Date mit einem Bewohner des Big Brother Hauses

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Peinlichkeit Zorn Stolz Medien Dating

Ich beichte, dass ich so dumm war, als Teenager jemanden zu daten, der aktuell im Big Brother Haus lebt und dort mit Abstand der selbstverliebteste und egozentrischste Bewohner im ganzen Haus ist. Ich frage mich heute noch oft, was mir an diesem Typen, dessen Welt sich nur um sich dreht, damals so gut gefallen hat. Heute ist er ein Mann, den ich nicht mal mit einer Kneifzange angreifen würde, wenn er der letzte Mann auf Gottes Erde wäre.

Beichthaus.com Beichte #00036734 vom 29.09.2015 um 11:17:50 Uhr (8 Kommentare).

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Der feuchte Traum eines Mobbingopfers

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Rache Engherzigkeit Ungerechtigkeit Calden-Westuffeln

Damals, während meiner Schulzeit, hatte ich sehr übel unter einer Mitschülerin und ihren Freunden zu leiden. Neben den üblichen Beschimpfungen, weil ich gute Noten hatte, musste ich zahlreiche Beleidigungen über mich ergehen lassen, weil ich aufgrund der finanziellen Situation meiner Eltern unmodische Kleidung tragen musste. Aufgrund meiner trotz aller Schwierigkeiten stabilen und liebevollen familiären Lage, konnte ich das alles ertragen. Leider eskalierte ihr Verhalten proportional zu meiner Geduld: Die Bande verfolgte mich auf dem Nachhauseweg, sie sperrten mich auf dem Mädchenklo ein, bespuckten mich, machten bei mir Scherzanrufe, bewarfen mich auf dem Schulhof mit Steinen und im Sportunterricht mit Bällen und misshandelten mich, wo es nur ging. Immer allen voran als treibende Kraft besagte Mitschülerin. Am Ende musste ich sogar wegziehen und die Schule wechseln, weil meine Eltern es nicht mehr ertragen konnten und die Lehrer an der Schule nichts taten, außer die Lage nur immer weiter zu verschlimmern. Der Versuch, das mit ihren Eltern zu klären, scheiterte kläglich. Jeder, der in der Schulzeit gemobbt wurde, weiß, wovon ich spreche.


Jetzt, etwa zwanzig Jahre später, habe ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen, bin verlobt und seit etwa einem halben Jahr Juniorpartnerin in einer gut laufenden Kanzlei. Mit anderen Worten, es geht mir gut. Vor ein paar Wochen habe ich eingeleitet, dass mir ein Assistent zur Seite gestellt wird. Drei Mal dürft ihr raten, wessen Bewerbung mir da in die Hände fiel. Obwohl ich denkbar wenig Lust hatte, dieser Person einen Job zu geben und sie jeden Tag zu sehen, habe ich sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Als sie mir dann gestern gegenüber saß, war das ein sehr merkwürdiges Gefühl. Sie erkannte mich sofort und nicht nur das, sie besaß sogar die Frechheit, mich auf unsere gemeinsame Schulzeit anzusprechen und auch noch darauf anzuspielen, wie viel Zeit wir miteinander verbracht hatten. Sie wollte unsere Vergangenheit tatsächlich zu ihrem Vorteil als Vitamin B ausnutzen. Ich machte gute Miene zum bösen Spiel und ließ sie in dem Glauben, wir seien praktisch beste Freundinnen gewesen.


Morgen treffe ich die nächste Bewerberin. Ich möchte beichten, dass wenn diese sich nicht als absoluter Glücksgriff herausstellt, ich meine ehemalige Mobberin einstellen und nach Ablauf der Probezeit wieder entlassen werde. Da sie bei ihrer Bewerbung an mehreren Stellen gelogen hat, werde ich daraus auch noch etwas machen. Alles in einem legalen Rahmen versteht sich. Ihr habe ich zudem weniger als die Hälfte des Gehalts, das die anderen Bewerber bekommen hätten, zugesagt. Ich schäme mich für mein Verhalten, aber diese Chance bekommt man nur einmal im Leben und es ist einfach wie der feuchte Traum eines jeden Mobbingopfers.

Beichthaus.com Beichte #00036729 vom 28.09.2015 um 17:59:00 Uhr in Calden-Westuffeln (26 Kommentare).

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Smartphone-Zombies auf der Straße

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Engherzigkeit Zorn Unfall

Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gestern mit voller Absicht einen Fußgänger (ca. 25-30) mit meinem Fahrrad umgefahren habe. Betreffende Person ging für mich gut sichtbar über die Straße, schaute dabei jedoch weder nach links noch nach rechts, sondern durchgehend auf sein Smartphone. Zwei Meter, bevor ich auf ihn aufgefahren bin, habe ich laut "Achtung" geschrien und geklingelt, als hätte ich ihn zu spät gesehen, doch anscheinend war das Handy wichtiger. Als ich ihn getroffen habe, nur seitlich und nicht allzu schnell, ist sein Handy ein paar Meter geflogen, er hat sich lang gemacht und ich bin, da ich ja vorbereitet war, einfach abgestiegen. Sein Handy hatte einen Totalschaden, er eine kleine Abschürfung, nichts Wildes. Was ich beichten möchte? Dass es mir kein Stück leidtut und ich es immer wieder so machen würde. Ich kann die Leute, die dauernd mit dem Handy beschäftigt sind, gerade im Straßenverkehr, nicht ausstehen, und finde die Strafe durchaus angemessen, solange sie nicht ernsthaft verletzt werden. Man stelle sich vor, ich wäre mit meinem Auto unterwegs gewesen und hätte ihn nicht gesehen, da kann er sich so noch glücklich schätzen.

