Das Muttersöhnchen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Ex Hilden

Das Muttersöhnchen
Mein Ex ist das größte Muttersöhnchen, das mir je begegnet ist. Er hat ausnahmslos alles getan, was seine Mutter von ihm verlangt hat, was einen immensen Einfluss auf unsere Beziehung hatte, da sie aus religiösen Beweggründen strikt dagegen war, mich auch nur in der Nähe ihres Sohnes zu dulden. Er hat es sogar geschafft, ihr glaubhaft zu machen, er wäre gegen Sex vor der Ehe. Seine einzigen Zugeständnisse an unsere Beziehung lagen darin, dass er am Wochenende zu mir kam und wir uns hin und wieder in der Uni sahen, Übernachtungen waren nicht drin. Ich war wahnsinnig in ihn verliebt und der festen Überzeugung, dass wir irgendwann eine normale Beziehung führen könnten, deswegen habe ich mir viel zu viel gefallen lassen. Seine Mutter indes trieb mich langsam aber sicher mit ihrem Kontrollzwang und ewiger Nörgelei in den Wahnsinn. Sie beschimpfte mich, meine Familie und sperrte ihn regelmäßig zu Hause ein, nicht einmal an meinen Geburtstagen sah ich ihn besonders lange. Sie durchsuchte seine Taschen und sein Portemonnaie, sein Handy und den Laptop, druckte ganze Gesprächsverläufe bei ICQ aus, an die sie mithilfe ihrer Tochter gelangte, und markierte "verwerfliche Gesprächswechsel" mit Textmarker, um sie ihm vor die Nase zu knallen, und ihm stundenlang Predigten darüber zu halten, was für ein verkommener Mensch er und auch ich seien. Kurzum: Sie schnüffelte und kontrollierte immerzu.

Wir wollten bald zusammenziehen, allein deswegen ließ ich mir das alles gefallen und baute ihn regelmäßig auf. Ich opferte meine gesamte Freizeit, verlor Freunde und bekam Probleme im Studium, weil ich immerzu für ihn erreichbar sein wollte, und wenn es nur zum Zuhören bei der Internettelefonie war. Als seine Schwester aufgrund ihres Studiums ins Ausland zu Verwandten zog, half er ihr drei Tage beim Umzug, seine Eltern begleiteten ihn, aber sollten erst zwei Tage später zurückkommen. Er war damals sehr vernarrt in ein Browserspiel auf einer bekannten sozialen Plattform und gab mir, während er fort war, sein Passwort, damit ich mich um seine "Farm" kümmern konnte, weil er davon ausging, keine Zeit dafür zu haben. Ich vertraute dem Mann wirklich blind und sah mir nicht einmal seine Nachrichtenverläufe an. Was man wissen muss: Loggt man sich auf einem anderen Gerät ein, kann man Chats praktisch "live" von jedem Gerät verfolgen, man wird nicht etwa automatisch gekickt, sobald ein neuer Zugang geöffnet wird, das wusste ich nicht - er aber auch nicht. So kam es, dass er sich einloggte, während ich auf seinem Account aktiv war und sich ein Chatfenster zwischen ihm und einer Frau öffnete. Das Gespräch fand komplett auf Polnisch, also seiner Muttersprache, statt und dauerte knapp fünf Minuten, dann loggte er sich wieder aus. Ich verstand kein Wort, machte mir aber auch keine Sorgen. Das Fenster ploppte immer bei einer neuen Nachricht wieder auf und ich schloss es jedes Mal, bis mir plötzlich das polnische Wort für "Freundin" ins Auge sprang - eines der wenigen, die ich kenne. Kurz zusammengefasst: Nach einigen Recherchen hatte ich den Text so weit verstanden, dass klar wurde, dass er mich im Ausland betrogen hat, und seine größte Sorge bestand wohl darin, dass ich es mitkriegen könnte. Mir zerriss es damals das Herz. Als er wieder zu Hause war, fuhr ich wie geplant zu ihm, um die Nacht, bevor seine Eltern zurückkommen sollten, bei ihm zu verbringen. Er erzählte von den anstrengenden Tagen und einer kleinen Einweihungsfeier, bei der er angeblich nichts getrunken und früh wieder abgehauen wäre. Der Kerl log mir also eiskalt ins Gesicht!

