Selbstzweifel zerstören die Beziehung

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Eifersucht Verzweiflung Dummheit Selbstsucht Partnerschaft Wien

Ich (w/20) bin kurz vorm Verzweifeln. Vor knapp einem dreiviertel Jahr habe ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Wir sind bereits seit knapp sechs Monaten zusammen und ich bin seitdem die glücklichste Person der Welt. Mein Freund ist ein sehr sozialer Mensch, denn er versteht sich mit jedem und hat viele liebenswerte Freunde, die ich mittlerweile auch kenne. Was mich aber eigentlich ein wenig ärgert, ist, dass sehr viele weibliche Personen in seinem Freundeskreis sind. Normalerweise bedeutet so etwas ja nichts, allerdings bin ich, obwohl mein Freund mir immer und immer wieder sagt, dass ich für ihn die schönste Person auf der Welt sei, eifersüchtig auf einige der Mädchen. Zum einen, weil ich kein Selbstwertgefühl habe und zum Anderen, weil ich mich immer als schlechter behaupte und fühle, als ich eigentlich bin. Erst letztens bin ich ihn sehr böse angegangen und habe gemeint, er solle doch lieber mit dem anderen Mädchen tanzen, weil sie doch viel besser ist. Er tut alles für mich - und obwohl diese Aussage sehr kindisch war und vor Eifersucht triefte, hat er trotzdem so getan, als hätte er es nicht gehört.


Wir haben uns neulich darüber unterhalten, weil ich ihn drauf ansprach, ob ich irgendetwas falsch mache. Und er meinte nur, dass ich unsere schönen Tage immer ruiniere, wenn ich wieder mit so einer Kleinigkeit anfange und ihm dann nicht mitteilen kann, was los ist. Denn dann keife ich ihn nur an, zucke mit den Schultern und vermeide jeglichen Blickkontakt. Und jedes Mal schwöre ich mir, dass ich das nicht erneut tun möchte. Ich vertraue ihm schließlich und glaube ihm, da er wahnsinnig ehrlich ist. Aber das schaffe ich dann nur einen Monat lang und dann ist alles wie vorher. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich würde alles für ihn tun und muss sogar sagen, dass es die erste Beziehung mit Vertrauen ist. Ich habe keine Angst, dass er mir fremdgeht, denn wir reden wirklich über alles und er erlaubt mir auch auf seinem Handy mitzulesen, wenn er jemandem schreibt. Aber ich habe Angst, dass er mich verlässt, weil ich immer und immer wieder den Tag ruiniere indem ich wieder Kind spiele. Letztens hat er mir gesagt, dass ich recht damit habe, dass er viele weibliche Freundinnen hat und er diese sehr schätzt - aber er fühle sich noch zu keiner Freundin so hingezogen wie zu mir, sonst wäre er ja mit einer von ihnen zusammen. Ich glaube ihm das. Aber meine Selbstzweifel sind stärker als die unzähligen Male, in denen er sagt, dass ich das Beste in seinem Leben bin. Ich schaffe es einfach nicht, dass seine Worte mehr Gewicht haben als meine Selbstzweifel. Ich möchte also beichten, dass ich eine tolle Beziehung dadurch zerstöre, dass ich kindisch, dumm und eifersüchtig bin.

Beichthaus.com Beichte #00032597 vom 20.01.2014 um 01:19:13 Uhr in 1080 Wien (Laudongasse) (24 Kommentare).

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Die verpasste Chance bei Rock am Ring

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Dummheit Verzweiflung Musik Arbeit

Ich (m/28) arbeite als Journalist für eine halbwegs bekannte Zeitschrift. Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Berufsaufstiegschance und habe sie völlig in den Sand gesetzt. Es ist so, dass meine Zeitschrift mich damals zu "Rock am Ring" geschickt hat, die Musik dort ist absolut nicht mein Fall und entsprechend lustlos bin ich da auch hingefahren. Mir wurde als Vorgabe gesetzt, dass ich ein Interview mit einem wirklichen Rockstar führen soll. Also eine wirkliche Größe der Headliner - natürlich hatte ich einen Backstagepass, wovon viele sicher träumen. Ohne irgendeinen Kontakt zu den Plattenfirmen kann man aber Glück haben, wenn man ein Foto von richtigen Stars bekommt. Nachdem ich mit einigen kleineren Bands Interviews geführt habe, kam am dritten Tag ein Roadie zu mir und hat mich um Feuer für seine Zigarette gebeten. Der Typ schien sehr gesprächig und überaus freundlich zu sein und hat mich sogar auf ein Bier eingeladen.

Ich habe allerdings abgelehnt, mit der Begründung, dass ich noch einige Stars interviewen muss. Wodurch sich seine Laune schlagartig verschlechtert hat und er dann ohne weitere Worte abgezogen ist. Mit der Familie des Roadies in einem verschmutzten Wohnwagen Bier zu trinken, war auch nicht unbedingt das, wozu ich großes Interesse hatte. Ich habe mir eben nichts dabei gedacht, später kam ein anderer Journalist zu mir und war ziemlich aufgebracht. Der Roadie war natürlich in Wirklichkeit ein extrem bekannter Rockstar, wegen der kurzen Haare, dachte ich aber, dass es ein Roadie sein muss. Natürlich wollte der Star mir, als Normaloreporter, einfach nur eine Chance geben. Die Band kennt praktisch jeder und ich war kurz davor, zu heulen. Ich hatte in diesem Sinne auch meine Hausaufgaben nicht gemacht. Mein Chef hatte mir gesagt, ich solle mir die bekannten Gesichter gut einprägen, mich ein bisschen mit der Musik beschäftigen, mich in die Menge einfügen. Dazu hatte ich natürlich keine Lust. Da ich die Story auch voll vermasselt habe, und keines der anderen Interviews abgedruckt wurde, fährt jetzt jedes Jahr jemand anderes dort hin. Es ist sehr schwierig, zu erklären, was da gelaufen ist - es war eine Chance, die man in der Branche nur sehr selten kriegt. So wie das besondere Foto einer einzigartigen Momentaufnahme, das einmal um die ganze Welt geht und mit dem man sich einen Namen gemacht hat. Ich fürchte, dass ich nie darüber hinwegkommen werde, auch weil ich den Fehler gemacht habe, mich nachträglich mit der Musik zu beschäftigen und jetzt ein Fan der Band bin.

