Erziehung ungezogener Gören

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Gewalt Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Kinder Augsburg-Bärenkeller

Ich (m/36) gestehe hiermit, vor mehreren Jahren ein Kind geschlagen zu haben. Ja, ein kleines Kind. Ich liebe Kinder normalerweise, aber in diesem Fall konnte ich nicht anders. Ich saß damals in einem Linienbus zu mir nach Hause und hatte einen wirklich anstrengenden Arbeitstag hinter mir. Das alleine ist natürlich weder Grund noch Rechtfertigung, aber hinter mir saß eine Frau mit Kopftuch und ihrem fünf Jahre alten Kind, welches die ganze Zeit extrem laute Geräusche von sich gab. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass der Kleine Maschinengewehr- und Pistolenschüsse imitierte, und zwar eindeutig in Richtung meines Kopfes. Naja, ich mag Kinder ja, grinste mir eines und dachte, soll er halt, auch wenn es schon irgendwie krank ist, wenn ein Kind in dem Alter so was macht. Naja, die Geräusche reichten ihm dann nicht mehr, irgendwann fing er an, mir mehrmals schnell hintereinander auf den Kopf zu schlagen.

Die Mutter sah aus dem Fenster und tat, als würde es sie nichts angehen, auch als ich mich umdrehte und laut "Hey lass das!" rief, kam von ihr keine Reaktion, aber wenigstens Junior hörte damit auf. Vermeintlich. Plötzlich hörte ich das typische Geräusch vom Hochziehen und keine 20 Meter von meiner Haltestelle spuckte mir der Bengel doch tatsächlich gleich mehrfach auf Kopf und Nacken! Die Dame reagierte auch jetzt noch nicht, auch als ich laut rief: "Ey, gehts noch? Bringen Sie ihrem Schratzen gefälligst bei, dass man Fremde nicht belästigt und schon gar nicht anspuckt!" Da kam laut von Junior: "A*schloch, W*chser, Hu*ensohn" und der Rest der Schimpfwort-Tabelle! In diesem Moment hielt der Bus gerade an, ich stand auf und gab dem Mistkind eine deftige, aber nicht übertriebene Ohrfeige. Da konnte die Frau plötzlich reagieren und schrie wie eine Irre los, ich sei ein Kinderschänder, ich gehöre ins Gefängnis und so weiter. Allerdings hielten der Busfahrer und die anderen Fahrgäste zu mir und beschimpften sie dann ebenfalls. Leider aber auch mit sehr rassistischen Ausdrücken.

Heute denke ich mir, hätte ich mich in dem fast leeren, großen Gelenkbus gleich woandershin gesetzt, wäre das nicht passiert, doch ich wähle diesen Platz immer. Außerdem kann es doch nicht angehen, dass die Mutter so extrem in der Erziehung versagt! Oder aber der Vater hat dem Kind einen Freifahrtschein gegeben, zu tun was es will, aber so etwas würde doch kein vernünftiger Mensch, egal ob Mutter oder Vater, und egal, welcher ethnischen Herkunft, zulassen! Und um ehrlich zu sein, ich bereue die Ohrfeige nicht, denn passiert ist dem Kind nichts, außer dass es bei der nächsten Begegnung still war und halb in seine Mutter hineinkroch, die übrigens schon wieder unbeteiligt aus dem Fenster starrte.

Beichthaus.com Beichte #00033248 vom 11.05.2014 um 11:49:55 Uhr in 86156 Augsburg-Bärenkeller (42 Kommentare).

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