Traubenzucker gegen Allergien

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Lügen Falschheit Gesundheit Hamburg

Traubenzucker gegen Allergien
Eine meiner Freundinnen behauptet, hochgradig allergisch gegen jegliche Tiere zu sein. Da ich viele Haustiere habe, gibt es also jedes Mal ein Drama, wenn sie die Wohnung auch nur betritt. Sie wird puterrot, ihre Augen schwellen und tränen und es wird geschnieft ohne Ende. Irgendwie konnte ich ihr die ganze Geschichte aber nie so ganz glauben, also habe ich ihr erzählt, meine Mutter, die Kinderkrankenschwester ist, hätte aus dem Krankenhaus ein ganz tolles neues Präparat mitgebracht. Dies sei natürlich gegen Allergien, und damit die Kinder es auch mögen, sei es extra süß.

Also habe ich einfach vor ihren Augen ein wenig Traubenzucker aus einem Plastikröhrchen in ein Glas Wasser geschüttet, kräftig verrührt und sie hat es getrunken. Und siehe da, die Symptome verschwanden. Ihr ging es prächtig und wir saßen den ganzen Abend in einem Zimmer mit einem Hund und zwei Kaninchen. Sie hatte überhaupt keine Probleme, keine tränenden Augen, nichts. Gönnerisch habe ich ihr dann noch ein Plastikröhrchen mit dem "Präparat" für Notfälle geschenkt. Seither trinkt sie jedes Mal, wenn sie bei mir ist, ein Glas mit Wasser und ein wenig Traubenzucker darin. Ich freue mich jedes Mal diebisch über den Placebo-Effekt.

Trotzdem tut es mir leid, dass ich einer guten Freundin fast jedes Mal, wenn ich sie sehe, ins Gesicht lüge.

Beichthaus.com Beichte #00031273 vom 24.05.2013 um 21:08:31 Uhr in 22177 Hamburg (Bramfelder Chaussee) (10 Kommentare).

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Auslachen gilt als Beamtenbeleidigung

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Rache Ekel Boshaftigkeit Polizei Bochum

Neulich bin ich im totalen Stress auf zwei gelangweilte Polizisten gestoßen. Ich sollte zwei Freunde zum Flughafen fahren, musste aber dank toller Terminplanung länger als geplant und vereinbart arbeiten. Dementsprechend bin ich auch etwas schneller als sonst nach Hause gefahren, sprich 65 statt 50 Stundenkilometer. Hinter mir fuhr plötzlich ein Streifenwagen, der mich auch ohne zu zögern aufforderte ranzufahren. Schon die Begrüßung "Na, haben wir da mal wieder einen Verkehrssünder?!" vom dicken Wachtmeister und der Vorwurf, ich sei Schlangenlinien gefahren, machten mir deutlich, dass es sich hier um chronisch gelangweilte Blaumänner, die ausschließlich für den ergonomischen, platt gesessenen Bürostuhl in Kombination mit Donuts, Kaffee und Süßigkeiten geeignet sind, handelt.
Nachdem ich insgesamt dreimal in zwei verschiedene Alkoholtester pusten durfte, dachte ich, ich könne endlich weiterfahren, da mir die Zeit ja davonrannte. Fehlanzeige. Ein Drogenschnelltest müsse auch noch gemacht werden, da ich ja nicht nüchtern sein könne bei meiner Fahrweise. Ich entgegnete, dass ich unter Zeitdruck stehe und meine Kollegen sonst ihren Businessflug verpassen. Das tangierte den Herrn mit den schweren Knochen nur wenig. Gut, dachte ich, wie du mir, so ich dir.

Nachdem ich also ein wenig brauchte, bis mein kleiner Freund Gas gegeben hat, füllte ich den Becher doch recht ordentlich. Ich drehte mich um und wollte dem Dickerchen den Becher geben, als ich Tollpatsch doch tatsächlich aus Versehen über meinen eigenen Fuß gestolpert bin. Der gesamte Inhalt übergoss sich also über die neue blaue Uniform des werten Herren. Und über sein Gesicht, was mich ein wenig an diesen aggressiven Rage-Comic-Gesichtsausdruck erinnerte.
Auslachen empfinden Polizisten als Beamtenbeleidigung, was zu einer Anzeige, die sich auch auf Körperverletzung bezog, führte und mich hinterher 450 Euro gekostet hat. Aber das war es allemal wert. Ich würde es immer wieder tun.

Beichthaus.com Beichte #00031268 vom 24.05.2013 um 08:51:48 Uhr in Bochum (Dorstener Straße) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Brüderle ist gar nicht so schlimm

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Falschheit Lügen Politik Hauenhorst

Ich (w) bin eigentlich ziemlich feministisch. Nicht extrem, aber schon etwas mehr als viele andere. Dennoch muss ich zugeben, dass ich Rainer Brüderle irgendwie mag. Und das, obwohl ich ständig überall erzähle, wie schrecklich ich diesen Mann finde und wie sexistisch ich seine Sprüche finde. Dabei stimmt das gar nicht! Ich fand seinen Spruch, den er zu der Stern-Reporterin gesagt hat, gar nicht schlimm. Ehrlich, ich bin fast 19 und habe schon schlimmere Sprüche gehört, diese gekonnt ignoriert und das war es. Und diese Frau vom Stern kommt nach einem Jahr damit an, es wird total hochgespielt und wirkt total übertrieben. Mir tat Brüderle zu der Zeit, als das bekannt wurde, fast schon etwas leid. Die meisten Männer sind nun einmal so! Man muss sich ja als Frau wirklich nicht alles gefallen lassen, aber ganz ehrlich, dieser Dirndl-Spruch ist ja wohl nichts extrem Schlimmes. Auch als Politiker kann man sich mal verplappern. Es sollte zwar nicht passieren, aber das sind auch nur Menschen, abgesehen davon ist Brüderle sowieso ein bisschen durch. Doch wenn man jemandem erzählt, dass man diesen Spruch gar nicht so schlimm findet, dann reagiert das Gegenüber meist total schockiert und verständnislos.

Ich möchte hiermit beichten, dass ich heuchlerisch bin. Ich erzähle jedem, wie schlimm ich Rainer Brüderle finde, nur um endlosen Diskussionen aus dem Weg zu gehen, obwohl das nicht der Wahrheit entspricht. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00031230 vom 19.05.2013 um 16:05:10 Uhr in 48432 Hauenhorst (Eichhornstraße) (24 Kommentare).

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Das Frauentagebuch

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Feigheit Verzweiflung

Seit einiger Zeit schreibe ich (m/19) eine Art Frauentagenbuch. Jeden Abend setze ich mich vor dem PC und denke nach, ob ich an diesem Tag eine hübsche Unbekannte gesehen habe. Falls ja, notiere ich alles, was in jenem Moment geschah. Wo ich die Frau sah, was sie gerade machte, was sie anhatte, was für eine Frisur, wie viel Schminke und so weiter.

Und es ist auch so, dass ich fast jeden Tag irgendwo eine attraktive Frau oder auch Teenagerin treffe. Das bedeutet auch Schreibarbeit. Um mir eine Geschichte deshalb so umfassend wie möglich zu merken, verhalte ich mich deshalb etwas auffällig. Sehe ich zum Beispiel eine gut aussehende Frau vor mir im Zug, versuche ich eine Situation zu provozieren, um zu sehen, wie sie reagiert. Ich lasse eine Flasche fallen oder rede laut am Smartphone vor mir her. Wichtig ist, dass die Frau auf meine Szenarien reagiert. Möchte ja, wenn möglich, in dieser kurzen Zeit auch etwas über ihren Charakter erfahren. Persönlich, und sagen wir auch normal, die entsprechenden Damen anzusprechen, dazu wäre ich nicht fähig. Denn erstens hätte ich Angst vor eine Blamage und zweitens denke ich, dass attraktive Frauen sowieso unerreichbar sind und ich sie so niemals richtig kennenlerne. Deshalb begnüge ich mich hiermit. Manchmal plagen mich die Gedanken und ich frage mich, ob dieses Tagebuch noch weiterzuführen sinnvoll ist. Denn ich gebe auch zu, ich bin ein hoffnungsloser Romantiker. Und irgendwo möchte ich meine unerfüllten Träume doch noch lebendig halten. Deshalb mache ich mit meinem Frauentagebuch weiter.

Beichthaus.com Beichte #00031217 vom 17.05.2013 um 01:07:34 Uhr (20 Kommentare).

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“35.000

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Meine Zeit in Rio

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Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit

Vor acht Jahren, ich war damals 18 (w), flog ich für drei Wochen in den Sommerferien nach Rio de Janeiro, um einen Portugiesischsprachkurs zu machen. Ich ging noch zur Schule und die Reise war für mich einfach ein großer Traum, für den ich lange gespart hatte. Natürlich hatte ich ziemlich Angst, alleine zu fliegen und alleine in einem fremden Land zu sein. Meine Eltern hielten mich sowieso für bekloppt. Mit 18 alleine nach Brasilien. Ich versprach ihnen hoch und heilig, nur mit meiner Gastfamilie unterwegs zu sein und nicht zu feiern oder nachts alleine rauszugehen.
Schon in der ersten Woche brach ich alle Versprechen. Meine Gastschwester war nur zwei Jahre älter als ich, und da sie zu diesem Zeitpunkt selber Sommerferien hatte, waren wir so gut wie jeden Tag Party machen, auf Partys eingeladen oder gingen was trinken. Ich lernte einen Haufen heißer Jungs kennen und machte so gut wie jeden Abend mit einem anderen rum. Den Sprachkurs ließ ich auch öfters ausfallen, obwohl ich dafür eine Menge bezahlt hatte. Das kam zum Glück nie raus. Eines Abends waren wir auf einer Studentenparty, ich hatte gekifft und hatte zudem noch eine Menge Alkohol getrunken. Im Vollsuff hatte ich dann mein erstes Mal, ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wer der Glückliche war, aber ich weiß nur noch, dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Die nächsten zwei Wochen verliefen nicht anders. Ich lernte so viele neue Leute kennen und war einfach fasziniert von der Gastfreundlichkeit und Offenheit der Brasilianer.
Nach den drei Wochen flog ich wieder nach Hause und musste meinen Eltern entweder die Wahrheit sagen, oder sie anlügen. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und schwärmte ihnen von dem tollen Sprachkurs vor und wie toll die Lehrerin doch war. Dabei hatte ich einfach nur die geilste Zeit meines Lebens in Rio und hätte es jederzeit wieder so gemacht. Meine Eltern denken bis heute, dass ich eines der anständigsten Mädels auf der Welt war. Nein! Es tut mir leid, ich bin so versaut.

Beichthaus.com Beichte #00031204 vom 14.05.2013 um 21:27:28 Uhr (32 Kommentare).

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