Das Kaninchen und die Katze

20

anhören

Feigheit Engherzigkeit Dummheit Selbstsucht Tiere

Meine große Schwester hatte die Angewohnheit, unsere Haustiere, wenn sie sie loswerden wollte, einfach auszusetzen. Als ich 20 Jahre alt war, folgte ich ihrem Beispiel. Ich hatte einen Stallhasen aus schlechter Haltung gerettet und ihn dann im örtlichen Wandergebiet neben einem Reiterhof ausgesetzt. Monate später holte ich mir eine Katze vom Bauernhof. Doch als ich umzog, ließ ich sie auf den Feldern des Bauern zurück. Seitdem denke ich jeden Tag daran und es tut mir im Herzen weh, was ich den beiden Tieren damals angetan habe. Erst wollte ich ihnen ein beschützendes Heim geben und dann habe ich sie aus Hilflosigkeit, Überforderung und blind dem Handeln meiner Schwester folgend vor die Tür gesetzt und sich selbst überlassen, anstatt sie im Tierheim abzugeben. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen und ich denke immer noch voller Schuld jeden Tag an das Kaninchen und die Katze. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Heute benutze ich mein Gehirn zum Nachdenken und bin regelrecht fanatisch für die Rechte der Tiere engagiert, beschütze und umsorge sie. Jeder, der ihnen Böses tut, bekommt dann meinen Hass zu spüren. Ich beichte: Liebes Kaninchen und liebe Katze von damals, es tut mir aufrichtig leid, dass ich euch an die frische Luft gesetzt habe. Mein schlechtes Gewissen kann euer Schicksal auch nicht wieder gut machen.

Beichthaus.com Beichte #00033076 vom 17.04.2014 um 01:59:53 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Affäre mit dem Tanzlehrer

17

anhören

Fremdgehen Morallosigkeit Engherzigkeit Partnerschaft

Meine Freundin geht mir fremd - und zwar mit einem stadtbekannten Aufreißer. Als ich das Ganze herausfand, war das natürlich ein herber Schlag, zumal der Typ eigentlich nichts Besonderes ist. Er hat eben einfach nur den richtigen Beruf gewählt: Tanzlehrer. Seine Liebschaften reichen von der unbedarften 15-jährigen, bis zur verheirateten 39-jährigen zweifachen Mutter. Am liebsten hat er jedoch Mädchen so um die 20, die sind im Bett schon erfahren genug und haben noch eine tolle Figur. Sind aber meist auch noch nicht so lebenserfahren, wodurch man sie mit einigen schönen Worten und Gesten herumbekommen kann. Woher ich das alles weiß? Als mir auffiel, dass meine Freundin sich für ihren Mädelsabend immer mehr aufbrezelte, und da der auch immer häufiger stattfand, während im Bett nichts mehr lief, fing ich an, genauer hinzugucken. Frau zieht normalerweise keinen durchsichtigen BH mit passendem Tanga dazu an, wenn sie nur darauf aus ist, mit ihren Freundinnen einen trinken zu gehen. Sie spachtelt sich auch nicht regelrecht mit Schminke zu und parfümiert sich derart gründlich ein, dass die ganze Hütte nach dem Einsatz chemischer Waffen riecht. Mein Misstrauen war geweckt, und ich begann, etwas zu stalken.


Ich brauchte auch nicht lange nachforschen, bis sich mein Verdacht bestätigte. Die beiden waren zwar vorsichtig, aber eben nicht vorsichtig genug. Das Problem für meine Freundin ist, dass sie von mir einen gewissen Lebensstil gewohnt ist. Ich besitze vier Fitnessstudios, was mich jetzt nicht gerade von der Hand in den Mund leben lässt. Meine Freundin liegt mir zwar nicht vollkommen auf der Tasche, aber einen teuren Urlaub genießt sie gerne, geschenkte Klamotten und Schuhe mag sie auch sehr. Und die ganzen anderen Annehmlichkeiten, wie mein bescheidenes Haus mit Sauna und Swimmingpool werden ihr auch fehlen, wenn ich sie nach meinem Geburtstag, der in einer Woche stattfindet, abschieße. Ich habe eine Menge Beweise, dass sie mir fremdgeht, mit denen ich sie am Abend meines Geburtstages konfrontieren werde: Fotos, wie sie in sein Auto steigt, und später in der Nacht auch wieder heraus, die Tatsache, dass sie mir erzählt hat, sie wäre mit den Mädels in einer Disco gewesen, die aber zum besagten Zeitpunkt geschlossen war. Neue Dessous, die sie panisch versucht, vor mir zu verstecken. Nachrichten ihrer Mädels, die nicht zu ihren Aussagen über den angeblichen Abend mit ihnen passen. Außerdem werde ich auch seiner Freundin - er führt eine Fernbeziehung - mal alles zukommen lassen, was ich mittlerweile so über ihn weiß. Warum das alles erst am Abend meines Geburtstages sein wird? Richtig! Weil ich meine Geschenke von ihr noch abfassen will. Meine geliebte Katze ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben, und ich weiß, dass meine Freundin im Tierheim war, und mir ein kleines Kätzchen aussuchte, das ich wohl zum Geburtstag bekommen werde. Ich freue mir schon ein Loch in den Bauch wegen der Mieze. Wir beide werden dann wohl erst einmal in ein unbeschwertes Singleleben starten, während meine Freundin mit nichts dasteht. Ich hoffe sehr, sie ist nicht so naiv, zu denken, sie wäre seine einzige Affäre.

Beichthaus.com Beichte #00033070 vom 16.04.2014 um 10:23:39 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Diskriminierende Gleichberechtigung

30

anhören

Zorn Hass Ungerechtigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich mittlerweile einen ziemlichen Hass gegenüber dem Thema der Gleichberechtigung, dem damit verbundenen AGG, vielen Unternehmen und der Politik - allen voran aber Feministinnen, entwickelt habe. Unsere Gesellschaft wird auf eine Pseudo-Gleichberechtigung hingetrimmt, indem Männern stückweise das Recht zu eben dieser Gleichberechtigung entzogen wird. Die meisten werden sich jetzt denken, dass das nicht stimmt. Gern gebe ich aber Beispiele. Fangen wir mal beim Staat an. Hat ein Mann ein Problem, und fühlt sich geschlechtlich diskriminiert, kann er sich nur an die Senatsverwaltung wenden. Zuständige Abteilung: Arbeit, Integration und Frauen. Die Webseite hat sogar einen Titel: Abteilung Frauen und Gleichstellung. Sehr gesetzeskonform! Der Staat will eine Frauenquote einführen, ein klarer Verstoß gegen die Gleichstellung der Geschlechter, denn Frauen werden damit bevorzugt behandelt. Bei einer Gleichstellung erwarte ich keine gesetzlich festgelegte, geschlechterspezifische Quote, sondern eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Branchenspezifisch ist es natürlich immer so, dass Männer oder Frauen bevorzugt werden, was meist mit dem Beruf zu tun hat. Es gibt wenig Frauen, die Interesse an IT haben, oder in handwerklich schweren Berufen arbeiten wollen. Versucht man sich als Mann jedoch in einem bürokaufmännischen Beruf, bekommt man auch nur sehr wenige Chancen, sich überhaupt vorzustellen. Gibt es hier jetzt eine Männerquote? Nein! Das Argument der Frauenquote in der Unternehmensleitung zieht auch nicht, entweder man ist qualifiziert oder nicht. Wir haben doch auch eine Kanzlerin und die ist dort nicht wegen der Quote, sondern wegen der Kompetenz.

Die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) wirbt schon seit Jahren damit, dass man Frauen sucht. Erst heute lief wieder ein Text auf den Anzeigentafeln durch, dass man explizit Fahrerinnen sucht. Vor einigen Wochen wurde der Girls Day beworben, Monate davor wurden Frauen für eine technische Ausbildung gesucht. Es gibt sogar Plakatwerbung, die explizit auf Frauen zugeschnitten ist. Und um dem Ganzen eine Krone aufzusetzen: Die BVG hat direkt eine Chefin gesucht, sogar über die Agentur für Arbeit! Wo ist hier die Gleichberechtigung? Ein klarer Verstoß gegen das AGG. Interessiert es jemanden? Nein! Man stelle sich das andersherum vor: Wir suchen Männer, Leute unter 40, Homosexuelle, Leute mit Migrationshintergrund. Der Aufschrei wäre so groß, dass die BVG mit einem regelrechten Shitstorm rechnen müsste. Ein weiteres Beispiel für Diskriminierung von Männern ist in Berlin zum Beispiel der Pankower Florahof Berlin. Hier entstehen Eigentumswohnungen für Frauen. Männer werden sofort abgeblockt. Es gibt bereits mehrere dieser Projekte in Berlin, zusammengefasst über Beginenwerk e. V. Eine Organisation, in der nur Frauen älteren Datums angestellt sind. Ich hatte mir mal die Mühe gemacht und eine Anfrage gestellt, inwiefern deren Projekt AGG-Konform sei. Ich erhielt nie eine Antwort. Dann habe ich mich direkt an die Senatsverwaltung für Arbeit Integration und Frauen gewendet, mit der Begründung es sei geschlechterfeindlich. Die Antwort war, dass dies rechtlich einwandfrei sei, da es einen Paragrafen im AGG gibt, der den Ausschluss bestimmter Gruppen in bestimmten Situationen sogar zulässt. Wieder verweise ich darauf, dass man doch mal Eigentumswohnungen für Männer oder Homosexuelle anbieten sollte. Da wäre der Aufschrei wieder im Bereich eines Shitstorms anzusiedeln.

Das sind einige Beispiele, wie das Thema Gleichberechtigung aktiv zur Diskriminierung genutzt wird und es kotzt mich regelrecht an. Versucht Mann mit einer Frau über so etwas zu reden, endet es immer beim Thema, dass Frauen ja Kinder zur Welt bringen und Männer nicht und das hier ja auch keine Gleichberechtigung vorliegt. Tja meine lieben Frauen, Naturgegebenheiten kann man auch nicht ändern - das interessiert die aber meist so wenig wie das unsinnige Argument. Achja, die rosa Überraschungseier waren auch so eine Aktion.

Beichthaus.com Beichte #00033062 vom 15.04.2014 um 09:26:59 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zum Pinkeln gezwungen

5

anhören

Zwang Peinlichkeit Boshaftigkeit Kinder

Ich (w) habe, als ich noch jünger war, zwei Nachbarmädchen dazu gezwungen, hinter einem Baum zu pinkeln. Es war sozusagen eine Machtausübung, zwei Schwächere zu demütigen. Vielleicht übertreibe ich es ein bisschen, wenn ich das hier beichte, doch pinkeln ist nichtsdestotrotz etwas Intimes. Meine Erinnerungen daran sind nicht mehr ganz klar, da es schon so lange her ist, aber ich denke ab und zu wieder zurück und fühle mich schlecht. Wir waren eigentlich Freundinnen, deshalb überkommt mich immer mal wieder ein Schamgefühl. Ich hoffe, auch sie haben dieses Erlebnis nicht mehr klar im Kopf.

Beichthaus.com Beichte #00033058 vom 14.04.2014 um 22:10:09 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Leben mit der Angst

19

anhören

Feigheit Verzweiflung Neurosen Studentenleben

Ich (m/26) habe ein ernstes Problem. Ich bin jetzt seit sieben Jahren Student, mittlerweile im dritten Studiengang. Einen Abschluss habe ich bisher nicht. Ich lebe zum Teil auf Kosten meiner Eltern, zum Teil durch einen Nebenjob. Der Grund, warum ich nicht weiterkomme? Ich leide seit Jahren an sozialer Phobie - bereits durch einen Hausarzt und vor Kurzem auch durch eine Therapeutin erneut bestätigt. Ich habe permanent Angst, mit Kommilitonen in Kontakt zu treten. Ich bekomme teilweise Panikattacken, Schweißausbrüche und Herzrasen, wenn ich nur einen Seminarraum betrete. Dass ich mir dadurch mein Leben - sowohl ausbildungstechnisch als auch privat - zerstöre, ist offensichtlich. Ich habe mich immer wieder dazu gezwungen, in Vorlesungen zu gehen und Kommilitonen zu begegnen. Die Angst bleibt und fesselt mich. Ab und zu lindert Marihuana meine Angst, aber natürlich auch nicht auf Dauer. Eine richtige Therapie bezahlt meine Krankenversicherung (privat) leider nicht. Ein Wechsel in eine Gesetzliche ist nicht möglich, solange ich Student bin. Meine Eltern haben mehr und mehr die Hoffnung in mich verloren. Ich würde so gern ein völlig normales Leben ohne Angst führen. Studieren, lachen, leben, arbeiten. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich beichte, dass ich unfähig bin, ohne Angst zu leben.

Beichthaus.com Beichte #00033042 vom 12.04.2014 um 13:47:33 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000