Verliebt in die Affäre

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Begehrlichkeit Selbstsucht

Ich (w/26) bin seit einem knappen Jahr Single und hatte praktisch von Beginn an eine Affäre am Laufen. Er sieht unglaublich gut aus und ist im Bett der Hammer. Er kann 3-5 Mal an einem Abend, ist immer hart und die Größe ist genial. Er kennt mich und meine Vorlieben genau. Er war anfangs für meinen Geschmack ein wenig zu unreif für eine Beziehung. Immer, wenn ich andere Männer kennengelernt hatte, mit der Absicht einer Beziehung, habe ich ihn links liegen lassen und mein Glück versucht. Nur ist das mittlerweile zu einer Art Sucht geworden - andere Männer reichen mir nie und ich bestelle ihn immer öfter zu mir. Ich gebe jedem ein paar Mal die Chance, doch wenn es mich nach 3-4 Versuchen schon anwidert, gebe ich auf. Ich wünsche mir heimlich, dass meine Affäre und ich uns verlieben, ich habe mir sogar schon Gedanken gemacht, wie ich es anstellen kann, dass er sich mir mehr öffnet. Ich hätte nie gedacht, dass Sex eine so unglaublich wichtige Rolle spielt, aber ich bin total gelangweilt von den meisten Männern. Ich könnte auf viele Kompromisse eingehen, doch wenn der Sex schlecht oder Mittelmaß ist, bin ich weg.

Beichthaus.com Beichte #00034217 vom 30.10.2014 um 11:54:28 Uhr (12 Kommentare).

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Studieren bei der intellektuelle Elite der USA

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Hochmut Studentenleben

Studieren bei der intellektuelle Elite der USA
Ich studiere derzeit in Kalifornien an einer der besten Universitäten der USA. Entsprechend habe ich erwartet, hier auf die intellektuelle Elite dieser weltweit führenden Nation zu treffen. Doch weit gefehlt. In vielen Diskussionen und Gesprächen musste ich erschüttert feststellen, dass selbst Studierenden der Geisteswissenschaften sauberes und logisch konsistentes Argumentieren fern ist und meist nur nach Bauchgefühl geurteilt wird. Grundlage jeder Meinungsfindung scheint die Frage: "Wie ist es für mich persönlich am Besten?" zu sein. Moralische Prinzipien sind nicht vorhanden und Ideale wie Freiheit und Gerechtigkeit sind leere Worthülsen, die zwar proklamiert, aber nicht gelebt werden.

Diskussionen spielen sich auf einem Niveau ab, das dem Mittelstufenreligionsunterricht in Deutschland ähnelt. Man merkt sehr deutlich, dass Bildung hier nicht als Bereicherung des Lebens angesehen wird. Die akademischen Fähigkeiten bleiben in der Uni, wenn man abends nach Hause geht. Alles, worauf es ankommt, sind gute Notendurchschnitte, um auch ja in ein Graduate-Programm einer der massiv überhypten, aber renommierten Universitäten zu kommen. Ich halte einen großen Teil der Leute, die ich treffe, für Fachidioten mit der intellektuellen Reife eines Mittelstufenschülers. Des Weiteren blicke ich auf das bis zur Entfremdung kommerzialisierte Bildungssystem der USA herab und halte das europäische Bildungssystem für haushoch überlegen. Ich beichte, dass ich das Klischee des arroganten und vom Luxus europäischer Sinnhaftigkeit verwöhnten Austauschstudenten verkörpere.

Beichthaus.com Beichte #00034213 vom 30.10.2014 um 05:40:16 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Meine fremdgehende Ehefrau

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Ehebruch Rache Fremdgehen Gesundheit Ex

Meine Ex-Frau und ich haben relativ früh geheiratet, was sich im Nachhinein als ziemlicher Fehler entpuppt hat. Sie hatte jedoch auf die Hochzeit gedrängt, weil sie sich nach eigener Aussage sicher war, ihr Leben mit mir verbringen zu wollen. Dummerweise entdeckte ich schon nach zwei Jahren Ehe einige Indizien dafür, dass sie es doch nicht ganz so ernst meinte, wie sie vorgab. Sie hatte einen ziemlich heftigen Flirt mit einem Kommilitonen am Start, der dann wohl auch ein bisschen aus dem Ruder lief. Sie versuchte das natürlich vor mir zu verheimlichen, stellte sich dabei aber nicht besonders clever an. Als ich sie damit konfrontierte, weil ich auf meinen begründeten Verdacht hin mal überprüfte, ob sie sich abends wirklich nur mit einer Freundin traf, und feststellte, dass die Freundin in Wahrheit besagter Kommilitone war, hatten wir unsere erste größere Krise. Es sollten noch einige dieser Art folgen, und immer waren andere Männer im Spiel. Sie handelte immer nach demselben Muster: Sie ging einen Kaffee mit demjenigen trinken, was sie mir meist noch erzählte, dann begannen die Treffen, die sie mir schon zum Großteil verschwieg, dann kam die heimliche SMS-Phase, und gleichzeitig weitere heimliche, und wie ich mittlerweile denke, auch intimere Treffen. Ich fragte sie immer wieder, ob ihr in unserer Ehe etwas fehlte, was sie verneinte, oder genervt abblockte.

