Die verlorene Geldbörse

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Habgier Falschheit Selbstsucht

Ich habe vor ein paar Tagen einen Geldbeutel gefunden. Darin befanden sich weit über 300 Euro. EC-Karten, Führerschein, Mitgliedsausweise - wie man das halt kennt. Meine Beichte ist, dass ich das Geld ohne nachzudenken genommen habe. Selbst Schuld, wenn man mit so viel Geld rumläuft und es dann auch noch verschlampt. Für mich war es eine tolle Finanzspritze. Das Portemonnaie habe ich noch am selben Tag in ein kleines Paket gesteckt und es an den Besitzer zurückgeschickt. Ohne Notiz. Und ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Geld hat der Besitzer genug, was man sehen konnte, wenn man sich den Geldbeutel genauer ansah. Der Bonze ist selbst schuld. Den Laufkram und die Bürokratie habe ich ihm aber zumindest erspart.

Beichthaus.com Beichte #00032109 vom 23.10.2013 um 16:28:25 Uhr (24 Kommentare).

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Schlafraubende Mitbewohner

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Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Rache Falschheit WG Pasewalk

Ich habe wirklich einen sehr anstrengenden Tag und bin froh über jedes bisschen Schlaf, das ich bekommen kann. Mein Mitbewohner macht mir da allerdings gerne einen Strich durch die Rechnung. Er ist ein richtiges Muttersöhnchen und meinte eines Morgens um halb vier, mir meinen Schlaf zu rauben. Da er jedes Wochenende zu seiner Mutter fährt, und sie ihn am Freitagabend dann abholt, muss die Wohnung natürlich total sauber sein. Ich weiß nicht, warum er das macht, denn sie macht für ihn immer den Abwasch und wischt sein Zimmer aus. Aber egal - an dem besagten Morgen drehte er seinen Fernseher extrem laut, ließ seine Zimmertür offen und machte irgendwelche lauten Dinge. Kurzum raubte er mir meinen Schlaf mit knallenden Türen, lautem Rascheln und sogar krachende Geräusche blieben nicht aus. Total entnervt habe ich ihn dann angeschrien, ob er nicht mehr ganz klar im Kopf ist und was das soll. Nachdem er nicht antwortete, war es ganz klar, dass es hier um Schikane ging. Daher habe ich, kurz bevor seine Mama hier eintraf, in seinem Zimmer eine Zigarette angezündet. Es gab einen riesigen Streit und mich verdächtigte sie auch nicht, da jeder weiß, dass ich eigentlich gegen Drogen bin. Der Gesellschaft etwas vorzuspielen ist einfach nicht schwer.

Beichthaus.com Beichte #00032104 vom 25.10.2013 um 06:14:33 Uhr in Pasewalk (6 Kommentare).

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Das Spielchen mit den Nachbarn

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Engherzigkeit Falschheit Lügen Nachbarn

Vor vier Jahren zog ich in ein Haus mit 26 Wohnungen. Ich wohne noch heute dort. Ich bin ein sehr netter und unauffälliger Mitbewohner, zumindest glauben das alle. Diesen Eindruck nutze ich aus - denn seit meinem Einzug hänge ich an das Meldebrett Zettel, auf denen ich die anderen Mieter beschuldige. Jeden Monat erfinde ich Anschuldigungen, die ich immer auf anderen Zetteln, mit unterschiedlichen Schriften und verschiedenen Formulierungen dort aufhänge. Es soll schließlich nicht auffallen, dass nur eine Person die Zettel schreibt. Dort hängt dann zum Beispiel: "Bewohner des App. 14 hört um Mitternacht sehr oft laute Musik" oder "Der Herr aus Wohnung 21 uriniert des Öfteren in den Keller" - es passiert auch nicht selten, dass ich den betroffenen Personen dann begegne und sie mir ihr Leid klagen. Schließlich bin ich der nette junge Herr - dass ich sie dann noch aufstachele, scheint niemand zu bemerken. Ich habe es schon geschafft, dass Nachbar A den Nachbarn B beschuldigt. Das war eine nette Diskussion. Damit mein Spielchen nicht auffliegt, habe ich mich natürlich auch schon selbst beschuldigt. Wobei ich mir die harmloseren Dinge zuschiebe, wie zum Beispiel, dass das Flurfenster oft nicht geschlossen wird. Meine Beichte ist also, dass ich mir einen Spaß daraus mache, die anderen Hausbewohner zu verarschen. Leider kann ich nicht anders. Es ist schon fast ein Zwang - ich habe nämlich schon oft versucht, das zu unterlassen, aber das Meldebrett zieht mich magisch an.

Beichthaus.com Beichte #00032102 vom 23.10.2013 um 14:12:24 Uhr (17 Kommentare).

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Verräterische Ex-Kollegen

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Rache Falschheit Boshaftigkeit Verrat Kollegen

Ich möchte gerne etwas beichten, allerdings bin ich mir jetzt schon sicher, keine Absolution zu erhalten, da ich selber weiß, wie mies und hinterhältig das war. Es geht um eiskalte Rache. Einer meiner Kollegen erzählte hinter meinem Rücken offenbar sehr viele derbe Sachen über mich, was tatsächlich auch so weit ging, dass mein Chef mir nahelegte, einen anderen Arbeitgeber zu wählen. Dabei hatte ich mir nie etwas zuschulden kommen lassen. Offenbar glaubte man dem besagten Kollegen allerdings mehr als mir, was meinen Ruf ruinierte. Hinzu kam, dass er vor mir immer den netten Kollegen spielte. Dank seiner Lügen wechselte ich noch im selben Jahr meine Arbeitsstelle. Den Kontakt zu meinem Kollegen hielt ich allerdings aufrecht, um mich irgendwann an ihm zu rächen. Und dieser Tag kam tatsächlich. Mein Ex-Kollege rief mich am Abend an und erzählte mir, dass er auf unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub hat. Der Grund: Er belästigte eine Kollegin am Arbeitsplatz mit sexistischen Äußerungen. Und eine ältere Kollegin meldete ihn deshalb. Dieser ungewollte Urlaub diente dazu, von dem Betriebsrat die "Genehmigung" für eine wirksame Kündigung zu erhalten. Sein Job stand also auf der Kippe.


Am Telefon erzählte er mir, er habe seit Wochen Nachrichten jener Kollegin auf sein Handy erhalten, in denen sie ihn offensichtlich anmachte, inklusive freizügiger Fotos. Durch diese Nachrichten erschien natürlich alles in einem anderen Licht. Auf Nachfrage bei einem Anwalt bekam er zu verstehen, dass er durch diese Nachrichten die Kündigung umgehen kann, da die entsprechende Azubine nicht schuldlos war. Mein Ex-Kollege ging also gerichtlich gegen diese Entscheidungen vor - was ich mir zunutze machte, um mich zu rächen. Da wir mittlerweile beinahe ein freundschaftliches Verhältnis pflegten, besuchte ich ihn zwei Wochen vor seinem Gerichtstermin. Als er dann den Raum verließ, nahm ich sein Handy, dessen PIN ich abgeschaut hatte, und stellte es einfach auf den Werkszustand zurück. Ich packte meine Sachen und ging mit einem hämischen "Tschau, viel Spaß und Glück vor Gericht!" Dank der fehlenden Beweise wurde die Kündigung von dem Richter bestätigt und mein werter Ex-Kollege verlor letztendlich seinen Job. Mich plagt noch heute mein schlechtes Gewissen, auch wenn er nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache war. Ich finde es im Nachhinein nicht richtig, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen, obwohl es mir sehr leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00032091 vom 22.10.2013 um 13:41:59 Uhr (19 Kommentare).

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Affäre mit Mann meiner Freundin

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Betrug Selbstsucht Ehebruch Falschheit Bad Bodenteich

Ich habe einer guten Freundin den Mann ausgespannt. Das Ganze ist schon ein paar Jahre her, aber heute tut es mir sehr leid. Ich wusste schon länger, dass er hinter mir her ist. Er rief ständig an, kam auf einen Kaffee vorbei und machte mir ständig Komplimente. Schließlich sei ich doch seine Traumfrau. Nachdem ich mir das knapp drei Jahre lang angesehen hatte, wurde ich dann wirklich schwach und fing eine Affäre mit ihm an. Dazu muss ich aber sagen, dass ich von ihm verlangte, dass er mit seiner Frau darüber spricht, ehe etwas zwischen uns beiden lief. Was er auch tat. Auch ich rief sie an und wollte ihr den Sachverhalt erklären - was natürlich komplett in die Hose ging. Er trennte sich dann tatsächlich von ihr und wir wurden ein "Paar". Und zwar für genau zwei Wochen. Mein schlechtes Gewissen verhinderte allerdings, dass ich mich auf diese Beziehung einlassen konnte. Ich beendete es nach dieser Zeit und erklärte ihm, dass das Ganze ein riesengroßer Fehler war und das er alles daran setzen sollte, um seine Frau zurückzubekommen, da sie zusammengehören. Dann ging ich.

Allerdings fing er dann damit an, um mich zu kämpfen, statt um seine Frau. Das ging dann knapp drei Monate lang so. In der Zwischenzeit lernte auch seine Frau einen anderen Mann kennen. Und trotzdem sah ich irgendwann, dass ihr Mann wieder bei ihr eingezogen war. Ich war unglaublich erleichtert, auch wenn mein schlechtes Gewissen dadurch nicht gemildert wurde. Wir wohnen schließlich auch in einem Ort, in dem jeder jeden kennt - ich fürchtete einfach, dass ich jetzt ausgestoßen werde. Von meiner Nachbarin hörte ich dann allerdings, dass er sie schon öfters betrogen hat und seine Frau ihn trotzdem immer wieder in Schutz nimmt. Die besagte Nachbarin erzählte mir auch, dass seine Ehefrau mir verständlicherweise die Pest an den Hals wünscht - weil ich ihren schwachen Ehemann verführt habe. Ich hatte Glück und die Leute hielten zu mir, da sie schon lange bemerkten, dass dort etwas im Busch war. Natürlich habe ich einen Fehler gemacht, aber den Beiden geht es wohl öfters so. Vor diesem Betrug kannte ich sie im Übrigen knapp fünf Jahre lang und eigentlich waren wir bis dahin wirklich gute Freunde. Von diesen "Missständen" haben sie mir aber dennoch nie erzählt. Heute werden sie überwiegend gemieden, was mir auch sehr leidtut. Ich werde so etwas nie wieder tun. Es tut mir wirklich sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00032090 vom 22.10.2013 um 09:02:59 Uhr in 29389 Bad Bodenteich (Schützenstraße) (10 Kommentare).

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