Zufrieden mit Hartz IV

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Faulheit Trägheit Verschwendung Selbstsucht Arnstadt

Ich (m/26) sitze gerade auf meinem Sofa, gucke R*L, trinke Bier, lese hier Beichten, und verachte meine Schwester. Sie ist zwei Jahre älter als ich und verdient locker 5000 bis 6000 Euro im Monat, fährt mein Traumauto, wohnt nun in einer Villa, und ist sogar schon verlobt. Sie hat als Beste ihrer Studentenkameraden in Betriebswirtschaftslehre, oder so, abgeschnitten und hat jetzt ein perfektes Leben. Ich habe meinen Hauptschulabschluss nicht geschafft und, von bestimmt 200 Bewerbungen, nur drei Zusagen für eine Ausbildung als Maschinenführer bekommen. Nach vier Monaten wurde mir dort gekündigt. Seit dem kriege ich keinen Job und keine Ausbildung. Aber eigentlich will ich auch gar nicht arbeiten, ich bin so zufrieden mit meinem Leben als Hartz-IV-Empfänger, weil alle so dumm sind, und mir so ein schönes Leben ermöglichen. Ich bekomme mein Leben bezahlt. Mein Leben ist genauso perfekt, wie das meiner dummen Schwester! Ich verachte nicht nur sie, sondern auch den deutschen Staat, denn ich bekomme echt alles geschenkt, wie die Miete, Autokosten, und so weiter, ich habe bisher jedes iPhone-Modell gehabt, ein MacBook und eine fette Surroundanlage. Und das, obwohl ich noch nie in meinem Leben gearbeitet habe, während meine naive Schwester für die Schule und das komplette Studium gelernt hat. Sie muss nun sehr viel arbeiten und hat eigentlich nichts von ihrem vielen, verdienten Geld. Ich aber sitze hier rum, habe den ganzen Tag Freizeit, kann tun und lassen, was ich will. Das Einzige, das mir fehlt, ist eine Freundin, aber sonst geht es mir super.
Vielleicht versteht ihr, was ich meine: Meine Schwester arbeitet sich bestimmt bald krank, ihr alle bezahlt das Leben von Hartz-IV-Empfängern und ich mache mir einen Fetten. Sicher, es gibt auch Ausnahmen, Leute, die krank sind und wirklich nicht arbeiten können, um die tut es mir leid, falls die mal wegen mir benachteiligt werden sollten.

Beichthaus.com Beichte #00031503 vom 25.06.2013 um 01:31:17 Uhr in 99310 Arnstadt (Prof.-Frosch-Straße) (63 Kommentare).

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Die Angst vor dem Monster

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Feigheit Peinlichkeit Arbeit

Die Angst vor dem Monster
Ich habe eine Weile lang jeden Sonntag Zeitungen ausgetragen. Dafür war ich von ungefähr sechs bis neun Uhr mit dem Fahrrad unterwegs. Da ich im Winter damit anfing, war es an meinem ersten Arbeitstag noch stockduster. Zu meiner Strecke gehörte auch ein Stück von knapp drei bis vier Kilometern, das sehr ländlich war und lange zwischen Feldern entlang führte. Nun war ich also an meinem ersten Tag früh morgens unterwegs. Die ungewohnte Dunkelheit war schon etwas gruselig. Je länger ich fuhr, desto mehr steigerte ich mich hinein, obwohl ich eigentlich sonst kaum Angst vorm Dunklen habe. Schließlich war ich auf dem ländlichen Stück unterwegs und total angespannt, ich wartete praktisch darauf, dass sich jederzeit ein böser Mann auf mich stürzen würde.

Da plötzlich, ein monströses Geräusch von irgendwo: ein lautes, bösartiges Schlürfen - zweifellos ein grausames Wesen, das mich töten und verspeisen wollte. Angespannt, wie ich war, schrie ich auf, fiel halb vom Fahrrad und schaffte es irgendwie, meine Taschenlampe anzumachen. Auf der Weide neben mir starrte mich dann völlig entgeistert eine Kuh an, die gerade einen Schluck aus ihrer Tränke genommen hatte. Hiermit beichte ich also, dass ich mit 18 Jahren noch einmal an Monster glaubte.

Beichthaus.com Beichte #00031490 vom 23.06.2013 um 23:25:35 Uhr (19 Kommentare).