Eine ihrer Freundinnen plauderte mir gegenüber schließlich mal betrunken aus dem Nähkästchen, worauf ich meine damalige Frau zur Rede stellte. Sie wollte keinesfalls die Scheidung und begab sich in Therapie. Ab da wurde alles richtig schlimm. Sie begann plötzlich zu tun und zu lassen, was sie wollte, blieb oft tagelang weg, ohne dass ich wusste, wo sie war, nahm sich alle möglichen Freiheiten mir gegenüber heraus und ignorierte meine Bedürfnisse vollkommen. Ihre Begründung war, dass ihr Therapeut gesagt hatte, sie müsse zu sich selbst finden. Nach zwei Monaten teilte sie mir lapidar durch eine SMS mit, dass sie doch die Scheidung wolle. Sie verlangte vollen Trennungsunterhalt und Versorgungsausgleich. Kurz darauf postete sie beim Fratzenbuch Bilder von sich und ihrem neuen Lover.

Ich bezahlte sie also quasi noch für ihren Spaß mit einem anderen. Mir riss die Hutschnur sehr gründlich. Drei Wochen später diktierte sie mir einen Termin, an dem sie ihr Zeug aus meiner Wohnung abholen würde, inklusive einer völlig überzogenen Summe Geldes, die ich ihr angeblich noch schuldete. Ich hatte es endgültig satt und überlegte mir, wie ich ihr eins auswischen konnte. Da sie eine Süßgräserallergie hatte, besorgte ich mir von der Wiese einen Haufen Pollen, pappte diese zwischen die Seiten ihrer Unibücher, kippte sie in ihren Laptop, und verteilte den ganzen Spaß dazu noch großzügig in ihrer Wäsche. Ich verbrachte eine Menge Zeit damit, das Zeugs so gründlich einzuarbeiten, dass man es beim besten Willen nicht sah. Die Übergabe lief reibungslos, obwohl sie da schon häufig nieste. Einige Zeit später lief mir eine gemeinsame Freundin über den Weg und erzählte mir im Vertrauen, dass es meiner Ex so gar nicht gut ging. Sie habe wohl eine neue Allergie entwickelt und wisse noch nicht wogegen, außerdem habe sie ihr Lover mit einer ominösen Geschlechtskrankheit angesteckt, vermutlich Herpes, weswegen sie sich jetzt wieder von ihm getrennt habe. Ich heuchelte Mitleid, obwohl ich innerlich triumphierte. Sie hat dann wohl anschließend noch ein Jahr lang mit den präparierten Büchern Probleme gehabt, danach waren ihre Süßgräserallergie oder die Pollen verschwunden. Ihr Männerverschleiß ist jedoch immer noch genau derselbe.

Beichthaus.com Beichte #00034209 vom 29.10.2014 um 12:22:35 Uhr (19 Kommentare).

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Kuschelpädagogin mit Staatsexamen

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Neid Eifersucht Zorn Dummheit Studentenleben

Ich beichte, dass ich eifersüchtig und neidisch auf eine Freundin bin, mit der ich lange auf Lehramt studiert habe. Sie ist in ihrem ganzen Wesen sehr kuschelpädagogisch, womit ich überhaupt nicht klarkomme. Ihre Entwürfe für das Examen waren sprachlich außerdem grottenschlecht und ich fragte mich echt, ob sie wirklich schon studiert - und dann auch noch Germanistik! Das Ende vom Lied war allerdings, dass sie knapp mit einer Vier bestanden hat und nun das zweite Staatsexamen hat. Wohingegen ich durchgefallen bin und nun Panik schiebe, das zweite Mal durchzufallen, weil ich dann nicht einmal als Vertretungslehrer arbeiten dürfte. Und mit Germanistik kann man in der freien Wirtschaft nicht wirklich viel anfangen. Ich wünschte ihr nie, dass sie durchfällt, aber mich regt ihr Bestehen deshalb so auf, weil sie jetzt so tut, als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen und den absoluten Durchblick. Damit habe ich leider auch eine gute Hilfe verloren, da wir uns unsere Stundenentwürfe immer gegenseitig vorstellten und verbesserten. Doch nun kommt von ihrer Seite immer so ein Anflug von Arroganz, wenn ich sie um Hilfe bitte. Ich weiß aber, dass ich nicht neidisch und eifersüchtig sein sollte, weil das mich auch nicht zum Bestehen bringt.

