Ich hätte ihn unterstützen müssen!

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Falschheit Feigheit Verrat Selbstsucht

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich vor einigen Jahren einen Freund - oder Bekannten - im Stich gelassen habe, der meine Unterstützung gebraucht hätte. Ich lernte ihn über eine Mitschülerin bei einem Konzert kennen und sah ihn danach nur ein halbes Dutzend Mal wieder. Er hatte wohl psychische Probleme in Richtung Depressionen und ein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Er musste alleine eine neue Wohnung beziehen und hatte Probleme mit Ämtern, Schule und Eltern, kurzum, er hatte sein Leben kaum im Griff und war im freien Fall. Ich half ihm zwei Mal beim Tapezieren der Wohnung und traf mich sonst einige wenige Male mit ihm, wurde aber der Aufgabe einer stützenden Hilfe für ihn nicht gerecht.


Es tut mir im Nachhinein wirklich leid und rückblickend denke ich, dass ich irgendwie unbewusst Abstand zu ihm gehalten habe, da ich selbst einige Probleme hatte. Dennoch möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich so abrupt den Kontakt abbrach und nichts mehr von mir hören ließ, obwohl ich ihm aufbauend zur Seite hätte stehen können. Dafür, dass ich dich wahrscheinlich enttäuscht und dir einen weiteren Rückschlag bereitet habe, möchte ich mich ebenfalls entschuldigen. M., es tut mir leid, und ich hoffe, dass es dir besser geht!

Beichthaus.com Beichte #00037909 vom 23.03.2016 um 00:28:26 Uhr (9 Kommentare).

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Ich ertrage seine Nähe nicht

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Selbstsucht Verzweiflung Partnerschaft

Ich habe einen tollen Mann, der mich über alles liebt. Genau da liegt das Problem. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe ihn auch, sehr sogar. Aber seine Art, mir seine Liebe zu zeigen, tut mir einfach nur weh. Er küsst mich und umarmt mich - schon früh morgens in der Küche, und das vor meinem ersten Kaffee. Dauernd muss er mir sagen, wie sehr er mich doch liebt. Dann erwartet er, dass ich ihm sage, wie sehr ich ihn liebe. Und dass ich ihn auch einmal umarme. Ich fasse ihn sehr gerne an, wenn ich Lust darauf habe. Dabei küsse ich ihn auch. Aber seine penetrante Nähe kann ich einfach nicht ertragen. Ich habe in meiner Kindheit oft geweint, vor Schmerzen bzw. vor Angst. Irgendwann hat meine Mutter zu mir gesagt, ich solle nicht weinen, denn was sollen denn die Anderen von mir denken. Ab diesem Zeitpunkt habe ich versucht nur noch alleine zu weinen. Ich habe meine Gefühle unterdrückt, wenn Andere um mich waren. Deshalb muss ich auch Abstand halten und kann meine wahren Gefühle nicht zeigen.

Beichthaus.com Beichte #00037902 vom 22.03.2016 um 15:55:25 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Männer, setzt euch die richtigen Prioritäten!

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Zorn Selbstsucht Partnerschaft

Immer erst die Arbeit - das ist das Motto meines Freundes. Dann kommt sein Lieblingshobby Feuerwehr und dann irgendwann mal Frau und Kind. Letztes ging es darum ein neues familiengerechtes Auto zu kaufen, das meins sein wird, er aber auch nutzen kann. Ich habe wirklich nicht viel Ahnung von Autos und hätte daher gut seine Unterstützung gebrauchen können, der Herr hat mir dann auch eine ganze Stunde bei der Suche geholfen - als ob man ein Auto in dieser Zeit kauft! Für den Feuerwehrausflug hat er aber Zeit um Einladungen zu verteilen, einen Bericht zu schreiben, diverse Busunternehmen und Gasthäuser anzurufen, und so weiter. Die Prioritätensetzung der Männer. Ich hasse es!

Beichthaus.com Beichte #00037895 vom 21.03.2016 um 23:18:12 Uhr (23 Kommentare).

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Warum tanzt nicht jeder nach meiner Pfeife?!

