Das verstopfte Klo

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Peinlichkeit Verzweiflung Arbeit Korntal-Münchingen

Wenn ich (m/fast 50) auf der Toilette sitze, dann reiße ich die leeren Papphülsen der Toilettenpapier-Rollen in Schnipsel und werfe sie ins Klo - das mache ich schon seit meiner Kindheit. So etwas ist eine schöne entspannende Beschäftigung während des "Geschäfts." Seit vier Jahren werden von mir jedoch nur maximal zwei Hülsen pro Gang geschreddert: Damals kamen mir auf einer Firmentoilette auf einmal insgesamt fünf Papphülsen unter die Finger, welche natürlich alle verarbeitet wurden. Nach dem Geschäft drückte ich auf die Taste der Toilettenspülung und beobachtete entsetzt, wie der Wasserstand im Toilettenbecken immer höher anstieg und genau am Rand stehen blieb. Dank der Oberflächenspannung des Wassers lief glücklicherweise nichts über. Ich dachte nur "Ach du Scheiße, was jetzt?!" Stochern mit der Toilettenbürste oder beherzt "ins Klo greifen" war unmöglich.

Vor dieser einzigen Herrentoilette der Etage (und gegenüber dem vollen Besprechungsraum) rumorten schon lautstark die Wartenden. So stand ich nun damals im feinen Dress in der Kabine, starrte mit der Klobürste in der Hand auf mein Missgeschick, ohne dass mir eine Lösung einfiel und traute mich nicht hinauszugehen. Dann urplötzlich entleerte sich die Schüssel mit einem lauten Geräusch, welches ich seither als sehr angenehm empfinde. Mit Toilette ausputzen und mindestens zehn Mal nachspülen sind noch mal einige Minuten draufgegangen, aber die Wartenden waren mir dann so etwas von egal.

Beichthaus.com Beichte #00023418 vom 16.02.2008 um 01:09:22 Uhr in Korntal-Münchingen (11 Kommentare).

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Die Meinung der Menschheit

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Falschheit Lügen Betrug Studentenleben Arbeit Glött

Als Student arbeitete ich als Interviewer für ein bekanntes Meinungsforschungs-Institut. Ein bis zwei Mal pro Monat bekam ich einem Auftrag um knapp zehn Personen zu finden, die bereit waren sich einem 30-minütigen Interview zu unterziehen. Schon beim ersten Auftrag habe ich festgestellt, dass das Abklappern der Häuser ein vielfaches an Zeit beanspruchte als das eigentliche Interview. Wer will sich denn schon seine Zeit stehlen lassen um seine teilweise sehr persönliche Daten einer fremden Person weiterzugeben? Selbstverständlich wurde ich nicht nach Stunden bezahlt, sondern nach ausgefüllten Fragebögen. Kurzum, mir war das viel zu zeitaufwendig und hatte deshalb die Fragebögen selbst an meinem Schreibtisch ausgefüllt. Ein bisschen Fantasie musste ich natürlich an den Tag legen, um Widersprüche zu vermeiden. Diesen lockeren Job habe ich knapp drei Jahre gemacht. Noch heute, wenn ich die Veröffentlichungen dieses Institut lese, muss ich innerlich grinsen.

Beichthaus.com Beichte #00023402 vom 15.02.2008 um 04:22:17 Uhr in Glött (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Maxi oder Normal?

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Falschheit Betrug Arbeit

Ich arbeite bei McD****** und frage den Kunden nach seiner Bestellung statt dem Satz "Normal oder Maxi?", "Maxi oder Normal?". Das hat größere Auswirkungen als man denkt, denn Kunden antworten öfter das zuletzt gefragte. Ich bringe meinen Arbeitgeber also um einen Teil des Umsatzes, denke aber, dass er das verkraften kann.

Beichthaus.com Beichte #00023399 vom 15.02.2008 um 00:41:14 Uhr (9 Kommentare).

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Arbeitszeit auf dem Klo

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Vandalismus Faulheit Trägheit Arbeit

Ich (m/17) setzte mich manchmal während der Arbeitszeit auf die Toilette, höre Musik und setze eine Wurst in die Schüssel. Eigentlich bin ich gar nicht so faul, doch manchmal habe ich einfach keinen Bock oder die anderen Azubis gehen mir wieder mal auf die Eier. Es ist echt komisch, wenn man überlegt was wohl mein Dad mir für eine Scheiße erzählen würde, wenn er wüsste, dass ich ein fauler Sack bin und eine halbe Stunde am Tag auf der Toilette Musik höre. Letztens habe ich mit ein paar Jungs einen Planwagen umgeworfen. Tolles Gefühl irgendwie. Mein Dad hat mir jedenfalls zwei Tage danach erzählt, dass in der Zeitung stand, dass ein paar Typen einen Planwagen umgeworfen hat und der Sachschaden bei circa 200 Euro liege. Er meinte dann noch, dass "die Idioten, die so etwas machen, doch total bescheuert wären usw", ich habe nur gegrinst und ihm zugestimmt. Ich habe innerlich gelacht und die ganze Show genossen!

Beichthaus.com Beichte #00023389 vom 14.02.2008 um 19:48:39 Uhr (1 Kommentare).

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“Beichte

Das unpassende Abschiedslied

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Engherzigkeit Arbeit

Ich war über 25 Jahre Moderator bei einer Radiosender im Westen der Republik. Ich habe noch während der Todesmeldung von Freddie Mercury das alte Zeug rausgesucht und tatsächlich "Love Kills" gefunden. Wurde natürlich sofort gespielt. Beichten tue ich nicht weil mir das Leid tut, sondern weil meinetwegen die Telefonleitungen des Senders tagelang überlastet waren.

Beichthaus.com Beichte #00023349 vom 13.02.2008 um 05:33:36 Uhr (7 Kommentare).

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