Die sagenumwobene Entjungferung

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Baden-Baden

Ich war in meinem Freundeskreis sextechnisch eher Eine, die später als die anderen aktiv wurde. Die Sache war die, dass eigentlich alle Mädels um mich herum erzählten, wie schlecht das erste Mal gewesen sei. Es blutete hier und tat dort weh und überhaupt war es nicht ansatzweise so romantisch und schön, wie es sich gehört, zum Teil hat der Typ sie danach auch fallen lassen - das übliche Teenagerdrama also. Es wurde viel geheult und gejammert und ich dachte mir, dass ich mir das wirklich nicht antun will. Eine Woche nach meinem 17. Geburtstag hatte ich dann den Entschluss gefasst, dass ich mich nicht von meinem ersten Mal enttäuschen lassen würde. Ich wusste, dass im nicht so engen Bekanntenkreis ein Typ sehr auf mich stand, der junge Mann war ganz klischeehaft Gitarrist in einer Band, hat mir äußerlich aber nicht sonderlich gefallen und hatte auch charakterlich nichts Reizvolles an sich. Ich habe den Kerl also angeschrieben und eines kam zum anderen, wir verabredeten uns von vornherein zum Sex. Ihn reizte es massiv, dass ich noch Jungfrau war und ich wollte es hinter mir haben. Es war eine sehr komische Situation, am Anfang auch sehr beklemmend und ich war tierisch nervös. Letztendlich aber hatte ich es hinter mir. Es war tatsächlich ziemlich mies zu Anfang, hat aber dann schon irgendwie Spaß gemacht.

Das Gute daran: Ich habe meine Jungfräulichkeit nicht an den Falschen verschenkt, nein, ich habe sie ganz bewusst aufgegeben und wurde demnach auch nicht furchtbar enttäuscht, wie viele meiner Freundinnen damals. Die Entscheidung damals war vermutlich ganz schön feige, aber wenn ich heute an mein erstes Mal denke, dann fällt mir nicht ein, welche meiner Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich erinnere mich einfach nur an die Anekdote, dass mein Hinterkopf ständig an eine Steckdose knallte und ich meinen "Liebsten" darauf hinweisen wollte, indem ich seinen Namen immer wieder sagte, und er das als Ausrufe meiner Begeisterung fehlinterpretierte. Vielleicht habe ich mir damit auch die Chance auf ein "superromantisches, denkwürdiges Erlebnis" meiner Jugend genommen, wer weiß - für mich ist es okay, wie es gelaufen ist. Ich möchte beichten, dass ich mich bei meinem ersten sexuellen Erlebnis wie ein Flittchen benommen und mir einen Kerl dafür "engagiert" habe, den ich weder besonders toll noch sonderlich attraktiv fand, einfach nur, damit es vorbei ist. Und dass die sagenumwobene Entjungferung, die vielen so immens wichtig ist, mir überhaupt nichts bedeutet hat. Das Witzige daran ist eigentlich, dass ich seither nur noch einmal in all den Jahren einen One-Night-Stand hatte, nur um festzustellen, dass mir Sex wirklich nur dann Spaß und Befriedigung verschafft, wenn der Mann mir etwas bedeutet.


Beichthaus.com Beichte #00031198 vom 14.05.2013 um 16:55:05 Uhr in Baden-Baden (20 Kommentare).

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Die Erkenntnis nach dem Seitensprung

