Sensenmann im Altenheim

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Morallosigkeit Dummheit Arbeit 50+ München

Sensenmann im Altenheim
Ich (m/36/Altenpfleger) habe mich vor 2 Jahren beim Fasching im Altenheim als Tod verkleidet, mit Sense und Kutte. Dies kam beim betreuten Wohnen und den geistig fitten Bewohnern des Heimes auch gut an, und ich war ja auch nicht im Dienst, es war eine Feier für Mitarbeiter, wo Bewohner sich dazu setzen konnten, wenn sie wollten, was auch viele taten. Allerdings musste ich einmal hoch auf meine Station und da ich schon angedüdelt war, nahm ich die Sense mit und die Kutte hatte ich auf, weil ich vorher eine rauchen war und die Kapuze vergaß. Kurz: Mich sah eine 98-jährige Demente, nannte mich "Freund Heiner", ein altdeutscher Name für den Tod, und fragte, ob ich sie holen würde. Ich drehte mich um und verschwand wieder im Aufzug, bevor sie die Türe erreichen konnte. Sie hatte Krebs im Endstadium, und verstarb 6 Monate später. Als sie im sterben lag, erzählte sie den Anwesenden, unter anderem mir, dass der Tod ihr schon im Winter erschienen war. Zum Glück hat da keiner einen Zusammenhang mit meinem Kostüm gezogen. Sie gehörte zu den wenigen, die bewusst dement werden und das mit einer großen Würde schaffen. Obwohl sie keine Angst vor mir im Kostüm zu haben schien, frage ich mich manchmal doch, welche Wirkung es auf sie gehabt haben muss, wenn sie sich als Demente noch ein halbes Jahr daran erinnert hat. Sie erwähnte nämlich, dass der Tod eine Fahne hatte und mit dem Aufzug fuhr.

Beichthaus.com Beichte #00027242 vom 21.11.2009 um 12:10:48 Uhr in 81377 München (Luise-Kiesselbach-Platz 2) (53 Kommentare).

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Autodurchsuchung

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Drogen Waghalsigkeit Niederlande

Es war im Jahr 2006 und ich war frisch operiert am Knie. Also dachten ich und meine Kumpels das mir ein Trip nach Holland zwecks Schmerzbehandlung (zwinker zwinker) gut tun würde. Gesagt getan, wir sind losgefahren guten Mutes und haben erstmal im Auto auf der Hinfahrt gepflegt einen weggedampft inklusive Fahrer. Drüben angekommen haben wir uns dann elegant eingedeckt mit dem grünen Gold. Ein Bekannter hat sich noch zusätzlich 3 fertig gedrehte Johnny's gekauft, aber dazu später. Alles in allem hatten wir so ca. 20 Gramm feinstes Dope im Gepäck und besagte 3 Joints. Faul und dreist wie wir waren haben wir die Packs unter den hinteren Aschenbecher des Autos gepackt und sind losgefahren. Nur anders wie als bei der Hinfahrt standen da plötzlich ca. 100 Meter nach der Deutschen Grenze die Herren in Grün. So eine Scheiße! Aber gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Alle im Auto haben sich gut unter Kontrolle gehabt während der gesamten Aktion - das hat uns letztlich gerettet.



Unser Fahrer durfte als nächstes die Fensterscheibe runterkurbeln und dem netten älteren Herren vom deutschen Zoll Guten Tag sagen. Der erwiderte nur mit einem kleinen wissenden Grinsen ob es nicht "süsslich riechen würde" in unserem Auto. Wir alle in einem Ton nur - "Nö, das kann eigentlich nicht sein". "Na dann haben sie ja keine Probleme damit wenn wir bei Ihnen (dem Fahrer) einen Drogentest und bei Ihnen anderen eine Leibesvisitation durchführen werden. Jetzt war sowieso alles egal dachten wir uns wohl alle und spielten dieses Spiel mit einer erstaunlichen Gelassenheit mit. Unser Fahrer wurde also zu einem Speicheltest gebeten und der Rest von uns durfte sich von fast allem entledigen inklusive den Schuhen und das bei nur 10 Grad Außentemparatur. Nach dieser Aktion machten sich die Kollegen in Grün daran das Auto in Augenschein zu nehmen.

