Wieso ich nach der Finanzkrise im Knast landete

9

Aggression Gewalt Maßlosigkeit Gotha

Ich (36) arbeitete in einer für mein damaliges Alter recht hohen Position einer großen Bank, als die Finanzkrise mich in die gezwungene Arbeitslosigkeit trieb. Zuvor war ich sehr steil aufgestiegen, und man prognostizierte mir, dass ich, wenn ich so weitermachen würde, […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00039405 vom 28.02.2017 um 09:21:44 Uhr in Gotha (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Kakteen-Bad meines Cousins

5

anhören

Aggression Boshaftigkeit Kinder Sigmaringen

Als kleines Kind (zwischen 3-5 Jahre alt) konnte ich (w/30) einen jüngeren Cousin von mir nicht ausstehen. Ich weiß nicht mal mehr warum, weil er mir eigentlich nie etwas getan hatte. Seine bloße Existenz nervte mich, er sabberte und konnte schlecht sprechen (mit damals zwei Jahren war das aber normal).

Ich weiß noch eine Situation, über die wir heute aber alle lachen können (er übrigens auch). Wir Kinder spielten im Garten unserer Tante Fangen. Alle rannten wild umher, es standen überall Blumentöpfe - die meisten mit Kakteen. Irgendwie nervte mich besagter Cousin sehr, weil er mir immer den Weg versperrte und ich ihn weghaben wollte. Ich schubste ihn mit voller Wucht in Richtung der Kakteen. Jetzt kann man natürlich behaupten, dass ein 4-jähriges Kind noch nicht die Konsequenzen seiner Handlungen einschätzen kann, aber ich glaube schon, dass ich aus böswilliger Absicht handelte. Ich weiß noch genau (und er erinnert sich heute auch noch daran) wie er wieder aufstand, übersät mit den Kaktusstacheln und mich heulend anschrie. Ob ich dafür bestraft wurde, weiß ich nicht mehr, aber ich möchte beichten, dass ich mir damals schon das Lachen ein bisschen verkneifen musste (weil der böse Cousin es ja aus meiner Sicht verdiente) und versuchte, ein betroffenes Gesicht zu machen. Ebenfalls möchte ich beichten, dass ich ihn heute noch manchmal mit dieser Geschichte aufziehe.

Beichthaus.com Beichte #00039404 vom 27.02.2017 um 22:41:43 Uhr in Sigmaringen (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Meine coole Street-Gang

15

anhören

Dummheit Stolz Waghalsigkeit Diebstahl Augsburg

Ich (m/32) möchte heute mal meine Jugendsünde beichten. Und zwar kamen zwei Freunde und ich durch ein paar Gangster-Filme in der Jugendzeit darauf, eine Gang zu gründen. Als Vorbild diente uns dazu vor allem der französische Gangsterfilm "Dobermann", bei dem eine Gang mit einem starken Zusammenhalt und vermeintlich sehr genialen Plänen gezeigt wurde. Wir waren damals alle so um die 15, 16 und fanden uns unglaublich hart und cool, weil wir ein paar Kampfsporttechniken konnten und immer mindestens zu dritt unterwegs waren. Am Ende waren wir sieben oder acht feste Mitglieder und etwa fünf Anwärter. Und wie eine Gang das so macht, haben wir natürlich kräftig Mist gebaut. Beispielsweise sind zwei von uns in eine Tankstelle rein und haben den Verkäufer abgelenkt, während vier von uns mehrere der draußen gestapelten Bierkästen davongetragen haben, die wir dann stolz in einem Abbruchhaus leerten. Zigaretten haben wir auf eine ziemlich einfache, fast narrensichere Art taschenweise im Supermarkt geklaut, bevor diese Automaten bekamen, wie, sage ich jetzt aber nicht, da es ja immer noch Läden gibt, die Ziggis so in der Auslage haben und ich da niemanden auf dumme Ideen bringen möchte.

Aber das war uns natürlich nicht genug. Wir wollten einen Ruf haben, gefürchtet sein. Also war bald bekannt, dass jeder von uns ein Messer habe, was so gar nicht stimmte, und wir drückten regelmäßig jüngere oder allein angetroffene Jugendliche an die Wand und erleichterten sie um ihre Wertsachen. Die Handys haben wir entweder behalten oder bei einem Handytürken in einem anderen Stadtteil zu Geld gemacht. Den Rest haben wir für Bier und Gras ausgegeben, manchmal hatten wir auch Glück und unsere Opfer hatten selbst Gras oder Pillchen bei sich.

Naja, wie es in der Realität so ist, fallen solche Idioten wie wir es waren, natürlich irgendwann auf. Eines Abends flog mit Karacho die Tür unseres als Clubhaus bezeichneten Abbruchhauses auf, und es hieß: "Polizei, alle aufstehen und an die Wand!", was wir im Schreck natürlich taten. Aber waren nicht die Cops, sondern drei Member des bekanntesten Motorradclubs der Welt. Wir hatten einen Fehler gemacht und eines unserer letzten Opfer war der Sohn eines Mitgliedes. Er hatte es uns zwar gesagt, aber ich hatte ihm für diese vermeintliche Lüge und die Aussage: "Das wird dir noch leidtun, Arschloch!" extra eine reingehauen. Naja, leidtat es uns keine 24 Stunden später. Die drei Männer haben uns erst mal gefilzt, jedem von uns eine Unterschrift unter ein schriftliches Geständnis für den ganzen Mist, den wir die letzten Monate gebaut hatten (sie wussten sehr genau, was wir waren und was nicht), abgenommen, dann fing sich jeder von uns eine Ohrfeige ein, die man wahrscheinlich noch fünf Querstraßen weiter klatschen hörte, und danach holten sie die Polizei und übergaben uns mit den Worten, wir seien es nicht wert, sich an uns die Hände dreckig zu machen.

