Was der Tod mit Menschen macht...

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Gewalt Verzweiflung

Mein Vater ist vor sechs Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Von da an habe ich mich verändert. Ich wurde sehr still und habe mit exzessivem Alkoholkonsum begonnen. Mein einziger Halt war meine Mutter, die mir Kraft gegeben hat und mich vom Totalabsturz bewahrt hat. Die Zeit verging und ich lernte, mich an die Situation zu gewöhnen. Meine Schulnoten verbesserten sich, ich beendete den Alkoholkonsum und habe mir sogar eine Freundin zugelegt. Vor einer Woche ist meine Mutter gestorben. Anders wie damals, als mein Vater gestorben ist, verspüre ich jetzt nur noch Wut. Ich habe nichts mehr zu verlieren und kümmere mich jetzt um die Dinge, die mich schon immer verstört haben und einen absoluten Hass in mir hervorgerufen haben. Gestern bin ich z.B. durch die Fußgängerzone gelaufen, als ich unbewusst irgendwelche Ausländer-Gangster-Playboy-Jugendliche falsch angeguckt habe. Solche Parasiten sind mir schon immer auf die Eier gegangen, aber unternommen habr ich nie etwas.

Gestern haben sie mich dann natürlich wieder einmal angepöbelt. Ich bin weitergelaufen und habe nichts gesagt. Plötzlich kam meine gesamte, angestaute Wut und meine Frustration in mir hoch. Ich drehte mich um, rannte auf die Jugendlichen zu und habe sie so fest verdroschen, dass zwei weinend davon liefen. Eher aus Schock, denn eigentlich habr ich nur einen verprügelt, den Ältesten. Sie sahen, wie ich in einer Art "Hass Trance" auf ihm lag und die Scheiße aus ihm rausprügelte. Er lag blutüberströmt und beinahe regungslos auf dem Boden, da stand ich auf und erwachte aus meinem Wutanfall. Ich realisierte, was ich getan habe und rannte weinend nach Hause. Am Todestag meiner Mutter zog ich schon zu meiner Tante. Sie war nicht zu Hause. Meine Hand schmerzte sehr fest, da bin ich zum Arzt und der hat eine Boxerfraktur und zwei gebrochene Finger diagnostiziert. Er gab mir Novalgin um die Schmerzen zu lindern. Heute morgen sind meine Schmerzen schlimmer geworden, auch meine seelischen.

Da meine Tante freiwillig für eine Heroin Prävention arbeitet, haben wir Methanol im Haus. Es hat meine Schmerzen gelindert. Jetzt sitze ich hier am PC, verbittert und alleine gelassen, ohne große Perspektive auf schönere Zeiten, und beichte. Ich hoffe das Hilft, obwohl es mir während des Schreibens nur dreckiger geht. Was hat das alles noch für einen Sinn? Mindestens werde ich mit dem Methanol schmerzfrei zu meinem Vater und zu meiner Mutter zurückkehren.

Beichthaus.com Beichte #00024554 vom 21.08.2008 um 00:01:20 Uhr (29 Kommentare).

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Mein Leben ohne Emotionenr

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Trägheit Verzweiflung Gewalt Selbstverletzung

Ich (m) war ein dickes, fettes Kind. Meine gesamte Kindheit und Jugend erfuhr ich von wildfremden Menschen, die mir auf der Straße begegneten, Bekannten aus der Schule, Verwandten und Mitgliedern der direkten Familie nur Ablehnung und Herabsetzung. Hinzu kamen die diversen Persönlichkeitsstörungen des Vaters, die er an der Familie auslebte. Seit frühster Kindheit habe ich mich daher emotional derart abgeschottet und von den Menschen entfremdet, dass ich heute (mit 25), wo ich schlank, sportlich und wahrscheinlich nicht völlig unansehnlich bin, derart entseelt bin, dass ich mit Menschen nichts anfangen kann. Also nicht die geringste emotionale Bindung zu ihnen aufbauen kann, was aber die Grundlage für all ihr Treiben zu sein scheint. So gering meine Emotionsfähigkeit ist, so ausgeprägt ist dagegen meine Empathiefähigkeit, was einerseits Überlebensstrategie ist, andererseits aber ein Problem darstellt. Da ich selbst keine echten Gefühle erfahren kann, ist meine Wahrnehmung der Empfindungen der Menschen, mit denen ich zu tun habe, so sehr ausgeprägt, dass ich ihre Befindlichkeiten adaptieren kann und Emotionalität vorgaukele, um meine völlige innere Leere nicht zu offenbaren. Jedoch ist diese Maskerade enorm anstrengend. Umso mehr Menschen, desto stressiger ist es. Dieser Druck führte während meiner gesamten Schulzeit, angefangen bei der ersten Klasse, dazu, dass ich selbstverletztendes Verhalten an den Tag legte, was ich aber entweder gut versteckte und/oder keinen interessierte (mein Vater spöttelte darüber, als er zufällig eine tiefe Fleischwunde sah), so dass es erst mit Beendigung der Schulzeit und meinem völligen Rückzug von den Menschen und sozialen Verpflichtungen aufhörte. Im Grunde erstrebe ich keine Änderung an diesem Zustand, ich leide nicht darunter, ich kann kein persönliches Leid empfinden. Ich warte nur noch, da sein oder nicht sein in meinem Fall keine Rolle spielt. Ich bin kein Selbstmordkandidat. Ich habe keine Todessehnsucht, aber am Leben hänge ich auch nicht. Es ist schlicht egal.

Beichthaus.com Beichte #00024549 vom 20.08.2008 um 22:01:54 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Ich war ein schlechter Zivi

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Gewalt Hass Morallosigkeit Ekel Zivi & Bund

Ich beichte etwas, das ich vor über 20 Jahren getan habe. Ich leistete meinen Zivildienst im Krankenhaus ab, auf einer Station, wo alte Leute nur noch stinkenderweise vor sich hinvegetieren und den Tod herbeiwünschen. Ich musste 18 Monate als Zivi arbeiten und merkte, wie ich psychisch mehr und mehr an meine Grenzen kam. Ich habe mich wirklich reingekniet und es als meine Pflicht angesehen, den sterbenden Menschen und den Kollegen zu helfen. Ich war beliebt und bei Patienten, deren Angehörige, den Ärzten und bei meinen Kollegen respektiert und hoch angesehen. Aber die letzten Monate waren die Hölle, ich konnte einfach dieses Leid und diese Stimmung nicht mehr ertragen. Sterben, dahinsiechen, leiden, stinken, verfaulen, bei vollem Bewusstsein jeden Tag ein Stückchen mehr körperlich verfallen.

Da ich ein sehr guter, zuverlässiger Zivi war, hatte ich eigene Zimmer, die ich komplett alleine betreute. Jetzt zu meiner Beichte: in den letzten Wochen bin ich sehr brutal mit den Patienten umgegangen: Ich habe sie angebrüllt, übelst beschimpft und laut ins Zimmer reingefragt, wer denn von den Insassen als Nächsten abkratzen würde. Ich habe sie beim Waschen sehr hart angefasst und die entscheidenden Stellen nicht gewaschen. Beim Verbandswechsel habe ich jegliche hygienische Sorgfalt missen lassen. Einmal fiel mir ein steriler Verband auf den Fußboden. Mit dem Schuh schob ich ihn über den Boden schleifend wieder zu mir ran und verwendete ihn wieder. Ja, ich habe sie gehasst. Ich habe dieses Krankenhaus gehasst, ich habe meinen Zivildienst gehasst, ich habe mich gehasst, ich habe alles gehasst. Ich war platt und fertig. Ich schäme mich dafür und weiß, dass wenn ich alt und pflegebedürftig bin, auch auf einen Pfleger/Zivi wie mich treffen werde, der es mir doppelt und dreifach heimzahlt.

Beichthaus.com Beichte #00024547 vom 20.08.2008 um 21:42:02 Uhr (28 Kommentare).

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Ich verliere den Verstand

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Selbstverletzung Trägheit Verzweiflung

Ich glaube, dass ich langsam den Verstand verliere. Oft liege ich stundenlang im Bett und denke an gar nichts. Wenn ich dann den Mut finde, mich selbst zu fragen, was geschehen ist, blicke ich auf meinen Arm, der übersät ist mit Narben der Vergangenheit. Dann fällt es mir wieder ein, warum ich diese Leere spüre. Dabei scheint mir die Realität wie Wasser aus den Händen zu gleiten. Beichten möchte ich jedoch, dass ich aufgrund dieses Verhaltens eine Art Wall um mich selbst errichtet habe. Dies führt dazu, dass ich nicht immer der gefühlsvolle, nette Junge von nebenan bin, sondern eher das Gegenteil. Alles ist eine Farce, aufgebaut von mir.

Ich verschleiere mich selbst, lasse niemanden an mich heran und habe deswegen schon öfters Menschen, die mir wichtig sind, geschadet. Ich spüre aber keine Reue, keine Scham, kein Mitgefühl, sondern nur diese Leere, die mich innerlich auffrisst und mich halb zäh wieder ausspuckt. Ich kann nicht genau sagen, was mit mir passiert ist und warum, aber das interessiert mich auch nicht. Wenigstens konnte ich in den vergangenen Tagen der Leere eins mit Sicherheit feststellen, ich bin allein, und werde es wohl immer bleiben

Beichthaus.com Beichte #00024538 vom 20.08.2008 um 18:04:13 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Drei Seitensprünge

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Lügen Fremdgehen Selbstsucht Partnerschaft

Ich habe meinen Freund drei Mal mit dem gleichen Typen betrogen, in den ich außerdem verliebt war. Leider wollte er keine Beziehung, weil er sich erst vor Kurzem selbst von seiner Ex getrennt hatte. Es ist jetzt schon zwei Monate her und die Schuldgefühle verschwinden so langsam. Nur meine beste Freundin weiß es, und selbst sie nur die Hälfte. Ich bin immer noch mit meinem Freund zusammen, den ich auch liebe und alles, nur im Bett klappt es eben nicht so sonderlich. Es tut mir zwar leid, aber wenn der andere mich genommen hätte, dann wäre diese Beziehung jetzt zu Ende. Aber er wird es nie erfahren.

Beichthaus.com Beichte #00024524 vom 20.08.2008 um 14:57:45 Uhr (16 Kommentare).

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