Rache an ehemaligem Klassentyrann

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Rache Boshaftigkeit Schule Gesundheit

Als ich noch zur Schule ging, gab es bei uns einen Typen in der Klasse, dem jegliche soziale Kompetenz fehlte. Er hänselte oft und viele unserer Klassenkameraden, und bestimmte, wer das allgemeine Mobbingopfer der Klasse war. In der Neunten und Zehnten war ich dran, weil ich immer ziemlich gute Noten hatte, und bei irgendwelchen seiner Hetzaktionen gegen andere Schüler und auch Lehrer nicht mitmachen wollte. Ich kassierte öfter Prügel von ihm und seinen Mitläufer-Kumpels, mein Schulrucksack verschwand auf wundersame Weise und bei minus fünfzehn Grad klaute er mir die Jacke. Er spielte Fußball mit meinen Schulsachen, Stiften und einmal mit meinem teurem grafikfähigem Taschenrechner, was unser Mathelehrer allerdings mitbekam und die Eltern des dumpfbäckigen Störenfrieds mir ersetzen mussten. Natürlich kassierte ich hinterher ordentlich Schläge. Hinzu kamen unzählige Hänseleien, Sprüche und Schikanen, die mir jeden neuen Tag versauten. Langsam, aber sicher begann ich ihn zu hassen und schmiedete finstere Rachepläne, die ich allerdings nie umsetzen konnte, da er nach einer Aktion, bei der er einen jüngeren Schüler mit einem Bowie-Messer verletzte, in der elften Klasse von der Schule flog. Wir waren alle recht froh ihn los zu sein, außer die natürlich, die zu seinen Mitläufern zählten.


Nach der Schule studierte ich Medizin und arbeitete zunächst im Ausland, kehrte dann aber gezwungen durch familiäre Probleme in mein Heimatstädtchen zurück, um im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten. Eines Nachts schob ich gerade mitten in der Woche langweiligen Praxisdienst in der Notaufnahme, als mir die Schwester sagte, im Warteraum säße jemand mit akutem Abdomen, also ziemlich üblen Bauchschmerzen. Als ich im Wartezimmer ankam, traf mich fast der Schlag. Es war mein verhasster Ex-Schulkamerad, der sich vor Schmerzen krümmte und Schweißperlen auf der Stirn hatte. Normalerweise ruft so ein Anblick bei mir immer Mitleid hervor, allerdings nicht bei diesem Typen. Er erkannte mich auch sofort, duzte mich und fragte, was er denn haben könnte. Wahrheitsgemäß erklärte ich ihm, dass ich das erst nach der Diagnostik wüsste. Er tat die ganze Zeit so, als wären wir schon immer die besten Kumpels gewesen, die sich nur durch unglückliche Umstände aus den Augen verloren hätten. Beim Ultraschall wurde recht eindeutig klar, was er für ein Problem hatte, denn sein Appendix (der Wurmfortsatz des Blinddarmes) sah aus wie eine Presswurst. Normalerweise wäre der Keks damit gegessen gewesen. Wenn man alle Fälle von Blinddarmentzündungen per Ultraschall so leicht abklären könnte wie bei ihm, wäre das eine echte Erleichterung. Aber irgendwie war in dieser Nacht sonst nichts los und mich ritt der blanke Hass, außerdem war der Patient ja nicht in Lebensgefahr. Ich runzelte also die Stirn, fuhr mit Absicht immer wieder über die schmerzende Stelle und sagte beim Blick an den Ultraschallbildschirm gedankenabwesend mehrmals "Oh, oh...", ungefähr in dem Tonfall eines KFZ-Mechanikers, wenn man ihn fragt wo denn dieses komische rasselnde Geräusch am Motor beim Gas geben herkommt. Dann sprang ich gespielt alarmiert auf, gab ihm die Anweisung auf jeden Fall liegen zu bleiben und ging erstmal zehn Minuten Kaffee trinken, während ich die Anästhesistin informierte und sagte, sie könne sich ruhig Zeit lassen, der Patient habe es nicht eilig. Danach ging ich mit sorgenvoller Miene zurück in das Zimmer, wo der Typ, mittlerweile aschfahl und leise wimmernd, lag. Ich sagte ihm wörtlich er habe eine akute Appendizitis, mit bereits drohender Perforation und anschließender Peritonitis. Es war klar, dass er nur Bahnhof verstand, aber er getraute sich nicht, das zuzugeben. Ich füllte den Anamnesebogen extra langsam aus, blickte ihn wiederholt prüfend und mitleidig an und fragte ihn nach seiner Patientenverfügung. Er fing fast an zu weinen. Schließlich beruhigte ich ihn mit der geringen Sterblichkeitsrate und sagte, es bestünden gute Chancen einer vollständigen Heilung. Bei der OP erzählte ich dem Team, was der Patient für ein netter Mensch war, und wie ich es ihm vergolten hatte. Darauf meinte der anwesende Chirurg, er werde die Nähte extra fest machen, damit der Typ auch beim Fäden ziehen noch einmal richtig seinen Spaß habe. Mein Ex-Schulkamerad war nachher noch zwei Tage im Krankenhaus, tyrannisierte die Pfleger so übel und baggerte an den jungen Schwestern herum. Ich war deswegen belustigt, denn es zeigte dass er sich nicht wirklich geändert hatte. Hoffentlich bleiben mir in Zukunft jegliche Begegnungen mit ihm erspart.

