Verschwörungstheorien haben mein Leben zerstört!

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Maßlosigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich (w/27) bin mittlerweile seit fünf Jahren Single. Der Verlauf meiner letzten Beziehung erschwert es mir, etwas Neues anzufangen. Wir gingen damals in dieselbe Klasse und kamen im Abschlussjahr der Realschule zusammen. Wir waren beide 16 Jahre alt. Alles lief super, und als wir erwachsen waren, zogen wir sofort zusammen. Er kam aus einer sehr reichen Familie, ihm fehlte es im Leben an nichts. Da er stets alles bekam, außer dass seine Eltern Tag und Nacht am Arbeiten waren. Von ihnen bekam ich nie viel mit. Wir machten beide eine kaufmännische Ausbildung und hatten durch die Unterstützung seiner Eltern auch keine Geldsorgen. Alles verlief super, wir hatten uns in den ersten vier Jahren kein einziges Mal wirklich gestritten, hatten eine tolle gemeinsame Clique, unternahmen aber auch oft zu zweit etwas und waren in acht verschiedene Länder gereist. Wir fingen auch schon langsam mit der Familienplanung an. Wir wollten beide Kinder, am liebsten zwei.


Aber im Frühjahr 2009 wurde alles anders. Er zerstritt sich überraschend mit seinem besten Freund und dessen Lebensgefährtin, den genauen Grund dahinter verstehe ich bis heute nicht. Also löste sich unsere Clique langsam auf, da auch von den anderen niemand zu ihm halten wollte. Zeitgleich bekam er einen neuen Arbeitskollegen, mit dem er sich öfter privat traf. Schnell fand er durch diesen einen neuen Freundeskreis, in dem ich aber nicht akzeptiert wurde - ich konnte diese Leute aber auch nicht ausstehen. Sie wirkten auf den ersten Blick normal, entpuppten sich nach mehreren Gesprächen aber als glühende Anhänger von Verschwörungstheorien. Mit der Zeit erwarb mein Freund auch zahlreiche teilweise verbotene Bücher dieser Art. Wir stritten immer öfter, da er in der Freizeit entweder nur noch bei seinen neuen Freunden war oder besagte Bücher las. Zudem versuche er, mich zu bekehren. Ich sollte keine offiziellen Nachrichten mehr lesen, da wir nur belogen werden, kein Radio mehr hören - selbst die Musik ist voll verseuchter Botschaften und den Fernseher verkaufte er kurzerhand im Internet.


Stattdessen informierte er sich nur noch über dubiose Websites über das Weltgeschehen. Irgendwann durfte ich mir noch nicht einmal mehr ein Fischbrötchen am Bahnhof kaufen, da im Essen ja Stoffe drin sind, die das Gehirn manipulieren sollen. Wir ließen uns nur noch bei verschiedenen Kontakten seiner Clique unsere Lebensmittel liefern. Mit der Zeit weitete es sich auf Kleidung, Zahnpasta und andere Sachen aus. Wenn ich mich nicht an die "Regeln" hielt - es reichte in der Stadt an einer Anzeigetafel Meldungen zu lesen - rastete er zu Hause völlig aus. Er warf teilweise mit Geschirr und Möbeln um sich und drohte mit Trennung. Die Nachwuchsplanung hatte er zu diesem Zeitpunkt längst über den Haufen geworfen. Eine derart verseuchte Welt, die in Wahrheit von wenigen Eliten beherrscht wird, möchte er keinem Kind zumuten. Die wenigen Leute, die ich außerhalb des Wahnsinns noch hatte, brachen langsam den Kontakt mit mir ab. Meine eigene Schwester beleidigte er als Systemschaf und jagte sie aus der Wohnung.