Beichthaus.com Beichte #00034208 vom 29.10.2014 um 08:27:51 Uhr (13 Kommentare).

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Geld macht nicht glücklich

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Engherzigkeit Hass Selbstsucht Familie Geld

Ich (m/24) muss endlich mal etwas loswerden. Ich hatte als Kind eine schwere Kindheit. Meine Eltern sind ziemlich reich - genau genommen ist es mein Vater und meine Mutter saß den lieben Tag lang zu Hause und langweilte sich, denn der Haushalt wurde von Angestellten geschmissen. Es ging los, als ich etwa sechs Jahre alt war und eingeschult wurde, meine Mutter bekam damals Depressionen, vermutlich, weil sie ihr Leben quasi im goldenen Käfig verbrachte und mein Vater ihr fremdging. Damals wusste ich das alles natürlich nicht und konnte es nicht recht einschätzen. Dadurch wurde ich ziemlich vernachlässigt, hatte von Anfang an Probleme in der Schule und war ein kleiner Raufbold. Meine Mutter war mit der Erziehung überfordert, denke ich mal. Mein Vater war kaum daheim, und wenn er mal da war, dann war er schlecht gelaunt und ließ das an mir und meiner Mutter aus. Es gingen einige Jahre ins Land und es änderte sich nicht wirklich etwas zum Guten, eher sogar zum Schlechten, denn mein Vater wurde zunehmend aggressiver und cholerischer, was dazu führte, dass er sogar mich oder meine Mutter schlug. Ich bekam dann damals "Schweigegeld" im Anschluss und empfand es fast schon als guten Deal.

Jedes Mal, wenn ich wieder etwas einstecken musste, bekam ich im Anschluss ein Nintendo 64, oder eine Playstation oder die neuesten Spiele dafür, einfach alles, was ich wollte, das war für mich damals okay und ich dachte halt, das wäre bei allen so. Als ich etwa elf Jahre alt war, hielt es meine Mutter nicht mehr aus und nach einem gescheiterten Selbstmordversuch hat sie ihre Koffer gepackt und verschwand zu ihrer Schwester. Mich ließ sie bei meinem Vater zurück und viele Jahre hörte ich gar nichts mehr von ihr. Ich lebte einfach weiter vor mich hin und genoss die Zeit, die mein Vater nicht da war. Wenn er dann eben mal zu Hause war, hielt ich mich bedeckt und steckte hier und da ein paar Schläge ein - für eher lächerliche Vergehen wie nicht geputzte Zähne oder Ähnliches. Ich entwickelte einen regelrechten Hass gegenüber meinem Vater. Meine Mutter sah ich erstmals wieder, als ich 14 Jahre alt wurde, ihr tat angeblich alles so leid und sie beteuerte, mich jetzt wieder öfters sehen zu wollen. Wir sahen uns von da an etwa einmal im Monat, zum einen war ich echt froh darüber, zum anderen hatte ich immer noch einen Hass auf sie, dafür, dass sie mich mit meinem Vater alleine gelassen hatte. Auch als ich 15, 16 und 17 Jahre alt wurde, änderte sich nichts, mein Vater war weiterhin gewalttätig mir gegenüber, was allerdings stark nachließ, weil ich inzwischen kein hilfloses kleines Kind mehr war und er auch mal einstecken musste, allerdings war er mir körperlich immer noch überlegen.

