Mein Leben mit den Wutausbrüchen

17

anhören

Gewalt Aggression Zorn Maßlosigkeit

Jetzt feiere ich (m) heute meinen 32. Geburtstag und bin ganz alleine. Meine Frau ist vor zwei Wochen ausgezogen, nur weil mir die Hand ausgerutscht ist. Sie meinte, ich solle mich auf meinen Geisteszustand untersuchen lassen, weil ich ihr nicht zum ersten Mal wehgetan habe. Natürlich tut es mir jedes Mal leid, wenn ich meine Frau oder andere Personen vermöbelt habe, aber die Wut in mir kann ich nicht zügeln. Häufig ist es nur eine kleine Sache, die mich nervt, und schon passiert es. Bisher hatte ich nur zwei Anzeigen am Hals, einmal als ein Rentner zu langsam fuhr, bei ihm habe ich aber nur die Antenne an der Ampel abgeknickt und seine Ehefrau mit einem Tritt in die Beifahrertüre erschreckt. Die andere Sache fand im Fußballstadion mit einem gegnerischen Fan statt. Ich hatte bei anderen Aktionen vielleicht auch Glück, dass man mich nicht fand oder erkannt hat. Bei einem Problem mit meiner früheren Chefin bin ich leider auch ausgetickt. Nachdem ich dann das Unternehmen postwendend verlassen habe, wurde auf eine Anzeige verzichtet. Jetzt verdiene ich mein Geld mit einem Taxi. Bekanntschaften habe ich durch die Trennung von meiner Frau überhaupt keine mehr. Mir ist eigentlich erst jetzt aufgefallen, dass es nur ihre Freunde waren. Wenn ich genau überlege, konnten sie mich wohl nicht besonders leiden. Ich schließe mich zurzeit immer Demonstrationen an, egal, um welche Sache es geht. Hauptsache, ich kann mich abreagieren.


Die Einsamkeit hat mich allerdings wirklich sehr zum Nachdenken gebracht. Einerseits spüre ich in mir eine unbändige Wut über die Frau, die mich verlassen hat. Andererseits habe ich ein kleines bisschen Verständnis für ihren Auszug. Ich werde morgen noch einmal versuchen, mit ihr zu reden, sie wohnt bei einer Freundin. Auf jeden Fall würde es mir gut tun, wenn man mir die ganzen vergangenen Wutausbrüche verzeihen würde, dann könnte ich befreiter zu ihr gehen.

Beichthaus.com Beichte #00034362 vom 19.11.2014 um 17:50:51 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Jobs meiner ehemaligen Kollegen

1

anhören

Engherzigkeit Boshaftigkeit Rache Arbeit

Ich (m/29) muss nach einem Vorfall heute mein Gewissen erleichtern. Ich war neun Jahre lang in einer kleinen Niederlassung tätig, deren Mutterkonzern für Textilstoffe in Spanien liegt. Für meinen damaligen Arbeitgeber habe ich wirklich sehr erfolgreich als kaufmännischer Mitarbeiter, hauptsächlich im Vertrieb, gearbeitet. Dann wurde eine ältere, weichliche Person eingestellt, die allein für Übersetzungen zuständig war. Die Entscheidung über diese Einstellung wurde vom Mutterkonzern getroffen. Diese Frau war natürlich Spanierin und fühlte sich daher schnell anderen Mitarbeitern überlegen. Diese Frau war strohdumm, es war einfach nur die Sprache, die sie ins Unternehmen einbrachte, weitere Arbeit konnte ich ihr überhaupt nicht anvertrauen. Sie begann, gegen andere Mitarbeiter zu sticheln und diese in ihrer Muttersprache im Mutterkonzern grundlos schlecht zu machen. Einen Vorgesetzten gab es nicht, die Niederlassung wurde komplett von Spanien gesteuert. Sie schaffte es dann, einen Lagerarbeiter aus dem Unternehmen zu entfernen und dafür ihren langzeitarbeitslosen Mann unterzubringen, der überhaupt kein Deutsch konnte, was zu großen Problemen führte. Nächster Schritt war dann, ihren Sohn, der keinen Schulabschluss hatte, in unserem Büro unterzubringen. Die Dummheit war dem jungen Mann ins Gesicht geschrieben, er wusste den ganzen Tag nicht, was er tun soll. Ich hatte diesen Verlauf bereits vorgeahnt und besuchte seit einem halben Jahr einen Sprachkurs in Spanisch. Deshalb bekam ich nach und nach mit, dass die Frau mit gezielten Diffamierungen gegen mich anfing. Als die Geschäftsleitung wieder einmal bei uns war, wurde behauptet, dass ich den ganzen Tag nichts täte und ihr Sohn für die guten Umsätze verantwortlich sei, natürlich war meine Kollegin die Übersetzerin. Ich habe dann versucht, auf Spanisch zu erklären, was in dieser Niederlassung abging, aber es klappte nicht so gut mit meinen Sprachkenntnissen. Kurzum, ich habe danach ganz schnell gekündigt, da ich von meinem größten Kunden ein Angebot als Einkaufsleiter vorliegen hatte.


