Ohne Mathematik zum Abitur

13

anhören

Betrug Dummheit Schule

Ich beichte, dass ich heute kein Abitur hätte, wenn ich in Matheklausuren nicht immer betrogen hätte. Ich war schon immer schlecht in Mathe. Schon in der Mittelstufe hatte ich in Mathe immer eine Fünf und schaffte es schließlich mit Nachhilfe auf eine Drei und damit in die Oberstufe. Ab der zwölften Klasse habe ich quasi gar nichts mehr verstanden. Durch Gespräche mit älteren Schülern fand ich schließlich heraus, dass mein Mathelehrer jedes Jahr dieselbe Klausur schreiben ließ und nur eine Aufgabe abänderte. Ich besorgte mir also immer alle Klausuren im Voraus. Da ich aber wirklich gar nichts verstand, brachte mir das allein nicht viel. Ich ging dazu über, mir die kompletten Lösungen schon vorher in mein Klausurheft zu schreiben. Während der Klausur tat ich dann immer so, als würde ich fleißig rechnen, obwohl ich ja schon alles gelöst hatte. Am Ende riss ich die Lösung der abgeänderten Aufgabe aus dem Heft und gab ab. Mir fehlte also immer die eine Aufgabe, die ich vorher nicht hatte. Ich machte das zwei Jahre so und es fiel nie auf. Meistens hatte ich eine gute Drei auf dem Zeugnis, Hausaufgaben habe ich nie selbst gemacht und im Unterricht konnte ich keine einzige Aufgabe lösen. Da ich auch in Naturwissenschaften eher schlecht war, wäre ich ohne meine erschlichene Drei in Mathe nicht zum Abi zugelassen worden. Inzwischen habe ich ein Studium mit einer Eins vor dem Komma abgeschlossen, einen guten Job und denke darüber nach, zu promovieren. Ich kann allerdings ohne Taschenrechner nicht einmal die einfachsten Grundrechenarten und würde wahrscheinlich schon an der Klassenarbeit eines Viertklässlers scheitern.

Beichthaus.com Beichte #00034235 vom 31.10.2014 um 23:58:00 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Als Veganer gegen das System

6

anhören

Engherzigkeit Zorn Feigheit Schieder-Schwalenberg

Ich (w/30) kenne meine beste Freundin seit fast 25 Jahren. Wir hatten eine dieser Freundschaften, in denen man nicht reden muss, um zu wissen, was der andere denkt. Nun ist sie vor ein paar Monaten mit ihrem Freund in eine etwas weiter entfernte Stadt gezogen und wir sehen uns recht unregelmäßig, was der Freundschaft bis dato nie einen Abbruch getan hat. Bei unserem letzten Treffen bin ich allerdings fast vom Glauben abgefallen. Ihre Selbstsicherheit, die sie nicht immer hatte, ist einer ganz fiesen Arroganz gewichen. Dass sie das Rauchen aufgegeben hat - Respekt - das habe ich nicht geschafft. Aber dass die kommenden vier Stunden die absolute Qual für mich werden würden, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja auch noch nicht. Mit einer selbstgerechten Art, die mir so noch nie untergekommen ist, musste ich mir dann anhören, dass sie jetzt vegan lebt, weil das ja viel gesünder ist und ich als primitiver Fleischfresser ja gar nicht wisse, was ich meinem Körper zumute. Auf diesen Monolog folgte dann noch die Belehrung über unsere Regierungsform, die ja doch am Besten durch Anarchie ersetzt würde, da ja kein Mensch Regeln bräuchte, wenn alle freundlich zueinander wären. Wie schlecht die Welt doch ist und dass es für meine Tochter doch besser wäre, wenn ich sie auf eine Waldorfschule schicken würde.


