Marx war doch Kapitalist, oder?

27

anhören

Dummheit Aggression Boshaftigkeit Schule

Das Schuljahr hat gerade erst angefangen und schon bin ich (w/18) von meiner Banknachbarin genervt. Zum Beispiel konnte ich mich heute in Geschichte kaum noch vor ihren dummen Fragen retten. Ich gebe selbst zu, dass ich auch keine große Leuchte in Geschichte bin und dass mir das Faktenwissen fehlt, aber trotzdem bin ich ehrlich daran interessiert und ein bisschen Menschenverstand kann man doch auch in unserem Alter erwarten. Trotzdem kamen ständig Fragen wie: "War die BRD Osten oder Westen?", "Auf welcher Seite standen die Amerikaner?" "Marx und Lenin waren Kapitalisten, oder?" und so weiter. Ebenfalls eine beliebte Taktik ihrerseits ist es, mir einen Satz aus dem Lehrbuchtext vorzulesen und dann zu fragen: "Stimmt das so?" Nein, natürlich nicht, der Autor will dich nur veralbern!


Außerdem kann sie nichts alleine machen und fragt mich ungefähr nach jedem dritten Stichpunkt, wie ich das formuliert habe. Meine Güte, wir stehen kurz vor dem Abitur - aber auch in Deutsch löchert sie mich ständig, da sie kaum Fachbegriffe in Sachtexten versteht. Meine Beichte ist, dass ich meine Banknachbarin innerlich täglich mehrmals anschreie, beleidige und manchmal auch arrogante Antworten gebe, was sonst überhaupt nicht meiner Art entspricht. Insgeheim hoffe ich auch ständig, dass mal ein Lehrer bemerkt, wie blöd sie sich anstellt, denn durch pures Auswendiglernen erreicht sie meistens sogar gute bis sehr gute Leistungen, oder benutzt im Unterricht einfach meine Antworten, wenn sie gefragt wird.

Beichthaus.com Beichte #00031885 vom 11.09.2013 um 17:15:29 Uhr (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Erinnerungen an den 11. September

55

anhören

Morallosigkeit Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w/37) muss etwas beichten, das wahrscheinlich für viel Unverständnis und Hass unter den Lesern sorgen wird. Ich kann am 11. September nicht andächtig zurückdenken, oder gar Trauer für die Opfer des Anschlages 2001 empfinden. Nein, ganz im Gegenteil: Eigentlich bin ich sogar eher schadenfroh und freue mich, dass die "unverwundbare" Übermacht USA endlich auch einmal angegriffen wurde. Ich finde es einfach ungerecht, dass die USA schon seit vielen Jahren immer wieder teilweise wirklich unnötige Kriege anzettelt und selbst, sei es aufgrund der geografischen Lage oder der haushohen Überlegenheit, niemals irgendwelche Schäden im eigenen Land hat. Wenn ich an die Bomben auf Dresden oder Berlin und die unzähligen Opfer bei Stalingrad denke, finde ich es nur gerecht, wenn die USA auch mal etwas abbekommt. Für die Opfer tut es mir allerdings schon leid. Nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich bin kein Nazi oder gewaltverherrlichender Mensch, aber in diesem Fall denke ich wohl etwas anders, als die meisten Menschen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031881 vom 11.09.2013 um 22:42:08 Uhr (55 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Wenn Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird

26

anhören

Boshaftigkeit Feigheit Verzweiflung Zorn Nachbarn Gersdorf

Ich könnte mir jeden Tag in die Fresse hauen, weil ich zu freundlich bin. Ich wohne mit meinem Mann in einem Haus, in dem es 16 Wohnungen gibt. Nun ja, im Erdgeschoss wohnt eine ältere Dame, die sich den Fuß gebrochen hat. Ich habe ihr angeboten, für sie mit dem Hund spazieren zu gehen. Aber inzwischen überspannt sie es einfach. Sie ruft mich zu jeder Tageszeit runter, weil der Hund muss. Ich arbeite übrigens Vollzeit und habe noch einen Nebenjob. Zusätzlich ruft sie mich zum Einkaufen, damit ich sie zum Arzt fahre und so weiter. Aber damit nicht genug - wenn ich bei dieser besagten Dame aus dem Haus gehe, steht vor mir ihre Nachbarin von gegenüber und bittet mich ebenfalls um meine Hilfe. Ich könnte schreien! Ich bin so dankbar, dass mein Mann momentan im Ausland arbeitet, sonst hätte ich vermutlich schon längst eine Ehekrise. Ich hasse meine Nachbarinnen - ich habe mir sogar schon gewünscht, dass sie tot umfallen. Denn natürlich erzählen sie auch noch herum, wie nett und fürsorglich ich bin - weshalb auch schon eine vom Nachbarhaus zu mir kam und gefragt hatte, ob ich ihr bei meinem nächsten Einkauf etwas mitbringe. Ich verfluche meine gute Erziehung - sogar meine Mutter meinte, dass sie mich zu gut erzogen hätte, was meinen Respekt vor älteren Menschen betrifft. Ich habe inzwischen schon überlegt, ob ich mich eine Zeit lang bei meinen Eltern verkrieche, aber das bringt ja auch nichts. Ich habe auch Angst davor, nein zu sagen, nicht dass sie wirklich noch einen Anfall bekommen und wirklich umkippen. Denn dann habe ich dank meines schlechten Gewissens bestimmt noch mehr Arbeit.