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Fremdgehen Partnerschaft

Vielleicht ist Folgendes in eurem Sinne nicht Beichte genug, ich aber möchte das Ganze einfach loswerden und glaube, dass hier der richtige Ort dafür ist. Vor einigen Jahren habe ich, ich war damals 20, meinen jetzigen Ex nach mehr als zwei Jahren Beziehung betrogen. Ich habe einen anderen Mann geküsst. Es waren keine Gefühle im Spiel, nur reine sexuelle Gier. Ich wäre damals auch weiter gegangen, allerdings wurden wir unterbrochen. Ich war weder betrunken, noch hatten mein Ex und ich damals direkt Streit gehabt, geschweige denn, dass der Andere damals besonders reizvoll gewesen wäre. Er war einfach da. Es hatte sich einfach Alltag und irgendwie auch Entfremdung eingeschlichen. Mein Ex hat nie etwas davon erfahren, ich habe damals entschieden, dass ich nicht das Recht habe, mein schlechtes Gewissen auf ihm abzuladen. Ehrlichkeit hin oder her, es hätte ihm das Herz gebrochen. Die meisten werden dies Feigheit nennen, sei es drum. Ich konnte nicht mit mir vereinbaren, meinem damaligen Freund das Vertrauen in Frauen zu nehmen.
Meine Schwester wurde einmal von ihrem Freund verarscht und hatte noch Jahre später ein Vertrauensproblem. Das konnte ich einfach nicht tun. Ich hatte Angst ihm so weh zu tun. Ja, ich hätte vorher darüber nachdenken sollen, das habe ich aber nicht und dafür gibt es keine Entschuldigung, aber lösen musste ich das Problem trotzdem. Es wird mir immer leidtun und ich habe verdammt lange daran geknabbert - aber es war die richtige Entscheidung nichts zu sagen. Durch den Seitensprung damals und meine Reue ist mir wieder bewusst geworden, was in meiner Beziehung falsch lief, vor allem aber, wie sehr ich meinen Freund liebte. Danach waren wir noch über ein Jahr sehr glücklich in einer ausgeglichenen und auch treuen Beziehung, bis es irgendwann wegen zu unterschiedlich gewordenen Vorstellungen auseinanderging. Noch heute sind wir enge Freunde.


Heute bin ich der Meinung, dass ein Seitensprung zwar ein furchtbarer Fehler und Vertrauensbruch ist und dass es, wenn es erst einmal so weit kommt, wohl heftige Probleme in der Beziehung gibt, dass es aber auch ein neuer Anfang sein kann, selbst wenn man es mit sich allein ausmacht. Mein eigener Seitensprung tut mir noch immer leid und wird mir wohl immer leidtun, solange mein Ex ihn mir nicht verziehen hat, aber ich werde es ihm auch niemals sagen. Ich habe viel daraus gelernt. Nämlich, dass ein Ausrutscher nicht heißen muss, dass man ein Schwein oder ein Miststück ist, sondern dass aufrichtige, ehrliche Reue einem bewusst machen kann, wie kostbar die Dinge im Leben sind, die man liebt und wie leicht man sie durch eine Dummheit verlieren kann. Auch wenn es mir sehr leidtut um all die Opfer solcher Lernprozesse.

Ich glaube trotzdem, oder hoffe, dass so etwas in einer Beziehung, in der man wirklich zueinanderpasst, nicht vorkommt. Aber wenn doch, so muss es nicht das Ende der Liebe bedeuten, sondern kann auch der Anfang von einer viel tieferen Ebene sein, mit weniger Selbstverständlichkeit und mehr Wertschätzung. Es tut mir leid, dass ich erst einen so großen Fehler machen musste, bevor ich das alles begriffen habe und ich bin trotzdem dankbar, dass ich es überhaupt verstanden habe. Seit damals erlebe ich eine Beziehung anders, gehe auch mit Konflikten und eventuell aufkeimender Unzufriedenheit komplett anders um und hatte nie wieder auch nur ansatzweise das Bedürfnis oder den Impuls nach einer Dummheit.
Es tut mir leid, dass ich das Vertrauen meines heute besten Freundes missbraucht habe und ich glaube, ich werde ihm mein Leben lang dankbar dafür sein, dass er es mir gewissermaßen ermöglicht hat, zu verstehen, wie leicht man durch einen dummen Fehler das verlieren kann, das wirklich zählt.

Beichthaus.com Beichte #00031191 vom 13.05.2013 um 23:38:04 Uhr (21 Kommentare).

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Meine furchtbare Schwiegermutter

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Verzweiflung Hass Maßlosigkeit Familie Frankfurt am Main

Meine furchtbare Schwiegermutter
Seit über einem Jahr bin ich (23) mit meiner Freundin (21) zusammen. Ihre Mutter ist das Schlimmste, das mir jemals unter die Augen gekommen ist. Und nein, es ist nicht so, dass Sie mich nicht akzeptiert oder Ähnliches. Ich lernte die Familie kennen und wurde zugegebenermaßen […]
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Beichthaus.com Beichte #00031174 vom 11.05.2013 um 19:21:16 Uhr in Frankfurt am Main (26 Kommentare).

