Nachbarskinder mit Böllern

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Gewalt Zorn Maßlosigkeit Nachbarn

Ich bin Schichtarbeiter, habe abwechselnd Früh- und Spätschicht. Diese Woche Dienstag kam es schon wieder vor, dass ich nach meiner Spätschicht todmüde ins Bett gefallen bin und gegen drei Uhr nachts kerzengerade im Bett stand, denn die tollen Burschen aus dem Haus gegenüber meinten, dass sie mal wieder böllern müssten. Es hörte sich an, als ob da jemand abgeknallt wurde. Ich bin dann im Morgenmantel raus zur Tür, genauso wie andere Nachbarn, und klar - es waren natürlich wieder die drei Nachbarsburschen. Wer denkt, es seien kleine vorpubertäre Kinder, der täuscht, einer ist um die 16, einer hatte vor Kurzem die Volljährigkeit gefeiert und der andere müsste so 20 sein. Erwachsene Männer, die sich wie Babys benehmen. Da wir mit den Typen selbst und mit den Eltern des 16-Jährigen und des 18-Jährigen bereits geredet haben und das nicht fruchtet, haben mein Nachbar und ich noch einmal Klartext mit den Jungs reden wollen, doch die haben uns nur ausgelacht. Dumm wie Brot.


Meine Wut war so dermaßen stark in dem Moment, dass ich der 16-jährigen Kröte einen dermaßen heftigen Tritt in den Schritt verpasst habe, dass der nur noch jaulend am Boden lag. Ich schäme mich dafür, dass ich mich von drei Spätentwicklern, die ihrem geistigen Horizont entsprechend wahrscheinlich mal lediglich bei Mäcces an der Kasse enden werden, so habe provozieren lassen. Ein Gutes hat die Sache - es wurde seit dem Vorfall nicht mehr geböllert. Durch die Vorfälle bin ich auch zu einem richtigen Böllerhasser geworden und kann den Dingern selbst nichts mehr abgewinnen, obwohl ich früher selbst an Silvester die eine oder andere Rakete gezündet habe. Doch da viele dumme Kinder oder Zurückgebliebene nicht verstehen, dass die Dinger lediglich an Silvester zu gebrauchen sind, hätte ich nichts gegen ein generelles Verbot.

Beichthaus.com Beichte #00037461 vom 23.01.2016 um 16:49:56 Uhr (12 Kommentare).

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Der Vater meines Sohnes ist ein Psycho!

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Engherzigkeit Familie

Ich (w/27) habe einen achtjährigen Sohn. Mein Ex-Freund (28) hat mir während der Schwangerschaft damit gedroht, Schluss zu machen, wenn sein Kind kein Junge wird. Man muss dazu sagen, dass er die Förderschule besucht hat, geistig zurückgeblieben ist und auch verhaltensauffällig ist. Ich hätte damals nie gedacht, dass er so weit gehen würde. Ich hatte ihn sehr gern. Nach dieser Ansage hatte ich nur noch Zorn und Verachtung übrig. Ich habe mich getrennt. Als eine Freundin, die ihn auch kennt, vor ihm ausgeplaudert hat, dass ich einen Sohn erwarte, war er plötzlich wieder Feuer und Flamme - vor dem Outing nicht. Ich wusste, dass ich alles dafür tun werde, dass kein Kontakt zwischen den beiden besteht. Ich bin die Allerletzte, die einen Vater sein Kind nicht sehen lässt, da Vater und Kind sich brauchen, aber einen Psycho braucht kein Kind als Vater - dann lieber keinen. Und wer schon so extrem auf einen Sohn pocht, der will sicherlich auch einen kleinen Macho haben und erzieht das Kind bestimmt sehr fragwürdig.


Er durfte das Kind dann einmal im Beisein des Jugendamtes sehen und nach diesem Besuch war auch den Sachbearbeitern klar, dass er kein guter Umgang ist. Heute bin ich seit drei Jahren in einer glücklichen Beziehung und mein Sohn und mein Freund verstehen sich prima. Mein Ex-Freund hat mittlerweile mit einer anderen Frau einen Sohn. Vor etwa einem Jahr habe ich die Drei gesehen - der Kleine hat geweint und mein Ex hat ihn angebrüllt, dass Jungs nicht weinen, nur "Schwuchtel". Und ich war in diesem Augenblick so froh, dass er meinen Sohn nicht sehen darf.