Natürlich war ich damals sauer und verängstigt zugleich, aber ehrlich, heute bin ich dankbar dafür. Erstens, so saublöd, wie wir uns angstellt haben, hätte uns über kurz oder lang, die Polizei sowieso hochgenommen und zweitens hat es uns allesamt davor bewahrt, weiter Blödsinn zu machen. Unsere Eltern haben uns teils ausgelacht, teils das Leben zur Hölle gemacht und die Ferien waren auch versaut, da haben wir nämlich, statt am Strand zu chillen, was eigentlich eingeplant war, unsere Arbeitsstunden abgeleistet. Mit einem der Biker von damals bin ich übrigens heute gut befreundet und er erzählte uns, dass sie, kaum dass die Cops uns abgeführt hatten, endlich das lauteste Lachen rauslassen konnten, das ihnen je unterkam, weil sie es sich die ganze Zeit verkneifen mussten. Auch bei den Opfern habe ich mich längst allesamt nochmal persönlich entschuldigt. Und an alle kleinen Street-Gangster kann ich nur sagen: "Kids, lasst es gut sein. Das bisschen Spaß und die vermeintliche "Street Cedibility" sind es nicht wert. Ihr kommt entweder unter die Räder oder euch geht es wie uns. Lasst es einfach."

Beichthaus.com Beichte #00039402 vom 26.02.2017 um 23:07:59 Uhr in Augsburg (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Besoffen auf dem Geburtstag einer 11-Jährigen

13

anhören

Maßlosigkeit Trunksucht Kinder Tübingen

Gestern war ich (w/29) auf einer Geburtstagsparty eingeladen. Es war ehrlich gesagt ein Kindergeburtstag der 11-jährigen Tochter einer guten Freundin von mir. Da diese Freundin aber relativ jung (mit 21) Mutter wurde, ist sie immer noch eine junge quirlige, lebhafte Frau. Dementsprechend gab es für uns Erwachsene eben reichlich Alkohol zu trinken. Ich möchte beichten, dass ich mit meinen bald 30 immer noch nicht kontrolliert saufen kann. Ich war noch vor 20 Uhr auf der Toilette zum Kotzen, dabei machte ich mir noch in die Hose. Leider trug ich an dem Tag eine hellere Hose, der Fleck war also deutlich zu sehen. Ich band also meine Strickjacke um die Hüften und lief so zur Garderobe, um mir schnell meinen Mantel überzuziehen. Während ich mich von meiner Freundin und ihrer Familie verabschiedete versuchte ich möglichst meinen Rausch zu verbergen.

Beichthaus.com Beichte #00039401 vom 26.02.2017 um 20:29:01 Uhr in Tübingen (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Zocken um ein Essen am Tag

13

anhören

Boshaftigkeit Geiz

Ich war bei einem Kumpel beim Zocken an der Konsole und wir hatten eine Wette am Laufen. Und er war dabei, sämtliche Rekorde zu brechen. Ich hätte ihm für ein halbes Jahr jeden Tag ein Essen spendieren müssen und darauf hatte ich gar keine Lust. Ich habe aber noch einen anderen Kumpel, der beim E-Werk arbeitet. Sein Vater war schon dort und er natürlich auch, ich ging also raus um eine zu Rauchen, rief ihn an und er hatte wirklich Dienst in der Schaltwarte. Ich sagte ihm, wo ich bin und um was es ging, und ob er nicht kurz in dem Gebiet den Strom ausschalten könnte. Er fragte mich dann, ob ich dumm wäre, denn das könnte ihn seinen Job kosten. Ich bettelte fünf Minuten lang und er sagte immer wieder, dass er das nicht machen würde. Als ich wieder hineinging, sah ich schon in meinem inneren Auge, wie mein Kumpel jeden Tag das edelste Mecces-Menü auf meine Kosten verspeisen würde.

Doch plötzlich flackerte das Licht. Nur für einen Sekundenbruchteil. Gerade so lange, dass man es bemerken konnte und lange genug, damit die Konsole neustartete und der Spielstand Geschichte war. Ich lachte mich scheckig, denn die Wette war somit vorbei und mein Kumpel ärgerte sich grün und blau. Als ich später meinen anderen Kumpel anrief und fragte, ob er das war, sagte er nur, dass er so etwas nie machen würde, aber ich hätte Glück gehabt, denn sie hätten eine kurze Schwankung im Stromnetz gehabt. Ich bedankte mich trotzdem, denn so ganz konnte ich die Geschichte mit der Schwankung nicht glauben. Vielleicht war es aber auch eine höhere Macht von oben. Ich beichte hiermit, dass ich absichtlich darauf abgezielt habe, dass mein Kumpel beim Zocken nicht gewinnt, weil ich zu geizig bin, um ein halbes Jahr sein Essen zu bezahlen. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00039396 vom 25.02.2017 um 12:09:40 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!