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Die Frau aus dem Onlinerollenspiel

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Boshaftigkeit Eifersucht Falschheit Rache Ex Wien

Vor einiger Zeit, es ist jetzt schon ein paar Jahre her, lernte ich eine junge Frau über ein Onlinerollenspiel kennen. Ich muss gestehen, ich verliebte mich in ihre Stimme, die Art wie sie dachte, ihre Offenheit und Direktheit. Sie hatte jedoch auch noch andere, dunklere Seiten, die ich hier aber nicht ansprechen möchte. Das Wichtigste ist zu wissen, dass sie damit eigentlich nie hinter dem Berg gehalten hat und auch mit Ihrer Erkrankung, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, sehr offen umging. Daraus resultierte natürlich der regelmäßige Hang zur Selbstverletzung, der mir das eine oder andere graue Haar bescherte. Dazu kam ein anderes Problem: Sie konnte nicht treu sein. Es war ihr emotional nicht möglich. Genauso gut könnte man mir sagen ich solle mit dem Atmen aufhören.

Wir haben uns daher auf einen Verhaltenskodex geeinigt. Ich habe, um ehrlich zu sein, den Boden vergöttert, den sie berührte, denn abgesehen von diesen Schwächen war Sie alles, was ich je von einer Frau wollte: Schön, klug, witzig, kreativ, eine gute Zuhörerin und natürlich gerade durch ihre Persönlichkeit auch ziemlich abgefahren, worauf ich auch stand. Der Verhaltenskodex sah vor: Nie in meiner Wohnung, nie mit Leuten, die ich kenne. Es gab auch noch andere Dinge, die wir uns als Regeln gesetzt haben, um uns voreinander zu schützen. Ich will es kurz machen: Sie hat mich irgendwann fallen lassen wie eine heiße Kartoffel und das für jemanden, den sie überhaupt erst durch mich kennengelernt hatte. Ich war irrsinnig wütend. Allerdings brauchte sie mich auch weiterhin. Generell braucht Sie jeden, der ihr gegen den Sturm in ihrem Inneren helfen kann. Also beschloss ich, nach einer ziemlich heftigen Trennungsphase, auf ihre sanfte Kontaktaufnahme einzugehen und wieder mit ihr befreundet zu sein. Mein einziger Antrieb war abzuwarten, bis es ihr richtig schlecht ging, um sie dann mit einem Schubs in den finalen Abgrund zu stürzen. Ich möchte hinzufügen, dass das nicht aus Liebe geschah, denn da war keine Liebe mehr, sondern nur noch blanke Enttäuschung und Schmerz. Letzten Endes wurde Sie von Ihrem Freund dann, als sie eine ernste Beziehung wollte, mit dem Argument, dass er nur Sex von ihr wollte, sitzen gelassen. Um ehrlich zu sein, hasse ich ihn dafür so sehr, wie man einen Menschen nur hassen kann. Er wird seine Portion noch erhalten, und wenn ich mit ihm fertig bin, wird er den Tag verfluchen, an dem er mich kennengelernt hat. Alleine hierfür wäre schon eine Beichte nötig, das setzt aber Reue oder Bedauern voraus und das habe ich nicht.

Was ich jedoch bedaure, ist dieser Schubs, den ich dem Mädchen verpasst habe: Als sie mir gestand, was zwischen Ihr und diesem Kerl passiert ist und wie er sie weggeworfen hat, habe ich sie verhöhnt und verspottet. Ich habe das in dem puren Bewusstsein um ihre Schwächen und ihre Psyche getan. Und ja, ich habe gehofft, dass sie sich das Leben nimmt, was sie Gott sei Dank nicht getan hat. Ich schäme mich nun dafür, was ich Ihr angetan habe. Ich habe einige Rachefeldzüge hinter mir und ich habe mich noch nie deshalb geschämt. Dies ist das erste Mal, weil mir mittlerweile klar ist, dass Sie nicht in vollem Maße für ihre Handlungen einstehen kann. Sie ist eine Getriebene und will ja eigentlich gar nicht so sein, wie Sie ist. Generell bringt es mich in eine schwierige Situation: Ich kann nicht auf sie zugehen. Dazu fehlt mir die Kraft. Aber ich muss den Schaden, den ich an ihr angerichtet habe, wieder gut machen. Der Gedanke, dass sie vielleicht nie wieder jemandem ihr Vertrauen schenken kann, und dass sie vielleicht einsam bleibt, wie sie es so lange war, kostet mich jede Menge Energie. Ehrlich gesagt: Ich will keine Beziehung mehr mit ihr. Ich will auch ihre Freundschaft nicht. Was ich möchte, ist, dass sie jemanden findet, der sie akzeptieren kann, wie Sie ist. Der ihr gut tut und immer für Sie da ist und mit dem auch Sie glücklich sein kann. Ich hoffe, dass ihr das gelingt, auch nachdem ich ihr so weh getan habe.