Eigentlich wollte ich ihn darauf ansprechen, nachdem er mich aber so kalt belogen hatte, fasste ich einen anderen Plan. An dem Abend überwog wirklich die blanke Wut all meinen Schmerz. Ich wollte ihn treffen, irgendwie. Ich hatte Sex mit ihm, drei Mal. Auf dem geliebten Perserteppich seiner Mutter, auf ihrer, stets blitz blank desinfizierten, Küchenanrichte und auf ihrem Lieblingsplatz auf der Couch. Ich schlief in dieser Nacht keine Minute, sondern feilte an meinem Plan, während mein Bald-Ex selig neben mir schlief. Am nächsten Morgen putzte er die Bude wie ein Besessener, aus Angst, seine Mutter könne merken, dass ich dort gewesen sei, danach ging er duschen. Während er unter der Dusche stand, habe ich dann meinen Plan in die Tat umgesetzt. Ich habe überall im Haus meine Spuren hinterlassen. Haare im Abfluss, Haarnadeln und Zopfgummis und als Krönung einen meiner Strings in der Couchritze und ein paar Haare auf dem Kopfkissen seiner Mutter, zusammen mit einer Lippenstiftspur auf ihrem Laken. Zwischen die Matratzen seiner Eltern habe ich benutzte Boxershorts von ihm gestopft, unters Bett ein leeres Kondompäckchen gelegt und die benutzten Kondome vom Vorabend, die er sicherheitshalber in seiner Unitasche, eingewickelt in Taschentücher und Gefrierbeutel, verstaut hatte, habe ich ausgepackt und in drei verschiedene Mülleimer im Haus geworfen, gut sichtbar versteht sich. Das Ganze dauerte ungefähr zehn Minuten. Ich wartete, bis er mit Duschen fertig war und sich bereit machte, seine Eltern vom Bahnhof abzuholen, brav mit Hemd und Krawatte. Wir verabschiedeten uns vor der Tür, er fuhr weg. Ich schrieb noch einen Zettel mit folgendem Wortlaut: "Sehr geehrte Frau ..., bitte richten Sie Ihrem Sohn aus, dass er nun gern weiterhin die Schl... aus Polen vö... kann, mich ist er endgültig los. Ach, und er kifft bei jeder sich bietenden Gelegenheit, raucht, besch**ßt in der Uni, wann immer er kann, und säuft wie ein Loch, vielleicht sollten Sie ihn bei Zeiten auf die Risiken aufmerksam machen." Ich habe keine Ahnung, welches Echo ich damit ausgelöst habe, mein Ex hat sich nicht wieder bei mir gemeldet - und es tut mir im Nachhinein sehr leid, ich hätte mich nicht auf dieses Niveau herabbegeben sollen, sondern einfach einen würdevollen Abgang machen müssen. Dass ich so ausgeflippt bin, tut mir aufrichtig leid.

Beichthaus.com Beichte #00031200 vom 14.05.2013 um 18:29:16 Uhr in Hilden (23 Kommentare).

