Der ungeliebte Schwachmaten-Freund

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Boshaftigkeit Selbstsucht Falschheit Morallosigkeit

Ich (w/19) muss etwas beichten. Meine beste Freundin (20) ist seit gut drei Jahren mit ihrem Freund zusammen. Ich konnte mich nie so ganz mit ihm anfreunden - sie ist ein sehr extrovertierter Mensch und er ist sehr ruhig. Das heißt, er ist superlangweilig. Aus irgendeinem Grund findet sie ihn aber perfekt und die beiden reden allmählich auch vom Zusammenziehen. Sie und ich wohnen in einer WG mit einem guten Freund. Er freut sich für die beiden, aber ich will nicht, dass sie auszieht. Seit die beiden ein Paar sind, ist sie einfach viel seltener für mich da. Am Wochenende ist sie meistens bei ihm oder er ist da, das heißt, ich sehe sie nie alleine. Wie früher am Wochenende zu saufen und einfach Party machen - geht nicht, wenn er dabei ist. Dann hängt sie nur bei ihm rum und sie machen auf super verliebt. Eines Abends, sie war mal wieder bei ihm, habe ich mir einen Plan ausgedacht. Unter dem Vorwand, dass ich mich besser mit ihm verstehen möchte, habe ich Alkohol ohne Ende gekauft und gesagt, dass wir einige Trinkspiele spielen. Meine beste Freundin musste dann irgendwann ins Bett, weil sie echt wenig verträgt. Er blieb noch und so leerten wir noch die ein oder andere Flasche.


Letztendlich war er irgendwann so besoffen, dass er nichts mehr mit bekommen hat. Also habe ich ihn mit in mein Zimmer geschleppt und versucht, ihn auszuziehen. Eigentlich wollte ich wirklich mit ihm schlafen, sie hat mir mal erzählt, dass er, obwohl beide vorher noch Jungfrauen waren, extrem lange könnte und seine Sache wohl auch mehr als nur gut machen würde. Dafür war er aber zu kaputt, also dachte ich, ich lasse es nur so aussehen, und tue am nächsten Tag so, als hätte er mich abgefüllt und mit mir geschlafen. Leider kam mein Mitbewohner früher nach Hause, hat die Aktion mitbekommen und das meiner besten Freundin am nächsten Morgen brühwarm aufs Brot geschmiert. Ihr Stiefvater vermietet die Wohnung, in der wir leben und da sie die Hauptmieterin ist, darf ich nun zum 1.10 ausziehen, mein kompletter Freundeskreis - der leider auch ihr Freundeskreis ist - hasst und meidet mich und mit mir redet sie natürlich kein Wort mehr. Aber ihrem Schwachmaten-Freund hat sie verziehen, klar doch. Beziehungen machen einfach alle Freundschaften kaputt!

Beichthaus.com Beichte #00033971 vom 18.09.2014 um 22:40:46 Uhr (49 Kommentare).

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Die drei Beziehungen

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Morallosigkeit Selbstsucht Verzweiflung Waghalsigkeit Partnerschaft

Ich (m/26/schwul) bin in drei Beziehungen. Die Erste begann vor fast zwei Jahren, die Beziehung war toll, bis auf einige Kleinigkeiten - wie es eben so ist. Dann, gegen Ende des Jahres meldete ich mich auf einer großen Dating-Seite an und lernte einen anderen Mann kennen, wir schrieben, trafen uns, hatten Sex, und nach einem Monat waren wir zusammen. Mein erster Freund ging dann für ein Studium für vier Jahre nach Bayern, somit ist es eine Fernbeziehung. Mit meinem zweiten Kerl lief alles so weit gut, bis ich mal an einem Sonnabend auf einer Schwulen-Party war und den Dritten kennenlernte. Auch er weiß nichts von den anderen beiden und wir sind zusammen. Ich habe immer ein total doofes Gewissen, wenn ich in einem sozialen Netzwerk einen Status wie zum Beispiel: "Heute ist ein toller Tag, alles super, ich muss immer an eine Person denken" poste. Denn ich bekomme dann unter anderem auch von diesen drei Personen die Likes. Auch zum Geburtstag von jedem ein Geschenk zu bekommen bewegt mich sehr. Ich mache mir nun echt Gedanken, wie ich es am besten löse, denn eigentlich haben sie alle etwas Gutes, was mir bei dem anderen wieder fehlt, trotzdem haben sie das nicht verdient.

