Arbeitslos statt Altenheim

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Trägheit Arbeit 50+

Arbeitslos statt Altenheim
Ich (m/27) beichte, dass ich lieber arbeitslos bin, statt im Altenheim für lau zu arbeiten. Nach meiner Ausbildung wurde ich nicht übernommen und fand auch keine entsprechende Stelle. Also musste ich ein kostenloses Praktikum vom Jobcenter aus in einem Altenheim machen. Ich dachte mir zuerst, warum nicht, ich bin gerne für ältere Leute da. Allerdings finde ich es erschreckend, was da abgeht. Überall nur überarbeitetes unterbesetztes Personal. Wir haben uns öfters unterhalten über die massenhaft vorhandene Arbeit, aber wiederum das Einsparen von Personalkosten. Auf Kosten der Bewohner. Ich habe so einiges erlebt und selbst Verantwortung übernommen. Ich habe mich so gut es geht um die Bewohner gekümmert, Essen gereicht, sie angezogen und auf die Toilette gebracht. Schon nach 3 Wochen konnte ich nicht mehr, psychisch und physisch. Ich war bei meinem Hausarzt und lies mich krankschreiben. Später kam ich zum Amtsarzt des Jobcenters. Dieser urteilte, dass ich nicht mehr in einem Pflegeberuf arbeiten kann.

Nun allerdings, bin ich zwei Mal in der Woche für vier Stunden ehrenamtlich in diesem Altenheim, lese vor, gehe mal mit den älteren Menschen spazieren, setze mich auf die Terrasse, spiele Spiele mit ihnen oder ich diene einfach als Zuhörer. Bin ich jetzt ein kleines Würstchen, weil ich den Stress, mich um unsere älteren Bürger zu kümmern, als Mann nicht bewältigt bekomme? Und sie keine neun Stunden täglich, oder gar länger, pflegen kann?

Beichthaus.com Beichte #00031942 vom 23.09.2013 um 21:16:13 Uhr (28 Kommentare).

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Ehrgeiz am Pissoir

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Ekel Unreinlichkeit Ignoranz Aulendorf

Ich (m/35) muss beichten, dass ich den Reinigungskräften in öffentlichen Toiletten zusätzliche Arbeit mache. Das liegt daran, dass ich, wenn ich in ein Pissoir pinkele, einen komischen Ehrgeiz entwickele. Ich habe es mir nämlich zur Aufgabe gemacht, die Wasserspülung, die meist durch Infrarot ausgelöst wird, schon während der Benutzung in Gang zu setzen. Normalerweise passiert das schließlich erst, wenn man einen gewissen Abstand zum Pissoir erreicht hat. Damit mir das gelingen kann, bewege ich meinen Oberkörper vor und zurück - und wenn das nicht funktioniert, mache ich das Gleiche mit dem Unterkörper oder entferne mich sogar von dem Urinal. Natürlich versuche ich dabei stets, weiterhin mein Ziel zu treffen, aber je weiter weg ich gerate, umso schwieriger wird das Unterfangen. Außerdem lässt mit der Zeit auch der Blasendruck nach, sodass es immer schwerer wird, die Entfernung zu überbrücken. Deshalb hinterlasse ich oft ein verpisstes Pissoir. Es gelingt mir leider nur selten, die Spülung zu betätigen, da sie meist so schwach eingestellt ist, dass sie wirklich erst betätigt wird, wenn man sich wirklich herumdreht und geht. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031938 vom 23.09.2013 um 15:35:34 Uhr in Aulendorf (21 Kommentare).

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Die Bremsspur vernichtet

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Ekel Unreinlichkeit Rache Engherzigkeit Kollegen

Die Bremsspur vernichtet
Bei mir (w/26) auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die kaum einer leiden kann. Sie ist ständig krank, unzufrieden, erledigt Aufgaben nur, wenn man dabei sitzt, und verunglimpft mit Vorliebe andere Kollegen. Leider gibt es in unseren Arbeitsfeldern einige Schnittstellen, sodass ich häufig ihre Fehler und Versäumnisse ausbaden darf. Zusätzlich zu ihrer Arbeitseinstellung scheint sie auch menschlich eher defizitär aufgestellt zu sein. Aussagen wie "Frauen, die Miniröcke tragen, sind selbst schuld, wenn sie vergewaltigt werden" gehören bei ihr zur Tagesordnung. Der Betrieb, in dem wir arbeiten, hat dann einen Betriebsausflug ins Ausland unternommen, und wie das bei dieser Art von Veranstaltungen so ist, gab es Doppelzimmer. Und mich hat das Los getroffen, mit eben dieser Arbeitskollegin ein Zimmer zu teilen. Direkt, nachdem wir den Zimmerschlüssel bekamen, ging das Gezeter los: Sie bräuchte wegen ihres Asthmas das Bett am Fenster. Ich müsse meinen Zeitplan mit ihrem abgleichen, damit sie ausreichend Zeit im Bad und ausreichend Schlaf bekäme, dementsprechend müsste sie von sieben bis acht Uhr morgens das Bad benutzen. Und da unser Programm immer um halb neun startete, blieb mir nichts anderes übrig, als vorher zu duschen - natürlich leise! Mein persönlicher Höhepunkt war dann, dass sie mich bat, mich umzudrehen, damit sie die Kombination in das Zahlenschloss ihres Schminkkoffers eingeben konnte.

