Rassistische Hinterwäldler

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Vorurteile Zorn Rache Nachbarn

Ich (m/28) habe mir vor einem Jahr, in einem netten Vorort ein nettes Häuschen gekauft. Viel Freude hatte ich damit zunächst nicht, denn ich bin aufgrund meines Berufs unter der Woche eigentlich immer unterwegs. Nach knapp drei Monaten hielt ich es für angebracht, meinen Geburtstag und die Einweihung des Hauses zusammenzulegen und eine kleine Party zu feiern. Ich habe meine Nachbarn vorgewarnt, dass es lauter werden kann und diese auch zur Party eingeladen. Von denen jedoch keiner kam. Nach einer eigentlich recht ruhigen Party, zeigte sich jedoch, dass ich es mit knallharten Hinterwäldler-Rassisten zu tun habe. Den zweiten Beigeordneten des Ortes, der wie ich Unternehmensberater ist, kannte ich zufällig aus einem größeren Beratungsprojekt. Der berichtete über massive Beschwerden aus der Nachbarschaft - es würden ständige laute Partys gefeiert werden, Autos meiner Freunde würden laut tönend die Straße hoch und runterrasen und mein Vorgarten wäre komplett zugemüllt. (Zugegeben, er hat mehr Liebe verdient, aber zugemüllt ist er nicht!) Und warum "So etwas hier überhaupt ein Haus bekommt". Nun ich bin marokkanischer Herkunft, was den Nachbarn wohl sehr zuwider war, diese haben in ihren Beschwerden alle Klischees aus den Nachrichten und dem Internet aufgegriffen und dem Bürgermeister auf den Teppich gekotzt. Diese Beschwerden würden wöchentlich dort eingehen, wurde mir berichtet.


Ich war danach erst einmal drei Wochen in Bern. Einige Nachbarn habe ich sogar darauf angesprochen, jedoch wusste natürlich keiner etwas von irgendwelchen Beschwerden. Typische deutsche Vergesslichkeit, was solche Themen betrifft, dachte ich mir nur. Zu meiner Beichte: Nachdem ich die Klischees angedichtet bekommen habe, sah ich mich gezwungen, diese auch zu bestätigen. Ich habe tatsächlich laute Partys gefeiert und habe dann, als erwartungsgemäß die Polizei gerufen wurde, meine gesamte Partygesellschaft in den Keller geschickt und die Musik ausgemacht. Die Polizei fand jedes Mal einen ruhigen, alleinstehenden Mann vor. Zwei Mal tat ich sogar so, als wurde ich gerade aus dem Schlaf geklingelt. Das passierte drei Wochenenden aufeinander, mehrere Male in der Nacht. Die Polizei unterstellte, ohne mein Zutun, der Nachbarschaft den besagten Rassismus und teilte mir mit, dass der Anrufer nun ernsthafte Schwierigkeiten bekommen würde. Ich weiß, dass das nicht edel ist, aber so einen Rassismus habe ich in meiner Heimatstadt nie erlebt. Ich habe in einem gemischten Viertel gewohnt, in dem alle miteinander auskamen - ohne Vorurteile. Irgendwie muss man sich ja wehren, gleichwohl tun mir die unschuldigen Nachbarn leid, wegen denen ich auch um Entschuldigung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00036850 vom 16.10.2015 um 00:16:40 Uhr (19 Kommentare).

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Ein Joint und eine gebrochene Nase

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Drogen Maßlosigkeit Dummheit Aggression

Als ich (m) in der sechsten Klasse war, habe ich angefangen, Weed zu konsumieren und das in einem sehr ungesunden Ausmaß. Das ist aber noch gar nicht meine Beichte, weil ich es heute das letzte Mal konsumiert habe. Ich möchte beichten, dass ich in den Ferien mit ein paar Kollegen gekifft hatte. Der Kollege, bei dem wir waren, war schon über 18 und hatte eine eigene Wohnung, darum hatten wir dort schon gut etwas geraucht. Ich lag in einer Ecke und konnte nichts mehr, außer nach vorne zu starren - ich starrte also auf zwei meiner Kollegen, die sich unterhielten. Einer war genauso dicht wie ich und hat nur hin und wieder mal genickt, der andere hatte davor noch MDMA eingeworfen und hat den Nickenden regelrecht an die Wand geredet.


