Ich spiele bei der Arbeit Poker!

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Faulheit Trägheit Waghalsigkeit Games Arbeit

Ich (m/25) arbeite in einem großen Unternehmen. Dieses große Unternehmen bietet mir viel Freiraum, den ich sinnvoll in Onlinepoker investiere. Das Schlimme ist, dass ich ab und zu bis zu fünf Stunden am Tag Poker. Dabei gewinne ich auch ab und an ganz viel Geld und habe dabei kein schlechtes Gewissen. Nicht gegenüber meiner Firma und nicht gegenüber den Verlierern im Onlinepokerraum. Doch etwas Negatives hat das Onlinepokern; meine Kollegen sind nun auch auf den Geschmack gekommen. Und somit arbeitet keiner mehr, so wie noch vor ein paar Monaten. Und was hat das für eine Schlussfolgerung? Ja genau. Ich muss nun wieder mehr arbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00022122 vom 24.06.2007 um 06:18:48 Uhr (1 Kommentare).

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Ein Cent zu wenig

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Engherzigkeit Geiz Geld

Ich überweise bei jeder Rechnung, die ich bezahle, genau einen Cent weniger, als gefordert. Bei jedem Schritt, den die dann machen, um ihren wertvollen Cent zu bekommen, machen sie dann Verluste.

Beichthaus.com Beichte #00022091 vom 21.06.2007 um 22:22:50 Uhr (14 Kommentare).

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In zwei Jahren zum Superhirn

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Verrat Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich hatte mit 16 Jahren eine chinesische Freundin, die ganz in meiner Nähe lebte. Nach einer kurzen Zeit fingen wir an, mehr füreinander zu empfinden und ich begann sie zu lieben. Alles war schön - bis zu einem Abend, an welchem sie mir mein schlagendes Herz aus der Brust riss, es im Mund zerkaute und dann langsam vor mir verdaute, damit es schön schmerzt. In den nächsten zwei Jahren habe ich mich zurückgezogen und in einer Kombination aus Sehnsucht/Schmerz/Wissensdurst gelebt. In dieser Zeit habe ich unendlich viele Sachbücher gelesen und habe unsäglich viele mathematische und physikalische Wissensbereiche für mich entdeckt. Ich war zwar zuvor auch nicht gerade der Dümmste, aber in dieser Zeit hat mich das doch sehr geprägt. Außerdem habe ich noch viel Klavier gespielt in der Zeit und nun kann ich ohne Noten und rein vom Hören Sachen spielen, die man kaum für möglich hält. Egal ob es nun die komplette siebente Sinfonie von Beethoven, Numb von Linkin Park oder Everdream von Nightwish ist. Es geht meistens alles nach einer kurzen Lauschattacke.

Die meisten sagen, dass ich in den zwei Jahren zu einem richtigen Superhirn geworden bin, aber die Tatsache hinter diesem Fall sehen sie nicht. Die Bürde welche auf meinen Schultern lastet, sehen sie nicht. Ich bin in meinem ganzen Leben zwei Mal in einer Disko gewesen und bin ich auch sonst nicht so der "Feier-Typ". Ich bilde mich lieber weiter. Mittlerweile bin ich bald 21 Jahre alt und habe schon Wege gefunden, den Schmerz in mir zu lindern. Nicht mit Alkohol oder Drogen wie ihr vielleicht denkt, nein, mit Großkalibergewehren Sportschießen, Boxen und Klavier spielen. Allerdings habe ich seit dem Tag, wo sie meine Seele ins Verderbnis stürzte und eine kontaminierte Wüste in mir zurückließ, die Fähigkeit zu lieben verloren. Da, wo einst in mir eine Wüste stand, ist eine gefühllose High-Tech-Stadt entstanden. So habe ich die Leere in mir gefüllt.

Allerdings kann ich nicht mehr lieben, was meine Fähigkeit neue Beziehungen aufzubauen, stark einschränkt. Also emuliere ich mit meinem Verstand eine Art von Liebe und das funktioniert sehr gut. Führe schon eine Beziehung über ein Jahr auf die Art und Weise und es ist gut für meine neue Freundin. Trotzdem bleibe ich einsam. Selbst unter Menschen bin ich allein. Ob ich die Chinesin dafür hasse? Nein, ich bewundere sie mehr dafür, dass sie so etwas zusammenbringt und dann normal weiterleben kann. Das verdient Beachtung. Außerdem schmerzt es mich sehr, wenn ich Musiktitel höre, die sehr stark auf mich bezogen zu sein scheinen, wie zum Beispiel "Zerrissen" von Juli. Eigentlich höre ich nicht so eine Art von Musik, aber das Lied trifft schon und es tut immer wieder weh, es zu hören. Trotzdem tue ich es immer wieder, obwohl das Ganze doch schon vier Jahre her ist.