Ich wollte ihn jedoch nicht verlassen, da ich stets die Hoffnung hatte, er würde eines Tages wieder der Alte sein. Jedoch wurde er immer besessener von der Idee, die absolute Wahrheit zu kennen. Erst als er sich an mehreren fragwürdigen Demos beteiligte und mich dorthin mitnehmen wollte, zog ich den Schlussstrich. Aufgrund seiner Aktivitäten dort wurde mir mein Job gekündigt, da die verfassungsfeindlichen Dinge, welche auf den Demos gesagt wurden, negativ auf mich zurückfielen und mein Chef meinte, er wisse nicht sicher, ob ich nicht auch solche Kontakte hätte und es dem Ruf des Unternehmens schaden könnte. Ein Kollege hatte damals irgendwie Wind davon bekommen. Da ich niemanden mehr hatte, floh ich zu meiner eigentlich immer verhassten Cousine, die mit ihrem Mann in Ostdeutschland lebt. Dort kam ich für einige Zeit unter, da sie Mitleid mit mir hatten.


Da ich jahrelang quasi abgeschirmt lebte und öffentliche Medien vermeiden musste, war ich völlig überfordert mit der neuen Situation. Es dauerte lange, bis ich wieder einen Job und ein einigermaßen geregeltes Leben hatte. Der Wohnortswechsel tat mir aber gut. Vorgestern hatte ich bereits das dritte Treffen mit einem Mann, den ich noch nicht lange kannte. Als er sich Medien gegenüber kritisch äußerte, verabschiedete ich mich sofort und meldete mich nicht mehr. Solche Situationen hatte ich schon öfter. Ich beichte, dass ich durch die Situation niemanden mehr vertrauen kann und wohl unfähig bin, jemals wieder einen Partner zu finden.

Beichthaus.com Beichte #00037947 vom 29.03.2016 um 03:42:03 Uhr (28 Kommentare).

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Namen machen Leute

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Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft

Ich möchte hier beichten, dass, wenn ich mehr als zwei Mal schlechte Erfahrungen mit Leuten desselben Vornamens gemacht habe, Leute mit diesen Namen für mich für immer unten durch sind. Nomen ist manchmal doch Omen. Meiner Erfahrung nach sind Rebeccas und Sandras extrem verlogen, Evas verschlagen, Lisas arrogant, Stefanies dumm wie Brot, Janas haben einen Dachschaden, Silvias sind hintergründig und gefährlich. Typen namens Andreas oder Johann(es) sind Drecksäcke und Alexanders hinterhältig. Und Ronnys und Kevins sind tatsächlich blöd, ist leider eine Tatsache, sorry.


Mit Namen wie Anna, Karina, Johanna, Markus, Thomas, Heiko und Benjamin dagegen habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Es ist seltsam, aber ich habe es jetzt schon mehrmals erlebt, dass ich Leute mit den oben erwähnten Namen aufgrund meiner Erfahrungen auf Abstand gehalten habe und dann aus der Entfernung gesehen habe, dass ich recht hatte. Letztens lief mir eine extrem süße Rebecca über den Weg, aber nach drei Mal mit dem Namen auf die Fresse fliegen und es einmal (mit einer vierten) bei einem Freund sehen, hat es mir gereicht. Ich habe ihr aber gesagt, dass ich derzeit einfach keine nähere Beziehung will. Trotz meiner Ansichten kann ich verstehen, dass es sie verletzen würde, wenn es nur am Namen liegt.

Beichthaus.com Beichte #00037946 vom 29.03.2016 um 02:27:40 Uhr (32 Kommentare).

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Terroristen sind böse, wertlos und schlecht!