Beichthaus.com Beichte #00029773 vom 03.02.2012 um 11:25:17 Uhr (37 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
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Verräterpack

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Verrat Gewalt Vandalismus Vorurteile

Ich möchte eine Sache beichten, die schon mehrere Jahre her ist. Ich bin in einem Dorf in Sachsen groß geworden, in dem es, wie es leider bei uns nun mal so ist, einen Haufen Gesindel mit rechter Gesinnung gab. Diese zumeist Jugendlichen hatten einen eigenen Club, […]
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Beichthaus.com Beichte #00029763 vom 01.02.2012 um 12:01:05 Uhr (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Bei Operation abgerutscht

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Falschheit Sex Gesundheit Saarburg

Ich (m/25) beichte, dass ich nicht wirklich viel beim Sex empfinde und vermutlich empfinden kann. Ich wurde in meiner Pubertät beschnitten weil ich eine Vorhautverengung hatte. Ich entschied mich dann für eine komplette Beschneidung anstatt nur das Bändchen durchtrennen […]
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Beichthaus.com Beichte #00029762 vom 31.01.2012 um 21:25:22 Uhr in Saarburg (23 Kommentare).

Gebeichtet von docsnugglers
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Der Langeweile ein Ende gesetzt

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Dummheit Trunksucht Waghalsigkeit Sex Last Night Berlin

Ich (w/17) habe mich und eine gute Freundin vor drei Jahren wiederholt in Gefahr gebracht. Wir hatten mal wieder ordentlich getankt mit Substanzen, die unserem Alter nicht entsprachen. Wir hielten uns am Bahnhof Zoo in Berlin vor einer bekannten Fast-Food-Kette auf […]
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Beichthaus.com Beichte #00029761 vom 31.01.2012 um 21:21:45 Uhr in Berlin (Hotel Bärlin, Scharnweberstraße 17-20) (41 Kommentare).

Gebeichtet von missi aus celle
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“Beichte

Zeitung austeilen

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Verschwendung Betrug Arbeit

Ich trage seit fast 3 Jahren jeden Samstag (bzw. Sonntagmorgen) Zeitungen aus. Ich bekomme 520 Exemplare geliefert und normalerweise mindestens eine Werbung, die ich noch in die Zeitung einsortieren muss. Wenn ich mich beeile, schaffe ich das (für 420 Stück) in etwa einer Stunde, da es aber unglaublich langweilig ist fällt es mir schwer mich zu konzentrieren, wodurch ich normalerweise 2-3 Stunden brauche. In die restlichen 100 Zeitungen tu ich keine Werbung. Darin besteht der erste Teil meiner Beichte: ich stelle für gewöhnlich nur etwa 450 Zeitungen zu. Circa 30 Haushalte möchten keine Werbung, weswegen sie nur die Zeitung bekommen. Die restlichen entsorgt meine Mutter auf ihrer Arbeit, damit es nicht auffällt. Allerdings stelle ich nur in Kaufhäusern, Bäckereien und anderen Geschäften nicht zu, die Privathaushalte werden dagegen alle beliefert. Beichten möchte ich heute, dass ich vergangenen Sonntagmorgen bei eisigen Temperaturen nur die erste Hälfte meiner Tour ordnungsgemäß beliefert habe. Als ich danach wieder zu Hause war, um die restlichen Zeitungen einzuladen, habe ich fast geheult und hatte einfach keine Lust mehr, ich wollte ins Bett. Daraufhin habe ich fast eine Stunde damit verbracht, so zu tun als ob ich die Zeitungen richtig zustellen würde, in Wirklichkeit habe ich jedoch nur nach unbeobachteten Mülltonnen Ausschau gehalten und in etwa 10 davon jeweils einen kleinen Stapel meiner Zeitungen entsorgt. Die Haushalte, die ich beliefert habe, haben jeweils etwa die doppelte Menge an Zeitungen bekommen wie sonst.

Ich bekomme für diese insgesamt 4-6 Stunden Arbeit nur 15-18 Euro, bin 18 Jahre alt und Schülerin. Ich fühle mich momentan einfach völlig überfordert und habe aus Verzweiflung so gehandelt, obwohl mir die Aktion zeittechnisch kaum was gebracht hat und ich mir seitdem Vorwürfe mache. Ich werde die nächsten Wochen um eine Vertretung bitten, damit sowas nicht nochmal passiert.

Beichthaus.com Beichte #00029760 vom 31.01.2012 um 15:50:50 Uhr (25 Kommentare).

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