Ach ja, hatte ich erzählt das während der ganzen Zeit ein Kamerateam vom WDR am filmen war? Als wir dann endlich entlassen waren, warteten wir bis unser Kollege, der Fahrer vom Speicheltest zurückkam. Während wir ihn dann leicht grinsend zu uns kommen sahen, fiel der erste Stein des Tages von unseren Herzen. So nach zehn Minuten waren die Kollegen die unser Auto in Beschlag genommen hatten immer noch nicht fündig geworden, obwohl ihre Nasen nicht mal zehn Zentimeter über dem hinteren Aschenbecher waren. Irgendwie empfand ich das alles als total surreal und es lief alles nach einem total verplanten imaginären Drehbuch ab. So nach und nach kamen dann die Zollbeamten einzeln zu unserer Gruppe mit dem netten Oberzollmeister der sich anscheinend lieber mit der netten Reporterin vom WDR unterhielt und dem Restgeschehen wenig Aufmerksamkeit widmete. Die Reporterin fragte ihn dann vor laufender Kamera was nun geschehen werde. Er entgegnete ihr das wir weiterfahren dürften sollten keine Drogen im Auto gefunden werden. Gerade in diesem Moment ruft ein Kollege aus Richtung Auto das er was entdeckt hätte - die am Anfang beschriebenen 3 fertig gedrehten Joints. Aber sonst wurde nichts entdeckt. Die drei Joints nahm der Käufer dann auf sich mit sehr übertriebener Reue, aber was solls. Weitere zehn Minuten später konnten wir dann fahren. Keine 100 Meter nachdem wir wieder unterwegs waren mussten wir sowas von laut anfangen zu lachen. Aber zu unserem Glück bemerkten die Beamten das nicht. Wie unser Fahrer das gedeichselt hat, dass sein Drogentest negativ war, bleibt mir wohl für immer ein Rätsel!

Beichthaus.com Beichte #00027040 vom 27.09.2009 um 00:12:02 Uhr in Niederlande (Venlo) (23 Kommentare).

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Spucken ist eklig

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Ekel Ungerechtigkeit Schule

Damals in der Grundschule, 3. Klasse, ging ich mit einem Kumpel immer zu dem schuleigenen Spielplatz. Dort angekommen setzten wir uns auf die beiden Schaukeln. Irgendwann fanden wir es lustig, Andere Kinder zu bespucken, wenn wir vorne ganz oben waren. Also immer Spucke gesammelt und dann im passenden Augenblick voll abrotzen. Leider ließ die Treffgenauigkeit zu wünschen übrig. Aber da es cool war, einen zu treffen haben wir es immer weiter versucht. Die ersten 5 Minuten der Pause verliefen ohne Erfolg. Die restlichen 15 Minuten kam kein einziges Kind in Reichweite und somit füllte sich mein Mund weiter und weiter mit wertvoller Spuckmunition. Eine Minute vor Ende der Pause war es dann soweit. Ein Zweitklässler kam in Reichweite und hat sich den Ball wieder geholt. Ich habe diese Chance wahrgenommen. Und Volltreffer! Ich habe ihm sein Gesicht komplett mit Rotze bedeckt. Ich sehe noch heute, wie das Zeug sein Kinn runter tropft. Ein Bild für die Götter. Eigentlich wollte ich gar nicht soviel auf Ihn spucken, aber leider musste ich ja unbedingt treffen. Was kann ich dafür, dass in der Zeit vorher keiner in Reichweite kam?
Er ging sofort zur Direktorin, die im übrigen sehr gefürchtet war. Ich erwartete den Anschiss meines Lebens. Aber es kam ganz anders. Ich sollte lediglich 20 Mal schreiben "Spucken ist eklig".

Beichthaus.com Beichte #00026983 vom 11.09.2009 um 18:23:07 Uhr (21 Kommentare).