Beichthaus.com Beichte #00037459 vom 23.01.2016 um 01:26:09 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Alle nutzen mich nur aus!

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Hass Zorn Aggression Lügen Internet

Ich habe momentan solche Mordfantasien, ich könnte den Nächstbesten, der mir wieder blöd kommt, glatt erschlagen. Das ganze Leben bin ich echt nur verarscht worden, weil ich immer zu schüchtern und gutmütig war. Ganz besonders Kerle haben das ausgenutzt. Ich habe eine 8-jährige Beziehung hinter mir, in der ich nur belogen wurde und immer wieder hören musste, wie dumm ich sei. Und manchmal denke ich, das stimmt auch. Denn der Typ, der danach kam, war ja wohl ein völliger Griff ins Klo. Weil ich mich nach dem Ende meiner langjährigen Beziehung umbringen wollte, habe ich Trost in einem Suizid-Forum gesucht, ich war so naiv und dachte, die Leute, die man dort kennenlernt, verarschen dich nicht, weil die haben ja selbst Probleme. Ich kann nur sagen: Ein größeres Arschloch als den, den ich dort kennengelernt habe, gibt es kaum noch. Er hat mir gesagt, er würde mich lieben, hätte Komplexe wegen seiner Hühnerbrust, wir haben uns erst ein Jahr nur gemailt, dann schließlich getroffen und er hat in dieser Zeit vielleicht 100 andere Weiber flachgelegt.


Ich habe rausgefunden, dass das mit der Hühnerbrust nur ne Masche war, um auf Mitleid zu machen, damit er so die Weiber ins Bett kriegt. Er hat es natürlich abgestritten. Das Schwein hat, wenn er bei mir war, jedes Mal 20 Minuten auf dem Klo verbracht, was mir immer komisch vorkam, irgendwann habe ich gerafft, dass er dann SMS an die anderen Weiber geschrieben hat. Gelogen hat er noch mieser als sein Vorgänger. Er sei im Krankenhaus gelandet, wegen mir, er hätte seinen Führerschein verloren - in der Zeit hatte er natürlich keinen Bock, mich zu treffen. Wenn es mir gut ging, hat er sich persönlich beleidigt gefühlt, sein bester Freund war für ihn nur zum Verarschen da. Und seinen Schwanz musste man 25 Minuten am Stück lutschen, bis überhaupt mal was kam und er hat rein gar nichts für mich gemacht.


Geschenke waren für ihn gebrauchte Sachen, die er selbst weggeschmissen hätte, seinem Freund, den er 15 Jahre kennt, hat er ein gebrauchtes Mikrofon geschenkt, das einzige Geschenk in 15 Jahren, und das wollte er ihm noch wegnehmen, und es dann mir geben. Ohne Worte. Vor zehn Tagen kam es zum endgültigen Bruch, ich habe gewagt zu sagen, dass sein Freund besser rappen könne als er, was auch stimmt. Daraufhin hat er mich stehen lassen, ein vorgeschobener Grund, weil er längst eine andere am Start hat. Ich möchte dem Schwein so gerne eines auswischen, mich kotzen scheinheilige Typen einfach an. Und ausgerechnet der hat mir zwei Jahre am Stück vorgejammert, er sei so ein guter Mensch, er wäre so hilfsbereit und wäre immer nur von anderen benutzt worden und das glaubt er auch noch selbst!


Er ist übrigens Schweizer und ich hoffe nicht, alle aus der Schweiz sind so, dann wäre es nämlich ein armes Land. Ach ja, meine Waschmaschine, die im Gemeinschaftsraum steht, wird von anderen zum Waschen benutzt, ungefragt. Das hab ich gestern festgestellt. Es ist der Typ, der über mir wohnt, denn der hat selbst keine und meint, er kann sich dann kostenlos an meiner bedienen. Alle denken, mit der kann man es machen! Irgendwann zeige ich ihnen, dass es eben nicht so ist! Ich habe es satt, dermaßen verarscht zu werden!

