Die verrückte Rattenlady

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Manie Maßlosigkeit Tiere

Ich bin ganz vernarrt in meine sieben Farbratten-Böcke! Wer sich mal mit diesen Tieren auseinandersetzt, weiß, dass sie auch relativ viel Pflege brauchen. Das fängt schon bei einem riesigen Zuhause und sehr viel Einrichtung, wie Kuschelsachen und Kletteräste für die Tiere an, bis hin zum Saubermachen, Nahrung frisch zubereiten und natürlich den täglichen 1-2 Stunden Auslauf. Farbratten sind dämmerungsaktive Tiere, soll heißen, sie werden gegen Abend munter und das passt super zu meiner Arbeit. Morgens, wenn ich das Wohnzimmer betrete, werde ich bereits von meinen Schätzen begrüßt und jeder bekommt eine Kleinigkeit zum Naschen. Ich liebe diese Tiere einfach so sehr!


Ein Leben ohne sie kann ich mir gar nicht vorstellen. Das geht sogar so weit, dass ich Verabredungen für den Abend gar nicht mehr annehme, weil ich viel lieber mit meinen kleinen Juwelen schmuse und sie auf meiner Schulter sitzen lasse. Ich habe einen relativ großen Flur und da lege ich immer einen alten Bettbezug hin und darauf baue ich einen Abenteuer-Spielplatz. Wenn ich alles hergerichtet habe, dürfen meine Süßen nach Herzenslust toben und klettern. Ich freue mich den ganzen Tag schon darauf, diesem Treiben zuzusehen und natürlich ebenfalls eifrig beklettert zu werden. Manchmal streiten sie sich sogar, wer denn als erster durchgekrault wird. Die anderen verstehen mich nicht. Die meisten denken, ich bin eine Verrückte und können nicht nachvollziehen, warum ich denn nicht feiern gehe - oder auf Dates. Aber alles, was ich brauche, sind meine Farbratten!


Natürlich habe ich auch menschliche Freunde und verbringe Zeit mit ihnen. Auf der Arbeit und auch sonst bin ich relativ beliebt. Aber ich kann diesem "Ich saufe mich ins Koma und habe Sex mit Fremden"-Lebensstil einfach nichts abgewinnen. Ich bin lieber die verrückte Rattenlady und die Freude meiner Knopfaugen ist mir wichtiger als andere Dinge. Ich bin schon traurig, wenn ich daran denke, dass irgendwann das Leben für sie endet, aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass sie es gut bei mir hatten und die Liebe bekommen haben, die sie verdienen! Ein Herz für die Farbratten dieser Welt?

Beichthaus.com Beichte #00037629 vom 17.02.2016 um 18:34:36 Uhr (20 Kommentare).

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Offene Autos vor der Disco

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Diebstahl Schamlosigkeit Trunksucht Last Night

Vor einigen Jahren war ich mit meiner besten Freundin zur Winterzeit in einer Discothek unseres Ortes. Nach wilder Feierei und ziemlich betrunken, verließen wir zur späteren Stunde die Disco, um unseren Nachtbus, der bald kommen sollte, noch zu erwischen. Beim Hinausgehen sahen wir, wie fünf südländisch aussehende Frauen direkt vor der Disco mit ihrem Golf parkten, ihre Jacken auszogen und aufgrund der Kälte schnell zum Discoeingang rannten. Dabei konnten wir beobachten, dass die vordere Beifahrertür nicht richtig geschlossen wurde, da eine der Jacken eingeklemmt war. Wieso wir damals, ohne Angst erwischt zu werden, zum Auto gegangen sind, uns alle Jacken übergezogen haben, die im Auto lagen und konstant lachend die vier Kilometer nach Hause gelaufen sind wie zwei torkelnde Michelinmännchen - den Nachtbus hatten wir durch die Aktion nämlich verpasst - weiß ich heute ehrlich gesagt auch nicht mehr. Eine der Jacken hängt aber noch heute bei mir im Schrank. Sorry Mädels!

Beichthaus.com Beichte #00037626 vom 17.02.2016 um 15:48:20 Uhr (5 Kommentare).