Warum fragt mich keiner, was mich so zerrissen hat? Vielleicht weil ich meinen Schmerz niemandem zeige. Irgendwie will ich mir nicht helfen lassen. Somit wird mein Problem ein ewiger Kreislauf bleiben bis meine Seele nur noch eine unbekannte Art von Energie ist und ich bis in die Unendlichkeit vegetieren kann. Danke, mein Engel, dass du mich auf den Höllenpfad entsandtest und meine Seele in die Verdammnis geschickt hast. Ich hoffe, dass du einmal meine Schmerzen teilen kannst, denn erst dann werde ich in der Lage sein, richtiges Glück zu verspüren. Ut sementem feceris, ita metes!

Beichthaus.com Beichte #00022090 vom 21.06.2007 um 22:09:08 Uhr (11 Kommentare).

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Der Schreck für die Zeugin Jehovas

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Schamlosigkeit Morallosigkeit

Meine Geschichte ist schon ein paar Jahre her. Fast jeder hatte schon mal Besuch von ihnen oder von ihnen gehört: den Zeugen Jehovas. An irgendeinem Wochentag am späten Morgen, ich lag gerade so schön in der Badewanne, klingelt es. Ich sprang aus der Wanne. Und lief mit einem Handtuch umgebunden zur Tür. Wer da? Eine Frau von den Zeugen Jehovas, da kam mir der Geistesblitz, ich ließ das Handtuch fallen, stand vor ihr, wie Gott mich geschaffen hatte und bat sie reinzukommen. Leider wollte sie so plötzlich gar nicht mehr reinkommen und hat panikartig das Haus verlassen. Seitdem hatte ich nie mehr Besuch von den Zeugen Jehovas und habe noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei.

Beichthaus.com Beichte #00022080 vom 20.06.2007 um 21:36:22 Uhr (6 Kommentare).

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Ich hasse mich für alles!

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Hass Verzweiflung

Ich möchte beichten, dass ich mein Leben in seiner derzeitigen Form hasse. Ich hasse es, auf der Arbeit so zu tun, als wäre alles in Ordnung, obwohl es mich unglaublich aufregt, dass ich dort in meiner Ausbildung nichts lerne und nur als billigere Arbeitskraft eingesetzt werde. Ich hasse mich selbst für den, der ich bin. Derjenige, der öffentlich keine Gefühle zeigen will und deshalb immer einen auf Arschloch macht, oft genug aber wie ein kleines Kind heult, weil er denkt, er wäre in dieser Welt verloren. Ich hasse meinen, größtenteils nicht selbst verschuldeten, übergewichtigen Körper, der trotz intensivem Sport nicht wirklich in eine vernünftige und für meine Begriffe ansehnliche Form zu bringen ist. Ich hasse die Einsamkeit, die mich umgibt, wenn ich gleich wieder wachliege, in die Dunkelheit starre und über mein Leben und die Fehler, die ich mache, nachdenke.

Ich hasse mich dafür, dass ich immer wieder fremde Probleme zu meinen eigenen mache und deshalb immer mehr daran kaputt gehe. Ich hasse es, dass ich mich immer in Mädchen verliebe, bei denen ich niemals eine Chance haben werde oder die schon vergeben sind. Ich hasse es noch mehr, wenn sie dann mit Typen zusammen sind, die ihnen nicht die Liebe entgegen bringen, die sie verdient haben, die sie wie eine Ware behandeln und am laufenden Band betrügen. Ich hasse mein Unverständnis dafür, dass sie mit diesen Typen nicht einfach Schluss machen und sich jemand anders suchen. Ich hasse mich selbst dafür, dass ich gerade diesen Text schreibe und jetzt absende, denn das scheint für mich von wahrer Verzweiflung zu zeugen.

Beichthaus.com Beichte #00022039 vom 14.06.2007 um 01:04:50 Uhr (3 Kommentare).

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