Beichthaus.com Beichte #00036726 vom 28.09.2015 um 06:25:51 Uhr (19 Kommentare).

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Ich kann nicht alleine sein!

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Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich hasse es, alleine zu sein. Ich mag es nicht alleine zu essen, zu shoppen oder sonst etwas alleine zu tun. Alleine macht mir nichts Spaß. Ich hasse es einfach nur. Das Paradoxe ist aber, dass ich überhaupt nicht kontaktfreudig bin. Ich lerne sehr selten neue Leute kennen, da ich sehr schüchtern bin und außerdem mag ich Menschen nicht so gern. Das Problem dabei ist, dass ich damit meinem Freund total auf die Nerven gehe. Er sagt immer, ich würde kleben. Ich würde am Liebsten jede Sekunde mit meinem Freund verbringen. Das wäre so perfekt. Dann wäre ich nicht alleine und hätte immer meinen Schatz bei mir. Aber ich glaube, so langsam nerve ich meinen Freund extrem damit und ich habe Angst, dass er irgendwann abhaut. Was soll ich nur tun? Ist das überhaupt normal?!

Beichthaus.com Beichte #00036722 vom 27.09.2015 um 12:51:05 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Hilfe, meine Eltern sind Ökos!

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Verzweiflung Falschheit Lügen Maßlosigkeit Familie

Meine Eltern waren schon immer das Idealbild dessen, was man gemeinhin als alternative Ökos bezeichnet. Wir wohnten extra in einem Haus mitten im Wald, um uns jegliche elektromagnetische Strahlung, Abgase und auch andere Menschen, - alle drei Dinge in etwa gleich übel in der Wahrnehmung meiner Eltern - vom Hals zu halten. Natürlich hatten wir einen Netzanschluss, aber der wurde nur im absoluten Notfall genutzt. Wir besaßen daher auch keinen Fernseher, Computer, oder irgendwelche andere Unterhaltungselektronik, außer einem kleinen, batteriebetriebenen Radio. Nicht einmal ein Telefon kam meinen Eltern in die finstere Bude. Unser Essen kochten wir am offenen Feuer, überall dienten Kerzen als Beleuchtung, und im Winter gefroren in den ungeheizten Räumen die Wände. In der Schule war ich mit den erdfarbenen Wollklamotten, die meine Mutter mehr schlecht als recht abends bei Kerzenschein mit ihren äußerst bescheidenen Strickkünsten zusammenprokelte, immer eine richtig schöne Lachnummer. Ich wurde eigentlich permanent gehänselt und selbst die Lehrer begegneten mir mit einer Mischung aus Belustigung und Befremden. Weder konnte ich über angesagte Filme mitreden, noch über Fernsehserien, noch über Musik oder sonstige Trends. Ich war quasi ein Alien. Im Informatikunterricht wusste ich nicht einmal, wie ein Computer eingeschaltet wird und meine Eltern versuchten, mich komplett vom Info-Unterricht freizustellen, was ihnen allerdings nicht gelang.

Im Ergebnis hielt sich meine Begeisterung für den täglichen Schulbesuch in sehr eng gesteckten Grenzen. Dazu trug auch bei, dass die nächste Bushaltestelle zu Fuß eine reichliche Stunde entfernt war, was besonders im Herbst und Winter einen wahren Hochgenuss darstellte, weil meine Woll- und Filzklamotten bei Regen oder Schnee ihre hervorragenden Saugeigenschaften überhaupt erst richtig zur Geltung bringen konnten, und danach natürlich auch noch komisch rochen. Eines Tages jedoch widerfuhr mir ein, in meiner Wahrnehmung, unglaubliches Glück: Auf dem Giebel unserer Schule wurde ein Mobilfunkmast angebracht. Ab dem Tag der Installation siechte ich langsam vor mich hin. Ich bewegte mich wie eine alte Frau, täuschte Ohnmachtsanfälle vor, die ich bald so dramatisch und überzeugend hinbekam, dass sie jedem Horrorfilmdarsteller zur Ehre gereicht hätten - inklusive vollkommen verdrehter Augen, übler spastischer Zuckungen und Erstickungsanfälle. Außerdem klagte ich über permanente Schmerzen in der Brust und im Kopf. Ich beschrieb das Gefühl so, als würden kleine Käfer mich von innen heraus auffressen. Irgendwo hatte ich das mal aufgeschnappt, und es kam mir in meiner frühpubertären Fantasie mit als das Schlimmste vor, was einem nur passieren konnte.