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Boshaftigkeit Selbstsucht Engherzigkeit Zorn

Seit 28 Jahren arbeite ich (m) jetzt als Hausmeister in einem sehr großen Wohnblock. Hier habe ich schon so einiges erlebt. Das kann man nur durchstehen, wenn man ein extrem dickes Fell hat und wirklich sehr abgebrüht ist. Man darf auch keine Hemmungen haben, die Leute anzubrüllen und zur Schnecke zu machen. Ich habe bereits zu DDR-Zeiten angefangen abzustumpfen, das hat mir in meinem Beruf sehr viel gebracht. Ich habe nach und nach alles verloren, was mir noch ein kleines bisschen bedeutet hat. Zuletzt ist mein jüngster Sohn auch noch kriminell geworden und sitzt wegen eines schweren Verbrechens. Meine Alte hat sich den Kragen bereits vor acht Jahren abgesoffen. Ich bin jetzt auf einem guten Weg und habe auch eine schwere Krankheit überstanden, deshalb habe ich auch die Zigaretten und das Bier stark eingeschränkt.


Es sind nur noch wenige Jahre für mich zu arbeiten und dann kann mich dieses ganze Gesindel hier mal kreuzweise. Ich habe eine Datscha direkt an der Ostsee. Diese werde ich dann beziehen und den Rest meines Lebens dort verbringen. Jetzt habe ich das Problem, dass ich mich mit allen meinen dortigen Nachbarn ziemlich verstritten habe. Anders als in meinem Job tanzen die Leute hier nicht nach meiner Pfeife. Es sind fast alles nervige Idioten, die zum Teil nur am Wochenende kommen, zum Teil auch schon fest drin wohnen. Gerade die Wochenendschläfer machen meist Party bis abends, sogar nach 22 Uhr. Ich habe einen ganz schönen Hass auf diese Menschen. Die Polizei zu holen nutzt mittlerweile nichts mehr, die letzten Male, als ich angerufen habe, sind sie nicht einmal mehr gekommen. Aufgehängte Zettel, mit denen ich die Störer beim Namen genannt und angeprangert habe, sind einfach abgerissen worden. Ich habe so eine Wut in mir!


Jetzt stellt sich die Frage, was tue ich, damit ich später meine Ruhe vor diesen Störern habe. Natürlich kann ich deren Häuschen nicht einfach zerstören, sie würden es wieder aufbauen. Ich kann sie nur zermürben, damit sie merken, dass ich nicht nachgebe. Ein junges hübsches Mädchen kommt auch an jedem Wochenende, sie malt nur Bilder und ist mir deshalb auch sehr sympathisch. Ich habe sie schon einige Male angesprochen, aber sie hat irgendwie Angst vor mir. Wenn sie sich weiter so scheu verhält, mag ich sie auch nicht mehr. Aber das wiederum täte mir auch irgendwie leid, darum die Beichte.

Beichthaus.com Beichte #00037893 vom 21.03.2016 um 19:54:29 Uhr (14 Kommentare).

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Pausenbrote für die Grundschule

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Boshaftigkeit Diebstahl Selbstsucht Ernährung Schule

Ich möchte eine Tat beichten, die ich zu Grundschulzeiten begangen habe und wegen der ich mich zwanzig Jahre später immer noch schuldig fühle. Meine Mutter war damals der Meinung, dass ich mir ab der zweiten Klasse morgens selbst ein Pausenbrot zu richten hatte. Brot und Belag hätten wir zu Hause gehabt, ich habe es allerdings zeitlich und organisatorisch in dem Alter einfach nicht auf die Reihe bekommen, mir morgens etwas einzupacken. Somit hatte ich oft nichts zu essen und gab mein ganzes Taschengeld (was nicht viel war) für Brötchen beim Schulkiosk aus. Wenn das Geld alle war, war ich eben den ganzen Tag hungrig. Das soll meine Tat nicht entschuldigen, ist aber zum Verständnis nötig. Denn ich habe einen Jungen aus der Parallelklasse erpresst. Wir hatten uns in der Pause gehauen, wobei mein Pulli schmutzig wurde - eine Lächerlichkeit, aber ich sagte ihm, er müsse den Pulli bezahlen, sonst gebe es Ärger.


Ich nutzte die Gelegenheit, um ihn in den folgenden Wochen dazu zu nötigen, mir beim Kiosk etwas zu essen zu bezahlen, wenn ich mal wieder nichts hatte. Er wurde vermutlich um die zehn Mark los. Erst als sein großer Bruder einschritt, hörte ich auf. Es tut mir immer noch wahnsinnig leid und ich würde mich gern entschuldigen, weiß aber nicht einmal, wie er heißt. Ich habe mir in meinem Leben nie wieder etwas zuschulden kommen lassen und bin ein herzensguter Mensch. Der Hunger hat sicher eine Rolle gespielt, aber das soll mein Verhalten nicht entschuldigen, ich hätte mir ja etwas vorbereiten können.

Beichthaus.com Beichte #00037890 vom 21.03.2016 um 16:04:13 Uhr (9 Kommentare).

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