Gefühlskalt

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Verzweiflung Vorurteile Engherzigkeit Niedersimten

Ich (m/30) kann keine Gefühle zeigen. Also das heißt, wenn ich eine Komödie schaue, kann ich herzhaft lachen, und auch wenn etwas Schlimmes in den Nachrichten gezeigt wird, bin ich fähig, Betroffenheit zu zeigen. Aber wenn es sich dann um meine Mitmenschen dreht, dann geht einfach gar nichts mehr. Ich kann meiner Mutter nicht sagen, dass ich sie liebe und dass ich froh bin, so eine tolle Mutter zu haben. Wenn ich es versuche, habe ich eine Art Blockade, die mich daran hindert und wechsele schnell das Thema. Auch meiner kleinen Schwester kann ich nicht sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und in einer Beziehung, die ich mit einer Frau führe, die ich wirklich liebe, sage ich so gut wie nie "Ich liebe dich". Wenn vor mir ein Kind hinfällt und weint, mache ich nur einen Schritt zur Seite und gehe weiter. Natürlich tut mir das Kind leid, aber ich kann ihm einfach nicht aufhelfen und es mit einem Lächeln trösten. Ich kann auch einer Hundebesitzerin, die sich freundlich lächelnd dafür entschuldigt, dass ihr kleiner Hund mich angesprungen hat, nicht mit einem Lächeln antworten, dass es schon Okay ist. Nein, ich starre nur kurz den Hund an und laufe dann ausdruckslos weiter. Ich kann es nicht, obwohl ich der Umwelt sehr gerne meine Gefühle mitteilen würde.


Dabei bin ich eigentlich ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Deshalb möchte ich beichten, dass ich nicht fähig bin, diese Dinge zu ändern, obwohl ich fürchte, dass man mich deshalb für arrogant und eingebildet halten könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031740 vom 14.08.2013 um 02:40:21 Uhr in 66955 Niedersimten (19 Kommentare).

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Sangria mit Geheimzutaten

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Ekel Rache Falschheit Trunksucht Last Night Mutterstadt

Vor ungefähr vier Jahren war ich (m) auf einer Party ein paar Dörfer weiter eingeladen. Der Gastgeber war eher ein unbeliebter und nicht gerade sehr gern gesehener Gast bei uns im Freundeskreis. Wir entschieden uns trotzdem hinzugehen, da uns eine Menge Alkohol, Mädels uns eine sturmfreie Bude versprochen wurde. Dort musste ich leider feststellen, dass "eine Menge Alkohol" bedeutete, dass dort ein Kasten Bier, eine billige Flasche Kräuterlikör und zwei Flaschen Sangria standen. Die Mädels waren zwischen 13-15 Jahre alt, machen waren noch dazu moppelig und sonst war auch kein "Hingucker" dabei, außer das eine Mädel. Sie war zwischen 18 und 20 und kam auch nur als Aufsichtsperson für ihre Schwester, die wohl erst dreizehn war. Da ich keine andere Möglichkeit hatte, als das Dorf vor sieben Uhr morgens mit dem Bus zu verlassen, machte ich das beste daraus. Ich schnappte mir den Kräuterlikör und setzte mich zu ihr, sie war sichtlich gelangweilt und nahm das Angebot an.


Wir lachten und unterhielten uns, dank dem Alkohol wurde es immer lustiger. Ich dachte schon, der Abend wäre gerettet, bis besagter Gastgeber sich zu uns gesellte. Er war bekannt dafür, alles Mögliche zu tun, um seine Vorteile daraus zu ziehen, deshalb schwante mir schon Böses, als er mit uns trank. Natürlich waren wir dann ein kleines bisschen angeheitert, und wie man das so kennt, zwingt der Alkohol einen dann doch irgendwann, die Toilette aufzusuchen. Als ich wieder zurückkam war nicht nur der Kräuterlikör weg, nein, auch der Gastgeber und das Mädel waren verschwunden. Genervt gesellte ich mich dann zu einem Kumpel, der mich dann darüber aufklärte, dass die beiden in seinem Zimmer verschwunden wären. Ich war bedient und musste mir etwas einfallen lassen. Also schnappten wir uns die zwei Päckchen Sangria und füllten damit einen Eimer. Mit ein paar Orangen und Partydekor richteten wir das Ganze noch schön her und tranken davon, bis wir keine Lust mehr darauf hatten. Da sie Beiden noch immer nicht wiedergekommen waren, überlegten wir uns, wie wir uns rächen sollten.


Und jetzt wird es eklig. Wir pinkelten und spuckten in den Eimer. Als dann der Gastgeber mit seiner Eroberung wieder kam, luden wir sie ein, sich erneut zu uns zu gesellen. Wir lachten uns innerlich ins Fäustchen und am Morgen, als wir gingen, haben wir es ihm erzählt, damit es auch Sinn macht. Er glaubte uns nicht und lachte nur. Ich weiß, dass das absolut ekelhaft und krank war, aber jeder, der diesen Typen kennt, hätte das Gleiche getan. Zu Schaden kam er auch nicht, da er wirklich nicht glaubte, dass wir das gemacht haben. Urin ist zudem steril, und ein bisschen Speichel trinkt man auch, wenn man aus fremden Gläsern trinkt. Ich lache allerdings noch oft darüber, besonders, wenn ich ihn sehe.

Beichthaus.com Beichte #00031733 vom 12.08.2013 um 14:53:35 Uhr in 67112 Mutterstadt (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Mit dem Besen in die Urne

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Verzweiflung Engherzigkeit Tod Kinder Marktheidenfeld

Ich (w) beichte, dass ich etwas Schreckliches zu meinem Kind gesagt habe. Vor einigen Jahren starb mein Mann nach einem harten und langen Kampf gegen den Krebs. Mein Sohn war damals 15 Jahre alt und meine Tochter sechs. Mein Mann und ich diskutierten lange darüber, wie er beerdigt werden sollte. Ich konnte ihm die Verstreuung, um unserer Kinder willen, gerade noch ausreden, aber er wollte unbedingt verbrannt werden. Dann starb er und der Tag der Beerdigung kam. Meine kleine Tochter schwieg und starrte unentwegt auf die kleine Urne, in der sich die Asche befand. Ich war nach vier Tagen voller Trauer ganz ausgebrannt und abgestumpft. Nach einer Weile zupfte die Kleine an meinem Ärmel und fragte ganz leise: "Wo ist denn Papa?" Meine Antwort, dass Papa in der Urne sei, schien sie zu verwundern, denn sie fragte mich, wie er denn dort hineinpassen würde. Aus der Sicht des Kindes vermutlich eine logische Frage, immerhin war er ja knapp 1.90 m groß. Ich weiß nicht, was mich zu der Antwort "Mit einem Besen und einer Schaufel" getrieben hat, aber es tut mir inzwischen unendlich leid, so etwas zu meiner Tochter gesagt zu habe. Sie hat mich ganz komisch und verwirrt angeschaut, hat aber den Rest des Tages kaum ein Wort gesagt. Heute meint sie, dass sie sich nicht daran erinnern kann, was damals passiert ist, aber das macht es leider nicht ungeschehen.

Beichthaus.com Beichte #00031731 vom 12.08.2013 um 11:36:18 Uhr in Marktheidenfeld (16 Kommentare).

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Das Sparschwein

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Schamlosigkeit Dummheit Bahn & Co. Frankfurt am Main

Das Sparschwein
Vor ein paar Tagen setzte sich in der S-Bahn eine etwas fülligere junge Frau neben mich, den Rücken zu mir gewandt und die Beine im Gang. Mir fiel auf, dass ihre Jeans etwas zu eng war und man dadurch schön das "Sparschwein" sehen konnte. Naja, long story short: Ich konnte nicht anders, als einen Cent aus meinem Portemonnaie zu nehmen und einen günstigen Moment abzuwarten, um ihn hineinzuwerfen. Wir stiegen an derselben Haltestelle aus, kurz vorher rempelte ich sie an und entschuldigte mich, damit sie davon abgelenkt war, dass mein Cent in ihrer Hose verschwand. Ich bin dann nach dem Aussteigen schnell in die entgegengesetzte Richtung gelaufen, ich glaube nämlich, dass sie doch etwas mitbekommen hat. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Aktion nichts mit dem Übergewicht der Frau zu tun hatte! Die Leute sollen sich einfach mal vernünftig sitzende Hosen kaufen.

Beichthaus.com Beichte #00031730 vom 12.08.2013 um 10:26:43 Uhr in 60599 Frankfurt am Main (26 Kommentare).

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“Beichte

Treffen mit dem Stalker

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Dummheit Feigheit Falschheit

Ich (w) habe, als ich ungefähr vierzehn Jahre alt war, während der Sommerferien einen Jungen im Freibad kennengelernt. Er ist etwas jünger als ich, sprach mich aber dennoch an und bekam meine Handynummer, da wir uns ganz gut verstanden. Ein paar Tage später haben wir ein Treffen ausgemacht und sind in der Stadt herumspaziert. Wir haben nur geredet und sonst war nichts. Bei ihm wusste ich nie so recht, wo ich dran bin, denn einerseits war er total lieb zu mir, lachte über meine Witze und lud mich auch immer ein. Er wollte mir näherkommen, das merkte ich schon, doch er blockte mich hin und wieder auch einfach ab, nur um dann wieder einen Schritt auf mich zuzugehen. So ging das dann eine Weile lang, doch nach einiger Zeit wurde er immer anhänglicher und klammerte, sodass ich mich total eingeengt gefühlt habe. Wenn wir uns getroffen hatten, und ich kam gerade wieder zu Hause an, bekam ich meistens eine Nachricht, in der er fragte, wann wir uns wieder treffen würden. Außerdem schickte er mir andauernd Herzchen und ähnliche Sachen. Deshalb verpasste ich ihm den Spitznamen "Stalker". Anfangs sagte ich ihm noch zu, doch dann begann ich allerlei Dinge zu tun, die man nicht machen sollte - ich brachte meine Freundin zu Treffen mit, oder zog mich absichtlich unpassend an. Die Hoffnung, dass es zwischen uns noch Funken würde, gab ich aber dennoch nicht auf. So war es natürlich nicht, aber er wollte sich trotzdem weiterhin treffen. Ich begann damit, ihm Absagen zu erteilen. Als er mich zum Beispiel zu einem Volksfest einlud, sagte ich ab und ging dann trotzdem hin, versteckte mich aber immer vor ihm. Das ist im Nachhinein betrachtet mehr als kindisch, aber ich war ja eigentlich auch noch ein Kind. Irgendwann erzählte ich das Ganze meiner Mutter, die mir sagte, dass ich auf keinen Fall gemein zu ihm sein sollte, was ich dann auch beherzigte.


Als die Schule wieder begann, erzählte ich die Geschichte dann jedoch einer Freundin, und auch, dass ich keine Lust mehr hätte, den Jungen zu treffen. Sie riet mir, dass ich eine SMS schreiben sollte, in der ich "Schluss machte" - ich nahm auch tatsächlich mein Handy und tippte "Hey - ich habe keinen Bock mehr auf dich. Bye!" ein. Eigentlich nur aus Spaß, ich hatte nicht wirklich vor, diese Nachricht abzuschicken, denn mir war klar, dass das viel zu gemein wäre. Die Rechnung habe ich jedoch ohne meine Freundin gemacht, denn diese schnappte mir mein Handy aus der Hand und drückte auf "Senden". Ich war schockiert, denn das war eine ganz miese Aktion und per SMS abserviert zu werden, dann auch noch in diesem Tonfall, ist mehr als unschön. Mir tat es furchtbar leid, denn er war wohl total in mich verschossen und ich war einfach nur zu feige, um ihm zu sagen, dass ich nur Freundschaft will. Sein Leben ging jedoch weiter, zwischenzeitlich war er mit einer Bekannten von mir zusammen und es scheint ihm gut zu gehen. Dennoch hatte ich bis heute nicht den Mut, mich bei ihm für diese gemeine Aktion zu entschuldigen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031720 vom 10.08.2013 um 02:48:31 Uhr (12 Kommentare).

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