Studieren bei der intellektuelle Elite der USA

21

anhören

Hochmut Studentenleben

Studieren bei der intellektuelle Elite der USA
Ich studiere derzeit in Kalifornien an einer der besten Universitäten der USA. Entsprechend habe ich erwartet, hier auf die intellektuelle Elite dieser weltweit führenden Nation zu treffen. Doch weit gefehlt. In vielen Diskussionen und Gesprächen musste ich erschüttert feststellen, dass selbst Studierenden der Geisteswissenschaften sauberes und logisch konsistentes Argumentieren fern ist und meist nur nach Bauchgefühl geurteilt wird. Grundlage jeder Meinungsfindung scheint die Frage: "Wie ist es für mich persönlich am Besten?" zu sein. Moralische Prinzipien sind nicht vorhanden und Ideale wie Freiheit und Gerechtigkeit sind leere Worthülsen, die zwar proklamiert, aber nicht gelebt werden.

Diskussionen spielen sich auf einem Niveau ab, das dem Mittelstufenreligionsunterricht in Deutschland ähnelt. Man merkt sehr deutlich, dass Bildung hier nicht als Bereicherung des Lebens angesehen wird. Die akademischen Fähigkeiten bleiben in der Uni, wenn man abends nach Hause geht. Alles, worauf es ankommt, sind gute Notendurchschnitte, um auch ja in ein Graduate-Programm einer der massiv überhypten, aber renommierten Universitäten zu kommen. Ich halte einen großen Teil der Leute, die ich treffe, für Fachidioten mit der intellektuellen Reife eines Mittelstufenschülers. Des Weiteren blicke ich auf das bis zur Entfremdung kommerzialisierte Bildungssystem der USA herab und halte das europäische Bildungssystem für haushoch überlegen. Ich beichte, dass ich das Klischee des arroganten und vom Luxus europäischer Sinnhaftigkeit verwöhnten Austauschstudenten verkörpere.

Beichthaus.com Beichte #00034213 vom 30.10.2014 um 05:40:16 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Rivalin aus der Arbeiterklasse

36

anhören

Eifersucht Boshaftigkeit Morallosigkeit Hochmut Rees

Ich (w/26) möchte beichten, dass ich in der Schulzeit ziemlich fies war. Ich komme aus einer relativ wohlhabenden Familie, habe liebe Eltern, die immer für mich da sind und mich fördern, wo sie können. Vielleicht ging es mir auch etwas zu gut, ich musste nie um etwas kämpfen und bekam normalerweise, was ich wollte. Doch als ich dann in der fünften Klasse auf das Gymnasium kam, merkte ich zum ersten Mal, wie sich Neid anfühlt. Da gab es ein Mädchen, das in vielen Sachen das totale Gegenteil von mir war: Arbeiterkind, nicht besonders an Mode oder Schminke interessiert, eher etwas burschikos. Und es gab auch einen Jungen, auf den ich eigentlich schon seit Beginn der Fünften stand. Er kam auch aus ähnlichen Verhältnissen wie ich. Ich befreundete mich mit besagtem Jungen und fand eines Tages heraus, dass er ausgerechnet auf das Mädchen aus der Arbeiterschicht stand. Ich wurde rasend eifersüchtig und begann, meine "Rivalin" systematisch zu hänseln. Ich hetzte meine Freunde auf sie, die sie täglich beleidigten. Ich machte sie bei den anderen aus der Klasse und später der ganzen Stufe schlecht, erzählte Lügen, verbreitete Gerüchte. Ich sorgte dafür, dass viele nichts mehr mit ihr zu tun haben wollten. Auch versuchte ich, ihr die Freunde auszuspannen, was mir aber nicht gelang.


In der siebten Klasse kam ich mit meinem Schwarm zusammen, den ich auch gegen sie aufhetzte. Zu meinem Verdruss war das Mädchen ziemlich schlau und in manchen Schulfächern geradezu überragend. Deshalb ärgerten wir sie so lange, bis sie sich nicht mehr im Unterricht meldete. Das war natürlich schlecht für ihre Noten. "Leider" (für mich damals) blieb sie nie sitzen. Außerdem war sie im Schulchor und engagierte sich noch irgendwo sozial, weswegen wir sie auch manchmal aufzogen. Was mich wirklich auf die Palme brachte, war aber ihre scheinbare Gleichgültigkeit, mit der sie alles ertrug. Zwar wurde sie verschlossener gegenüber anderen, jedoch sah man sie nie weinen oder ausrasten. Außer in ein paar Situationen, in denen sie mal den Mund aufmachte, versuchte sie immer, uns zu ignorieren. Ich fand sie deshalb damals einfach nur arrogant, obwohl es natürlich reiner Selbstschutz war.


Wie viel ihr das alles ausgemacht hat, kann ich schwer sagen. Sie hat mir gegenüber immer ihre eisige Miene aufgesetzt. Ich kann daher nur erahnen, wie schwer die Schulzeit für sie gewesen sein muss, in der sie sich fast täglich Beleidigungen anhören musste und oft von der Mehrheit ausgegrenzt wurde. Das Schlimme ist, dass ich mich nach dem Abitur kein Stück besserte. Wie der Zufall es wollte, studierten wir später an der Uni dasselbe Fach und hatten gemeinsame Kurse. Und es kam wieder so: Ich lernte einen Typen kennen, auf den ich stand. Da ich mittlerweile versuchte, zu meinem einstigen Opfer netter zu sein, lernte mein Schwarm sie durch mich kennen. Er fragte mich auch kurz danach, ob sie Single sei und er wohl Chancen bei ihr hätte. In mir kam wieder die alte Eifersucht hoch und ich erzählte ihm, dass sie lesbisch sei. Damit sollte dann der Weg für mich frei sein, was mir aber nichts nützte. Er stand einfach nicht auf mich. Zwar wurden die beiden nie ein Paar und verloren sich aus den Augen, ich fühlte mich aber mal wieder in meiner Eitelkeit verletzt. Zu unser beider Glück wechselte ich aber bereits nach einem Semester das Studienfach und die Uni, was die Sache endgültig beendete.


Ich habe sie seitdem nicht wiedergesehen. Manchmal statte ich jedoch ihrem Onlineprofil einen Besuch ab. Zu meinem Leidwesen stelle ich dabei fest, dass sie gut aussieht, einen guten Studienabschluss hat und gerade ihren Doktor macht. Einerseits könnte ich ja erleichtert sein, dass meine Attacken ihr Leben wohl nicht nachhaltig zerstört haben. Andererseits muss ich zugeben: Würde sie heute wieder in mein Leben treten, würde ich wohl wieder da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Und obwohl es mir eigentlich leidtut, dass ich mich ihr gegenüber so fies verhalten habe, bin ich mir sicher: Ich würde es wieder tun. Und dafür schäme ich mich.

Beichthaus.com Beichte #00034161 vom 22.10.2014 um 22:35:07 Uhr in 46459 Rees (Westring) (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Ich bin doch nicht behindert!

4

anhören

Dummheit Morallosigkeit Peinlichkeit Hochmut Schule

Einmal bin ich mit einer Klassenkameradin durch die Flure unseres Gymnasiums (welches natürlich auch körperlich Behinderte unterrichtet) geschlendert und wir haben dabei ausführlich diskutiert, ob wir uns eine Glatze schneiden lassen würden. Gerade als wir um die Ecke gingen, rief ich laut: "Ich schneide mir doch keine Glatze, ich bin doch nicht behindert!" aus, um direkt danach der Gehbehinderten mit neuem Kurzhaarschnitt ins Gesicht zu starren. Ich verspreche, dass ich dieses Wort niemals wieder in einem solchen Kontext verwenden werde. Ich bitte um Absolution! Und bitte schau mich nicht mehr so böse an, Mädchen, dessen Name ich nicht kenne, ich meinte es doch gar nicht so.

Beichthaus.com Beichte #00033973 vom 19.09.2014 um 00:54:53 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Mädchen mit dem Koffer

14

anhören

Begehrlichkeit Hochmut Engherzigkeit Falschheit Bahn & Co.

Ich möchte beichten, dass ich oberflächlich bin. Ich habe letztens, als ich aus dem Zug gestiegen bin, ein Mädchen mit einem großen und allem Anschein nach auch genauso schweren Koffer gesehen. Ich habe mir dann vorgenommen, ihr auf jeden Fall bei den Treppen zu helfen - ihr wisst bestimmt, wieso. Aber dann, ich stand nur noch einen Meter weg, hat sie sich umgedreht und sie war doch nicht so von Schönheit gesegnet wie ich anfangs annahm, also habe ich mich sofort von meinem Vorhaben verabschiedet und bin weitergelaufen. Naja, man kann nicht alles haben. Hoffentlich passiert so etwas später trotzdem noch einmal - aber dieses Mal soll sie besser aussehen.

Beichthaus.com Beichte #00033947 vom 15.09.2014 um 21:30:21 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Selbstverschuldetes Übergewicht

11

anhören

Ekel Engherzigkeit Hochmut Zorn Gesundheit

Ich habe mein Gewicht mit viel Disziplin, Ehrgeiz und Sport von 125 auf 84 Kilogramm reduziert und dann wieder 10 Kilo Muskelmasse aufgebaut. Dieses Gewicht halte ich jetzt seit 2007. Meine Beichte: Ich empfinde seitdem regelrecht Ekel, Aggressionen und Wut, wenn ich dicke Menschen sehe, die ihre Maßlosigkeit und Faulheit als "ach so schweres Schicksal", teilweise sogar als Krankheit darstellen. Ich habe auch kein Mitleid, wenn ich im Bus nach der Arbeit sitzen bleibe, während deren Knie beinahe den Dienst quittieren. Mir tut es nur für all diejenigen leid, die wirklich nichts für ihr Übergewicht können, weil sie an Stoffwechselstörungen, Cushing-Syndrom oder Ähnlichem leiden und denen ich damit Unrecht tue.

Beichthaus.com Beichte #00033942 vom 15.09.2014 um 16:59:51 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000