehäuft. Da ich nicht zusehen konnte, wie es ihm tagtäglich schlechter ging, bot ich ihm an, übergangsweise zu mir zu ziehen, so dass er sich in der Zeit eine neue Wohnung suchen kann. Aus dieser geplanten Übergangszeit ist nun ein Jahr geworden. Sein Zustand hat sich rückblickend betrachtet gebessert, vielleicht bin ich durch seine Depression aber einfach nur gefühlskälter geworden. In 90 Prozent aller Fälle ist alles gut, in den restlichen 10 Prozent streiten wir uns - und das meist dank mir. Ich ertrage es einfach nicht, 24/7 von Menschen umgeben zu sein. Da er nicht viele Freunde hat und es dank seiner Depression mit einem Job oder gar einer neuen Wohnung nicht vorangehen will, hängt er umso mehr an mir. Ich bekomme manchmal Panikattacken, die nicht selten in Wutausbrüchen enden. Ich werde nur selten laut und ich würde ihm auch kein Haar krümmen, habe ihn jedoch aus Verzweiflung schonmal angeschrien und Vorwürfe zu einem anderen Thema gemacht, welche ziemlich idiotisch waren.


So sehr ich mich jeden Tag nach der Arbeit freue, dass er da ist und ich jemanden habe, dem ich alles anvertrauen kann und dem ich auch wirklich vertrauen kann, so sehr vermisse ich die Zeit, in der ich einfach komplett abgeschottet sein kann. Die Zeit, in der ich stundenlang Lieder schreibe, zeichne, Videos schaue oder in eine andere Stadt fahre. Einfach so, ohne Grund, ohne vorher zu fragen und ohne auf irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Unabhängigkeit, Freiheit. Ich fühle mich schlecht diese Gedanken zu haben und ich liebe meinen Freund wirklich über alles und möchte ihn niemals wieder hergeben, aber langsam gehe ich daran kaputt und weiß nicht, wie ich das Thema weiter behandeln soll, ohne ihn dabei zu verletzen.

Beichthaus.com Beichte #00036717 vom 26.09.2015 um 22:44:24 Uhr (8 Kommentare).

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“Folge

Die Eifersucht zerfrisst mich!

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Eifersucht Verzweiflung Lügen Misstrauen Partnerschaft

Ich (w/25) möchte beichten, dass ich psychisch am Ende bin, weil ich meinem Freund hinterherspioniere und bete, dass er es nicht merkt, weil es mir so peinlich ist. Ich möchte auch beichten, dass ich überhaupt kein Selbstwertgefühl besitze, weil er mir über die ganzen Jahre immer mehr Aufmerksamkeit und Liebe durch meine Eifersucht entzogen hat. Dadurch bin ich innerlich noch mehr geschrumpft und habe noch mehr an mir gezweifelt. Ich möchte beichten, dass ich unheimliche Angst habe, zum Psychologen zu gehen, weil er mir Sachen sagen wird, die ich eigentlich schon weiß, aber nie ausspreche.

Beichthaus.com Beichte #00036681 vom 21.09.2015 um 20:52:50 Uhr (16 Kommentare).

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Schwanger von einem manipulativen Arschloch

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Verzweiflung Schwangerschaft

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich im vierten Monat schwanger bin und es dem Erzeuger des Babys verschweige. Bevor jetzt die Moralprediger ankommen: Ich weiß, es ist scheiße. Ich fühle mich unheimlich schlecht deswegen, aber ich habe meine Gründe. Ich habe Angst um das Wohl meines Kindes und vor allem um mein Eigenes. Mit dem Erzeuger war ich etwa ein Jahr zusammen. Erst schien er mir der netteste Mensch der Welt zu sein, aber schon nach ein paar Monaten erwies er sich als manipulatives, intrigantes Arschloch. Seelische Gewalt war in dieser Beziehung Normalzustand, es fiel mir allerdings erst später auf, da es seine Spezialität ist, das versteckt und unbemerkt abspielen zu lassen.


Ich begann ehrlich an mir zu zweifeln. Vor allem an meiner psychischen Gesundheit. Ständig redete er mir ein, ich wäre paranoid und ernsthaft gestört. Erst als mich andere Menschen (Freunde, Bekannte, selbst mein Bruder) darauf aufmerksam machten, ging mir ein Licht auf. Allerdings ließ er keine Trennung zu. So musste ich in einer Nacht und Nebelaktion mithilfe meines Bruders meine Sachen packen und abhauen. Und zwei Wochen später dann der positive Test. Ich weiß nicht, wie das passiert ist, da ich, wie vorgeschrieben, die Pille nahm. Nun stehe ich da und mich zerfressen die Schuldgefühle und die Ungewissheit, was auf mich zukommt. Abtreiben kann ich nicht, ernsthaft ich habe es versucht, ich bin aus der Praxis geflitzt wie von der Tarantel gestochen. Mit dem Gedanken an ein Kind habe ich mich mittlerweile angefreundet, aber alles, was mit ihm war, das beschäftigt mich noch immer. Ich will nicht, dass er davon weiß! Ich will nicht, dass er es sieht. Ich will auch sein Geld nicht. Er hat in meinem Leben, im Leben meines Kindes und generell in dem Leben von niemandem etwas verloren.

Beichthaus.com Beichte #00036599 vom 10.09.2015 um 11:50:47 Uhr (14 Kommentare).

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Das Elend dieser Welt

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Verzweiflung Gesellschaft

Ich ertrage den Schmerz der Menschheit nicht. Jeden Tag müssen so viele Menschen so viel Leid ertragen, während ich hier sitze und mein Leben sinnlos an mir vorbeischreitet. Es gibt so viel Elend, dass ich es nicht mehr ertrage, daran zu denken. Wenn ich Obdachlose sehe, gucke ich sie nicht an, weil ich es nicht ertrage. Ich weiß nicht, wie ich helfen soll. Denn ich weiß, egal, was ich tue, es wird nicht reichen. Manchmal kaufe ich etwas zu Essen und Trinken und gebe es ihnen. Aber dann setze ich meinen Weg fort, so als wäre nichts passiert. Ich denke dann mindestens noch den restlichen Tag an diese Menschen. Am Schlimmsten ist es, wenn ich bedürftige Kinder sehe. Ich habe Flüchtlingskinder aus Syrien getroffen, es ist erstaunlich, wie wenig es braucht, ihnen ein Lächeln zu schenken und doch tun wir so wenig. Ich heule fast jeden Tag, weil ich den Schmerz spüren kann. Man sieht es in ihren Augen, man hört es im Klang ihrer Stimmen.


Nach außen hin sehe ich stark aus, aber innen zerbreche ich. Es zerfrisst mich, dass unsere Gesellschaft so egoistisch, desinteressiert und blind ist. Und ich hasse mich dafür, dass ich nichts gegen all das tue. Sicher wird es hier nun Leute geben, die mich nicht ernst nehmen werden, es als Gesülze und mich als weltfremd abstempeln werden, aber es musste raus. Ich rede mit niemandem darüber, aber ich überlege, eine Therapie anzufangen. Jeden Tag schwirren so viele Dinge in meinem Kopf, ich weiß nicht, mit was ich anfangen und was ich zu Ende bringen soll. Ich hoffe, ich werde irgendwann die Kraft finden, um die Welt zu einem besseren, menschlicheren Ort zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00036464 vom 26.08.2015 um 01:04:27 Uhr (19 Kommentare).

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