Zwei Tage lang habe ich mir ihre diversen Dramen (Wasser zu heiß, Wasserdruck zu niedrig, schlechtes Personal, dreckige Stadt, unbequeme Betten, schlechtes Essen, Wetter zu warm, Wetter zu kalt, mein Atmen stört beim Schlafen, meine Zahnpasta hat eine eklige Farbe etc.) gegeben, aber irgendwann rastet jeder normale, friedliche Mensch aus. Ich habe mich dann irgendwann für fünf Minuten alleine auf das Zimmer zurückgezogen, weil sich ein größeres Geschäft ankündigte. Nach Vollendung des Geschäftes fiel mir auf, dass es keine Toilettenbürste gab. Ich bin ziemlich hektisch geworden, weil die Vorstellung, dass die Olle vor dem gesamten Betrieb erzählt, dass ich Bremsstreifen im Klo zurückgelassen hätte, doch eher übel war. Ich beichte also, dass ich mit der Zahnbürste meiner Kollegin das WC von sämtlichen Bremsspuren befreit habe, die zwei Tage des ungewohnten Essen so verursachen können. Ich beichte auch, dass ich am Abend mit Genugtuung dabei zugesehen habe, wie sie sich die Zähne damit geputzte. Und als ich keine zehn Minuten später das nächste Genörgel zu hören bekam, war auch das schlechte Gewissen wie weggeblasen.

Beichthaus.com Beichte #00031937 vom 23.09.2013 um 13:51:57 Uhr (20 Kommentare).

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Ein gebrochenes Herz

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Morallosigkeit Selbstsucht Verrat Wedel

Ich habe gestern Abend meiner Freundin, mit der ich zweieinhalb Jahre zusammen war, ohne Vorwarnung auf heftigste Weise das Herz gebrochen, indem ich mich von ihr trennte. Sie hatte den Eindruck, dass alles in Ordnung war, und war über beide Ohren in mich verliebt, wohl wie am ersten Tag. Ich wusste seit einigen Monaten, dass unsere Beziehung auf lange Frist nichts werden konnte, habe die Illusion aber weiter aufrechterhalten. Wohl aus Unfähigkeit, mich ihr gegenüber auszusprechen. Ich beichte also, dass ich ein taktloses Arschloch bin - und feige noch dazu, weil ich bald wegziehe. Ich hoffe wirklich, dass sie nicht lange darunter leiden muss, obwohl ich weiß, dass sie diesen Vertrauensmissbrauch vermutlich ihr Leben lang mit sich herumschleppen wird. Ich bitte um Absolution, weil ich diese Entscheidung um meiner Karriere und meiner Selbst willen gefällt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031934 vom 22.09.2013 um 22:24:36 Uhr in 22880 Wedel (Mühlenstraße) (20 Kommentare).

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Marathon ohne Schwitzen

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Betrug Faulheit Falschheit Schule Sport Potsdam

Marathon ohne Schwitzen
Während der Oberstufe hat unser Jahrgang an einem Spendenlauf für bedürftige Menschen teilgenommen. Das Ganze lief folgendermaßen ab: Wir gingen mit unserem Sportlehrer zu einem Stadion und mussten dort Runden laufen. Für jede Runde, die man lief, bekam man von einem Streckenposten ein Gummiband - also diese Bänder, die man aus dem Haushalt kennt. Für jedes Gummiband hat der Sponsor dann einen Euro gespendet. Allerdings hatten wir, also neben mir noch zwei Freunde, nach drei gelaufenen Runden keine Lust mehr. Deshalb haben wir uns aus dem Stadion geschlichen, sind zum nächsten Supermarkt gelaufen und haben dort einige der besagten Bänder gekauft. Danach sind wir noch etwas essen gegangen und hatten ein bisschen Spaß in der Stadt. Als wir dann zum Stadion zurückkehrten, war dort immer noch so viel los, dass offensichtlich niemand bemerkt hatte, dass wir verschwunden waren. Wir liefen dann noch die letzte Runde mit, ehe wir alle zur Bändchenabgabe gerufen wurden. Dann haben wir uns noch mit Wasser bespritzt, damit es so aussieht, als würden wir stark schwitzen und gaben die Bändchen ab. Unser Lehrer war sichtlich begeistert, und meinte, dass wir wohl die Besten unseres Jahrgangs wären, und versprach uns, jedem eine Eins in Sport einzutragen. Sozusagen eine Win-win-Situation.

Beichthaus.com Beichte #00031922 vom 19.09.2013 um 16:50:20 Uhr in 14471 Potsdam (Am Luftschiffhafen 2) (22 Kommentare).

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