Unser ganzes System ist ja furchtbar schlecht und am Liebsten würde sie in einer Alternativen-WG wohnen, wo man sich komplett eigenversorgt, weil arbeiten ja eh schlecht und nur fürs System wäre. Nebenbei bemerkt, sie ist "Staatsdiener." So ging das vier Stunden lang und ich war echt froh, als ich heimkonnte. Was ich beichten möchte? Nun ja, eigentlich bin ich ein grundehrlicher Mensch, aber ich habe nicht den Arsch in der Hose, um ihr zu sagen, dass sie in meinen Augen den totalen Dachschaden hat und gottverflucht noch mal aufhören soll, mich zu belehren. Vielleicht fehlt mir auch einfach die Toleranz, keine Ahnung, jedenfalls habe ich mich mit meinem Freund stundenlang drüber kaputtgelacht. Ich kriege es nicht hin, sie davon abzuhalten, einen sicheren Job hinzuschmeißen, um Feng-Shui Beraterin zu werden. Eigentlich betrachte ich es als Freundin als meine Aufgabe, sie vor sich selbst zu schützen, aber ich Feigling habe einfach nur den Kontakt abgebrochen, weil die Frau mich auf die Palme bringt und die Bindung nicht mehr da ist. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034220 vom 30.10.2014 um 13:55:19 Uhr in Schieder-Schwalenberg (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Kuschelpädagogin mit Staatsexamen

13

anhören

Neid Eifersucht Zorn Dummheit Studentenleben

Ich beichte, dass ich eifersüchtig und neidisch auf eine Freundin bin, mit der ich lange auf Lehramt studiert habe. Sie ist in ihrem ganzen Wesen sehr kuschelpädagogisch, womit ich überhaupt nicht klarkomme. Ihre Entwürfe für das Examen waren sprachlich außerdem grottenschlecht und ich fragte mich echt, ob sie wirklich schon studiert - und dann auch noch Germanistik! Das Ende vom Lied war allerdings, dass sie knapp mit einer Vier bestanden hat und nun das zweite Staatsexamen hat. Wohingegen ich durchgefallen bin und nun Panik schiebe, das zweite Mal durchzufallen, weil ich dann nicht einmal als Vertretungslehrer arbeiten dürfte. Und mit Germanistik kann man in der freien Wirtschaft nicht wirklich viel anfangen. Ich wünschte ihr nie, dass sie durchfällt, aber mich regt ihr Bestehen deshalb so auf, weil sie jetzt so tut, als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen und den absoluten Durchblick. Damit habe ich leider auch eine gute Hilfe verloren, da wir uns unsere Stundenentwürfe immer gegenseitig vorstellten und verbesserten. Doch nun kommt von ihrer Seite immer so ein Anflug von Arroganz, wenn ich sie um Hilfe bitte. Ich weiß aber, dass ich nicht neidisch und eifersüchtig sein sollte, weil das mich auch nicht zum Bestehen bringt.

Beichthaus.com Beichte #00034208 vom 29.10.2014 um 08:27:51 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ohne Licht im Klassenzimmer

4

anhören

Engherzigkeit Verschwendung Schule

Ich (m) möchte eine Jugendsünde beichten. Zur Tatzeit ging ich in die Mittelstufe (etwa 8. Klasse) meines Gymnasiums. Nach der Schule traf ich mich bei einem Kumpel, um mit ihm zusammen Hausaufgaben zu machen. Als wir fertig waren, stromerten wir noch etwas durch die Gegend. Dabei kam uns die Idee, zurück in unsere Schule zu gehen. Das hatten wir in der Vergangenheit schon mal hin und wieder getan, denn es gab einen speziellen Aufenthaltsraum nur für Oberstufenschüler, in dem auch ein Kicker stand und wenn wir nett waren, durften wir mitspielen. Allerdings war der Aufenthaltsraum abgesperrt. So gingen wir durch die verlassenen Flure, da nachmittags nur die Oberstufe Unterricht hatte, war dementsprechend nicht viel los. Wir wanderten ziellos umher, wollten schon gelangweilt wieder gehen, als wir an unserem Klassenzimmer vorbeikamen.


