Ey, hast du einen Freund?

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Vorurteile Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass ich männlichen Farbigen seit einer Weile immer aus dem Weg gehe. Nicht, weil ich per se etwas gegen farbige Menschen habe, sondern weil nun schon über Monate permanent - weiß Gott wieso - nur von diesen Männern auf der Straße oder im Bus plump angesprochen und in gewisser Weise auch belästigt werde. Mein Familienstatus und so etwas sind privat und gehen niemanden etwas an. Man fragt fremde Leute nicht danach! Im Bus fahre ich abends gar nicht mehr allein, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist oder noch einen Mann dabei hat, passiert so etwas auch nie. Bis dahin ist es mir noch nie untergekommen, dass man direkt etwas derart Privates gefragt wird, ohne dass man sich vorher gut unterhalten hat. Schon gar nicht auf der Straße oder der Zappelbude hat man mal so etwas mitbekommen.

Mir ist bewusst, dass es sich bei der Dreistigkeit um eine Charaktereigenschaft handelt, die nichts mit der Pigmentierung einer Person zu tun hat und vielleicht ist es auch nur ein dummer Zufall, dass ich immer Pech mit Menschen mit diesem optischen Merkmal habe. Aber ich habe meine Konsequenz gezogen, auch wenn sie leider nicht politisch korrekt ist. Deswegen traue ich mich auch nicht, da mit jemandem drüber zu sprechen und es tut mir selbst leid, dass ich dort unter anderem auch Männern aus dem Weg gehe, die nicht so drauf sind.

Beichthaus.com Beichte #00038850 vom 24.10.2016 um 15:45:52 Uhr (39 Kommentare).

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Gleichberechtigung ist unmöglich!

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Ungerechtigkeit Vorurteile Zwietracht Arbeit

Ich bin Referatsleiter für Personalangelegenheiten in einer großen Behörde. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, "Gleichstellung" zu fördern, also mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Weil das ja so toll ist und Frauen ohnehin die besseren Führungskräfte sind, schon wegen "emotionaler Intelligenz" und besserem Sozialverhalten. Tatsächlich ist es so, dass wir die größten Probleme haben, überhaupt auch nur einigermaßen qualifizierte Frauen zu finden, die eine Führungsposition wollen. Einige sagen mir ganz offen, dass sie in ihrer bisherigen Position eigentlich ganz glücklich sind und gar keine höheren Positionen erhalten möchten - okay. Andere sind anfangs top, verwandeln sich aber extrem, wenn sie erst einmal Kinder bekommen. Dann geht es nur noch um ihre Kinder und die Arbeit interessiert sie überhaupt nicht mehr. Andere sind schlicht nicht durchsetzungsfähig.

Wenn wir dann mal eine Frau finden, die wir hochbefördern können, hagelt es regelmäßig Beschwerden über diese weiblichen Führungskräfte. Von wegen "emotionale Intelligenz" und besserem Sozialverhalten: Viele dieser Führungskräfte sind schlicht und einfach Zicken, die ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das Leben zur Hölle machen. Interessanterweise kommen diese Beschwerden zum größten Teil von Frauen. Versteht mich nicht falsch: Es gibt natürlich auch katastrophale männliche Führungskräfte, gerade die, die nur aufgrund des richtigen Parteibuchs hochgekommen sind. Aber die Frauen sind wirklich nicht besser. Ach ja, den Klassiker haben wir natürlich auch: Frauen, die bewusst oder unbewusst mit den richtigen Männern im Bett landen und dann erstaunliche Karrieren machen. Kurzum: Ich fände es toll, wenn wir Gleichberechtigung haben könnten. Aber so langsam habe ich da meine Zweifel.

Beichthaus.com Beichte #00038844 vom 22.10.2016 um 20:00:48 Uhr (24 Kommentare).

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9 Euro Stundenlohn

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Boshaftigkeit Falschheit Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit

Ich arbeite in einem Unternehmen, das sehr hochwertige und empfindliche Bauteile für die Luftfahrtindustrie herstellt. Da ich aber als ausgelernte Kraft trotzdem nur 9,00 Euro pro Stunde erhalte, geht mir der Job am Arsch vorbei. Für 9,00 Euro kann man wirklich ein Fass aufmachen... und wie Diogenes da einziehen. Letztens sind mir im Lager schon fertige, vom Qualitätsprüfer geprüfte Teile runtergefallen. Ich habe gesehen, dass sie beschädigt waren, trotzdem habe ich sie wieder in das Regal gestellt, als wäre nichts passiert. Es hat trotz des Lärms keiner mitbekommen.

