Handschlag beim Abiball

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Peinlichkeit Maßlosigkeit Schamlosigkeit

Ich habe in 2009 in einer westfälischen Kleinstadt mein Abi gemacht. Die Stufe war recht groß - es gab neben mir 120 andere Mitschüler. Nun habe ich nach meinem Wegzug in eine andere Studienstadt 2010 an der Abifeier unserer Nachfolger teilgenommen. Die Schwester meines ehemaligen Mitschülers S., mit dem ich nie besonders viel Kontakt hatte, feierte im besagten Jahr ihr Abi. Nun war natürlich ihre ganze Familie vor Ort. Ich habe die üblichen Gespräche mit ihm geführt und habe dann auch seine Eltern begrüßen wollen, da diese direkt neben ihm saßen. Also habe ich erst die Mutter freundlich gegrüßt und danach dem Vater die Hand gestreckt. Der Vater hat mich nur gemustert und mir den Handschlag verweigert.


Ich war völlig perplex, habe mich dann von S. verabschiedet und überlegt, was ich falsch gemacht haben könnte. Trotz vieler Überlegungen fand ich keine Erklärung und war wirklich brüskiert darüber. Ich habe gar geglaubt, er sei ein Rassist - wegen meines Namens und meinem südländischen Erscheinungsbild. Im Eifer des Gefechts habe ich S. über das blaue Netzwerk auch gleich geschrieben, ob sein Vater irgendein Problem mit mir hätte und was ihm einfalle, mich so bloßzustellen. Seine Antwort war kurz und knapp: "Mein Vater ist blind." Tut mir leid, lieber S., dass ich dich angefahren habe!

Beichthaus.com Beichte #00037913 vom 23.03.2016 um 15:01:32 Uhr (8 Kommentare).

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Ich hätte ihn unterstützen müssen!

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Falschheit Feigheit Verrat Selbstsucht

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich vor einigen Jahren einen Freund - oder Bekannten - im Stich gelassen habe, der meine Unterstützung gebraucht hätte. Ich lernte ihn über eine Mitschülerin bei einem Konzert kennen und sah ihn danach nur ein halbes Dutzend Mal wieder. Er hatte wohl psychische Probleme in Richtung Depressionen und ein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein. Er musste alleine eine neue Wohnung beziehen und hatte Probleme mit Ämtern, Schule und Eltern, kurzum, er hatte sein Leben kaum im Griff und war im freien Fall. Ich half ihm zwei Mal beim Tapezieren der Wohnung und traf mich sonst einige wenige Male mit ihm, wurde aber der Aufgabe einer stützenden Hilfe für ihn nicht gerecht.


Es tut mir im Nachhinein wirklich leid und rückblickend denke ich, dass ich irgendwie unbewusst Abstand zu ihm gehalten habe, da ich selbst einige Probleme hatte. Dennoch möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich so abrupt den Kontakt abbrach und nichts mehr von mir hören ließ, obwohl ich ihm aufbauend zur Seite hätte stehen können. Dafür, dass ich dich wahrscheinlich enttäuscht und dir einen weiteren Rückschlag bereitet habe, möchte ich mich ebenfalls entschuldigen. M., es tut mir leid, und ich hoffe, dass es dir besser geht!

Beichthaus.com Beichte #00037909 vom 23.03.2016 um 00:28:26 Uhr (9 Kommentare).

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Angst vor einer Therapie

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Verzweiflung Manie Feigheit Gesundheit

Ich möchte beichten, dass ich psychisch krank bin und nicht dazu in der Lage bin, mich in psychologische Betreuung zu begeben. Vor drei Jahren war ich deswegen drei Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Als ich wieder zu Hause war, ging es mir tatsächlich ein Stück weit besser. Nebenher war ich auch in psychotherapeutischer Behandlung, welche aus meiner Sicht allerdings nicht besonders viel half. Die Therapie habe ich daher abgebrochen. In meinem privaten Umfeld konnten die wenigsten etwas mit mir und dieser Krankheit anfangen und fühlte mich daher auch ständig unter Beobachtung. Wer mich stets unterstützt hatte, war und ist mein Verlobter und ich bin ihm unendlich dankbar. Ich habe auch heute noch Probleme damit, mit meiner Krankheit umzugehen. Die Dinge, die ich in der Klinik gelernt hatte, helfen mir aber im Alltag nicht.


Abgesehen davon, dass mein Job, meine Haustiere und der Haushalt für mich sehr anstrengend sind, habe ich wenig Muße mich dann auch noch in Therapie zu begeben, in der ich alles erneut erzählen muss. Ich weiß, es wird nicht besser, wenn ich nichts tue. Wenn ich etwas tue, wird es mir erst einmal eine Zeit lang richtig schlecht gehen, und ob es dann bergauf geht, kann ich so nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Heute war es mir nicht möglich meine Arbeit anzutreten, weil ich mit dissoziativen, autoaggressiven, depressiven und panischen Episoden kämpfe. Ich kann nicht verstehen, was es ausgelöst hat. Jetzt gerade bin ich einigermaßen klar.


