Man muss nicht verheiratet sein!

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Zorn Neugier Schamlosigkeit Vorurteile Familie

Es geht mir einfach nur noch auf den Zeiger und es kann auch nicht mehr wirklich lange dauern, bis mir der Kragen platzt. Ich (w/33) habe eine 8-jährige Tochter. Auch mit dem Vater des Kindes bin ich seit zehn Jahren zusammen. Allerdings gibt es da ein kleines Problem. Gut, es ist eigentlich weniger mein Problem als das etlicher anderer: Wir sind nicht verheiratet. Haben also auch nicht denselben Nachnahmen und unsere Tochter heißt mit Nachnamen wie ich. Und genau hier geht das Debakel los. Sobald wie die Leute mitbekommen, das wir nicht verheiratet sind, kommen immer dieselben Fragen: "Ist das denn der Vater der Kleinen?" Ja, verdammt, ist er. Und selbst wenn er es nicht wäre, ginge es niemanden etwas an. Ich meine, wenn man jemanden mal etwas näher kennt, kann man mal nachfragen, aber doch nicht wenn ich jemanden grade erst kennengelernt habe! Ich renne doch auch nicht auf ein verheiratetes Paar zu und frage, ob das sein Kind ist oder ob sie fremdgegangen ist. Das wäre ja auch möglich.


Vor allem dann immer noch die ganzen Folgefragen wie beispielsweise:"Warum seid ihr denn nicht verheiratet?" und "Meint ihr nicht, dass es für das Kind besser wäre, das muss doch unangenehm sein, wenn der Papa einen anderen Nachnamen hat." Nein, warum zum Geier sollte es für die Kleine von Belang sein, ob irgendwo auf einem Zettel steht dass Mama und Papa offiziell zusammengehören? Warum wir nicht verheiratet sind? Wir haben bisher nie einen Grund dazu gesehen. Wir sind auch ohne dieses Stück Papier glücklich, ohne dass ein Geistlicher oder ein Beamter uns dazu "sein Einverständnis" gegeben hat. Das sollte im Jahr 2016 doch wohl drin sein. Lieber glücklich zusammen und nicht verheiratet, als schon drei Mal geschieden. Ich bitte jetzt schon mal um Vergebung für meine wahrscheinlich bald folgende verbale Entgleisung.

Beichthaus.com Beichte #00038009 vom 08.04.2016 um 09:18:19 Uhr (16 Kommentare).

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Ich liebe einen japanischen Filmstar

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Begehrlichkeit Fremdgehen Peinlichkeit

Ich (w/19) würde gerne endlich mal jemandem erzählen, dass ich langsam selbst glaube, vollkommen durchgedreht zu sein. Ich habe letztens einen japanischen Film gesehen und sofort ist mir einer der Schauspieler ins Auge gesprungen. Er ist 46, sieht unglaublich aus und kann einfach so gut schauspielern! Außerdem wirkt er in Interviews immer so locker, lustig und fröhlich - und obwohl ich natürlich nur Basisjapanisch kann, merke ich einfach, wie toll er sein muss. Zumindest stelle ich ihn mir so vor und finde ich unglaublich anziehend, auf allen Ebenen. Wenn ihr versteht. Mein Körper verhält sich, als wäre er frisch verliebt, aber ich weiß natürlich, dass die Chance ihn überhaupt mal live zu sehen bei 0,01 Prozent liegt und ich ihm auch nie nah sein werde. Er ist berühmt, lebt 9.000 km entfernt und ist 27 Jahre älter.


Naja, das allein wäre ja einfach nur eine schöne, einseitige Obsession, wäre da nicht mein Freund. Ich liebe ihn sehr, wir sind nun zwei Jahre zusammen und natürlich ist der Schauspieler nur eine Schwärmerei. Aber ich fühle mich total schlecht meinem Freund gegenüber. Er weiß noch nichts von der Sache, weil wir uns länger nicht sehen konnten. Es fühlt sich fast an wie fremdgehen.

Beichthaus.com Beichte #00038007 vom 07.04.2016 um 19:59:34 Uhr (7 Kommentare).

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Ich vögele mich über die Weltmeere

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Maßlosigkeit Begehrlichkeit Sucht Arbeit

Ich (w/26) beginne bald meine dritte Saison auf einem Kreuzfahrtschiff. Eigentlich hatte ich vor, in meiner Heimat eine Firma zu gründen. Aufgrund meiner großen sexuellen Begierde ist jedoch alles anders gekommen: Ich war eher frühreif und habe bereits in jungen Jahren großes Interesse an Männern gefunden. Und auch dem eigenen Geschlecht war ich nicht abgeneigt. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und war in der überschaubaren Stadt schnell als Dorfmatratze bekannt. Jedoch hatte ich wirklich großes sexuelles Verlangen und probierte alle möglichen sexuellen Spielarten aus. Als ich endlich meinen Führerschein in der Tasche hatte, fuhr ich oft auch mehrere Hundert Kilometer um mich mit Leuten zu treffen, mit denen ich mir neue oder außergewöhnliche sexuelle Erfahrungen erhofft habe. Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass meine Arbeitsleistung unter den ständigen nächtlichen Aktivitäten gelitten hat, da ich oft erst sehr spät ins Bett kam und dann aber um acht Uhr schon wieder im Büro sein musste.