Der MDMA-Typ hat dann seinen Joint ausgedrückt, was ja erst einmal nicht schlimm ist, aber er war so drauf, dass er, statt einen Aschenbecher zu benutzen, die Handfläche seines Gesprächspartners benutzt hat. Der hat aber keine Reaktion gezeigt, obwohl ein noch leicht glühende Joint in der Brandwunde auf seiner Handinnenfläche steckte. Mach 3-4 Minuten sagte er dann, dass er so drauf sei, seine Hand fühle sich an, als ob sie brenne. Als ein Kollege, der noch halbwegs bei Verstand war, ihm dann verklickerte, dass sein Gesprächspartner ihm einen Joint in die Hand gedrückt hatte, zog er sich den Joint aus der Hand, holte aus und schlug dem MDMA-Typen so ins Gesicht, dass seine Nase brach. Aber weil alle auf Drogen waren, hat sich keiner getraut, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Seine Nase ist dann schief zusammen gewachsen und immer, wenn ich ihn sehe, muss ich daran denken, dass wenn ich dazwischen gegangen wäre, seine Nase jetzt noch gerade wäre.

Beichthaus.com Beichte #00036848 vom 15.10.2015 um 21:39:14 Uhr (13 Kommentare).

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Warum habe ich alles richtig gemacht?

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Ungerechtigkeit Ignoranz Begehrlichkeit

Ich (m/23) habe eigentlich alles richtig gemacht. Ich hatte mit 17 einen Schwarm. Ein wunderschönes Mädchen, welchem ich schon ewig hinterherhechelte. An einem Abend auf einer Party kam es dann so weit. Wir haben rumgemacht. Danach habe ich sie mit zu mir genommen. Zu Hause angekommen entblößte sie sich und fragte, ob ich ein Kondom im Haus habe. Hatte ich. Da ich aber wusste, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch Jungfrau war, sagte ich zu ihr, wir sollten das lassen. Ich würde sie zu wenig kennen und mit dem ersten Mal sollten wir uns Zeit lassen, bis wir uns vertrauen können. Sie fand das süß und freute sich sehr. Den restlichen Abend ging es heiß her, nur eben ohne Sex. In den folgenden Wochen verletzte sie mich, wo sie nur konnte. Wir schrieben viel, sie heuchelte immer Interesse - versetzte mich aber mehrfach. Ich war sehr verletzt. Inzwischen ist sie seit mehreren Jahren mit ihrem Freund zusammen, mit dem sie dann wohl auch ihr erstes Mal hatte. Ich bin inzwischen auch mehrere Jahre gebunden und völlig glücklich mit meiner Liebe. Meine Beichte ist, dass ich bereue, nicht mit ihr geschlafen zu haben, obwohl ich weiß, dass es richtig war. Sie war verdammt heiß.

Beichthaus.com Beichte #00036843 vom 15.10.2015 um 14:40:37 Uhr (13 Kommentare).

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Meine beste Entscheidung als Veganer

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Dummheit Hochmut Ignoranz Studentenleben

Zu Beginn meiner Studienzeit war ich ein ziemlicher Mitläufer und Trottel. Naja, wie soll ich das sagen, ich fing an Politikwissenschaften zu studieren und wurde mit dem neu gewonnenen Freundeskreis auch Veganer. Einer der nervigen Sorte. Meine Freunde in meiner Heimat machten zum größten Teil eine Ausbildung oder ein duales Studium, und verstanden mich nicht mehr, sodass ich so anfing, harsch dafür zu plädieren, dass veganes Essen besser ist als alles andere. Meine Mutter musste für mich sogar über die Feiertage hinweg dementsprechend einkaufen. Auch war ich mit meinen neuen "Freunden" auf Demos, gegen alles Mögliche. Alles in einem lebte ich also in einer Blase des "besseren" Menschen, ich fühlte mich auch irgendwie besser als andere, zusammen mit meinen Studienfreunden glaubten wir das tatsächlich auch. Eines Abends, wir waren in einer lustigen Runde, kam eine Kommilitonin mit ihrem Freund auch vorbei. Wir hatten mit ihr nicht viel zu tun gehabt, jedoch eine mäßig schwere Klausur geschrieben und wollten das Feiern, dementsprechend waren auch einige von unserem Studiengang eingeladen.