Etwas fiel uns dabei auf: Die Tür war nicht wie gewöhnlich abgeschlossen, sondern einen Spalt weit geöffnet. Wir schlüpften hinein, schlossen die Tür und überlegten, ob wir nicht einen Streich oder irgendetwas machen könnten. Uns fiel natürlich gleich das Typische ein: Tafel verschmieren, Unordnung veranstalten. Allerdings erschien uns das total kindisch, zumal einer von uns beiden Tafeldienst hatte und wir uns somit ein Eigentor schießen würden. Dann hatte einer von uns die "geniale" Idee: In unserem Klassenraum gab es längliche Neonröhren als Beleuchtung. Wir stellten einen Stuhl auf den Tisch, krabbelten hinauf und drehten jede Röhre etwas weiter, sodass sie nicht mehr angingen und auch nicht flackerten, wenn man den Lichtschalter betätigte. Danach gingen wir, machten allerdings die Tür zu. Auf dem Heimweg freuten wir uns schon auf den nächsten Morgen. Es stand eine Doppelstunde Mathe an und die Lehrerin hatte eine Andeutung für einen Test gemacht. Am nächsten Morgen - es war Herbst oder Winter zu der Zeit und dunkel - gingen wir ins Klassenzimmer und setzten uns. Die Anderen waren schon am Diskutieren, dass wohl eine Sicherung kaputt wäre, denn nur in unserem Klassenzimmer ginge das Licht nicht, im Flur und den anderen Räumen sei alles in Ordnung. Unsere Lehrerin kam und fragte, warum wir denn im Dunkeln sitzen würden und drückte auf den Lichtschalter. Nichts geschah. Die logische Schlussfolgerung auch von ihr: Da stimmt etwas nicht mit der Sicherung. Also jemanden losgeschickt den Hausmeister suchen. Dabei muss ich erwähnen, dass dieser kurz vor dem Ruhestand stand und faul war wie noch etwas, wenn man von dem Verkauf des Essens in den Pausen absah.


Nach knapp 20 Minuten tauchte der Gute dann auf. Drückte natürlich auch auf dem Lichtschalter herum. Anschließend ging er zum Sicherungskasten. Auch alles in Ordnung. Er kam zurück und meinte, dass er sich das nicht erklären könne. Vielleicht stimme etwas nicht mit dem Lichtschalter, aber um das zu untersuchen, müsse er zuerst sein Werkzeug holen und das könne dann schon etwas dauern. Mein Kumpel und ich mussten uns dabei zusammenreißen, damit wir nicht lachen mussten, denn wir fanden es zu komisch. Lange Rede kurzer Sinn: Wir hatten aufgrund des Raummangels die ersten beiden Stunden frei und durften in den Aufenthaltsraum gehen. Danach hatten wir sowieso Bio und Chemie im Fachsaal und zum Schluss Sport. Am nächsten Tag funktionierte das Licht wieder, allerdings kam auch der Schuldirektor zu uns. Er erklärte uns, dass jemand die Röhren verdreht habe und deshalb das Licht nicht funktioniert hätte. Dabei musste er lachen und beglückwünschte denjenigen für den tollen Scherz, wer auch immer das gewesen sei. Allerdings hätte der Streich auch Unkosten verursacht. Der Hausmeister habe wohl den Schalter überprüft - hätte jedoch nichts an der Sicherung überprüfen dürfen. Daraufhin wurde ein Elektriker geholt, der dann auf die Lösung gekommen sei. Dann meinte mein Schulleiter, dass er den oder die Schuldigen nicht bloßstellen will und er hätte ein Säckchen, das er durch die Klasse gehen lassen würde und der Schuldige sollte doch etwas Geld hineintun.


Am Ende der Stunde würde er dann wieder kommen und es abholen. Mein Kumpel und ich hatten nicht viel Taschengeld zur Verfügung, daher landete gar nichts in dem Säckchen. Ich bereue meinen Scherz nicht, allerdings habe ich ein schlechtes Gewissen, da die Allgemeinheit für die Kosten des Elektrikers aufkommen musste. Es tut mir leid. Übrigens war der Mathetest dann in der nächsten Stunde fällig, denn: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Beichthaus.com Beichte #00034169 vom 23.10.2014 um 10:04:10 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Die Freundin und der Tanzlehrer

22

anhören

Fremdgehen Zorn Falschheit Rache Ex

Vor einigen Jahren besuchten meine damalige Freundin und ich einen Tanzkurs. Der Tanzlehrer war so die typische Art schleimiger Gigolo. Mitte 20, Dreitagebart, gegelte Haare, von sich selber vollkommen überzeugt, und übercharmant zu jeder einigermaßen hübschen Frau. Viele der Frauen im Tanzkurs waren gegen seinen Schleimer-Charme einigermaßen immun. Nicht jedoch meine Freundin. Mit einiger Verärgerung nahm ich wahr, wie sie immer mehr mit und von ihm redete, vor ihren Freundinnen von ihm schwärmte, und schließlich auch begann, SMS mit ihm zu schreiben. Wir stritten uns deswegen des Öfteren. Auch als sie schließlich herausfand, dass er wohl außer ihr noch mehrere Eisen im Feuer hatte, und sogar eine feste Freundin, hielt sie das nicht davon ab, ihren Kontakt zu ihm zu intensivieren. Mir erzählte sie, es wäre alles nur rein freundschaftlich, obwohl er zu dem Zeitpunkt schon richtig krass an ihr herumbaggerte. Sie trafen sich irgendwann heimlich und es kam, was kommen musste. Man möge mir das Wortspiel verzeihen.