Mein Kollege hat sie verpackt und weggesendet. Es gab eine riesige Reklamation und einen Besuch vom Kunden. Ich mag den Qualitätsprüfer überhaupt nicht, er ist ein schlimmer Mensch, und als er den ganzen Ärger abbekam, war es mir eine Wohltat. Ab 13 Euro Stundenlohn hätte ich bestimmt meinem Vorgesetzten Bescheid gesagt. Ich bereue es, den Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben. Ich werde versuchen, woanders anzufangen und den Scheißjob aufgeben.

Beichthaus.com Beichte #00038841 vom 22.10.2016 um 12:59:49 Uhr (25 Kommentare).

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Ich will meine Mutter nicht sehen!

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Zorn Engherzigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Familie

Ich (w/22) bin Studentin und für mein Studium ungefähr 180 Kilometer weit weggezogen. Ich besuche meine Heimat nur selten, da ich meine Mutter kaum ertragen kann, obwohl es mir für die anderen Leute in der Heimat leidtut. Meine Mutter hat Abitur und eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Danach hat sie nie wieder gearbeitet. Sie hatte immer Ausreden. Erst war es der Grund, dass ich als Kind krank war, dann angeblich schwer erziehbar und danach fehlende Computerkenntnisse. Die Kindheit lang wurde ich immer kontrolliert und durfte weniger als Gleichaltrige. Sie lehrte mich ihr seltsames Weltbild: Nur in Familien, in denen die Eltern wenig Geld haben, müssen beide Elternteile arbeiten und sie machte mir klar, dass ich dankbar sein muss, dass sie alles für mich tut und ich kein armes Schlüsselkind bin. Außerdem achtete sie penibel auf mein Gewicht oder meine Noten, was noch mehr dazu geführt hat, dass ich mich völlig erdrückt gefühlt habe. Heute würde man sie als Helikoptermutter bezeichnen.

Ich habe vor dem Studium Vollzeit gearbeitet (Bundesfreiwilligendienst) und endlich alleine gewohnt. Beim ersten Besuch hat sie mich rund gemacht, weil ich die Unordnung unter dem Bett versteckt habe. Sie bezeichnete mich als schnell überfordert. Da gingen die Zweifel gegen meine Mutter los. Ich sagte ihr, dass ich das ja auch neben der Arbeit machen müsse. Das Gebrüll ihrerseits habe ich bis heute nicht vergessen. Mittlerweile studiere ich. Das Studium ist stressig. Ich wollte nie etwas in der Richtung studieren, aber ich wurde da reingezwungen. Unterlagen für meine Traumstudiengänge wurden einfach nicht zur Post gebracht. Ich hätte es ihr echt nicht anvertrauen dürfen.

Sie überredete sogar meinen Vater, mir die finanzielle Unterstützung nicht zu geben, wenn es nichts "Gescheites" ist. Mein Anrecht auf BAföG wurde mir bis zur letzten Sekunde verschwiegen. Ich habe mich mittlerweile mit dem Studiengang angefreundet. Dennoch macht es mich wütend, dass ich ein Vollzeitstudium, einen kleinen Nebenjob und Hausarbeit machen muss, während meine Mutter nur ein wenig Haushalt machen muss und ihr alles zufliegt. Allein für Zigaretten kriegt sie locker 100 Euro!

Der Heimatbesuch läuft mittlerweile so ab, dass meine Mutter sich über zu viel Haushalt beschwert. Ich kann das Gejammer kaum ertragen und beneide sie, dass sie nur den Haushalt machen muss, wo man bekanntlich nicht viel falsch machen kann. Fast den ganzen Tag schaut sie fern, spielt Computerspiele, lästert oder geht feiern. Ihre neue Ausrede ist, dass sie sich um ihre angeblich schwer demente Schwiegermutter kümmern muss. Für mich kaum zu ertragen. Ich hoffe, dass meine Großmutter nicht darunter leiden muss und ich hoffe, dass ich den Mut habe, dann einzugreifen. Ich beichte, dass es mir außerdem völlig egal ist, warum sie so geworden ist und ich Weihnachten mit irgendeiner Krankheit im Bett liege und am 2. Weihnachtstag abreisen werde.

Beichthaus.com Beichte #00038835 vom 18.10.2016 um 23:30:15 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Meine Eltern sind Abzocker!

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Hass Aggression Ungerechtigkeit Verschwendung Familie

Weil es anders nicht möglich war, musste ich von der Kindheit an bis zum 21. Lebensjahr bei meinen Eltern leben. Die Schule hatte ich mit knapp 20 fertig, war dann aber zur Orientierung erst einmal ein Jahr arbeiten, bevor ich wusste, wie es mit Studium oder Ausbildung […]
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Beichthaus.com Beichte #00038816 vom 13.10.2016 um 01:26:27 Uhr (35 Kommentare).

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