Beichthaus.com Beichte #00037453 vom 22.01.2016 um 10:26:49 Uhr (31 Kommentare).

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Streit zwischen Stiefschwestern

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Aggression Gewalt Zorn Ungerechtigkeit

Meine Mutter und ich (w/27) zogen nach der Scheidung meiner Eltern zu ihrem neuen Lover. Seine Frau hatte ihn und seine Tochter vor Jahren sitzen lassen und so lebte er mit ihr allein, und zwar fast 800 Kilometer weit weg von unserem früheren Wohnort. Besagte Tochter war fast auf den Tag genau gleich alt wie ich, nämlich 14. Allerdings prallten da zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Während ich ein zugegebenermaßen etwas verwöhntes Stadtkind war, mit durchaus ein wenig Faulheitsspeck auf den Hüften, einer gewissen Vorliebe für Schmink- und Mädchenkram, Junkfood, Boybands und schlechte deutsche Vorabendserien, war sie ein stahlhart durchtrainierter halber Junge. Sie hatte eine sehnige, kräftige, aber dennoch weibliche Statur, deutlich sichtbare Bauchmuskeln, sehr feste und straffe Brüste, einen Hintern, mit dem sie Walnüsse knacken konnte, und ihre Hobbys bestanden größtenteils aus irgendwelchen körperlichen Aktivitäten. Sie ritt gern, kletterte, spielte Fußball, oder Eishockey mit den Jungs aus dem Ort, fuhr Ski und las ab und an Bücher.

Natürlich konnte ich mit ihr gar nichts anfangen. Weder kannte sie irgendwelche Boybands oder Schauspieler, noch interessierte sie sich dafür. Sie hörte das, war ihr Vater hörte. AC/DC, Led Zeppelin, Queen, und The Who. Unsere Gesprächsthemen waren daher nicht besonders ergiebig. Ich hatte dementsprechend heftiges Heimweh nach meinen anderen Freundinnen und fand meine neue Stiefschwester ziemlich befremdlich. Meine Mutter interessierte mein Leid allerdings überhaupt nicht. Sie war auch zu sehr damit beschäftigt, es mit ihrem neuen Freund jede Nacht derartig laut krachen zu lassen, dass man es durch alle Wände des Hauses hörte. Im Dorf selbst fiel es mir auch nicht besonders leicht Anschluss zu bekommen, aber immerhin klappte es nach etwa einem Jahr zumindest so weit, dass ich nicht mehr komplett isoliert war.

Ich versuchte auch einen Zugang zu meiner Stiefschwester zu bekommen, indem ich ihr gut gemeinte Schmink- und Modetipps gab, die sie allerdings geflissentlich ignorierte. Sie war eher eine etwas herbe Schönheit, mit einer zwar wunderschönen Augenpartie, aber auch ziemlich männlichen Zügen um den Mund herum, Hasenzähnen und schmalen Lippen. Ich dachte, ihr damit etwas Gutes zu tun, aber sie reagierte nur mit kühler Gleichgültigkeit. Mir wurde klar, dass ich meine Taktik ändern musste, und fragte sie, ob sie mir das Reiten beibringen könnte. Auf Anordnung ihres Vaters hin tat sie es dann, wenn auch widerwillig. Sie war eine schreckliche Lehrerin. Unaufmerksam, ungeduldig und unbeherrscht bis hin zum Sadismus. Vor allem war sie jedoch sehr schadenfroh, wenn ich mal wieder unfreiwillig abstieg. Mir schmerzte bald jeder einzelne Knochen im Leib, aber ich hielt wacker durch. Unser Verhältnis wurde dadurch allerdings nicht wirklich besser. Ich begann, sie langsam aber sicher zu hassen, und mein Frustrationslevel stieg nahezu ins Unermessliche.