Trotz aller Schwierigkeiten in der Schule bestand ich mit 18 Jahren mein Abitur - auf einer Privatschule und natürlich mit vielen finanziellen Spenden meines Vaters. Auch wenn ich ihm als Person egal war, so war es ihm für sein Image wichtig, einen gescheiten Sprössling mit Abitur vorweisen zu können. Im Anschluss bekam ich ein Sparkonto mit 100.000 Euro, ein Ticket mit offenem Rückflugdatum nach Neuseeland und dazu einen Antrag für ein einjähriges Travel and Work-Visa in die Hand gedrückt. Ein klares Signal, dass ich erst einmal ein Jahr verschwinden sollte und natürlich würde es seinem Image guttun, wenn er erzählen könnte, dass sein Sohn nach dem Abitur mit dem Rucksack durch Neuseeland reist. Ich war darüber auch sehr froh, endlich raus aus diesem Loch und endlich mal meine Ruhe, ich konnte es gar nicht abwarten, endlich loszufliegen und mit dem ganzen Geld würde ich dort ja nicht einmal arbeiten müssen. In Neuseeland angekommen, checkte ich in einem Luxushotel ein und ließ es mir richtig gut gehen, tägliche Massagen, Fressorgien dank einem genialen Zimmerservice und jede Nacht ein anderes Callgirl. Nach etwa zwei Wochen waren gut 15.000 Euro verprasst und ich merkte, dass es so nicht ein ganzes Jahr weitergehen kann, das Geld würde schneller leer sein, als ich gucken könnte. Wirklich mit Geld umgehen konnte ich nie, es war einfach immer da und nie knapp. Von meinem Vater hatte ich keinen weiteren Cent zu erwarten. Einfach aus Langeweile begann ich dann mit dem echten Lebensstil eines Backpackers und kaufte mir einen alten Campervan. Meine Luxusartikel wie Laptop, Smartphone und Co. packte ich in ein Schließfach in Auckland und dann ging mein Trip los. Ohne großen Plan einfach aus der Großstadt raus, aufs Land bis irgendwo ein Backpacker-Hostel kommt. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, ich lernte Unmengen an Leuten kennen, lernte mit einem Minimum an Geld auszukommen, arbeitete gemeinsam mit meinen neuen Freunden auf Plantagen und Feldern und lernte erstmals, was es überhaupt bedeutet, zu leben. Niemals vorher fühlte ich mich so lebendig wie in diesen Monaten. Es vergingen sechs Monate und ich war glücklich mit dem neuen Lebensstil.

Ich werde einen dieser Abende nie vergessen, ich war in Turangi in einem kleinen Backpacker-Hostel. Es hat geregnet und gestürmt und wir saßen zu viert gemeinsam mit dem Hostelbesitzer im Gemeinschaftsraum bei prasselndem Kaminfeuer und spielten Risiko. Er erwähnte einige Male, dass noch eine Gruppe für den Abend angemeldet war und er sich Sorgen machen würde, ob sie es bei dem Wetter hierher schaffen würden. Es war schon kurz nach 23 Uhr, als die Tür des Gemeinschaftsraumes aufging und drei junge Frauen hereinkamen. Die letzte Frau trug eine gelbe Regenjacke, eine blaue Regenhose, war komplett durchnässt und als unsere Blicke sich trafen, war es einen kurzen Moment so, als würde die Welt aufhören sich zu drehen. Sie hatte die süßesten roten Backen, die ich je gesehen hatte, das süßeste Lächeln der Welt und die tiefsten blauen Augen die man sich vorstellen kann. Schnell gesellten sie sich zu uns, und wie es der Zufall wollte, kam ich mit der eben beschriebenen Frau ins Gespräch. Ihr Name war Amy, sie kam aus den USA, war 23 Jahre alt und gerade mit dem College fertig. Wir verstanden uns auf Anhieb irgendwie richtig gut. Sie erzählte mir, sie würde eine Woche in Turangi sein, und wenn ich noch etwas da wäre, könnten wir ja auch gemeinsam etwas unternehmen. Ich nutzte natürlich die Chance, verlängerte heimlich extra meinen Aufenthalt und unternahm einige Ausflüge mit ihr und ihren Freundinnen. Ihre Freundinnen waren sichtlich genervt, dass sie ständig Zeit mit mir verbrachte, aber sie machte ihnen klar, dass sie nun einmal gerne Zeit mit mir verbringen würde. So etwas hatte ich noch nie erlebt, noch nie war eine Frau bzw. ein Mädchen an mir interessiert gewesen, ohne zu wissen, dass ich aus einer reichen Familie komme. Nach der wundervollen Woche machten wir aus, uns wiederzutreffen. An Silvester in der Hauptstadt zum Feiern.