Also fasste ich den Entschluss, mich selbstständig zu machen und mein eigener Chef zu sein, um mir alles besser einteilen zu können - ohne meine Sexualität zurückstellen zu müssen. Wegen meiner Ausbildung konnte ich ein solides Konzept vorlegen und die Bank war bereit, mich finanziell zu unterstützen und an Kunden mangelte es auch nicht, da ich von den Kunden aus dem Unternehmen meines früheren Arbeitgebers oft gehört hatte, warum ich mich nicht selbstständig mache und diese sofort ihren Account zu mir bringen würden. Ich hatte schon den Mietvertrag für ein Büro auf dem Tisch liegen und auch der Bankkredit war unterschriftsreif. Zufällig traf ich aber eine frühere Schulfreundin, mit der ich früher auch das eine oder andere Mal etwas hatte. Als wir bei einem Kaffee zusammensaßen und von früheren Zeiten plauderten, erzählte sie davon, dass sie acht Monate auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hatte und jetzt vier Monate frei hat.


Was mich jedoch am allermeisten faszinierte, war die Tatsache, dass es auf so einem Schiff scheinbar zuging wie in einem Swingerclub. Sie hatte mit so vielen Kolleginnen und Kollegen etwas gehabt! Und auch dass so viele Nationen auf einem Schiff vertreten sind, war für sie einfach großartig. Ich wusste, dass sie sexuell auf meiner Wellenlänge schwamm und ihre Erzählungen ließen mich nicht mehr los. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit warf ich meine Gründungspläne alle über den Haufen und bewarb mich bei einem großen Kreuzfahrtunternehmen. Es ist mittlerweile die dritte Saison, in der ich auf See bin, und das dritte Schiff. Ich habe in den drei Jahren schon einen Großteil der Welt gesehen und mehr Sex gehabt, als in all den Jahren davor. Im ersten Jahr hatte ich noch eine Hunderterpackung Kondome mit. 100 Kondome reichen jetzt für acht Monate aber bei Weitem nicht mehr aus und ich muss häufig Nachschub kaufen. Ich liebe es, so zu leben und bereue nicht, mein Leben zu Hause und eine vielversprechende Karriere als Selbstständige im Marketing praktisch über Bord geworfen zu haben und hoffe, so weitermachen zu können, bis ich in Rente gehe.


Auf dem Schiff ist es egal, welchen Ruf man hat. Alle halten zusammen und haben zusammen ihren Spaß, um die Zeit an Bord so lustig und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Es ist wie in einer großen Familie - nur mit dem Unterschied, dass alle irgendwie irgendwann etwas miteinander am Laufen haben oder hatten. Ich möchte hiermit beichten, dass ich aufgrund meiner ausschweifenden Sexualität wahrscheinlich eine tolle Karriere zu Hause habe sausen lassen, um mich über die Weltmeere zu vögeln. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00038005 vom 07.04.2016 um 08:38:59 Uhr (24 Kommentare).

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Meine kleine Hummel

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Vorurteile Tiere

Ich habe gestern eine volle Stunde meiner knapp bemessenen Freizeit dafür verwendet - viele würden sagen, verschwendet - um eine kleine Hummel zu retten, die ich bei mir zu Hause im Treppenhaus gefunden habe. Ich habe mal gelesen, dass Hummeln oft weiter fliegen, als ihre Kraftreserven reichen und dass man sie in einem solchen Fall mit ein paar Tropfen Zuckerwasser wieder auf die Beine bringen kann. Also saß ich mit der Hummel, einem kleinen Teller und einer Spritze voll Zuckerwasser auf meinem Balkon, bis das kleine Pelzding angefangen hat, mit seinem Rüssel zu trinken und dann tatsächlich wieder zu Kräften gekommen ist und wegfliegen konnte. Es war ein tolles Gefühl, dieses kleine Leben zu retten. Die meisten von euch werden das für Selbstbeweihräucherung einer verrückten Ökotante halten, aber es hat sich dennoch gut angefühlt, und so etwas könnte auf unserer egoistischen und verrohten Welt ruhig öfter passieren. Meine Beichte ist, dass ich jeden verachte, der mich dafür belächelt.

Beichthaus.com Beichte #00038002 vom 07.04.2016 um 06:57:23 Uhr (27 Kommentare).

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Ein Punkt zur besseren Note

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Engherzigkeit Selbstsucht Ungerechtigkeit Schule Bamberg

Als ich damals an der BOS mein Abi nachgeholt habe, habe ich unfreiwillig dafür gesorgt, dass meine Banknachbarin eine schlechtere Note bekommen hat. Wir haben eine Klausur in Pädagogik/Psychologie zurückbekommen und unser Lehrer hat die Arbeit mit der Klasse besprochen. Bei einer Aufgabe habe ich auf meine Antwort keinen Punkt bekommen. Meine Klassenkameradin hatte dieselbe Antwort und bei ihr wurde es gewertet. Also habe ich mich beim Lehrer beschwert und meinen Punkt eingefordert! Wie das immer so ist, war ich genau an der Grenze zur besseren Note. Nachdem unser Lehrer die Arbeiten von mir und meiner Banknachbarin verglichen hatte, fiel ihm auf, dass ihre Antwort ebenfalls falsch war und er es nur aus Versehen gewertet hatte. Leider hatte sie die bessere Note auch nur knapp erreicht und bekam dann ohne diesen Punkt leider auch die schlechtere Note. Es tat und tut mir wirklich leid. Das war nie meine Absicht. Ich hatte Hoffnung auf eine bessere Zensur und wollte diese aufgrund meiner vermeintlich richtigen Antwort auch haben. Nicht nur, dass ich keine bessere Note bekommen habe. Nein, auch meine Nachbarin wurde aufgrund meiner Beschwerde nach unten korrigiert. Sie hat es damals einigermaßen gut aufgefasst und hat mir keinen Vorwurf daraus gemacht. Ich hatte aber trotzdem ein schlechtes Gewissen. Liebe J. es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00038000 vom 06.04.2016 um 22:31:46 Uhr in 96050 Bamberg (15 Kommentare).

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