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Kinderwagen im Treppenhaus

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Zwietracht Nachbarn Hamburg

Mein Nachbar regt sich immer darüber auf, dass wir unseren Kinderwagen im Treppenhaus parken. Ständig meckert er, wir sollten den Wagen gefälligst mit in die Wohnung nehmen. Die ist aber klein und zudem im dritten Stockwerk. Neulich habe ich ihn in einer passenden Situation vor fast der gesamten Hausgemeischaft zusammengeschissen (Stichtworte: Kinder, Zukunft, meine schmächtige Frau, Rücksicht, etc.). Offenbar habe ich die richtigen Worte gewählt, denn er hat klein beigegeben und die anderen Mieter sind auf meiner Seite. Delikat: In der Hausordnung steht eindeutig, dass wegen der Fluchtwege im Treppenhaus keine Kinderwagen stehen dürfen.

Beichthaus.com Beichte #00026792 vom 04.08.2009 um 09:26:01 Uhr in Hamburg (76 Kommentare).

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Vollschlanke im Aufzug

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Hass Hochmut Vorurteile Ernährung

Ich wohne im sechsten Stock eines Gebäudes in einer Großstadt und im zweiten Stockwerk befindet sich eine Organisation, die fürs "Abnehmen" zuständig ist. Die haben gegen Abend immer ihre Gruppentreffen und wenn ich müde aus der Arbeit heimkomme stehen häufig im Erdgeschoss halbe Viehherden von Fettmassen herum - auf den Aufzug wartend, obwohl sie ja eigentlich auch die Treppen ins zweite Obergeschoss benutzen könnten, da sie ja abnehmen wollen. Folglich passen in den Aufzug statt vier Personen nur zwei wonnig beleibte Dickies. Das nervt mich total, da ich es möglichst vermeiden möchte, mit diesen Vollschlanken gemeinsam im Aufzug zu fahren, da ich dann Platzangst kriege. Eine einzelne Frau von diesem Kaliber füllt schon 80 Prozent des Fahrzuges aus. Und einmal passierte es, dass ich wieder so eine Horrorfahrt mit einem Ungetüm hatte und der stinkende Fleischberg, der wohl an meinem Gesichtsausdruck merkte, wie unangenehm mir die Fahrt war, sagte ganz frech mit einem hämischen Grinsen: "Sie können ja den Aufzug benutzen." Empfangen wurde sie im zweiten Stockwerk von einer anderen Seekuh, welche Sie freudig mit "Hallo Frau M., haben Sie schon für Ihren Urlaub nächste Woche gepackt?" begrüßte.

Nun kannte ich also den Namen meiner Minutenpeinigerin. Am kommenden Montag wusste ich, dass sie im Urlaub sein würde, aber trotzdem Gruppentherapie angesagt sein dürfte. Also bestellte ich bei einem Lieferdienst zehn riesige Partypizzen auf den Namen der Frau und an die Lieferadresse der Abnehmgruppe. Da ich kein Krimineller bin, fing ich den Pizzafahrer unten an der Eingangstür ab und bezahlte die ganzen Pizzen und sagte, bei der Überraschungslieferung solle er doch bitte sagen, dass es ein Abschiedsurlaubsgeschenk von der Frau M. sei. Dadurch, dass ich die Pizzen bezahlte und vorgab, es sei ein Geschenk der Frau war die Chance groß, dass die Dickies die Pizzen annehmen und nicht verweigern würden. Mein Ziel war es die Dickies fertigzumachen- damit sie noch fetter werden. Ich hasse es nämlich, wenn Menschen die Kontrolle über ihr eigenes Körpergewicht verlieren und nur noch Fressen und Futtern im Kopf haben und unästhetisch aussehen. Das Schmatzen einer pizzafressenden Horde Schweine hallte übrigens durch den gesamten Hausgang. Herr vergib mir, denn ich habe gesündigt. Wer frei von Schuld ist, werfe den ersten Stein.

Beichthaus.com Beichte #00026708 vom 21.07.2009 um 14:54:22 Uhr (80 Kommentare).

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