Verwüsteter Arbeitsplatz

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Diebstahl Boshaftigkeit Rache Morallosigkeit Arbeit

Nachdem ich letzte Woche wegen einer zweiwöchigen Grippe, für die man ja nun wirklich nichts kann, gekündigt worden bin, habe ich mich heute Nacht, während die Nachtschicht lief, in den Büroräumen etwas "ausgetobt". Zuerst habe ich die aktuellen Bestellungen storniert und eine E-Mail an alle Lieferanten geschickt, mit dem Hinweis, dass eine weitere Zusammenarbeit aufgrund des schlechten Service nicht mehr gewünscht ist. Dann habe ich bei ungefähr 200 Buchungen, die zwar schon gebucht, aber noch nicht ausgeführt wurden, den Betrag und die Konten geändert. Außerdem habe ich die Ordner mit den aktuellen Ein- und Ausgangsrechnungen, den Router fürs Internet, die Kaffeemaschine und das Notebook meines Chefs im großen Müllcontainer versenkt. Zum Schluss habe ich noch bei jedem Rechner ein neues Passwort festgelegt und habe danach sämtliche Tastaturen und Mäuse versteckt. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032644 vom 30.01.2014 um 02:19:48 Uhr (38 Kommentare).

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Verklebtes Zimmer

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Trunksucht Engherzigkeit Vandalismus

Ein guter Freund hat vor einigen Jahren eine große Geburtstagsfeier gegeben, die über ein ganzes Wochenende geplant war. Am letzten Katertag des Wochenendes haben mein damaliger Freund und ich (damals 16 Jahre alt) uns aus Langeweile etwas in dem Haus umgeschaut, in dem wir feierten. Und natürlich landeten wir in dem Zimmer der Schwester unseres Gastgebers. Auf ihrem Schreibtisch fanden wir einen Sekundenkleber und uns fiel dann nichts Sinnvolleres ein, als sämtliche beweglichen Gegenstände in dem Zimmer einfach festzukleben. Wir versuchten alles so aussehen zu lassen, als wäre nie etwas gewesen und hatten dabei den Spaß unseres Lebens. Die Vorstellung, wie man ahnungslos ins Zimmer kommt und denkt, man wäre verrückt geworden - zum Schießen! Im Nachhinein hat uns dann aber doch das schlechte Gewissen gepackt. Das zu beseitigen muss eine Menge Arbeit gewesen sein - ganz zu schweigen von den Dingen, die sie danach wegschmeißen konnte. Und gerade deswegen kam es für uns nicht infrage, die ganze Aktion zu gestehen. Liebe Schwester des Gastgebers: Es tut uns sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00032640 vom 28.01.2014 um 19:35:54 Uhr (11 Kommentare).

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Zu gut für eine Freundin?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Lügen Dating

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich nicht verstehe, warum ich es nicht schaffe eine Freundin oder generell mal ein Mädel zu bekommen und mir mittlerweile schon fast wünschte, dass ich schwul wäre. Frauen sagen doch immer, dass sie witzige, intelligente Männer haben wollen, oder? Zu meiner Person: Ich bin 1,80 groß, trage ein bisschen Bart, habe schulterlange blonde Haare, bin Schauspieler/Sänger und generell auch eine humorvolle Person. Ich bin gebildet und habe ein gutes Allgemeinwissen, bin ein guter Koch und verhalte mich immer als Gentleman, wenn sich die Gelegenheit bietet. Doch trotzdem hat sich noch nie eine Frau mehr als Freundschaft mit mir vorstellen können. Jedes Mal, wenn ich mich für ein Mädchen begeistern konnte, hat sie sich für einen totalen Scheißtyp entschieden, der sie auch fast immer betrogen und allgemein nicht gut behandelt hat. Wenn ich dann frage, was denn so toll an dem ist, kommt so etwas wie: "Ach, wenn du ihn näher kennenlernst, ist er ganz lieb und witzig". Und bevor jetzt einer anfängt, dass ich dann nicht gut genug aussehe, muss ich sagen, dass ich mal übergewichtig war und das auch für den Grund meines Misserfolges hielt. Allerdings habe ich dann angefangen Sport zu treiben, habe 30 Kilo abgenommen und habe dadurch jetzt eine recht gute Statur. Also liegt es anscheinend nicht daran, dass Frauen oberflächlich sind. Ich habe es dann auch schon in einer Schwulenbar probiert, wo ich sehr beliebt war, aber ich könnte mir nie vorstellen, etwas für einen Typen zu empfinden und habe auch gemerkt, dass ich Typen sexuell überhaupt nicht anziehend finde. Schwul sein ist also wohl keine Option - zudem bin ich ja auch noch Jungfrau. Ich hatte zwar schon zwei Mal die Gelegenheit auf Sex mit besoffenen Mädels, aber ich wollte es nicht, weil ich sie nicht ausnutzen wollte. Und jetzt habe ich Angst, dass ich nie eine Freundin finden werde. Im Endeffekt ist meine Sünde also, dass diese Sache total mein Leben kontrolliert und ich nur noch versuche, die Richtige zu finden, anstatt wirklich Spaß im Leben zu haben. Außerdem erfinde ich Geschichten über Erlebnisse mit Frauen, damit ich nicht wie ein Loser darstehe.