Ab da fieberte ich vier Monate lang nur diesem einen Abend entgegen. Ich konnte nur noch daran denken, Amy wiederzusehen. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon wahnsinnig verknallt in sie. Wie es nach der Zeit in Neuseeland weitergehen würde, war mir erst einmal egal, ich wollte einfach nur mit ihr zusammen sein. Wir trafen uns dann an Silvester wieder und verbrachten eine wunderschöne Nacht zusammen - ohne ihre Freundinnen. Am nächsten Morgen stand sie dann mit ihrem Rucksack vor meinem Zimmer und teilte mir mit, dass sie ihre Freundinnen hat sitzen lassen, und jetzt mit mir weiterreisen möchte. Im gleichen Atemzug drückte sie mir einen Kuss auf den Mund. Ich war total baff und konnte mein Glück nicht fassen. Ab diesem Tag waren wir quasi ein Paar. Wir reisten gemeinsam weiter durch das Land und ich erzählte ihr immer mehr von meiner Vergangenheit, dass wir viel Geld haben, meine schwere Kindheit und vieles mehr. Es näherte sich der Tag des Abschieds. Wir mussten beide langsam unsere Rückflüge buchen, um nach Hause zu fliegen. Hier fasste ich einen Entschluss mit weitreichenden Folgen. Ich beschloss, nicht mehr nach Hause zurückzukehren. Was hatte mir Deutschland noch zu bieten? Eine Familie, die ich nicht leiden kann, eine Zukunftsrolle, in die mich mein Vater zwängen will, und ein Haufen Geld, der aber nicht glücklich machen kann. Ich besprach mein Vorhaben mit Amy und sah, wie auch ihr ein riesiger Stein vom Herzen fiel, bei dem Gedanken, mich nicht verlieren zu müssen. Es würde natürlich alles sehr kompliziert werden, das war uns klar, aber wir wollten den Versuch einfach starten. Da ich für die USA erst eine Art Visa beantragen musste, führte mich mein Weg doch noch einmal nach Deutschland. Dort wohnte ich für zwei Wochen in einem Hotel, während ich meine Angelegenheiten regelte. Meiner Familie sagte ich natürlich nichts davon, dass ich wieder da wäre. Einen Tag passte ich ab, um ins Haus meines Vaters zurückzukehren - ich packte alle meine wichtigen Unterlagen ein, Abi-Zeugnis, verschiedene Bescheinigungen, Geburtsurkunde und was sonst noch so an wichtigen Dingen dort war. Ich hinterließ ihm nicht mehr als einen kleinen Zettel mit der Nachricht, dass es mir gut geht und dass er sich keine Sorgen machen soll - was er eh nicht tun würde - und dass ich nicht mehr wiederkommen würde. Dann schaute ich ein letztes Mal in die Villa hinein, in der ich so viel Leid erlitten hatte und in der keiner der Bewohner jemals glücklich war. Ich legte den Schlüssel neben den Zettel und zog die Tür ein letztes Mal ins Schloss.

Am gleichen Abend löste ich mein Sparkonto auf, auf dem sich noch gute 80.000 Euro befanden, ein nettes Startkapital für mein gemeinsames Leben mit Amy. Am nächsten Morgen um fünf Uhr ging mein Flug nach Boston, ein letztes Mal wollte ich mir etwas Luxus gönnen und buchte natürlich erste Klasse. In Boston lief dann alles wie geplant, erst einmal wohnte ich mit Amy gemeinsam bei ihren Eltern, was so auch abgesprochen war, bis wir uns dann nach zwei Monaten eine kleine Wohnung suchten. Da es mit meiner Greencard Probleme gab, waren wir sogar "gezwungen", etwas kurzfristig zu heiraten, was allerdings auch super geklappt hatte. Und um ehrlich zu sein, wusste ich damals sowieso schon, dass wir für immer zusammen sein werden. Inzwischen leben wir gemeinsam in einem kleinen Haus, ich habe hier studiert und arbeite bei einer Bank. Das Geld von meinem Sparkonto haben wir gut angelegt und kommen sehr gut aus. Wir sind nicht reich, aber uns geht es gut und wir sind verdammt glücklich. In sechs Monaten werde ich Papa, vielleicht etwas früh, aber ich freue mich unheimlich. Mit meinem Vater habe ich keinen Kontakt mehr, er hat ein paar Mal vergeblich versucht, mich auf dem Handy zu erreichen, allerdings habe ich die Nummer damals recht zügig gewechselt. Mit meiner Mutter habe ich seit einem Jahr wieder etwas mehr Kontakt und sie wird uns nächstes Jahr besuchen kommen, um dann auch ihren Enkel oder ihre Enkelin kennenzulernen. Schlussendlich bin ich froh, das für mich Richtige getan zu haben. Auch wenn ich damit meine Familie vielleicht verletzt habe, aber sie brachten mir gegenüber ja sowieso keine Wertschätzung auf.

Beichthaus.com Beichte #00034205 vom 28.10.2014 um 19:12:53 Uhr (29 Kommentare).

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