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Meine todkranke Mutter

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Verzweiflung Zorn Aggression Engherzigkeit Familie

Ich schäme mich schrecklich für das, was ich gestern getan habe. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so dumm und so furchtbar gemein sein könnte, wie ich es gestern war. Meine Mutter ist, dank eines riesigen Tumors in ihrem Kopf, ein Pflegefall. Keine Chance auf Besserung, geschweige denn auf Heilung. Seit letztem Jahr geht es rapide abwärts mit ihr. Sie braucht bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens viel Hilfe. An den Wochenenden fahre ich zu ihr und übernehme die Pflege. Seit sie krank ist, also seit 13 Jahren, hat sie sich immer mehr im Wesen verändert. Sie ist sehr depressiv, antriebslos und versteht eigentlich auch nicht mehr, was man ihr sagt. Sie ist eben leider komplett dement. Trotzdem ist sie ungemein widerspenstig. Wenn ihr irgendwas nicht passt, dann bockt sie herum, macht überhaupt nicht mehr mit und schreit ganz laut. Sie schreit wirklich einfach nur, weil sie auch nicht mehr sprechen kann. Das ist nicht nur wahnsinnig mühselig, das bringt mich auch zum Rasen.
Ich kann mich manchmal nicht mehr selbst daran erinnern, dass sie nun einmal dement und schwer krank ist, und nicht weiß, was sie da macht oder wo sie überhaupt ist. Ich vergesse dann total, dass sie vollkommen hilflos ist. Dann kann ich mich oft nicht beherrschen und bin sehr ruppig und grob zu ihr, oder schreie sie an.

Aber gestern war der schlimmste Tag:
Sie war extrem unleidlich. In dem einen Moment frage ich sie noch, ob wir zum Spazieren rausgehen wollen und sie sagt ja, also lege ich schöne Klamotten raus, mache das Radio an und wollte sie fertigmachen, im nächsten Moment schreit sie lauthals, weil sie nun plötzlich keine Lust mehr zum Anziehen hatte. Dieses Schreien und dieser, wieder einmal, bockige Blick von ihr haben mich total zum Ausrasten gebracht. Ich habe sie angeschrien, dass ich es satt habe, an jedem meiner freien Tage zu ihr zu kommen und mir "dieses Elend reinzuziehen". Ich habe gesagt, dass ich nach fast der Hälfte meines Lebens mit "...aber meine kranke Mutter..." es so satt habe, und mir wünsche, dass es endlich vorbei ist. Ich habe auch zu ihr gesagt: "Stirb. Stirb einfach!" und das sogar mehrmals. Das klingt so furchtbar. Mir tut es wahnsinnig leid. Ich kann es seitdem nicht vergessen. Ich habe später, damit sie, nach ewigem Kampf, endlich ihre eine Tablette nimmt, auf ihren eingewachsenen Zehennagel, der ihr sehr schmerzt, gedrückt, damit ich diesen Machtkampf gewinne und sie die Tablette endlich einnimmt. Ich schäme mich so sehr, so etwas Barbarisches getan zu haben. Ich finde keine Entschuldigung für mein unmögliches Verhalten. Der Stress und der Kummer, das kann nicht der Grund sein, so mit seiner todkranken Mutter umzugehen. Bisher habe ich immer gedacht, der liebe Gott bestraft meine Mutter mit ihrer Krankheit dafür, dass sie früher manchmal ganz schön kaltherzig und egoistisch war, aber so etwas hätte sie nicht getan. Und das hat sie auch nicht verdient.
Ich hatte mir zum Jahreswechsel vorgenommen, geduldiger mit meiner Mama zu sein. Der Schuss ist ja wohl voll nach hinten los gegangen. Ich hoffe, dass ich noch Gelegenheit haben werde, auch wenn sie es nicht mehr versteht, mich bei meiner Mutter zu entschuldigen.

Beichthaus.com Beichte #00031190 vom 13.05.2013 um 23:18:25 Uhr (23 Kommentare).

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Der brennende Kleidercontainer

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Dummheit Vandalismus

Ich habe in früher Jugend mit einem guten Kumpel Duftöl aus dem Badezimmer geklaut und damit und mit etwas Papier ein kleines, gut loderndes Feuerchen in der Klappe eines Kleidercontainers gemacht. Dann haben wir die Klappe zugemacht und sind weggelaufen, als dann kurze Zeit später die Feuerwehrsirenen gingen, und wir Rauch aufsteigen sahen, haben wir uns vor Angst fast in die Hose gemacht. Aus irgendeiner Dummheit heraus hatten wir nicht damit gerechnet. Wir hatten extreme Angst und ich bereue es bis heute.