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Zorn Boshaftigkeit Vorurteile Ungerechtigkeit

Ich beichte, dass ich Menschen als wertlos und nutzlos bezeichne. Bei uns in der Familie lebt seit letztem Sommer ein neunjähriges Flüchtlingsmädchen aus Syrien. Sie hat die gesamte Familie verloren und spricht schon toll Deutsch und ist eine wunderbare Schwester. Meine Eltern und wir Geschwister lieben sie über alles. Wenn ich in den Nachrichten sehe, wie die Leute in Syrien oder im Irak terrorisiert werden und vor diesem Terror fliehen, dann weiß ich, dass diese Bestien, vor denen sie fliehen, total wertlos sind. Sie sind vielleicht nicht wertlos auf die Welt gekommen, aber jetzt sind sie es. Sie sind nur böse. Es gibt überhaupt keine Entschuldigung für ihre Taten, keine Motive, keine Gründe. Sie sind ja keine Opfer, sie sind nur Täter.


Und wenn ich jetzt nach Brüssel schaue, oder damals nach Paris - dasselbe. Böse, wertlos, schlecht. Nur da, um Leid und Schmerz zu bringen. Diese Leute sind nicht gläubig oder religiös, darum geht es ihnen gar nicht, sie haben nur Freude am Töten, Quälen und anderen Menschen Leid zufügen. Sadismus in seiner schlimmsten Form. Und friedvolle Menschen wie meine kleine Ziehschwester und andere Menschen auf der Flucht haben das Nachsehen, weil die dann von vielen auch direkt als Gefahr angesehen werden.

Beichthaus.com Beichte #00037923 vom 24.03.2016 um 18:59:00 Uhr (23 Kommentare).

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Ich bin nicht zu dick!

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Maßlosigkeit Vorurteile Stolz Zorn Familie

Vorgestern hatte ich Geburtstag. Ein Geschenk war unter anderem ein Schwingstuhl. Diesen Stuhl kann ich nicht nutzen, denn ich wiege mehr als für diesen Stuhl zugelassen ist. Ich sehe dies indirekt als Zeichen, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich zu fett wäre. Ich habe zwar einiges auf den Rippen (120 Kilo bei 1,80m), aber ich fühle mich pudelwohl! Ich habe keine Schmerzen und schwitze nicht wie andere Übergewichtige. Knochen- oder Rückenschmerzen habe ich auch keine.

Gut, ich habe mich ein wenig gehen lassen nach der Ausbildung. Alle paar Tage viel Alkohol und wenig Bewegung. Aber so sehe ich normal aus, bis auf etwas dickere Schenkel und einen Bierbauch. Meine Tante sollte sich schämen, mich nicht persönlich anzusprechen und mir mit einem Stuhl zu zeigen, dass ich zu dick bin! Meine Beichte ist, dass mir egal ist, was andere denken. Und dass ich jeden verachte, der über mich lästert, was mein Gewicht betrifft. Ich fühle mich wohl - wenn sich das ändern sollte, werde ich auch Maßnahmen dagegen einleiten. Und diesen Schwingstuhl werde ich verkaufen, weil er zu klein für meine Wohnung ist und hässlich aussieht! Ich ernähre mich übrigens vegan und das sehr gesund und abwechslungsreich. Meine Tante denkt, es liegt an dieser Ernährung. Sie hält Veganismus für ein Hexenwerk. Ich schäme mich aber, ihr zu sagen, dass es nur wegen des Alkohols und mangelnder Bewegung ist. Das weiß keiner.

Beichthaus.com Beichte #00037920 vom 24.03.2016 um 00:53:44 Uhr (28 Kommentare).

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Kurven sind sexy!

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Vorurteile Engherzigkeit

Ich bin eine Frau und kurvig. Ich hasse es, von sehr schlanken Frauen als pummelig, stämmig oder Ähnliches bezeichnet zu werden. Ich bin doch auch nett zu Frauen mit einem männlichen Körperbau! Aber lange schaffe ich das nicht mehr. Nächstes Mal kommt die Antwort: "Ja, du bist wirklich beneidenswert schlank, aber du hast leider keine Brust und keinen Hintern!" Ich beichte, dass ich mich auf dieses Niveau herablassen werde, nur um mich dann besser zu fühlen!

Beichthaus.com Beichte #00037907 vom 22.03.2016 um 23:31:58 Uhr (32 Kommentare).

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