Beichthaus.com Beichte #00032639 vom 29.01.2014 um 05:12:31 Uhr (46 Kommentare).

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Verschwiegenes Schönheitsideal

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Ignoranz Hochmut Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft Wien

Ich (w/25) möchte etwas beichten, das ich nicht öffentlich sagen möchte: Ich mag keine Schwarzen. Früher fand ich nichts dabei, das zu sagen, schließlich ist ja auch nichts dabei, wenn jemand sagt "Ich mag keine Blondinen" oder "Ich finde Sommersprossen hässlich". Dann ist man auch nicht rassistisch. Aber die Leute hören was sie wollen. Wenn ich sage "Mir gefallen keine Schwarzen" verstehen die Leute immer "Schwarze sind keine richtigen Menschen und gehören versklavt und als Bedienstete abgerichtet." Ich finde sie einfach nur unattraktiv, die dunkle Haut, die großen Lippen und die breite Nase - ich finde ja auch gebräunte Haut ziemlich hässlich, je heller desto besser ist meine Devise. Aber das bedeutet doch nicht, dass ich rassistisch bin. Es macht mich oft wütend, dass die Leute mich als Rassistin abstempeln und ich bei Gesprächen um Schönheitsideale niemals erwähnen kann, dass ich Afroamerikaner einfach nicht schön finde, ohne dass ich sofort ausgegrenzt werde.

Beichthaus.com Beichte #00032638 vom 28.01.2014 um 16:14:02 Uhr in 1020 Wien (Taubengasse) (52 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Querdenker mit Fantasie

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Ignoranz Maßlosigkeit

Ich (m/26) muss beichten, dass ich allmählich immer mehr die Beziehung zur Realität verliere und in eine Traumwelt abgleite. Tagsüber träume ich die meiste Zeit. Ich gebe mich Allmachtsfantasien hin und male mir dabei aus, wie ich Heldentaten vollbringe. Die Szenarien ändern sich häufig. Mein Lieblingsszenario ist aber während der letzten Jahre geblieben, ich gebe mich ihm auch heute noch den größten Teil des Tages hin: Ich sitze in einem Flugzeug, das von arabischen Terroristen gekidnappt wird. Ich beobachte von meinem Sitz aus das Verhalten der Terroristen und fasse dann einen Plan, wie ich sie überwältige. Es gelingt mir, einen von ihnen außer Gefecht zu setzen und ihm seine Waffe abzunehmen. Mit dieser Waffe erschieße ich natürlich sofort den zweiten Terroristen und überwältige den Dritten, der im Cockpit die Piloten erschossen hat. Dann setze ich mich auf den Pilotensitz, und obwohl ich noch nie in meinem Leben ein Cockpit von innen gesehen habe, gelingt es mir, die Maschine sicher zu landen. Stunde um Stunde bringe ich damit zu, mir bis ins letzte Detail auszumalen, wie ich danach gefeiert und mit Orden überhäuft werde und mich vor Anfragen zu Fernsehinterviews und Talkshows weltweit nicht retten kann. Diese Anfragen lehne ich alle ab und genieße es, wie sich die ganze Welt darum reißt, mit mir Kontakt aufzunehmen. Nachdem ich mich einmal gnädig dazu herabgelassen habe, ein Interview im Fernsehen zu gewähren, bilden sich sofort dichte Trauben um mich, wenn ich auf der Straße erkannt werde.


Etwa zwei Stunden am Tag mache ich konzentriert die notwendigsten Arbeiten als Sachbearbeiter in der Exportabteilung. In Besprechungen schweige ich, erst gegen Schluss mache ich mit geschraubten Formulierungen eine inhaltlich unsinnige Äußerung. Meine Vorgesetzten sind aber begeistert von mir, ich gelte in der Firma als Querdenker mit unkonventionellen Ideen. Fast alle Einladungen zu irgendwelchen Geselligkeiten lehne ich ab, wobei ich mich gar nicht um Ausreden bemühe, sondern fein lächelnd sage, ich hätte an diesem Termin schon etwas anderes vor. Wenn ich es auf die Spitze treiben will, sage ich, ich hätte zu diesem Termin "voraussichtlich" schon andere Pläne. Das reizt die Leute erst richtig: Anstatt weniger bekomme ich immer mehr Einladungen, man reißt sich um mich. Abends bin ich meist im Internet in irgendwelchen Foren mit wechselnden Identitäten unterwegs und gebe vielen Leuten auf dem gesamten Globus tiefsinnige Ratschläge zur Bewältigung ihres Lebens, und die meisten sind mir auch überaus dankbar. Manchmal brauche ich nach meinen Ausflügen ins Reich der Fantasie einige Zeit, um mir darüber klar zu werden, wer ich wirklich bin. Realität und Traum verschwimmen in den letzten Jahren immer mehr. Bin ich verrückt? Mag sein. Immer öfter frage ich mich allerdings, ob ich selbst vielleicht normal bin und meine Umwelt verrückt ist.

Beichthaus.com Beichte #00032633 vom 27.01.2014 um 19:30:42 Uhr (21 Kommentare).

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