Beichthaus.com Beichte #00031169 vom 10.05.2013 um 13:10:04 Uhr in Wien (28 Kommentare).

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Das heimliche Foto

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Falschheit Rache Eifersucht Morallosigkeit Partnerschaft Prischwitz

Ich bin männlich (32) und eines meiner Hobbys ist die Fotografie. Daher habe ich einen FlickR-Account, wo ich teils eigene Fotos hochlade, aber mir aufgrund des Community-Ansatzes auch viele Fotos anderer Fotografen anschaue. Mich interessieren dabei vor allem Landschafts- und People-Fotografie und dabei zum Teil auch die Aktfotografie. Ich schreibe explizit "zum Teil", weil die Aktfotografie echt ein schweres Feld ist und es in meinen Augen wahnsinnig schwer ist, dass die Fotos gut rüber kommen und nicht wie ein 0815-Schnappschuss von Erna auffer Couch wirken.
Das heißt, es geht mir bei diesen Bildern absolut nicht um Erotik oder so etwas, mich interessiert eher die Umsetzung, Location, Licht, Bildaufbau, Bearbeitung und so weiter. Also die technische Umsetzung des Bildes. Man muss auch dazu sagen, dass die Plattform diesbezüglich recht strikt ist. Wenn mehr als ein paar Brüste zu sehen sind, dann fliegt das Bild recht schnell raus. Die Bilder sind meist also relativ harmlos. Letztens saß ich abends wieder vor dem Rechner und stöberte durch die neuen Bilder meiner Kontakte und dabei waren auch einige Aktbilder. Irgendwann bin ich dann vom Computer weg auf die Couch, hatte das Browserfenster aber noch offen, sodass meine Freundin die Bilder sah. Zu meinem Erschrecken ist sie ziemlich ausgeflippt, warum ich mir nackte Weiber im Internet anschauen würde. Alle Erklärungen hinsichtlich der Fotografie brachten nichts, sie war geladen hoch zehn. Man muss dazu sagen, dass sie auf der einen Seite schon immer recht eifersüchtig war und auf der anderen auch etwas verklemmt.
In die Sauna zu gehen, oder oben ohne an den Strand, so etwas würde es bei ihr niemals geben. Ich fand ihre Reaktion, wie gesagt, deutlich zu heftig, habe das Thema aber auch nicht wieder hoch geholt, da sie in den nächsten Tagen auch keine Bemerkungen mehr in diese Richtung machte. Irgendwann lag sie letztens nach dem Duschen nur mit einem Handtuch um den Po und den Kopf auf dem Bett, wahrscheinlich um die Haare trocknen zu lassen. Keine Ahnung, warum Frauen das zum Teil so kompliziert machen. Die Vorhänge waren geschlossen, aber das Licht fiel sehr schön durch den Vorhang von der Seite auf Ihren Po und Rücken. Ich sprach sie an, aber sie reagierte nicht, sie schlief wohl wirklich fest. Ich nahm dann mein iPhone und machte ein paar Fotos von Ihr, natürlich ohne das man irgendetwas erkennen konnte. In Schwarz-Weiß konvertiert und einen LoFi Filter drüber und das ganze sah nach einem schönen analog Foto einer schlafenden Frau aus. Mir gefiel es sehr gut, und wenn die Sache vorher nicht vorgefallen wäre, hätte ich es dabei belassen.



Hiermit beichte ich, dass ich das Foto ohne ihr Wissen bei FlickR hochgeladen habe. Man kann wirklich nichts erkennen und niemand würde je auf die Idee kommen, um wen es sich da handelt, da auch mein Account ein Synonym und kein Klarname ist. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht so ganz in ihrem Sinne ist. Die Kommentare der anderen User sind jedoch sehr positiv und wohlwollend. Ich weiß, dass die Rache wohl etwas überzogen und kindisch ist, andererseits finde ich das Bild gelungen und die positiven Kommentare bestärken mich in meiner Ansicht.

Beichthaus.com Beichte #00031168 vom 09.05.2013 um 19:30:22 Uhr in Prischwitz (13 Kommentare).

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