Ihr Freund, war ein großer, behaarter Türke, also nicht falsch verstehen, er stellte sich mir damals auch so vor. Er hatte einen gewissen Hang zum Humor - musste man schon sagen. Er riss einige politisch unkorrekte Witze auf der Party, was meine Freunde natürlich schrecklich fanden, jedoch das Lachen auch nicht verkneifen konnten. Ich unterhielt mich ein bisschen länger mit ihm. Anfangs dachte ich, in meiner Arroganz, er würde irgendetwas "Einfaches" machen, wie Lagerist oder Kassierer im Supermarkt. Also erzählte ich ihm, wie anstrengend so ein Studentenleben ist, dass andere Arbeit zwar körperlich anspruchsvoll wäre, das Studium einen jedoch geistig herausfordern würde. Ich hörte nicht auf und erzählte weiter, wie wichtig es für uns alle ist, auf Tierfleisch zu verzichten und dass wir in einer sexistischen Gesellschaft leben, und so weiter. Bis seine Freundin zu uns kam, küsste ihn auf die Backe und fragte ihn, warum er nur so grinsend dasitzt. Er zeigte auf mich und sagte nur nüchtern: "Mit Anfang zwanzig war ich nicht so ideologisch, vielleicht liegt es daran, dass ich Ingenieur bin und ich immer basteln wollte."

Irgendwie war ich irritiert, schaute ihn an und fragte ihn: "Ingenieur?" Er fing an zu lachen, dann sagte er mir auch noch, dass er nicht nur einen Master in Elektrotechnik hatte, sondern aktuell auch noch darin promoviert. Da saß ich nun und fühlte mich erst richtig scheiße. Schließlich hatte er sich mein Geschwätz angehört, obwohl er wohl besser wusste, wie zeitaufreibend ein Studium sein kann. Wie dem auch sei, er gab mir seine Telefonnummer und meinte, dass wir uns gerne ein anderes Mal treffen können, er müsse mit seiner Freundin noch weiter - sie waren noch auf eine andere WG-Party eingeladen. Mit diesen Gedanken im Kopf, dachte ich mir, ich sollte ihn auf jeden Fall mal wiedertreffen und mir sein Gerede antun, nachdem ich so herablassend über ihn gedacht hatte. Gesagt getan, eine Woche später trafen wir uns. Wir tranken gut etwas weg und ich fing mir an, einen Joint zu drehen und fragte ihn, ob er auch mag. Er grinste mich an und sagte nur: "Ich bin zu alt für so etwas, der Alkohol reicht mir". Wir gingen weiter um die Häuser und natürlich hatten wir Hunger.

Er sagte mir, dass er einen Dönerladen kennt, der vermutlich den geilsten Döner macht, denn ich bisher gegessen hätte. Wir liefen hin, und ehe ich mich versah, hatte ich einen ziemlich fetten Dürüm-Döner in der Hand. Im Kopf dachte ich mir, dass ich es ihm sagen sollte, dass ich das nicht essen kann - er weiß doch, dass ich Veganer bin, wieso habe ich mir eigentlich das Ding gekauft?! Aber statt meine Gedanken in Worte zu fassen, biss ich ziemlich gierig ein großes Stück vom Döner ab. Und statt aufzuhören, aß ich weiter, als ob ich kurz vorm Verhungern gewesen wäre. Verflucht, war das geil! In dem Moment, wo auch das letzte Stück seinen Weg in meinen Magen gefunden hatte, schwor ich mir innerlich, es bei diesem Ausrutscher zu belassen. Die Nacht war noch jung und wir zogen weiter um die Häuser. Ich weiß nicht warum, aber bevor wir in die nächste Bar taumelten, beschlich uns erneut der Gedanke etwas zu essen. Praktischerweise war eine Currywurst-Bude direkt nebenan, nun dachte ich mir, dass er wohl garantiert kein Schweinefleisch isst und daher wohl auch nur Pommes bestellen wird.