Beichthaus.com Beichte #00031875 vom 09.09.2013 um 16:29:55 Uhr in Gersdorf (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Tannen für die Nachbarin

29

anhören

Rache Engherzigkeit Verzweiflung Nachbarn

Wir wohnen in einem sehr schönen, ruhigen Wohngebiet mit schönen Häusern und tollen Gärten. Es könnte perfekt sein, wäre da nicht unsere Nachbarin, die in ihrem Garten drei große Tannen ihr eigen nennt! Also nicht so kleine Gartenbäumchen - nein, es sind riesige, hohe Waldtannen, die nicht nur hässlich sind, sondern auch schon alt und krank! Beim kleinsten Wind ist unser ganzer Rasen voll mit Nadeln und Zapfen! Mehrmals haben wir schon versucht, nett mit ihr darüber zu reden, dass sie die Bäume doch entfernen sollte, da sie sowieso nicht auf ihrem Grundstück stehen, sondern mitten auf der Grenze. Aber nichts da, die bleiben drin! Und so haben wir regelmäßig das Zeug im Garten, in der Regenrinne und auf den Autos. Um das Ganze auszugleichen, hat sie uns nur erlaubt, das Zeug über den Zaun in ihren Garten zu werfen!


Da dieses Jahr viele Gewitter waren, darunter auch Hagel, Starkregen und eben alles, was dazugehört, sah unser Garten einfach unglaublich aus. Es waren auch richtig große Äste dabei, die wir auch einfach zu ihr rüberwarfen. Aber das war mir einfach nicht genug! Also habe ich mir ein paar große Jutesäcke geschnappt und bin damit in den Wald gefahren, um sie mit Tannennadeln und Ästen zu füllen. Und all das landete dann fein säuberlich im Garten unserer Nachbarin. Im Nachhinein tut es mir aber leid, da sie immer junge Männer beschäftigt, die ihren Garten in Ordnung halten sollen. Und an denen wollte ich mich eigentlich nicht rächen. Ich ärgere mich zwar nach wie vor über die Bäume, aber mir ist klar, dass die Aktion echt kindisch war.

Beichthaus.com Beichte #00031865 vom 08.09.2013 um 13:00:23 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Die Wurst im Wäschekorb

16

anhören

Ekel Peinlichkeit Dummheit Trunksucht Last Night

Die Wurst im Wäschekorb
Ich (m/22) muss etwas sehr Peinliches beichten, das mir ungefähr vor fünf Jahren passiert ist. Ich war 17 und in unserem kleinen Dorf fand ein großes Fest statt. Wie so oft - was will man auch sonst auf dem Dorf anstellen - gab es bis spät in die Nacht hinein viel Alkohol. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie viel ich eigentlich getrunken hatte, aber ich sage mal, ich war froh, dass ich überhaupt noch laufen konnte. Irgendwann jedoch - die Uhrzeit ist mir aus unerfindlichen Gründen entfallen - trat ich den Heimweg an. Eine damalige Freundin, die ich noch aus der Schulzeit kannte, begleitete mich. Nachdem wir ein Stück gelaufen waren und zusammen auf einem Spielplatz schaukelten, übermannte mich der Wunsch, die genannte Freundin noch ins Bett zu kriegen. Leider war mein Alkoholpegel dermaßen hoch, dass es wahrscheinlich mehr so aussah, als wollte ich - wie an einem Schiffsmast auf hoher See - an ihr Halt finden, statt sie einfühlsam zu berühren. Naja, irgendwann gab ich den Kampf auf und sie ging nach Hause. Genau wie ich - aber als wäre die Aktion auf dem Spielplatz nicht schon peinlich genug gewesen, ist das nächste, an das ich mich erinnere, dass ich am nächsten Mittag auf unserem Badvorleger aufwachte.

An sich ist daran nichts wirklich Schlimmes, die meisten haben schließlich schon im Bad geschlafen, aber als ich in die Küche schlich, um etwas zu trinken, stand dort mein Vater und lachte mich erst einmal herzlich aus. Ich war natürlich ziemlich irritiert, aber dann zeigte er mir ein Bild, dass er gemacht hatte - natürlich, wie ich auf dem Badvorleger schlief - und ein weiteres, das mir die Schamesröte ins Gesicht steigen ließ. Denn er hatte ein Foto gemacht, das eine Wurst zeigt, die im Wäschekorb statt in der Toilette gelandet war. Und mein Vater, sadistisch, wie er ist, hat die Bilder auch noch der ganzen Familie gezeigt. Alle amüsierten sich über meinen Fehltritt, nur mir war es extrem peinlich. Zum Glück waren nur Handtücher in dem Korb, und die kann man bekanntlich ja sehr heiß waschen - was meine Oma dann auch tat. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031857 vom 06.09.2013 um 10:58:18 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge