Hubert - Eine Liebeserklärung

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Begehrlichkeit Manie

Ich (m/26) habe eine geheime Vorliebe, die ich leider niemandem anvertrauen kann, weil ich sonst sofort als pervers abgestempelt werde. Ich fühle mich sexuell zu meiner lebensgroßen Zimmerstatue Hubert hingezogen. Ich habe ihn damals auf einem Künstlerverkauf an der Uni erworben. Er stand einfach nur so da, inmitten von Gemälden und anderen Skulpturen und ich habe mich sofort verliebt. Zuerst nur in das Kunstwerk an sich, da er komplett aus einem Marmorblock gemeißelt wurde. Erst nachdem mich meine Freundin verließ, weil ich nicht ihr Geldesel sein wollte, lernte ich die Vorzüge einer leblosen Statue kennen. Ich konnte mich stundenlang mit Hubert unterhalten und in meinem Gedanken antwortete er mir auch. So brachte er mich durch eine schwierige Phase und ein Gespräch mit ihm half mir mehr als die Gespräche mit meinen Freunden. Er war einfach immer für mich da und manchmal maßregelte er mich auch.

Irgendwann fing ich an, für ihn zu empfinden. Es war ein schleichender Prozess, den ich selbst gar nicht so wahrnahm, aber ich merkte, dass Hubert immer mehr Anziehungskraft auf mich ausübte. Es ist mir natürlich bewusst, dass er niemals eine reale Person werden kann, aber dennoch lebt er in mir. Ich hatte mit Hubert auch schon mehrere sexuelle Erlebnisse, welche sich natürlich lediglich auf Reiben und Handarbeit beschränkten. Zuvor hatte ich mich noch nie für Männer interessiert, Huberts Formen und fein ausgearbeiteten Feinheiten, sowie Muskel und Sehnen sind jedoch einfach ein Meisterwerk und das meine ich nicht nur im künstlerischen Sinne. Wenn ich das jemandem erzählen würde, den ich kenne, hätte ich im Handumdrehen keine Freunde mehr und vermutlich einen aufgebrachten Pöbel mit Mistgabeln und Fackeln vor der Tür. Denn obwohl ich niemandem wehtue, sind Menschen wie ich Abschaum und krank. Es tut mir leid, dass ich meine Liebe zu Hubert geheim halten muss. Es fühlt sich falsch an die Person, die man liebt, vertuschen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00038792 vom 04.10.2016 um 21:14:25 Uhr (27 Kommentare).

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Hat dein Freund dich aus dem Katalog?

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Hass Vorurteile Zorn

Ich muss es endlich loswerden: Ich hasse Deutsche. Ich bin 25 Jahre alt und Koreanerin, ich bin in Seoul geboren und mit meinen Eltern nach Deutschland gezogen, als ich drei Jahre alt war. Schon in der Schule musste ich mir blöde Sprüche anhören, Schlitzauge, Japse […]
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Beichthaus.com Beichte #00038790 vom 04.10.2016 um 18:38:09 Uhr (53 Kommentare).

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“Beichte

Schöner als die Braut

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Neid Eitelkeit Rache Hochmut

Ich (w/28) bin eine kindische, hinterhältige Zicke. Ich habe vor drei Jahren geheiratet und trug ein verhältnismäßig schlichtes (aber sehr schönes) Brautkleid und dazu keinerlei Schminke, weil ich mich sonst auch nie schminke und auf meiner Hochzeit wie ich selbst aussehen wollte, und nicht wie eine aufgemotzte Fremde. Mein Mann mag diese Natürlichkeit an mir und ich bin auch mit meinem Aussehen zufrieden. Eine meiner Cousinen war auf meiner Hochzeit relativ stark geschminkt (ist sie aber eigentlich immer), trug ein wunderschönes blassrosa Kleid, das ihr wirklich ausgezeichnet stand, und sah umwerfend aus. Sie hat eine super Figur und ist sehr hübsch. Sie hat auf meiner Hochzeit einige Komplimente bekommen und mir wurde meistens nur gesagt, mein Kleid sei hübsch. (Ich bin allerdings wirklich nicht unansehnlich.)