Dem war aber wieder nicht so, er bestellte zwei Mal eine Currywurst und eine große Portion Pommes für uns beide. Verflucht, ich konnte nicht schon wieder Fleisch essen, und wieso hat der Kerl andauernd Hunger? Doch statt meine Bedenken kundzutun, aß ich erneut gierig meine Wurst auf. Das war der letzte Moment, an den ich mich erinnern konnte. Am nächsten Morgen wachte ich in seiner Wohnung auf seinem Sofa auf, neben mir eine völlig Unbekannte - sie hatte blonde Haare und wirkte auch nicht so wie die Frauen, die ich bisher während meiner Studienzeit hatte. Sie lächelte mich an, später sagte sie mir, sie fände es süß, dass ich wohl in der Bar, wo ich sie aufgegabelt hatte, auf alle Veganer geflucht hätte. "Oh Gott, was hat dieser Typ nur aus mir gedacht, dachte ich?!" Habe ich innerhalb eines Abends alle meine Ideale einfach so hingeworfen?! Sie war aber echt nett und ich dachte mir, dass sich vielleicht etwas mit ihr ergeben würde.

Naja, die Zeit verging und ich traf mich mit meinem neuen orientalischen Freund immer wieder, auf einen Kaffee oder Ähnliches. Auch entwickelte sich meine neue weibliche Bekanntschaft zu meiner festen Freundin - sie war ganz anders als ich: Sie studierte Jura, trug eine Perlenkette und war an sich auch eher die Klischee-Juristin. Als ich sie dann meinen Studienfreunden vorstellte, waren diese nur gehässig und machten dumme Witze. Das hatte mich schon sehr verletzt, denn letztendlich war sie die Frau, die ich liebte, und keine "Jura-Schlampe", wie meine angeblichen Freunde sie nannten. Also sah ich meine Studienfreunde auch immer seltener, ansonsten war ich auch nicht wirklich in meinem Studium engagiert. Ich wurde immer lustloser. Veganer war ich dann auch nicht mehr. Und so begann ich später, mit der Hilfe meines türkischen Freundes, Maschinenbau zu studieren.

Ich muss ehrlich sagen, dass das wohl auch die beste Entscheidung meines Lebens war. Ich habe wieder einen größeren Kontakt zu meinen Freunden in der Heimat, meine neuen Kommilitonen waren auch ziemlich cool drauf. Und irgendwie fühle ich mich innerlich wesentlich erfüllter. Mittlerweile habe ich meinen Bachelor in Maschinenbau fertig und beginne nächste Semester meinen Master. Ich muss sagen, dass es schon erstaunlich ist, wie sehr sein Erscheinen mein Leben verändert hatte. Ich beichte, dass ich ein ziemlicher Trottel war und froh bin, jetzt doch für mich den richtigen Weg gefunden zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00036841 vom 15.10.2015 um 13:57:51 Uhr (20 Kommentare).

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Niemand hat einen Fremdgänger verdient

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Fremdgehen Selbstsucht Engherzigkeit Urlaub Partnerschaft

Ich war damals 15 und mein Freund 18. wir waren seit sechs Monaten zusammen und er hat mich entjungfert. Als ich im Skilager war, habe ich ihn mit einem aus der Parallelklasse betrogen und diesen entjungfert. Er hatte damals auch eine Freundin. Ich machte natürlich gleich mit meinem Freund Schluss - er war sehr sauer, was natürlich verständlich ist. Alle in der Schule haben uns dann gemobbt. Mein Ex hat mir mittlerweile schon verziehen. Ich habe mir selbst aber nie vergeben. So etwas verdient kein Mensch und ich werde das nie im Leben wieder machen. Es tut mir sehr leid und ich schäme mich!

Beichthaus.com Beichte #00036839 vom 15.10.2015 um 10:45:42 Uhr (9 Kommentare).

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