Mein Psychiater hatte mir im Notfall ein Medikament verschrieben, welches mich ruhigstellt. Ich traue mich nicht, es zu nehmen, weil ich von damaligen Mitpatienten nur Schlechtes hörte. An einen Klinikaufenthalt ist meinerseits nicht zu denken. Mein Arbeitgeber weiß nichts von meiner Krankheit und ich werde es ihm auch nicht erzählen, da ich bisher damit nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich beichte, dass es mir immer schlechter geht und ich immer Ausreden suche, um nicht in Therapie zu gehen, obwohl ich eigentlich weiß, dass es besser wäre.

Beichthaus.com Beichte #00037904 vom 22.03.2016 um 20:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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Werft euer Leben nicht weg!

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Trunksucht Verzweiflung Dummheit Gesundheit

Ich möchte heute beichten, da ich hier vor über zehn Jahren die beiden Beichten "Geld und Sex" (00002948) und "Deutschland ist so dumm" (00002960) abgegeben habe. Was war ich damals nur für ein dummer, arroganter junger Mann. Aus der langweiligen Wochenendbeziehung wurde ein mehrjähriger Versuch, mich in die normale Gesellschaft einzugliedern, weil ich irgendwann merkte, dass ich die als dumm bezeichnete Frau doch geliebt habe - aber es klappte nicht auf Dauer und irgendwann, nach fast fünf Jahren und ewigem Hin und Her, haben wir uns getrennt. Der Sog von Alkohol und Drogen ließ mich einfach nie ganz los. Aus den zwei Mal pro Woche saufen wurde erst für länger gar nichts und jetzt teilweise bis zu zwei Wochen am Stück. Mein - als ebenso dumm bezeichneter - Bruder hat mich in jedem Lebensbereich längst überflügelt. Ich selbst saß inzwischen mehrmals im Gefängnis und auch in der geschlossenen Psychiatrie, da ich im extremen Vollsuff auf die Straße bin und Leute angegriffen habe. Dabei habe ich aber meistens selbst heftig aufs Maul bekommen und das mit Recht.

Ich bin alt geworden in dieser Zeit. Nichts ist für die Ewigkeit, hat eine umstrittene Band mal gesungen, und das stimmt. Ich bin in jedem Sinne des Wortes so derbe auf die Fresse gefallen und genau das habe ich auch verdient. In diesem Sinne: Werft euer Leben bitte nicht weg. Ich habe so viele Chancen verschenkt und jetzt keine mehr übrig, da ich inzwischen auch todkrank bin, was aber auch meine eigene Schuld ist. Ich bin HIV-positiv und die Krankheit ist bereits ausgebrochen. Das Karma braucht manchmal eine Weile, aber es schlägt immer zurück.

Beichthaus.com Beichte #00037897 vom 21.03.2016 um 20:13:38 Uhr (15 Kommentare).

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Date mit Polizeieinsatz

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Trunksucht Trunksucht Aggression Polizei Dating

Vor knapp drei Jahren hatte ich (m/20) ein Date mit einer sehr hübschen Frau auf einer Party. Wir trafen uns davor an der Bushaltestelle und besorgten uns etwas zum Vorglühen. Ich kam auf die dämliche Idee richtig viel zu holen und damit anzugeben, wie viel ich trinken kann. Allerdings hatte ich mich mit dem ganzen Zeug wirklich übelst abgeschossen, was die Dame wohl nicht so toll fand. Ich schmiss mich so heftig an sie ran, dass sie wohl Angst bekam. Dann habe ich mich in den Schnee gesetzt, weil sie abgehauen ist und aus irgendeinem Grund die Polizei geholt hat, welche auch kam. Ob ich daraus gelernt hatte? Nein!


Ein Jahr später feierte die Freundin meines besten Kumpels Geburtstag. Auf diesem Geburtstag hatte ich wieder ein Date. Ich habe Melissengeist organisiert und heimlich mit meinem besten Kumpel getrunken. Wir waren so besoffen, dass wir den Geburtstag und mein Date ruinierten, indem wir uns aufführten wie Rambo. Das Ende des Liedes war, dass wieder ein Date in einem Polizeieinsatz endete. Heute bereue ich die Geschichte richtig, da ich die Mädels wirklich mochte. Ich wollte nie, dass Mädchen vor mir Angst haben. Liebe M., liebe J.: Es tut mir leid. Ich wollte euch die Abende nicht ruinieren. Liebe A., es tut mir leid für den versauten Geburtstag. Ich hoffe, ich habe noch eine Chance bei der Damenwelt in meinem Kaff.

Beichthaus.com Beichte #00037896 vom 22.03.2016 um 00:10:50 Uhr (9 Kommentare).

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