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Leben mit Reizdarmsyndrom

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Peinlichkeit Ekel Verzweiflung Gesundheit Bamberg

Ich leide seit geraumer Zeit immer mal wieder unter dem Reizdarmsyndrom. Das macht keinen Spaß und ist nicht schön. Manchmal bekomme ich starke Koliken, kriege Schweißausbrüche und mir wird schwindelig. Ich muss mich dann schnellstens auf die Suche nach einer Toilette machen, da die Krämpfe mit Durchfall einhergehen. Normalerweise kommen solch heftige Anfälle eher selten vor. Ich habe auch für den Notfall meistens Imodium und Buscopan dabei. Heute war aber alles zu spät. Ich war auf dem Weg zur Arbeit und verspürte plötzlich die Unheil bringenden Schmerzen. Ich kniff die Pobacken fest zusammen und atmete wie eine Schwangere in den Wehen. Mein Institut war nicht mehr weit entfernt, aber in diesem Zustand leider fast unerreichbar. Also ging ich in die nächste Bäckerei und frage, ob ich ausnahmsweise das WC benutzen könne. Ging leider nicht, die hatten kein Klo. Ich spürte, wie sich eine Blähung dem Ausgang näherte, und bekam Angst, dass da eventuell etwas mit entweicht. Wer schon mal versucht hat, mit starken Bauchkrämpfen Flatulenzen oder den flüssigen Stuhl zurückzuhalten, der weiß, dass das leider nicht so einfach ist.


Verschwitzt, schmerzgekrümmt und mit rotem Kopf schaffte ich es irgendwie doch noch zur Arbeit. In der Umkleide und im Waschraum war ich zum Glück allein. Ihr ahnt es vermutlich schon: Als ich die Jeans auszog und die Unterhose kontrollierte, hatte sich da schon etwas stinkendes, halbflüssiges Material gesammelt. Ich habe den Slip in einer zugeknoteten Mülltüte entsorgt und habe mich dann sofort ausgiebig gesäubert. Das war mir wirklich mehr als peinlich!
Zum Glück haben wir blickdichte Arbeitskleidung. Den Rest des Tages habe ich dann ohne Unterwäsche verbracht. Die Krämpfe und der Durchfall verschwanden übrigens so plötzlich, wie es angefangen hatte. Ich hasse dieses verfluchte Reizdarmsyndrom! Wenn es losgeht, muss ich wirklich gleich umgehend ein (öffentliches) Klo aufsuchen!


Ich beichte, dass ich mir heute eine kleine Menge Stuhl in die Hose gemacht habe. Ich bin verheiratet, Vollzeit berufstätig und kümmere mich um den Garten und den Haushalt und stehe normalerweise mit beiden Beinen fest im Leben. Trotzdem habe ich heute in die Hose gemacht. Das ist mir schrecklich peinlich und ich würde vor Scham im Boden versinken, wenn meine Freunde, Familie oder Kollegen davon erfahren würden. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00037625 vom 17.02.2016 um 15:33:49 Uhr in 96049 Bamberg (9 Kommentare).

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Verdacht auf Läuse

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Ignoranz Unreinlichkeit Gesundheit

Vor einigen Wochen warnte uns ein befreundetes Pärchen vor Kopfläusen, denn sie hatten bei ihren beiden Söhnen welche gefunden, nachdem in der Klasse ihres älteren Sohnes Läuse aufgetreten waren. Und wie sicherlich viele wissen, verbreiten sich diese Biester, vor allem unter Kindern, recht schnell. Ich besorgte daraufhin einen Nissenkamm und durchsuchte meine Kinder und mich gründlichst, zumal der jüngere Sohn unserer Freunde und unser Sohn in der gleichen Kindergartengruppe sind. Aber ich fand trotz penibler Sucht weder Läuse noch Nissen in unserer Familie. Noch am gleichen Wochenende - unsere Freunde hatten zwei Tage zuvor bereits ihre Läusekur gemacht - waren meine Tochter und ich kurz zu Besuch, ich saß dort auf dem Sofa, deren kleinen Sohn auch mal kurz auf meinem Schoß.


Jetzt endlich zu meiner Beichte: Am andern Tag fand ich bei einer nachträglichen Routineuntersuchung meiner Haare eine Laus. Ich habe sie zermalmt, weggeworfen und niemandem etwas gesagt. Normalerweise sollte man nach dem Auffinden auch nur einer Laus sofort eine Haarkur mit einem Mittel aus der Apotheke machen. Ich hatte aber echt keine Lust darauf und fand sonst, auch nach Durchgehen des gesamten Haares mit dem Nissenkamm, nichts! Stattdessen schwieg ich über das Auffinden jener Laus, untersuchte auch meine Kinder immer wieder gründlich. Und nur, wenn ich jetzt noch daran denke, muss ich mich umgehend am Kopf kratzen.