Egal, wie sehr ich mich anstrengte, sie blieb unempathisch, und ein echter weiblicher Kotzbrocken. Ich ging mit ihr klettern, stellte mich ungeschickt an und sie lachte mich aus. Ich spielte mit ihr Fußball, fiel hin und sie lachte mich aus. Ich fuhr mit ihr Langlauf, purzelte einen steilen Hang hinunter, verstauchte mir den Knöchel und prellte mir die Rippen. Sie lachte mich aus und fuhr danach einfach weiter. Natürlich gab es zu Hause ordentlich Ärger für sie, weil sie mich zurückgelassen hatte, aber das schien sie nicht sonderlich zu kratzen. Ich hatte inzwischen die Nase gestrichen voll von ihrer kaltherzigen Art und beschloss, sie zu ignorieren. Mir fiel jedoch bald ein interessantes Phänomen auf. Immer, wenn sie in der Nähe eines ganz bestimmten Jungen war, wurde sie plötzlich äußerst mädchenhaft und nervös. Sie spielte mit ihren Haaren, kicherte über seine flachen Witze und suchte Körperkontakt, was sonst gar nicht ihre Art war. Allein, es nützte nichts, sie biss sich an ihm die Zähne aus, was sie nur noch übellauniger werden ließ.

Eines Tages erwischte ich sie, wie sie beim Holzhacken hemmungslos weinte. Ich fragte sie nicht, was los war, denn ich hatte an dem Tag ebenfalls gesehen, wie besagter Junge mit einer Anderen Händchen hielt. Sie versuchte es vor mir zu verbergen und reagierte sehr aggressiv, als ich ihr anbot, sich noch einmal meine Tipps anzuhören. Schließlich ging sie jedoch auf mein Angebot ein und ich half ihr beim Schminken, Haare machen, und bei der Auswahl der Kleidung. Ich lieh ihr Klamotten von mir, denn durch die viele körperliche Anstrengung hatte ich mittlerweile dieselbe Kleidergröße wie sie, wenn auch keine derart perfekte Figur. Schon bald zeigte sich eine gewisse Wirkung ihrer erblühenden Schönheit und ihr Schwarm ließ tatsächlich seine bisherige Freundin für sie fallen. Statt mir aber zumindest etwas dankbar zu sein, begann meine Stiefschwester allerdings vor ihm und seinen Kumpels über mich zu lästern und diverse Dinge auszuplaudern, die nur mich und meine Mutter etwas angingen.

Sie machte sich auch oft über uns lustig und äffte uns beide in sehr entwertender Manier nach. Das verletzte mich auf das Äußerste, und als ich sie mal wieder dabei erwischte, entfuhr mir in blinder Wut ein Satz, den ich bis heute sehr bereue. Ich sagte in etwa, dass ich wenigstens noch eine Mutter hätte und bei ihrem unverschämten und undankbaren Verhalten auch verstehen könnte, warum ihre Mutter sie hatte sitzen lassen. Sie wurde daraufhin kreidebleich und ging direkt auf mich los. Das Resultat waren Kiefer-, Nasen- und Rippenbrüche bei mir und eine sehr schwere Augenverletzung bei ihr, unter der sie heute noch leidet.

Meine Mutter packte noch am selben Tag ihre Sachen und wir verließen den Ort. Die Ironie an der Geschichte ist die, dass ich kurze Zeit danach - wie sie - bei meinem Vater leben musste, weil meine Mutter dann irgendwann doch wieder zu ihrem Freund zurückzog. Meine Mutter lebt heute noch dort, genau wie meine Stiefschwester, die nach dem Vorfall lange in Therapie war. Sie ist mit dem Jungen von damals verheiratet, allerdings wohl nicht mehr besonders glücklich. Ich habe mehrmals versucht, mich mit ihr auszusprechen, aber sie blockte mich grundsätzlich immer ab.