Ich führe jetzt ein besseres, wirklich tolles Arbeitsleben, muss aber dafür mit einem deutlich geringeren Gehalt zurechtkommen. Ich genieße großen Freiraum und kaufe jetzt bei einem deutschen Textilhersteller zu höheren Preisen. Ich rechtfertige dies mit besserer Qualität, aber das stimmt überhaupt nicht, die Qualität ist eher schlechter. Mein Ex-Arbeitgeber hat natürlich große Absatzprobleme, weil sein größter Kunde fehlt. Jetzt wurden bei meinem ehemaligen Arbeitgeber heute zwei Mitarbeiter freigestellt, mit denen ich noch befreundet bin. Ich bin tief betroffen, sogar schockiert. Es tut mir für die beiden so schrecklich leid. Hätte ich die Aufträge dort gelassen, wo sie waren, dann hätten beide noch Arbeit.

Beichthaus.com Beichte #00034358 vom 19.11.2014 um 10:35:29 Uhr (1 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Veganer vs. Fleischesser

5

anhören

Hass Völlerei Zorn Ernährung Hamburg

Ich (m/26) bin Veganer und muss zwei Sachen beichten: Mir gehen die meisten Veganer und Fleischesser aus meinem Umfeld ziemlich auf die Nerven. Ich finde Massentierhaltung scheiße und habe mich deshalb dazu entschieden, keine Produkte mehr aus solcher zu essen. Das macht mich bei den heutigen Kauf- und Essgewohnheiten größtenteils zu einem Veganer. Das war aber eine Entscheidung, die ich irgendwann in meinem Leben für mich getroffen habe. Wieso sollte ich da erwarten können, dass meine Mitmenschen sich jetzt auch sofort dazu entscheiden? Ich habe noch nie erlebt, dass jemand unter dauerhafter Meinungspenetration seine Einstellung ändert. Bei der aktuellen Gleichberechtigungsdebatte funktioniert das ja offensichtlich auch nicht. Wenn die "Gegenseite" immer nur angegriffen wird, wird diese bestimmt nicht über den eigenen Standpunkt nachdenken und stattdessen erst recht dichtmachen.


Ich verstehe nicht, warum man seine Mitmenschen verbessern und umerziehen muss. Warum kann man sich nicht einfach mal um sich selbst kümmern und akzeptieren, dass andere Menschen die Dinge anders sehen? Freue ich mich, wenn die Menschen in meinem Umfeld weniger Fleisch essen? Ja, klar! Würde ich sie darauf ansprechen, oder ihnen gar Vorwürfe zu ihren Essgewohnheiten machen? Niemals! Mein Mitbewohner kann sich so viele Steaks braten, wie er will, das ist allein seine Entscheidung. Ich würde niemals irgendwelchen abstrusen Scheiß mit seinem Essen machen, wie andere Beichter es hier bereits ausgeführt haben. Zum Anderen kotzen mich aber auch extrem viele Fleischesser aus meinem Umfeld an. Im Grunde machen sie das Gleiche wie Veganer und Vegetarier. Nämlich den eigenen Standpunkt unbedingt propagieren und festigen müssen: Wenn in meinem Umfeld zufällig jemand herausfindet, dass ich mich nur vegan ernähre, kann ich mir die nächsten Wochen beim Essen immer dumme Sprüche anhören. Oder tolle Widerlegungsversuche, wie die Frage, ob ich denn Medikamente nehme, oder bei der Kleidung auch so genau drauf achte. Und wenn ich dann sage, dass ich bei Medikamenten bisher nicht drauf achte, dann kommt das große "Ha, ich habe gerade deine Einstellung widerlegt!" mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Das fühlt sich alles an wie Android gegen Apple oder Playstation gegen Xbox. Am Ende wollen die Leute wohl nur ihr Leben und ihr Ego unbedingt bestätigen und dafür immer wieder sinnlose Kleinkriege führen.

Beichthaus.com Beichte #00034357 vom 19.11.2014 um 09:58:03 Uhr in 20357 Hamburg (Sternstraße) (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wiederholte Pointen in der WG

7

anhören

Engherzigkeit Ungerechtigkeit Hass Zwietracht WG Erlangen

Ich (m/20) kann meine neue Mitbewohnerin nicht ausstehen und ich habe keinen Plan, wieso. Sie ist 18, gerade erst mit der Schule fertig geworden und lebt zum ersten Mal alleine. Sie bemüht sich wirklich, es mir und meinen zwei anderen Mitbewohnern recht zu machen, hat angeboten freiwillig den Herd und das Bad zu putzen, animiert uns zum gemeinsamen Kochen und ist auch so eigentlich ganz nett. Aber aus irgendeinem völlig irrationalen Grund mag ich sie einfach nicht. Vielleicht weil sie Cro hört und beim Abspülen oder Kochen immer seine Lieder hört und mitpfeift, vielleicht weil sie eine seltsame Lache hat, vielleicht weil ihre Frisur einfach nicht auf ihren eigentlich ganz hübschen Kopf passt, vielleicht weil sie immer Pink trägt und ich Pink nicht mag, vielleicht wegen ihrer Stimme oder vielleicht auch, weil sie eine Pointen-Wiederholerin ist. Das heißt, nach einem Witz lacht sie erst ihre viel zu hohe Lache und wiederholt dann kopfschüttelnd noch einmal die Pointe. Das macht mich wahnsinnig.


