Bei der Leiharbeit verheizt

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Betrug Verzweiflung Hass

Ich habe nicht vor, mir eine neue Arbeitsstelle zu suchen, höchstens schwarz. Ich mache jetzt mindenstens zwei Jahre Pause und lebe von Amt. Ich war immer ein ehrlicher, netter Mensch aber wenn man irgendwann genug ausgenutzt und verarscht wurde, ändern man ganz rasch seine Persönlichkeit. Ich hätte nie gedacht, dass man so schnell zum Arsch werden kann. Kennt ihr den Spruch: "In dieser Welt musst du ein Arschloch sein?" Richtig, kann ich mittlerweile bestätigen. Bevor ihr mich verurteilt, hört euch bitte mal meine ganze Vorgeschichte an. Als ich meine Ausbildung zum Bürokaufmann beendet hatte, ging der Betrieb, in dem ich war, leider pleite. Das hieß für mich: Ab zum Arbeitsamt. Es gibt nichts Schlimmeres als das Arbeitsamt. Inkompetente Vermittler, die dich von vornherein schon als "arbeitsfaul" verurteilen und dir eigentlich gar keine Hilfe sind, denn man glaubt es nicht, aber ich bin in der Lage, eigenständig das Internet zu benutzen und mich auf Stellen zu bewerben.

Wie das aber leider so ist, ohne Berufserfahrung nimmt dich keine Sau, typisch deusches Problem, naja. Heißt für mich, erstmal bei Leihbuden beworben, damit ich überhaupt eine Arbeit habe. Und als Leiharbeiter bist du wirklich eine ganz arme Sau. Das Schlimmste ist, wenn man ein eigenes Auto hat mit Führerschein. Dann schicken die dich an den Arsch der Welt, ich bin teilweise 60 Kilometer gefahren - für einen 7,89 Euro Stundenlohn. In den Firmen, in denen man eingesetzt ist, ist man wirklich der letzte Dreck. Irgendwelche Sklavenarbeit, bei der man wirklich denken musste, dass man irgendwann depressiv wird. Ständige Versprechen, man würde übernommen, wenn man sich anstrengt, was sich später als reine Lüge entpuppt, damit man seine Arbeit gut macht. Schlechte Behandlung, man wird ständig zu Samstagsarbeiten verdonnert, kriegt es aber nicht bezahlt, weil man ja ein Zeitkonto hat. Die Firmen wechseln auch ständig, so kann man sich gar nicht richtig einfinden. Mal dort eine Woche, mal dort zwei Wochen - und das für einen Hungerlohn, von dem man sich nichts leisten kann.

Wenn man krank wird, ist es jedes Mal eine Tortur. Ich hatte mal eine Mittelohrentzündung und wurde eine Woche krankgeschrieben. Ein unfassbarer Aufwand. In der Entleiherfirma anrufen, in der Leihfirma anrufen, dann zum Arzt, wieder bei der Leihfirma anrufen, dann wieder bei der Entleiherfirma. Am Ende wollte mich die Entleiherfirma nicht mehr, weil ich eine Woche krank war, nachdem ich über ein Jahr nie gefehlt habe. Um das Ganze dann doch abzukürzen: Bis vor Kurzem habe ich in Leihbuden gearbeitet. Wurde schikaniert, ausgenutzt, beim Lohn meist betrogen, ich wurde zwecks Übernahmen angelogen, mir wurde bei Krankheit direkt mit Kündigung und Meldung ans Arbeitsamt gedroht. Bis ich eines Morgens nicht mehr konnte. Ich bin zum Arzt, dort in Tränen ausgebrochen und habe einfach mal alles rausgelassen. Er hat mir eine schwere Depression bescheinigt und mich vier Wochen krankgeschrieben. Bin dann natürlich von der Leihbude gekündigt worden. Jetzt bin ich auf dem Stand, dass ich ALG1 beziehe und mir sage: So, jetzt ist für eine lange Zeit komplett Schluss mit Arbeit. Ich kann und will einfach nicht mehr! Ich hoffe, man kann mich wenigstens etwas verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00036696 vom 24.09.2015 um 13:42:59 Uhr (26 Kommentare).

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Positiver Rassismus

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Begehrlichkeit Ignoranz

Ich (m/25) habe ein Faible für ostasiatische Frauen. Meine längste Beziehung war mit einem Mädchen chinesischer Herkunft und auch alle darauf folgenden Bettgeschichten und die mehr oder weniger ernsten Liebeleien waren alle mit Mädchen aus Ländern wie Japan, Korea und Vietnam. Es ist bei mir insofern problematisch, dass ich mittlerweile Frauen aus anderen Ländern kaum noch reizend finde und ein schlechtes Gefühl habe, da ich Menschen aufgrund ihrer Ethnie bevorzuge. Positiver Rassismus also. Ich bitte um Absolution, da ich alle Menschen, egal welcher Herkunft, respektiere und niemanden bevorzuge oder benachteilige. Nur macht mich nichts so schwach wie rabenschwarzes Haar und Mandelaugen.