Beichthaus.com Beichte #00032596 vom 19.01.2014 um 18:18:24 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rache an der Konsumgesellschaft

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Ekel Boshaftigkeit Hass Rache Arbeit Königswartha

Ich (m/37) arbeite bei einem bekannten Fast-Food-Unternehmen, dessen Namen ich hier allerdings nicht erwähnen möchte. Leider ist der Verdienst dort sehr gering, weshalb ich mein Einkommen noch durch Hartz IV aufstocken muss, um über die Runden zu kommen. Den Kunden […]
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Beichthaus.com Beichte #00032589 vom 18.01.2014 um 16:18:35 Uhr in Königswartha (33 Kommentare).

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Popel im Mund

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Ekel Unreinlichkeit Schamlosigkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich es bis heute nicht geschafft habe, mir eine dumme Angewohnheit aus meiner Kindheit abzugewöhnen. Immer wenn ich mich unbeobachtet fühle, bohre ich ungehemmt in meiner Nase herum und esse alles, was unter meinen sorgfältig manikürten Nägeln hängen bleibt. Ich bin eigentlich eine sehr gepflegte, junge Frau, aber ich komme einfach nicht davon los. Es ist schon fast eine Art Sucht. Wäre ja eigentlich nicht so tragisch, allerdings mache ich das auch, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin. Ich muss mich dann immer furchtbar zusammenreißen, um nicht laut loszulachen, wenn er mich innig küsst, nachdem ich gerade einen Popel verspeist habe. Ich denke nicht, dass er etwas davon weiß. Er ist ein sehr reinlicher Mensch und fände die Vorstellung von Popel in seinem Mund wohl nicht so prickelnd. Ich schäme mich sehr für diese dumme Angewohnheit und probiere damit aufzuhören - meinem Freund zuliebe.

Beichthaus.com Beichte #00032585 vom 17.01.2014 um 23:49:52 Uhr (13 Kommentare).

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Willkommen in der Friendzone

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Selbstsucht Engherzigkeit Eifersucht Großdubrau

Ich (w/29) möchte beichten, dass ich vor Jahren meinen besten Freund in die Friendzone verbannt habe, und er bis heute keine Freundin hatte, da er jahrelang krankhaft auf mich fixiert war. Ja, das klingt wie eine bescheuerte Beichte - denn ehrlich, was sollte ich denn tun, wenn ich kein Interesse hatte? Es steckt aber noch mehr dahinter. Mein bester Freund ist nämlich, obwohl er kein unattraktiver Kerl ist, sozial eher zurückhaltend, ein richtig schüchterner Typ. Als ich mich Hals über Kopf in eine sehr enge Freundschaft mit ihm stürzte, da es uns beiden damals relativ schlecht ging, und wir gemeinsam gegen alles und jeden rebellieren konnten, hätte ich mir eigentlich denken können, was passieren würde. Er hat sich in mich verliebt und wurde irgendwann richtig besessen von der Idee, dass es mit uns noch etwas mehr werden könnte. Für mich war er aber immer "nur" ein Freund, allerdings der beste, den ich hatte. Diese Besessenheit wirkt sich allerdings noch heute aus. Wir stehen zwar noch in Kontakt, dieser hat jedoch abgenommen, seit ich in einer festen Beziehung bin. Er jedoch hat keine neuen Kontakte geknüpft, um das daraus entstandene Vakuum zu füllen, und hat auch in all der Zeit kein nettes Mädel kennenlernen können. Er beschäftigt sich zudem immer noch täglich mit vielen Dingen, die er vor Jahren aufgegriffen hatte, weil wir ihnen damals gemeinsam nachgingen.


Ich wusste lange nicht, welche Ausmaße das angenommen hatte. Er bezahlte sogar richtige Unsummen an Geld, um einem "Fachmann" in Sachen Frauen sein Dilemma vorzutragen und sich Tipps und Strategien geben zu lassen, um mich rumzukriegen. Als ich das erfuhr, war ich so abgestoßen, dass ich mit ihm für lange Zeit nichts zu tun hatte. Nachdem wir uns wieder ausgesöhnt hatten, integrierte ich ihn in meinen neuen Freundeskreis, damit er in der Stadt, in der ich seitdem lebe, und in die er mir ohne Rücksicht auf Verluste gefolgt war, wenigstens jemanden kennt. Und hier nun die eigentliche Schandtat: Ich bin eifersüchtig, wenn er sich mir weniger zuwendet, weil er sich nun mit den Menschen beschäftigt, die ich ihm vorgestellt habe. Ich fühle mich wie ein richtiges Drecksstück, weil ich so empfinde. Als würde ich meinem besten Freund sein Glück nicht gönnen. Es liegt daran, dass ich auch nicht gerade ein soziales Tier war, und nun fürchte, den einzigen Menschen zu verlieren, der immer zu mir gestanden hat. Nicht einmal mein Partner tut dies so vorbehaltlos wie dieser Freund. Ich beichte also, dass ich mir selbst leidtue, wenn er woanders das Glück findet, das ich ihm nicht geben kann. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032584 vom 17.01.2014 um 11:30:06 Uhr in Großdubrau (20 Kommentare).

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