Beichthaus.com Beichte #00037440 vom 20.01.2016 um 00:44:54 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Die junge Obdachlose in meiner Wohnung

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Falschheit Lügen Verzweiflung

Die junge Obdachlose in meiner Wohnung
Ich (m/35) stecke in einem Dilemma. Bei uns in der Gegend gibt es seit etwa Herbst eine junge Frau, die offensichtlich obdachlos ist. Ab und zu sah man, wie sie mit Männern mitging, ich dachte mir schon, was da war. Jedoch sollte ich mich irren. Letzten Mittwoch sah ich sie wieder vor unserem Einkaufsmarkt sitzen. Man muss dazu sagen, dass sie nicht direkt bettelt, sondern irgendwann nach etwas zu essen fragt, wenn man mit ihr spricht. Das tun auch viele, denn sie ist lieb und unter den Dreckschichten auch hübsch, wenn auch winzig und schmal. Dieses Mal jedoch liefen ihr Tränen ohne Ende herunter. Ich hatte schon öfter mit ihr geredet und sprach sie daher an. Es endete darin, dass sie mir sagte, sie sei wegen einer noch bedürftigeren Frau mit Kleinkind aus ihrer bisherigen Unterkunft geflogen und wisse jetzt nicht, wohin sie solle. Überall sonst würden zu viele Fragen gestellt werden. Ich bemerkte diese Anmerkung zwar, ging aber nicht weiter drauf ein.

Kurz und gut, ich ging einkaufen und sie ging mir dabei nicht mehr aus dem Kopf. Also schalt ich mich selbst einen Idioten, warf sämtliche Prinzipien über Bord und nahm sie mit zu mir. Und bevor jetzt jemand denkt, es geht in die übliche Richtung. Nein. Ich ließ sie erstmals duschen und ihre Wäsche waschen, die wirklich schon nicht mehr mädchenhaft roch, und war erstaunt, was für ein hübsches Mädchen sich unter den Schichten von Klamotten verbarg, auch wenn sie in einem meiner geliehenen Shirts fast verschwand. Sie schlief trotz Fernseher und mir im selben Raum sehr schnell auf der Couch ein und schlief erst einmal zehn Stunden durch wie ein Stein. Am nächsten Morgen redeten wir.

Wir machten einen Deal aus: Sie schläft auf der Gästematratze in der Küche oder wahlweise der Couch im Wohnzimmer und übernimmt den Haushalt, außerdem verlässt sie das Haus mit mir und kann rein, wenn ich heimkomme, nicht früher. Kein Herumlungern vor dem Haus. Sie bringt niemanden mit. Ebenso kein Alkohol, da ich sie ab und zu mit einer Weinflasche gesehen hatte. Sobald etwas fehlt, übergebe ich sie der Polizei, wobei ich merkte, dass sie zusammenzuckte. Sie war dankbar und mit allem einverstanden. Und ich fragte sie nach den Kerlen, die sie mitnahmen. Sie erzählte mir, dass sich bisher alle Männer so weit anständig verhielten, nur einer wollte sie mehrmals nackt sehen, fasste sie aber seltsamerweise nicht an. Und sie schlief auch mit keinem. Auch bei mir benimmt sie sich anständig, außer der Angewohnheit, dauernd ohne Hose rumzulaufen, was mich aber nicht weiter stört. Sie zieht halt nach dem Duschen einfach keine mehr an. Ich sehe das eher als Zeichen von Vertrauen und dass sie sich hier unbefangen fühlt.

Gestern fand ich vier ihrer Jeans, leerte zum Waschen die Taschen aus und fand darin ihren Ausweis. Kurz gesagt, ihr Name stimmt, ihr Alter nicht. Sie ist nicht 22, sondern 17. Noch, denn Ende des Monats wird sie volljährig. Als ich sie darauf ansprach, weinte sie und bat mich, nur noch so lange bleiben zu dürfen, bis sie eben 18 ist. In ihrer Verzweiflung, als ich sie fragte, ob sie wisse, dass ich mich strafbar machte, zog sie sich sogar fast vollständig aus und versuchte, sich auf mich zu setzen. Ich schob sie zurück und sagte ihr, dass das unnötig sei, da ich es mir überlegen würde. Als ich nach ihren Eltern fragte, meinte sie nur, ihr Vater habe mehrfach versucht sie zu vergewaltigen und ihre Mutter sei ständig zu besoffen, um davon etwas zu merken. Sie würde niemals dorthin zurückgehen. Eher würde sie auf der Straße erfrieren. Sie habe sich vorgenommen, nicht zu stehlen oder sich zu verkaufen und das bisher auch eingehalten - und außer ab und zu Wein gegen die Kälte, möge sie auch keinen Alkohol. Keine Drogen. Sie raucht ja nicht einmal. Ich sagte also erneut, dass ich es mir überlegen würde.