Meine Freundin stritt die ganze Sache allerdings auch dann noch vehement ab, als ich irgendwann merkte, dass ihre vorgeschützte Freundschaft zu ihm schlimmer zum Himmel stank als ein Fischmarkt im Sommer. Schließlich trennte sie sich angeblich wegen meines mangelnden Vertrauens in sie. Nach einem halben Jahr sporadischem Kontakt meldete sie sich bei mir und wollte mich unbedingt treffen. Ich tat ihr den Gefallen und sie strengte sich wirklich an, um mich zurückzubekommen. Sie beteuerte nach wie vor, dass mit dem Tanzlehrer nichts gelaufen war, und wollte einen Neuanfang mit mir. Ich war skeptisch, ließ mich aber nach einiger Bedenkzeit wieder auf sie ein. Ich bemerkte schnell, dass sie immer noch recht viel Kontakt mit ihm hatte, aber sie sich auch ständig irgendwie per SMS zu streiten schienen. Misstrauisch, wie ich mittlerweile war, begann ich, etwas herumzuschnüffeln. Allzu tief brauchte ich nicht bohren, bis mir eine ihrer Freundinnen bestätigte, dass die beiden eine Affäre hatten, sie mehr wollte, aber er abblockte. Außerdem schlief er wohl noch mit einigen anderen seiner Schülerinnen, die meisten wussten aber nichts voneinander - und meine Freundin hatte das selbst wohl auch nur mehr oder weniger zufällig bemerkt. Ich fragte noch etwas herum, bekam ähnlich lautende Informationen, und stellte sie anschließend zur Rede. Immer noch weigerte sie sich zuzugeben, dass da etwas lief. Sie drohte mir wieder mit Trennung und benahm sich mir gegenüber wie die Axt im Wald.


Ich hatte die Nase voll, wollte mich selbst davon überzeugen, was Sache war, und nahm meine Schnüffeleien verstärkt wieder auf. Natürlich erwischte ich die beiden recht schnell bei einem Date. Sie stritten sich, hatten Sex im Auto, und stritten sich danach wieder. Ich lieh mir eine gute Kamera aus, und wartete bis zum nächsten Treffen, wo ich die beiden mit einem Teleobjektiv fotografierte, als sie es wieder im Auto taten. Man erkannte beide hervorragend auf den Bildern. Beim nächsten Tanzkurs lenkte einer meiner Kumpels die Empfangsdame der Tanzschule ab, während ich das Bildmaterial an der Pinnwand anbrachte und wartete, bis er herauskam. Nachdem der Kurs vorbei war, bildete sich erwartungsgemäß eine riesige, entsetzt tuschelnde Traube vor der Pinnwand. Er kam zuletzt aus dem Kursraum und merkte knapp eine halbe Minute lang nicht, was los war. Dann entdeckte er erst die Fotos und dann mich, traute sich aber nicht, gleich etwas zu unternehmen, denn ich bin etwa einen Kopf größer als er und treibe berufsmäßig den ganzen Tag Sport. Er drohte mir mit weinerlicher Stimme, dass er die Polizei holen würde. Ich fragte ihn ruhig, ob er mich anzeigen wolle, und damit in Kauf nehmen würde, dass in diesem Fall auch noch seine Freundin diese und andere Fotos zugeschickt bekäme. Mittlerweile finde ich diese Tat selbst kindisch, aber es hat mir psychisch unglaublich gut getan. Er ist übrigens direkt von der Tanzschule gefeuert worden und musste wegziehen. Meine damalige Freundin hat mir nie verziehen, was ich auch verstehen kann. Ich habe ihr diese Nummer schließlich auch nie verziehen.

Beichthaus.com Beichte #00034160 vom 22.10.2014 um 15:01:37 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht