Wenn man jemanden zurücklassen muss...

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Selbstsucht Ignoranz Stolz

Ich (w) habe mein gesamtes bisheriges Berufsleben in ein und demselben Betrieb verbracht. Ich liebe meinen Beruf, ich möchte nichts anderes machen, aber ich hasse meine Firma. Es macht dort einfach keinen Spaß. Ich suche schon seit dem Ende meiner Ausbildung eine neue Stelle, aber der Beruf wird in meiner Region kaum gesucht, sodass ich keinen Erfolg hatte. Das Einzige, was meine Arbeit halbwegs erträglich macht, ist meine beste Freundin. Sie ist vor zwei Jahren in unseren Betrieb gekommen und wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden, unternehmen viel und können über alles reden.


Nun ist es aber so, dass ich endlich eine neue Anstellung gefunden habe und zusammen mit meinem Freund die Stadt verlasse. Meine neue Stelle ist in unserer Heimat. Wir haben eine richtig schöne Wohnung gefunden, mein neuer Chef und das Team sind echt klasse und ich freue mich schon unendlich auf unseren Umzug und die Zeit danach. Meine Freundin ist traurig, dass ich sie zurücklasse, und hier ist meine Beichte: Es tut mir nicht leid. Natürlich ist es schade für sie, aber ich habe es immer allen recht machen wollen und wollte von allen gemocht werden - und jetzt mache ich mein eigenes Ding, ich mache das, was mir gut tut, und es fühlt sich richtig toll an. Außerdem bleiben wir ja Freundinnen und wir sehen uns auch weiterhin. Mein neuer Wohnort ist nur eine Stunde mit dem Auto entfernt. Ich glaube, ich bin eine schlechte Freundin, weil ich auf ihre Gefühle keine Rücksicht nehme und sie nichts dafür kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037497 vom 29.01.2016 um 22:20:45 Uhr (8 Kommentare).

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Der Haufen an der Wand

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit

Letztens ist mir in einer öffentlichen Toilette ein kleines Malheur passiert. Um es kurz zu machen: Ich habe auf den Klodeckel gekackt, weil dieser noch unten war. Ich bin daraufhin so erschrocken, dass ich den Deckel mit voller Wucht hochgeklappt habe und mein großes Geschäft mit einem lauten Klatschen nach hinten gegen die Wand geflogen ist und schließlich langsam in Richtung Boden schnurrte. Vom Brechreiz geplagt habe ich schnell die Hose wieder hochgezogen und bin getürmt. Die Beichte ist, dass ich es nicht weggewischt habe. Es war einfach so erbärmlich ekelerregend. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00037495 vom 28.01.2016 um 23:23:53 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Meiner besten Freundin geht es schlecht!

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Falschheit Eifersucht Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/19) bin eine schadenfrohe Sau! Vor einigen Jahren lernte ich meine später beste Freundin kennen. Dummerweise verliebte ich mich später in sie, was nicht nur mit ihrem Aussehen zu tun hat, sondern auch mit ihrer Art. Wir hatten uns nie viel zu verbergen, daher wusste sie auch früher oder später davon, jedoch erwiderte sie meine Gefühle nie, was mich lange mitnahm - wovon ich mir jedoch nichts anmerken ließ. In den Jahren, in denen wir uns alles erzählten, fiel mir auf, wie zerrüttet ihr Leben ist. Ihre Mutter hat sich bereits zwei Mal scheiden lassen, ihr Halbbruder verschwand nach Australien und ihr lagen auch sonst viele Steine im Weg.


Als wir mit der Schule fertig waren, gingen wir getrennte Wege und der Kontakt wurde etwas weniger. Ich nahm eine Ausbildungsstelle im Nachbarort an und sie zog mit ihrer Mutter in eine Großstadt, nachdem diese sich erneut scheiden ließ. Seitdem pendelt sie zwischen zwei Städten hin und her und aufgrund des seltener gewordenen Kontakts bekam ich unheimlich wenig mit, auch wenn wir uns geschworen hatten, immer füreinander da zu sein. In meinen Augen führte sie fast das Leben, das sie immer wollte. Sie machte Party, zog zu ihrem neuen Freund, hatte eine sichere Ausbildungsstelle und tat das, was sie wollte. Aufgrund eines Fehlers meinerseits gerieten wir jedoch vor einem Jahr in einen Streit, der dazu führte, dass wir uns überall ignorierten. Ich konnte meine Gefühle zu ihr dummerweise nicht loslassen, darum litt ich sehr unter dem Streit. Ich erfuhr aus einigen Quellen, wie gut es ihr doch ginge und dass sie mit mir abgeschlossen hätte. Ich redete mir daraufhin ein, sie sei es nicht wert, doch geholfen hat es nicht.


Vor Kurzem schrieb ich sie dann an, da ich auch endlich damit abschließen will, was still dazu führte, dass der Streit vergessen wurde. Nun trafen wir uns vor einer Woche auf einem Fest und redeten stundenlang über uns. Dort kam dann alles ans Licht: Ihre Ausbildung ist schlecht bezahlt, sie pendelte zwischen drei Wohnorten bei Vater, Mutter und Freund und war extrem im Stress. Sie wollte es jedem Recht machen, weshalb sie auch so oft mit ihren Freundinnen weg war, obwohl sie nur daheim bleiben wollte. Physisch ging es ihr nicht besser. Sie konnte keinen Sport mehr treiben, weshalb sie ein paar Kilo zugenommen hatte und ihr sonst makelloses Aussehen wurde überdeckt von Augenringen, Stress und Hüftgold.


Auch, wenn ich Mitleid habe, bin ich ironischerweise schadenfroh, denn seitdem sind meine tieferen Gefühle für sie wie weggeblasen. Dennoch habe ich sie noch unheimlich gerne - ich fühle mich plötzlich nur viel freier, einfach, weil diese Gefühle weg sind. Meine Beichte? Es geht mir besser als meiner besten Freundin und ich freue mich darüber! Und das, obwohl es mir eigentlich egal sein und ich sie unterstützen sollte. Es tut mir leid, dass ich so oberflächlich bin, denn schließlich ist sie im Herzen immer noch das Mädchen von früher.

Beichthaus.com Beichte #00037489 vom 28.01.2016 um 07:15:05 Uhr (6 Kommentare).

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Ich bin des Lebens müde

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Ich (m/39) weiß seit Kurzem, dass ich nicht mehr sehr lange zu leben habe, wenn ich mich nicht operieren lassen würde. Niemand, der mich kennt, weiß etwas davon und auch nicht davon, dass ich mich gegen die Operation entschieden habe. Es wird kein schlimmer Tod sein, ich wache nur eines Tages nicht mehr auf oder falle schlichtweg um. Der Grund ist: Ich mag in dieser Welt eh nicht länger sein. Ich wäre schon tot, wenn ich nicht fürchten würde, dass bei einem Suizidversuch etwas schiefgeht und ich als sabbernder Fleck in einem Heim dahinvegetieren würde. Außerdem will ich weder jemanden reinreißen noch damit belasten. Geld für die Verbrennung ist da, und meine Asche wird im Meer verstreut, das ist alles schon seit Jahren geregelt. Wenn ich eines Tages einfach nicht mehr auf der Arbeit erscheinen werde, wird es noch zwei Tage oder so dauern, bis man mich findet. Viele Freunde habe ich nicht, Familie ist entweder tot oder weit weg und man kennt sich kaum.


Die letzte Beziehung hatte ich vor 12 Jahren und auch kein Interesse daran, da ich eh fast asexuell bin. Und Haustiere gibt es bei mir auch nicht, ich finde, Tiere gehören nicht in Menschenhände, es sei denn zum Essen. Es gibt also nichts, was mich hier hält und so bin ich sogar froh, dass ich die 40 nicht weit überschreiten werde. Ich bin auch nicht depressiv oder so, sondern einfach nur jemand, der gehen möchte. Und ich war daher nicht einmal geschockt, als ich die Diagnose bekam. Besser so, als in ein paar Jahren entweder in die Luft gejagt oder geköpft zu werden, weil ich keinen imaginären Freund anbeten will oder an nuklearer Strahlung elendig zugrunde zu gehen. Das Wort Lebensmüde, also müde des Lebens, trifft es wohl.

Beichthaus.com Beichte #00037486 vom 27.01.2016 um 20:40:19 Uhr (36 Kommentare).

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Meine Nacht mit einem lesbischen Paar

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Fetisch Begehrlichkeit Trunksucht Nachbarn

Ich (m/31) habe seit kurzer Zeit zwei neue Nachbarinnen im Haus. Die beiden sind ein Pärchen und eigentlich total nett. Bei ihrer Einweihungsfeier floss sehr viel Alkohol und letztlich kam es dazu, dass nur wir drei noch wach und anwesend waren. Es war schnell zu merken, […]
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Beichthaus.com Beichte #00037485 vom 27.01.2016 um 16:34:03 Uhr (19 Kommentare).

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