Beichthaus.com Beichte #00037621 vom 17.02.2016 um 11:43:38 Uhr (2 Kommentare).

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“Beichte

Die schlimmste Wohnungsbesichtigung meines Lebens

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Verzweiflung Feigheit Neugier

Als ich mir meine erste eigene Wohnung suchte, hatte ich einige Besichtigungen. Eine werde ich, obwohl schon an die 40 Jahre her, nie wieder vergessen. Der Wohnungsbesitzer war an dem Tag nicht selbst vor Ort und hat die Schlüssel unter die Fußmatte gelegt, mit der Bitte, sie nach Verlassen der Wohnung in seinen Briefkasten zu werfen. Als ich die Wohnung betrat, hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Dieses Gefühl hatte ich auch schon im Treppenhaus, denn es handelte sich um ein sehr altes Haus mit einem großen Treppenhaus, die Treppen waren aus Holz und das Ganze hat mich entfernt an einen großen Heustadel erinnert. Ich kann es schlecht beschreiben, aber es roch alt und muffig und ich als junger Mann von 20, 21 Jahren dachte, dass es so in einem Leichenschauhaus riechen muss. Ich hatte und habe zwar ein Leichenschauhaus noch nie betreten, aber das schoss mir aus irgendeinem Grund in den Kopf. In der Wohnung roch es ebenso alt und verstaubt, genauso wirkte auch die Einrichtung.


Ich wusste von dem Besitzer nur, dass er als Buchhalter in einer Firma in der Stadt arbeitet, etwa 40 Jahre alt ist und alleine lebt. Ich hatte ihn ja nie selbst gesehen, sah ihn aber auf Fotos an den Wänden. Da auf einem Bild sein Name stand - es war eine Auszeichnung von irgendeinem Verband oder etwas Ähnlichem - wusste ich, dass er genauso spießig aussah wie seine Wohnung. Er hatte recht schütteres Haar, eine dicke Brille, einen Bierbauch und unauffällige Kleidung. Ich habe mir die Wohnung angesehen, und gerade weil der Mann so unauffällig wirkte, wurde ich neugierig, wie er denn so lebt. Zu neugierig war ich nicht, ich habe keine Schränke oder Schubladen geöffnet - zunächst zumindest nicht - sah mir aber die Einrichtung ganz genau an. Plötzlich ist mir im Badezimmer bei der Wanne ein umgedrehtes Foto ins Auge gesprungen. Die Neugier siegte, ich hab es umgedreht und mir wurde ganz anders, da es eindeutig das Foto eines vielleicht gerade mal vierjährigen Mädchens war - die Details könnt ihr euch denken.


Da konnte ich auch nicht mehr anders und habe Schubladen und Schränke durchwühlt und ich wurde mehrfach fündig, es waren weitaus mehr Bilder, als ich geahnt hätte und was ich darauf sah, war das blanke Grauen. Ich bin, wahrscheinlich blass wie ein Geist und völlig verstört, aus der Wohnung gelaufen, habe die Tür zufallen lassen, den Schlüssel habe ich im Schock in der Wohnung gelassen, und habe mich dermaßen geschämt - obwohl ich selbst gar nichts getan hatte. Ich hatte daraufhin bestimmt drei Wochen lang Träume, die mit dieser Sache zu tun hatten. Meine Beichte ist nun, dass ich damals nie den Mund aufgemacht habe - ich konnte nicht. Es war wie eine Blockade, ich selbst hatte die schlimmsten Schamgefühle, weil ich diese Fotos auch in den Händen hatte.


Nach 40 Jahren ist diese Seite die erste, der ich das Erlebnis anvertraue. Niemand weiß davon - meine Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde, meine Frau, Kinder und Enkel haben oder hatten keine Ahnung, was sich damals abgespielt hat. Sie haben zwar bemerkt, dass ich verändert war, ich habe aber immer abgewinkt oder behauptet, das wäre Liebeskummer oder eine sonstige Nichtigkeit. Ich konnte darüber nicht sprechen. Und ich kann es, glaube ich, auch heute noch nicht. Ich bin nicht mehr verstört nach 40 Jahren, lebe mein Leben normal und denke längst nicht mehr so oft daran wie damals, doch wenn ich mich erinnere, dann ist das Entsetzen wieder da.

Beichthaus.com Beichte #00037604 vom 14.02.2016 um 15:22:28 Uhr (10 Kommentare).

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