Beichthaus.com Beichte #00031187 vom 13.05.2013 um 19:04:02 Uhr (8 Kommentare).

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Notdurft in der Kirche

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Ekel Unreinlichkeit Vandalismus Morallosigkeit Schamlosigkeit Koblenz

Ich (m/31) war gestern mit zwei Kollegen unterwegs. Wir hatten ein paar Bier getrunken und mussten pinkeln. Wir sind gerade an einer Kirche vorbeigekommen und wollten uns schon an die Kirchenwand stellen, als der eine Kollege vorschlug, reinzugehen und dort zu pinkeln. Es wurde nicht lange überlegt, wir sind reingegangen, denn die Tür war offen, und haben uns umgesehen. Es war keiner da. Dann haben wir zwischen die Bänke gepinkelt und sind wieder raus, wobei wir ziemlich gelacht haben. Ich fand das echt zum Schreien und es hat Spaß gemacht, aber mittlerweile denke ich, dass es vielleicht doch eine Nummer zu hart war.

Beichthaus.com Beichte #00031181 vom 12.05.2013 um 20:23:51 Uhr in Koblenz (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein missglückter Einbruch

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Dummheit Trunksucht Ignoranz Eichstätt

Ich muss beichten, dass ich (m/16) ein Vollidiot bin. Ich habe mich mit meinem besten Freund und einigen Mädels aus meiner Parallelklasse getroffen. Wir haben Vodka getrunken, pur und später mit Cola. Mit anderen Worten, ich war dichter als ein Bunker. Schon gestern hatten wir die tolle Idee, dass wir mal im örtlichen Freibad einbrechen könnten. Das hat nämlich irgendwie Tradition in unserer städtischen Jugend. Dummerweise weiß das auch die Polizei. Also, es war etwa halb zwölf, mein Alkoholpegel höher als der Eiffelturm, und ich steige über den Zaun ins Freibadgelände. Kurz davor hat uns noch ein Freund angerufen und uns vor den Bullen gewarnt, dass die auf Patrouille seien, aber ich nahm das nicht ernst. Ich befand mich auf dem Gelände, kletterte über den Zaun und grinste meine Freunde lässig an. Und wessen Scheinwerfer leuchten mich auf einmal an? Richtig, die Polente kam um die Ecke gefahren. Ich hätte versuchen können, zu fliehen, aber das wäre dann doch zu feige gewesen, also klettere ich zurück und ein Beamter packt mich und stellt mir diverse Fragen. Dann haben sie noch unsere Personalien aufgenommen und ich habe ihnen vorgeschlagen, dass alle, bis auf die, die Hausfriedensbruch begangen haben, nach Hause gehen sollten. Er sagte, dass wir jetzt alle nach Hause gehen sollten. Das nahmen wir nur zu dankbar an, die Beamten fuhren weg und wir gingen ziemlich deprimiert nach Hause. Das eigentlich Schlimme ist für mich aber, dass ich meine Mutter tierisch enttäuscht habe. Sie hat mir erlaubt, wegzugehen, unter der Auflage, dass ich um zwölf wieder da bin, weil ich am Tag davor erst um halb zwei wieder daheim war. Sie hält mich immer für einen sehr anständigen Kerl, weil ich zum Beispiel im Gegensatz zu allen meinen Freunden nicht rauche, aber wenn mir die Polizei jetzt einen Brief wegen Hausfriedensbruch schreibt, wird sie so was von enttäuscht sein. Und das an dem Tag, an dem sie ihren Geburtstag nachfeiert. Ich bin ein Vollidiot und bitte Euch um Vergebung. Sorry, Mama.

Beichthaus.com Beichte #00031178 vom 12.05.2013 um 01:32:28 Uhr in Eichstätt (18 Kommentare).

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