Für meine Eltern war indessen sonnenklar, dass der böse Funkmast - unbezweifelbar ein Werkzeug Satans - wieder weg musste. Sie führten einen unerbittlichen Krieg gegen die Schule und den Betreiber des Mastes, schleppten mich zu unzähligen Ärzten und Heilpraktikern, denen ich bald in routinierter Manier meine Symptome zu schildern wusste, und verfielen generell in blindwütigen Aktionismus gegen das System. Während der ganzen Zeit musste ich nicht in die Schule, was natürlich auch mein perfider Plan, und Sinn und Zweck meiner schauspielerischen Höchstleistungen gewesen war. Selbst als die seriöseren Ärzte nach unzähligen Tests schließlich simple psychosomatische Beschwerden diagnostizierten, witterten meine Eltern nur weiteren Verrat und stürzten sich auf die nicht ganz so seriösen Heilpraktiker, die allerlei krude Dinge mit mir anstellten. Eine der hirnerweichten Esoterikhexen, zu denen sie mich in der Folge schleppten, wollte gar gemeinsam mit mir masturbieren, um angeblich irgendwelche Energien abzuleiten. Glücklicherweise fiel jedoch nichts weiter vor, als dass sie mir ihre nackten, runzligen Hängebrüste eine Weile unter die Nase hielt, und sich dabei mit ihrer faltigen Hand im pelzigen, nach einer Mischung aus überlagerter Fischkonserve und einsetzender Verwesung riechenden Schritt herummachte.

Ein anderer dieser grenzdebilen Heilpraktiker wollte mir unbedingt mit Wahn im Blick und pädophiler Begeisterung irgendwelche Kräuter zur Reinigung in den Darm schieben, was ich aber durch eine beherzte Flucht aus dem Behandlungszimmer gerade noch so verhindern konnte. Nach diesen beiden fiesen Nummern kam ich dann doch ins Grübeln, ob ich meine kleine Scharade weiterhin aufrechterhalten wollte. Leider fuhr mir, beziehungsweise meinem Vater, vor dem Ende meiner Überlegungen der Zufall an die Karre. Eines Tages bekam ich eine üble Magen-Darm-Grippe, und da meine Mutter mittlerweile vollkommen hysterisch war, was mich und meine geheimnisvolle Elektrosensibilität anging, durchsuchte sie hektisch das Haus nach Strahlungsquellen und fand zu ihrem riesigen Entsetzen ein Handy. Zwar war das Teufelsding ausgeschaltet, aber meine Mutter wickelte es sofort dick in Alufolie und verhörte mich, ob ich etwas darüber wüsste. Sie ging wohl davon aus, dass ich es mir heimlich angeschafft hatte. Natürlich überlegte sie sich nicht, wie ich das hätte anstellen sollen - meine alten kratzigen, selbstgestrickten Wollschlüpfer dagegen eintauschen?! Nachdem ihre zweifellos bei der CIA abgeguckten Methoden zur Wahrheitsfindung die Grenzen des guten Geschmacks weit überschritten hatten, gab mein Vater schließlich kleinlaut zu, es für den Notfall gekauft zu haben, falls sich mal jemand verletzte. Für meine Mutter war das ein riesiger, unverzeihlicher Vertrauensbruch, und sie warf meinen Vater direkt raus. Er zog danach in ein Zelt, ca. 50 Meter vom Haus entfernt. Es dauerte lange, bis sie ihn wieder aufnahm, und in der Zwischenzeit hatten meine Eltern auch ordentlich Ärger mit dem Jugendamt, wegen meiner Schwänzerei.

Ich bekam einen psychologischen Betreuer und endlich mal richtige Klamotten. Sogar BHs und andere richtige Unterwäsche, die zu meinem größten Erstaunen nicht kratzte. Eine Pflegefamilie war auch im Gespräch, aber an der Stelle beugten sich meine Eltern doch dem verhassten System. Ich wechselte dann die Schule, eine simple Idee, auf die meine Eltern mit ihrem sturen Tunnelblick nicht gekommen waren und konnte ab da wenigstens so tun als wäre ich keine krasse Außenseiterin mehr. Am Ende musste ich jedoch zwei Klassen wiederholen. Die Ehe meiner Eltern hat seit damals einen gewaltigen Knacks und meine Mutter schiebt meine rätselhafte Erkrankung immer noch teilweise auf das Handy meines Vaters. Ich habe den beiden nie erzählt, dass mein Siechtum in etwa so existent war wie das Ungeheuer von Loch Ness. Heute studiere ich Germanistik und bin wenigstens halbwegs im normalen Leben angekommen. Meine Eltern leben jedoch nach wie vor im Wald, und wie ich die Sache sehe, wird das wohl auch bis ans Ende ihrer Tage so bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00036721 vom 27.09.2015 um 12:13:48 Uhr (15 Kommentare).

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