Eigentlich hat mich das auch nicht weiter gestört, weil ich mit meinem eigenen Erscheinungsbild auf der Hochzeit zufrieden war und mein Mann auch. Aber jetzt heiratet besagte Cousine nächstes Jahr und ich habe eigentlich zwei geeignete, noch ungetragene Festkleider im Schrank hängen (ein dunkelblaues und ein dunkelrotes, beide knielang). Allerdings habe ich mir jetzt extra ein langes, umwerfendes Kleid gekauft in sehr hellem türkis/mintgrün, fast weiß. In Weiß könnte es locker ein Brautkleid sein und es ist gerade mal so nicht zu extravagant für einen Hochzeitsgast. Dazu habe ich eine sehr elegante Hochsteckfrisur geplant und möchte mich auch professionell schminken lassen.

Das tue ich alles nur, um meiner Cousine eins auszuwischen und um ihr insgeheim auch ein bisschen die Schau zu stehlen auf ihrer Hochzeit. Ich weiß, dass das kindisch und perfide ist, aber andererseits tue ich nichts Verbotenes und laut Hochzeitsknigge sind nur weiße, creme-, champagner- und elfenbeinfarbene Kleider für Hochzeitsgäste tabu, keine blasstürkisen. Und sie hat sich für meine Hochzeit sicher auch nicht aus Versehen so schön gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00038788 vom 04.10.2016 um 10:42:14 Uhr (30 Kommentare).

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Schwarzfahrer in der Nacht

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Ungerechtigkeit Betrug Auto & Co. Bahn & Co.

Ich beichte, dass ich hin und wieder nachts schwarzfahre. Ich rede mir immer ein, dass es eine Art Gerechtigkeit ist, für Strafzettel, die ich unnötigerweise (für 6-7km/h zu schnell) in einem Gebiet bekomme, in dem keine Fußgänger oder Bürgersteige sind.

Beichthaus.com Beichte #00038783 vom 01.10.2016 um 17:58:04 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Rächer der Sitzplatzlosen

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Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich hätte mich heute fas totgelacht. Heute Morgen im halb leeren Bus habe ich mich an einen Fensterplatz gesetzt und meine Handtasche auf dem freien Platz daneben abgelegt. Zur Erinnerung: Der Bus war mehr als halb leer und es waren genug Sitzplätze und auch freie Doppelsitze vorhanden. Prompt ist zwei Stationen später ein hässlicher Typ zugestiegen, der sich natürlich genau auf dem Platz setzen wollte, auf dem meine Handtasche lag. Nicht, dass der Typ danach ruhig gewesen wäre, er hat das zum Anstoß genommen, sich dazu bemüßigt zu fühlen, mich aufzuklären, dass der Bus für alle da ist und er sitzen kann, wo er möchte - und er hat sich dabei aufgeführt, wie der Rächer der sitzplatzlosen Busfahrer.

Im Prinzip hat er ja recht - in einem halb leeren Bus fand ich das allerdings nur nervig. Aber bitte! Er hat ja das Recht auf freie Meinungsäußerung und ich habe das Recht, nicht zuhören zu müssen. Lustigerweise ist dann aber zwei Stationen später eine Fahrkartenkontrolle im Bus durchgeführt worden und siehe da: Mein Sitznachbar war ein Schwarzfahrer. In dem Moment, als er kontrolliert wurde und sich herausgestellt hat, dass er kein Ticket hatte, habe ich einen Lachflash bekommen - woraufhin der Typ aus einer Mischung aus Wut, Ärger, verletztem Stolz und Scham so rot angelaufen ist, dass ich dachte, er explodiert gleich. Wiedermal ein typisches Beispiel dafür, erst vor der Haustür der Anderen zu kehren, bevor man sein eigenes Leben auf die Reihe bringt. MADE MY DAY!

Beichthaus.com Beichte #00038780 vom 29.09.2016 um 12:43:52 Uhr (29 Kommentare).

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