In letzte Nacht kam sie zu mir ins Bett und versuchte es noch einmal. Obwohl ich körperlich stark reagierte, was ihr nicht entging, wies ich sie erneut ab, sagte ihr aber, sie solle sich bitte endlich beruhigen, ich würde sie sicher nicht einfach rauswerfen. Ich ließ sie sogar bei mir schlafen, denn sie bat darum und meinte, sie bräuchte Wärme und Gesellschaft und ob sie bei mir in den Arm darf. Ich gebe ja zu, das war nicht unangenehm, es war sogar schön, auch ohne sexuellen Bezug. Vor allem weil die Kleine extrem kuschelt. Da passte kein Blatt Papier mehr dazwischen. Aber selbst dabei merkt man ihr keine Hintergedanken an und sie versuchte auch nicht mehr, mich anzufassen. Allerdings bekam sie die halbe Nacht über Zitter-Anfälle, durch die das ganze Bett vibrierte. Sie meinte, nach fast fünf Tagen sitze die Kälte immer noch bis in die Knochen. Ich glaube aber, es kommt nicht nur von äußerer Kälte. Und brauchen wir nicht alle ab und zu etwas Wärme im übertragenen Sinne?

Da ich heute frei habe, habe ich ihr erlaubt, tagsüber hierzubleiben und im Moment putzt sie wie irre die Küche - mal wieder ohne Hose, was wohl eine Art Tick bei ihr ist, denn es dient nicht der Anmache. Sie putzt, sie kocht und sie teilt auch die Lebensmittel, die sie tagsüber erbettelt, auf. Außerdem gab sie mir am Samstag 30 Euro und meinte, das sei fürs Übernachten. Ich gab ihr das Geld zurück und sagte, sie solle Essen davon kaufen. Sie strahlte und meinte, sie kaufe dann eben Essen für uns beide. Finanzielle Einbußen habe ich wegen ihr wirklich keine. Ich gebe also einer Minderjährigen Obdach, die auch noch halb nackt bei mir rumläuft, und habe ein schlechtes Gewissen. Und das eben nicht, weil ich es ausnutze, sondern weil auf einem sehr schmalen Grad zwischen Anstand und Gesetz wandele.

Und das Seltsamste ist, ich gewöhne mich bereits an ihre Anwesenheit. Sie ist frech, aber nicht unverschämt, klug, aber nicht belesen und unglaublich wissensdurstig. Niedlich und hübsch, ohne dabei in irgendeiner Art billig zu wirken, eher etwas schlichter sogar, das sie kein Schminkzeug hat und das auch nicht mag. Sie ist so ein bisschen der Typ Wildfang, wie wir früher sagten. Es ist irgendwie nett, sie um mich zu haben, vor allem, da sie zwar eine Schwatzdrossel mit einem unglaublichen Redebedürfnis ist, aber nicht zu laut oder nervig, sie belebt meine ansonsten leere Wohnung auf angenehme Weise. Ja, sie reizt mich, ich gebe es ja zu. Wer wüsste nicht gerne, was genau zwischen zwei so hübschen und makellosen Beinen ist? Aber ich bleibe standhaft, da ich ihre Situation nicht ausnutzen werde und dabei bleibt es.

Mein Problem ist jetzt, wenn ich sie Polizei und Jugendamt übergebe, ist sie in deren Fängen, auch über 18 gibt es da Möglichkeiten, und sie will auf keinen Fall in ein Heim oder unter Betreuung gestellt werden. Und Rauswerfen - bei sieben Grad Minus - werde ich sie auch nicht. Ich habe wohl also, so wie es aussieht, bis in den frostfreien Frühling hinein eine nette Mitbewohnerin.

Beichthaus.com Beichte #00037427 vom 18.01.2016 um 15:52:36 Uhr (53 Kommentare).

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