Natürlich lasse ich mir nichts anmerken und bin immer höflich, ich will ihr ja ihre Zeit in der WG nicht versauen. Als ich neulich mal sehr schlecht gelaunt war, habe ich extra einen Bogen um sie gemacht, ich will sie auf keinen Fall irgendwie unterbewusst als Fußabtreter missbrauchen. Das alles ist normalerweise echt nicht meine Art, ich bin ein total umgänglicher Kerl, und alle meine Freunde würden mich schief anschauen, wenn ich ihnen die Story erzählen würde. So etwas Schräges habe ich echt noch bei keiner Person erlebt, und ich fühle mich echt schlecht deswegen, weil ich ihr wahrscheinlich bitter unrecht tue. Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Sie war heute Abend weg und beim Essen meinten meine beiden Mitbewohner, die die Neue übrigens in allen Belangen süß und toll finden, dass sie ja offensichtlich etwas von mir will, und ob mir ihre dauernden, eindeutigen Blicke zu mir nicht aufgefallen wären. Nein, sind sie nicht. Gott, stehe mir bei!

Beichthaus.com Beichte #00034356 vom 19.11.2014 um 00:36:20 Uhr in 91054 Erlangen (Universitätsstraße) (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Mein geheimer Nebenjob als Porno-Darsteller

17

anhören

Falschheit Lügen Schamlosigkeit Medien Studentenleben Geld München

Mein geheimer Nebenjob als Porno-Darsteller
Ich (m/23) habe einen ziemlich außergewöhnlichen Studentenjob. Ich sehe wohl recht akzeptabel aus und habe in der Schule ein bisschen gemodelt. Vor drei Jahren habe ich dann damit angefangen, mir mein Studium durch Strippen zu finanzieren, z.B. auf Junggesellinnenabschieden, aber auch mal auf dem Geburtstag einer entfernten Bekannten, was mir damals noch ein wenig peinlich war. Irgendwie ist dann immer eines zum anderen gekommen und mittlerweile spiele ich auch in Pornos mit. Ich kann nämlich meinen Orgasmus extrem lange herauszögern und auf Kommando kommen, was in der Branche natürlich gefragt ist. In den letzten Semesterferien war ich dann zu meine ersten beiden Drehs in den Staaten, für eine Adult Entertainment Firma. Es ging um so eine College-Chick Nummer. Ich muss sagen, die Professionalität bei diesem Dreh, die Kameraaustattung, die Location, das Catering und alles andere haben in mir fast schon den Eindruck erweckt, ein echter Schauspieler zu sein. Wir haben sogar Bademäntel bekommen, bei denen am Rücken unser Name in Gold gestickt war, was ich ziemlich cool fand. Und ja, die Arbeit hat definitiv Spaß gemacht. Durch diesen Nebenerwerb komme ich auf ein - nicht nur aus studentischer Sicht - ziemlich heftiges Monatseinkommen, von dem ich im Prinzip locker leben könnte. Da ich ein geisteswissenschaftliches Fach mit ziemlich miesen Aussichten studiere (da hat das Herz entschieden, nicht das Hirn), spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, das Ganze noch zu intensivieren.

Zu Anfang habe ich mich bei jedem Dreh ein bisschen geschämt, aber als ich irgendwann nicht mehr auf finanzielle Unterstützung meiner Eltern angewiesen war und ihnen sogar richtig dicke Weihnachtsgeschenke machen konnte, hat das für mich den Ausschlag gegeben. Außerdem schade ich niemandem und erfülle ein Bedürfnis, zumindest rede ich mir das so ein. Mein Problem ist jetzt, dass meine Mutter ziemlich katholisch ist und Pornos für Schmutz hält, weswegen ich ihr gegenüber behaupte, ich hätte einen Hiwi-Job - und in den Staaten hätte ich nur einen Freund besucht, der mit mir in der Grundschule war, der auch tatsächlich existiert und mir ein Alibi gegeben hat. Außerdem hat mich neulich ein Mädel, dem ich vor mittlerweile locker fünf Jahren mal in aller Freundlichkeit einen Korb gegeben habe, auf die Sache angesprochen und gemeint, sie würde mich bei meiner Mutter verpfeifen, wenn ich weitermache. Ich fühle mich ziemlich schlecht, weil ich meine Mutter belüge, und habe noch immer ein wenig Rest-Scham aufgrund meines Geld-Erwerbs und weiß auch nicht, wie ich mit dieser neuen Situation jetzt umgehen soll. Alles in einem eine ziemlich verfahrene Situation, mit kellnern wäre mir das nicht passiert. Aber ernsthaft, meine Mutter bekommt einen Herzinfarkt, wenn sie das erfährt.

Beichthaus.com Beichte #00034354 vom 18.11.2014 um 19:51:10 Uhr in 80933 München (Dülferstraße) (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000