Beichthaus.com Beichte #00036646 vom 16.09.2015 um 17:23:01 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Vorurteile in Deutschland

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Ignoranz Vorurteile Verzweiflung Gesellschaft

Ich (w/25) möchte beichten, dass ich mich in Deutschland immer stärker unwohl fühle. Kurz zum Verständnis: ich habe einen Migrationshintergrund - meine Großeltern sind damals zum Arbeiten nach Deutschland gezogen, meine Eltern sind ganz normal hier aufgewachsen und sprechen einwandfrei Deutsch - ich bin Studentin im zweiten Semester und arbeite nebenbei in einem Wirtshaus um Geld zu verdienen. Meine Eltern arbeiten Vollzeit, wir haben vor 13 Jahren ein Haus gekauft, meine Geschwister machen ihre Ausbildungen bzw. gehen noch auf die Schule, aber trotzdem werden wir nicht akzeptiert. Ich werde jeden Tag auf meine Nationalität angesprochen, muss mir anhören, dass Ausländer Schmarotzer seien und nicht arbeiten gehen würden. Ich frage mich immer, über welche Ausländer die Leute reden, denn in meinem gesamten Bekanntenkreis gibt es keinen einzigen arbeitslosen Ausländer. Die Männer arbeiten alle Vollzeit und die Frauen Teilzeit bzw. gehen jeden Tag putzen, wenn sie nichts anderes finden.


Letztens, als ich arbeiten war, habe ich aufgeschnappt, wie ein Gast zum anderen meinte, dass man alle Ausländer rausschmeißen und einen Stacheldraht um Deutschland bauen sollte. Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen und kann seitdem an nichts anderes mehr denken. Jedes Mal, wenn ich in der Stadt bin und mich jemand anguckt, denke ich, dass es wegen meiner Nationalität ist. Ich habe es langsam satt, jeden Tag diesen Stempel aufgedrückt zu bekommen, nur weil ich schwarze Haare und dunkle Augen habe. Ich hoffe, ihr versteht das.

Beichthaus.com Beichte #00036635 vom 14.09.2015 um 18:35:53 Uhr (37 Kommentare).

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Leben auf Staatskosten

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Zorn Ungerechtigkeit Faulheit Gesellschaft

Ich habe mich für die nächsten drei Wochen krankschreiben lassen und werde das so lange machen, bis ich gefeuert werde, und dann werde ich schön von Arbeitslosengeld leben - und nebenbei noch ein bisschen was schwarz machen. Und warum? Weil ich nicht mehr einsehe, dass ich als ehrlicher Arbeitnehmer und Steuerzahler die Sozialstation der Welt bin und mich nicht für Griechenland, Flüchtlinge, und Andere kaputtarbeiten werde, für eine spätere Rente, die nicht mal für die Miete reicht. Die halbe Welt kommt hierher, um sich kostenfrei durchfüttern zu lassen, also wird das jetzt auch von mir so gemacht. Geld ist ja scheinbar genug da. Für die Flüchtlinge wurden plötzlich über sechs Milliarden Euro aus dem Nichts hergezaubert. Komisch. Für die Schulen und Straßen ist nichts da. Ich mache mir jetzt ein schönes Leben auf Staatskosten, und sollen doch die Fachkräfte arbeiten, die brauchen wir hier ja so dringend. Mich dürft ihr übrigens als Schmarotzer bezeichnen, ich bin Deutscher. Ja, nicht die Kulturbereicherer, wenn ihr das macht, seid ihr rechts und gegen euch wird mit der vollen Härte des Rechtsstaates vorgegangen.

Beichthaus.com Beichte #00036633 vom 14.09.2015 um 17:46:41 Uhr (44 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich kann nur schwarzhaarige Männer lieben!

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Begehrlichkeit Fetisch Peinlichkeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich bisher nur in schwarzhaarige Typen verliebt habe. Man könnte das jetzt für Zufall halten, weil es noch nicht allzu viele waren, allerdings hat mein Bruder da so einen brünetten Kumpel und ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, was mit ihm anzufangen. Als er sich die Haare aus Spaß schwarz gefärbt hat, dauerte es nicht lange, und es war mir schier unmöglich, ihn aus dem Kopf zu bekommen. Tja - als die Farbe rausgewaschen war, waren meine Frühlingsgefühle schneller wieder weg, als sie gekommen waren. Er war der Dritte, mit - wenn auch nur zeitweise - schwarzen Haaren, in den ich mich verguckt habe und bei ihm ist mir aufgefallen, dass irgendwas schiefläuft. Ich fühle mich seit dieser Erkenntnis echt schäbig und frage mich, ob man das überhaupt "Liebe" nennen darf, wenn es an eine Haarfarbe geknüpft ist.

Beichthaus.com Beichte #00036569 vom 05.09.2015 um 23:30:33 Uhr (13 Kommentare).

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