Beichthaus.com Beichte #00033966 vom 18.09.2014 um 00:10:38 Uhr (12 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Heimliche Kuscheltreffen

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Selbstsucht Lügen Fremdgehen

Ich (w/25) muss beichten, dass ich meinen Mann seit Beginn meiner Ausbildung vor fünf Jahren auf einer emotionalen Ebene betrüge. Als ich die Ausbildung antrat, fing mit mir zusammen ein junger Mann an. P. und ich besuchten dieselbe Berufsschule, saßen im Büro nebeneinander und teilten uns jede aufgetragene Aufgabe. Wir wohnten sogar nur eine Straße auseinander und gründeten deshalb eine Fahrgemeinschaft. Wie das so ist, unterhielten wir uns viel und merkten auch schnell, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Als wir wieder einmal im Zug von der Berufsschule nach Hause saßen, erzählte er mir, dass es nicht besonders gut zwischen ihm und seiner damaligen Freundin lief, weil sie aufgrund einer psychischen Krankheit nur wenig Nähe und Zärtlichkeit zulassen könne. Und genau das fehlte ihm. Der Zufall wollte es so, dass mein Noch-Freund wegen einer Fortbildung für drei Tage nicht in der Stadt war. Ich schlug also vor, dass er seine Freundin einfach anruft und sagt, dass wir etwas für die Schule tun müssen und er deswegen noch mit zu mir komme. Das tat er auch und wir gingen zu mir nach Hause. Hier redeten wir noch mehr und fingen irgendwie an zu kuscheln und kraulten uns gegenseitig. Es war überhaupt nicht sexuell, sondern einfach nur die Nähe, die wir brauchten. Seitdem machen wir das regelmäßig.


Wir treffen uns immer Dienstag nach der Arbeit, offiziell zum Sport, aber meist gehen wir ins Kino oder zu einem von uns nach Hause und kuscheln einfach nur. Selbst nach meiner Hochzeit vor einem Jahr veränderte sich gar nichts. Sogar an der Hochzeit selbst kuschelten wir heimlich und hielten sogar Händchen. Normalerweise habe ich auch kein schlechtes Gewissen, nur manchmal überkommt es mich, und wenn ich mir vorstellen würde, mein Mann würde es tun, wäre ich am Boden zerstört. Und ich bin mir auch sehr sicher, er würde dafür überhaupt kein Verständnis haben. Aber es ist wie eine Sucht, meinen Kollegen heimlich zu treffen oder es auszunutzen, wenn wir allein im Büro sind, nur um uns zu berühren. Dabei haben wir uns wirklich nie geküsst, geschweige denn haben wir miteinander geschlafen. Er ist übrigens in der gesamten Zeit in drei Beziehungen gewesen, aber auch er trennt das Ganze. Natürlich haben wir schon oft darüber gesprochen, aber es ist klar, dass ich nur meinen Mann liebe und er liebt mich auch nicht so, wie man einen Partner lieben würde. Es ist für uns beide einfach eine liebevolle Geste, dem anderen zu zeigen, dass wir uns sehr mögen. Vor allem aber, dass wir uns aufeinander verlassen können. Es hat für uns nur Vorteile: Wir sind ausgeglichen und auf der Arbeit sind wir mehr als nur ein Dream-Team. Offiziell sind wir ja auch beste Freunde. Nur keiner würde verstehen, warum wir beide uns heimlich zum Kuscheln treffen.

Beichthaus.com Beichte #00033896 vom 07.09.2014 um 10:20:45 Uhr (20 Kommentare).

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Der Auftragskiller

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Morallosigkeit Boshaftigkeit Gesellschaft

Ich beichte, dass ich gerne als professioneller Auftragskiller arbeiten würde, zum Beispiel bei der Mafia. Ich bin durch so viele Enttäuschungen im Leben so gefühlskalt geworden, dass es mir nichts ausmachen würde, jemanden ohne Skrupel zu erschießen, selbst wenn es Kinder sind. Es ist traurig, ja, aber in dieser egoistischen Gesellschaft verliert man leider seine Menschlichkeit.

Beichthaus.com Beichte #00033848 vom 30.08.2014 um 21:21:24 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Die Verteufelung des Fremdgehens

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Fremdgehen Ehebruch Vorurteile

Ich möchte beichten, dass sich meine Moralvorstellung bezüglich des Fremdgehens in der letzten Zeit drastisch verändert hat. Vorab weise ich darauf hin, dass es bisher kein Anzeichen gibt, dass sich dies auch auf mein Handeln auswirkt. Ich bin seit vielen Jahren glücklich verheiratet und bin, alles in allem, sehr zufrieden. Ich hatte bisher noch nie das Verlangen außereheliche Abenteuer zu suchen. Generell bin ich eher ein zurückhaltender Mensch und gerate auch so nicht an Versuchungen. Ich hatte auch nie Zweifel an der Treue meiner Frau. Und das ist auch sehr gut so, denn ich habe fremdgehen, betrügen, außerehelichen Sex, oder wie man es nennen will, immer extrem verabscheut und entsprechende Täter verurteilt. Doch jetzt ist ein Ereignis eingetreten, das diese Ansichten ins Wanken bringt. Für meine Partnerschaften war die Ehe meiner Eltern stets ein Vorbild. Die beiden waren ein super Team und führten eine schöne Ehe, bei der beide Partner sich gleichberechtigt um das Wohl der Familie kümmerten. Mein Vater war Ingenieur und arbeitete in einem Ingenieurbüro im Nachbarort, meine Mutter hat für die lokale Zeitung geschrieben. Dieser Tätigkeit konnte sie gut von zu Hause aus nachgehen. Sie war sehr belesen und gebildet und ich habe viel von ihr lernen können. Jedenfalls ist meine Mutter vor einiger Zeit gestorben. Es war nach einer längeren Krankheit und sie ist auch recht alt geworden. Kurz vor ihrem Tod hatte sie mir noch gesagt, dass sie ein erfülltes Leben hatte, nichts bereue und dass es in Ordnung sei, dass sie jetzt stirbt.


Ich war dabei, als mein Vater mit dem Pfarrer ihre Beerdigung vorbereitete und der Pfarrer hat sehr schöne Worte zu ihrer besonderen Partnerschaft und Ehe gefunden, was die Gäste sehr berührte. Die Vorbildrolle dieser Ehe für mich war mir nie so deutlich. Ein paar Monate später wollte mein Vater in eine kleinere Wohnung umziehen und ich habe ihm beim Aussortieren alter Sachen geholfen. Wir sind dabei auf alte Tagebücher meiner Mutter gestoßen und dadurch kam heraus, dass meine Mutter vor über zwanzig Jahren fremdgegangen war. Sie beschreibt, dass sie neugierig war, auf das, was es außer meinem Vater noch gab. Als diese Neugier immer weiter anwuchs, kam es dann dazu. Sie hat sich zwei Mal mit ihm getroffen und war von dem Erlebnis eher ernüchtert. Die Neugier war weg und sie hat das Ganze als eher unbedeutend bewertet, da es nichts mit ihrer eigentlichen Partnerschaft zu tun hatte, die dadurch in keinem Moment gefährdet war oder infrage gestellt wurde. Als mein Vater das gelesen hat, ist er total ausgeflippt und hat sie sogar beschimpft. Für ihn scheint das ein schwerwiegender Verrat zu sein, er möchte sich nicht im selben Grab wie sie beerdigen lassen und hat sogar beim Notar versucht, sich von einer Toten scheiden zu lassen. Vielleicht ist er sauer auf sie, weil er nicht damit gerechnet hat, alleine zurückzubleiben und sie ihn verlassen hat. Das wäre eine ganz normale Phase in der Trauerbewältigung. Aber das geht jetzt schon eine ganze Weile so, ihm scheint es wirklich ernst zu sein.


Das Schlimme für mich ist aber, dass ich ihn überhaupt nicht verstehen kann. Was kann denn diese Einmaligkeit an der Bedeutung von über vierzig Jahren Ehe verändern? Wieso stellt er deswegen alles infrage und verstößt sie derart, obwohl er noch kurz vorher gesagt hat, wie glücklich all die Jahre mit ihr waren und dass er sich kein besseres Leben hätte vorstellen können? Aber mal weitergedacht: Was wäre passiert, wenn er es damals erfahren hätte? Wenn ich darüber nachdenke, bin ich sehr froh, dass meine Mutter es für sich behalten hat. Und was wäre gewesen, wenn es noch ein weiteres Mal vorgekommen wäre? Die Partnerschaft und Familie hätte vermutlich genauso gut funktioniert und ich würde ihr auch das jetzt verzeihen. Vielleicht idealisiere ich meine Mutter nach ihrem Tod jetzt etwas zu sehr, aber ich komme immer deutlicher zu dem Schluss, dass die Bedeutung vom Fremdgehen total überbewertet und viel zu sehr verurteilt wird.

Beichthaus.com Beichte #00033844 vom 29.08.2014 um 16:45:18 Uhr (23 Kommentare).

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