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Das Vertrauen verloren

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Verzweiflung Dummheit Trunksucht Verrat Freunde

Mein bester Freund (20) ist vor zwei Wochen von einer dreimonatigen Reise zurückgekommen. Er hat mich (19) gebeten, während dieser Zeit ein bisschen auf seine Freundin (18) aufzupassen, etwas mit ihr zu unternehmen und solche Sachen. Das war auch kein Problem, wir haben uns vorher schon gut verstanden und jetzt sind wir so etwas wie Seelenverwandte oder so. Wir mögen die gleiche Musik, sie spielt Gitarre, ich spiele Schlagzeug und wir haben uns oft bei mir getroffen, um etwas zu trinken und dann Call of Duty zu zocken. Sie hat dann immer bei mir übernachtet, und wenn man eben ein bisschen was getrunken hat, wird man schnell mal gefühlsduselig und redselig. Dabei ist sie eigentlich eine sehr starke Frau, ich habe sie vorher noch nie Heulen sehen, sie war meistens gut drauf mit einem riesigen Grinsen im Gesicht. Ich bin übrigens auch nicht anders, wenn ich etwas getrunken habe. Wir lagen dann oft stundenlang nebeneinander und haben geredet. Am Anfang ging es meistens darum, wie sehr wir ihn vermissen und dass drei Monate eine viel zu lange Zeit sind, oder, dass man ja schon ein ganz großer Idiot sein muss, um so eine tolle Freundin, wie sie es ist, alleine zu lassen - das war übrigens Sarkasmus - und dass sie ihm das Hirn rausvögeln wird, wenn er wieder kommt. Dazwischen hat es immer wieder mal so eine kleine Krise gegeben, weil er sich nicht regelmäßig gemeldet hat. Verständlich, er will ja was von der Welt sehen und nicht ständig vor dem PC hängen. Das versteht sie natürlich auch, aber es hat sie trotzdem fertiggemacht, zwei Wochen gar nichts von ihm zu hören. In dieser Zeit war ich natürlich auch für sie da, auch wenn sie da auch mal ein bisschen anstrengend war. Irgendwann hat sie mir im Vollsuff erzählt, dass sie mit 12 vergewaltigt wurde. Ich war natürlich schockiert, sie war ja immer gut drauf. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass ihr so etwas passiert ist, sie ist so selbstbewusst und stark.



Aber jetzt, gegen Ende, beginnt die eigentliche Tragödie: Mein Kumpel war ihr Erster (wenn man die Vergewaltigung nicht mitzählt) und sie hatte jetzt drei Monate lang keinen Sex. Sie hatte vorher nie wirklich Vertrauen zu einem Mann, wie denn auch. Jedenfalls ist mein Kumpel ein totaler Idiot, ich verstehe ja schon, dass er sich auf den Sex gefreut hat. Nicht nur, aber auch. Aber er hat sie viel zu sehr bedrängt, letztens stand sie heulend vor meiner Tür und erzählte mir, dass sie Angst davor hat, bei ihm zu übernachten. Sie liebt ihn zwar, und möchte ihn auf keinen Fall verlieren, aber sie braucht halt noch Zeit. Genau das habe ich ihm auch gesagt, als er zurückgekommen ist. Eben war ich bei ihm (ohne Freundin) und habe ihm die Situation von Mann zu Mann erklärt und ihm wortwörtlich gesagt, er solle ihr Zeit lassen und es langsam angehen, immerhin wurde sie mal vergewaltigt, und wenn er sie weiterhin so bedrängt, würde er sie verlieren. Allerdings hatte sie ihm das mit der Vergewaltigung nicht erzählt. Gerade hat sie mich angerufen und mich zur Sau gemacht, wieso ich das einfach so weitererzähle, das geht doch niemanden was an. Ich bin total fertig, ich dachte echt, dass er es wüsste, ich meine, wenn sie es mir erzählt, da wird er es doch auch wissen. Auf der einen Seite fühle ich mich im Recht, auf der anderen Seite habe ich das Vertrauen, das wir in den letzten drei Monaten zueinander aufgebaut hatten, zerstört. Ich fühle mich so beschissen, sie ist echt meine beste Freundin geworden und ich mache einfach alles kaputt. Aber warum sagt sie mir nicht, dass nur ich das weiß? Ich weiß nicht, was ich tun soll, ich hoffe, sie verzeiht mir eines Tages. Unsere CoD-Runden waren so legendär. Nie wieder bekomme ich eine so gute beste Freundin, mit der man über alles reden kann, während man zockt. Ich vermisse ihr Vertrauen jetzt schon, wo es gerade erst seit zehn Minuten weg ist. Was soll ich nur tun?

Beichthaus.com Beichte #00031487 vom 23.06.2013 um 17:52:04 Uhr (28 Kommentare).

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Das Katzenklo als letzter Ausweg

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Schamlosigkeit Morallosigkeit

Als ich 15 war, war unsere Toilette einmal ein paar Tage lang verstopft. Das hatte an sich nichts mit unserer Toilette zu tun, sondern mit dem Altbau, in dem wir wohnten. Wir konnten uns keine bessere Wohnung leisten, meine alleinerziehende Mutter war damals Hartz-IV-Empfängerin. Auf jeden Fall waren in dieser Woche alle Toiletten im Haus verstopft, da die Hausverwaltung zunächst wohl keinen Grund sah, die teuren Rohre freizumachen. Richtige Arschlöcher eben. Wenn wir aufs Klo mussten, sind wir zu den Nachbarn im Mietshaus gegenüber gegangen. Am Freitag dieser Woche sollten die Rohre nachmittags, so gegen 14 Uhr, repariert werden. In der Schule hatte ich einen unglaublichen Druck auf der Analdrüse, da ich seit zwei Tagen nicht mehr geschissen hatte und die Toiletten in unserer Schule ekelhaft gestunken hatten. Ich rannte also um 13:10 Uhr nach Hause und kam um Viertel nach eins an. Ich hatte über die, am Hintertürchen anklopfende Darmwurst, total vergessen, dass unsere Toilette ja gar nicht funktionierte. Im Badezimmer bemerkte ich das dann und wusste nicht, was ich tun sollte. Reflexartig rannte ich also ins Wohnzimmer und versenkte eine riesige Kackwurst im Katzenklo. Der anale Druck war endlich weg, jetzt baute sich allerdings psychischer Druck in Form von Panik auf.


Wann kommt meine Mutter nach Hause? Was wird sie sagen? Und wo soll ich die Wurst entsorgen? Ich entschied mich, einen Plastikbeutel zu nehmen, die Kackwurst damit aufzuheben und das faulig riechende Paket zwecks Beweisentsorgung über den Gartenzaun in den Garten des angrenzenden Mietshauses zu werfen. Zehn Minuten später kam meine Mutter nach Hause. Glück gehabt, dachte ich mir und versuchte, die Sache zu vergessen. Am Abend funktionierten die Toiletten wieder und meine Mutter unterhielt sich mit einer Nachbarin aus unserem Haus über die Hausverwaltung, als eine gute Freundin aus dem oben genannten angrenzenden Mietshaus dazu stieß und sich über die Hundebesitzer beschwerte, die doch ständig die Plastikbeutel mit den Exkrementen ihrer Hunde in ihren Garten werfen. Ich musste lauthals loslachen und meine Mutter sagte: "Stell dir mal vor, jemand wirft einen Beutel voll Scheiße in dein Zimmer, würdest Du dann immer noch lachen?!" - Ich konnte nicht mehr aufhören, zu lachen. Heute bereue ich diese Tat natürlich, bitte vergebt mir! Der Darmdruck war einfach zu groß.

Beichthaus.com Beichte #00031486 vom 23.06.2013 um 05:24:46 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der missglückte Sprung

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Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co. Hohenthann

Ich beichte, dass ich zu unkoordiniert und tollpatschig für einfach alles bin. Vorletztes Wochenende bin ich mit meinem Freund und einem befreundeten Pärchen auf einem Fest mit der Bimmelbahn - also so einer, wie es sie auch immer in Freizeitparks gibt - durchs Feld gefahren. Einer meiner Freunde wollte unbedingt auf halber Strecke rausspringen, um einen Teil des Rückweges zu sparen. Leider hängen da aber überall Schilder, auf denen steht, dass das verboten ist. Außerdem saßen außer uns fast nur Rentner und Kinder in der Bahn - was für einen Eindruck macht das denn? Jedenfalls bog die Bahn irgendwann unerwartet ab und meine drei Freunde sind wie auf Kommando rausgesprungen. Ich saß alleine da und wusste nicht, was ich machen soll. Also bin ich einfach auch schnell abgesprungen. Leider mitten in der Kurve. Und mit viel zu viel Schwung, der durch die Kurve noch verstärkt wurde. Ich wollte die überschüssige Geschwindigkeit mit ein paar Auslaufschritten abfangen, aber leider war mein Bremsweg dann doch länger, als der Feldweg es erlaubte. Also bin ich mit vollem Karacho mit meinen weißen Jeans in einen nassen Grasgraben gestürzt. Die ganzen Rentner, sowie der Rest der Bimmelbahn, fanden das urkomisch und ich wurde von allen ausgelacht. Ich war natürlich von oben bis unten nass und eingesaut, aber statt mir zu helfen, machten meine Freunde lieber Fotos. Ich muss wohl in einem früheren Leben irgendetwas Schlimmes verbrochen haben, dass so etwas immer mir passiert.

Beichthaus.com Beichte #00031458 vom 18.06.2013 um 15:55:54 Uhr in Hohenthann (12 Kommentare).

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