Die Respektlosigkeit der Gesellschaft

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Hass Aggression Vorurteile Zorn Gesellschaft Tirschenreuth

Ich (m) hasse es, wenn jemand abschätzige Bezeichnungen wie zum Beispiel "Neger" oder "Kanake" verwendet. Ich weiß nicht, was daran so schwer ist, "Farbiger" oder zumindest "Schwarzer" zu sagen. Ich vermisse den Respekt in unserer Gesellschaft. Ich möchte beichten, dass ich jedem, der solche Wörter benutzt, am liebsten die Zunge herausschneiden und ihn so lange quälen würde, bis er kapiert, wie man respektvoll über andere redet. Und nebenbei sollte jeder Rassist verräumt werden.

Beichthaus.com Beichte #00031442 vom 16.06.2013 um 22:30:10 Uhr in Tirschenreuth (64 Kommentare).

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Der 4.000 DM Plattenspieler

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Trunksucht Maßlosigkeit Vandalismus Last Night Ochsenhausen

Der 4.000 DM Plattenspieler
Als Jugendlicher habe ich sehr lange auf eine der "HiFi-Anlagen" gespart, die damals total angesagt waren. So ein Teil kostete damals um die 4.000 DM, wenn man was haben wollte, um was einen die anderen beneiden. Also zwei Jahre lang Taschengeld gespart und jeden Ferienjob angenommen, den es gab. Dazu noch Zeitungen ausgetragen usw. Dann kam endlich der große Tag und ich kaufte mir meine Traum-Anlage (damals noch mit Plattenspieler). CD gab es noch nicht bzw. war so teuer, dass das Geld nicht gereicht hätte.

Am Abend war ich auf einer Party und hatte, wie es damals leider öfter vor kam, einfach zu viel getankt. Im Bett in der Nacht bemerkte ich, das sich alles dreht und wusste in dem Moment, dass es unvermeidlich war, den letzten Getränken die Freiheit rückwärts zu schenken. Ich ging auf das Klo, klappte den Deckel hoch und ließ mir den Abend sozusagen nochmal durch den Kopf gehen - zumindest war ich fest davon überzeugt, dass ich mich auf dem Klo befinden würde.
Am nächsten Tag stellte ich entsetzt fest, das es der Deckel des Plattenspielers meiner neuen Anlage war, den ich hochgeklappt hatte. Der neue HiFi-Traum war total vollgekotzt. Zum Glück war jedoch nur der Plattenspieler wirklich kaputt, den Rest konnte ich mit Putzen retten.

Beichthaus.com Beichte #00031420 vom 14.06.2013 um 07:33:16 Uhr in Ochsenhausen (15 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Die Chance auf Leben

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Hass Zorn Aggression Schwangerschaft

Ich beichte, dass ich Leute hasse, die abtreiben. Meine Mutter hat mir offen gesagt, dass sie, als sie mit mir schwanger wurde, diese Option in Erwägung gezogen hat. Es war sogar ein sehr starker innerer Kampf. Sie wurde damals mit 17 Jahren mehr oder weniger auf einer Party vergewaltigt, aber sie nennt es nicht gerne Vergewaltigung. Der Typ war betrunken und hat sie dann auch abgefüllt, um sie widerstandsloser zu machen. Sie selbst kann sich nur noch an schwache Abwehrversuche und dann an nichts mehr erinnern. Sie war auf dem Gymnasium und sollte bald ihr Abi machen. Ihre Eltern waren streng und nicht sehr wohlhabend. Die finanzielle und die schulische Lage, der fehlende Kindsvater, die fehlende Unterstützung der Eltern, ihr Alter - alles sprach gegen ein Kind. Sie hatte einem Kind nichts zu bieten. Jedoch hat sie sich nach langem Zögern für mich entschieden, weil sie einfach ein guter, selbstloser Mensch ist. Ich bin so froh über diese Entscheidung und könnte jedes Mal kotzen, wenn irgendwelche verantwortungslosen, egoistischen und selbstsüchtigen Menschen sagen "Lieber gar nicht erst auf die Welt kommen, als ungewollt und mit einer mittellosen, alleinerziehenden Mutter, die einem nichts bieten kann oder in Pflegefamilien aufwachsen und kein stabiles Umfeld etc. haben".

Ich bin in Pflegefamilien aufgewachsen, hatte keine Bilderbuch-Kindheit und bin dennoch froh und dankbar, nicht tot zu sein. Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mir die Chance auf das Leben nicht genommen hat. Ich beichte, dass ich jedes Mal kotzen könnte, wenn altkluge Menschen meinen, sie könnten einschätzen, ob ein Kind später froh sein wird, dass es lebt oder es bereuen wird. Diese ganzen Aussagen von wegen "eine Abtreibung ist besser für das Kind, oder man tue dem Kind keinen Gefallen, wenn man es auf die Welt bringt" sind zum Kotzen. Wofür haltet ihr euch? Einfach so über das Leben eines Menschen zu entscheiden und dann auch noch zu behaupten, dass es zu seinem Wohl ist, ist anmaßend. Gebt doch wenigstens zu, dass ihr aus Egoismus, Feigheit, Unreife und Verantwortungslosigkeit handelt. Am Schlimmsten sind die Abtreiber, denen ein Kind gerade nicht in den Karriereplan passt, oder die meinen, sie hätten ein paar Hunderter zu wenig auf dem Konto, oder wären "jetzt gerade nicht bereit dazu". Euch sollte man abtreiben! Es tut mir Leid, dass ich so viel Hass in mir trage.

Beichthaus.com Beichte #00031418 vom 13.06.2013 um 18:21:09 Uhr (73 Kommentare).

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Ich liebe ihn nicht

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Falschheit Feigheit Lügen Ungerechtigkeit Liebe

Ich (w/24) bin gerade für ein Jahr im englischsprachigen Ausland unterwegs, einfach mal Working Holidays um neue Erfahrungen zu sammeln und mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. In Deutschland hatte ich eine echt miese Beziehung am Laufen, die knapp anderthalb Jahre hielt - Weihnachten 2012 war es dann zu Ende. Es war ein einziges Desaster mit meinem Ex. Er hat mich belogen und betrogen. Er hat mich, nachdem ich Schluss gemacht habe, auch noch monatelang gestalkt, es war einfach nur der blanke Horror. Ich habe durch diese Beziehung sehr viel verloren: Mein Studium musste ich abbrechen, da ich dauerhaft depressiv war und sämtliche Prüfungen vergeigt habe. Das ist natürlich meine eigene Schuld, aber die Umstände haben schon sehr dazu beigetragen. Viele Freundschaften sind durch meine Depressionen den Bach runter gegangen, und ich musste wieder bei meinen Eltern einziehen, da ich kein BAföG bekomme und sie mich nicht mehr finanziell unterstützen wollten. Des Weiteren war mein Selbstbewusstsein total im Keller, ich hatte einfach einen Knacks durch dieses ganze Drama. Darum wollte ich einfach mal ein bisschen Abstand gewinnen, habe hart gearbeitet und mir von dem Ersparten diesen Auslandstrip finanziert, was sich auch durchaus gelohnt hat. In meiner Zeit hier konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln: Neue Leute kennenlernen, mein Englisch verbessern, ein Praktikum für mein geplantes Studium machen - ich habe also einfach eine super Zeit hier. Vor ein paar Monaten habe ich bei einem Wochenendausflug einen echt netten Kerl kennengelernt, woraufhin wir dann in Kontakt geblieben sind und uns letztendlich dazu entschlossen haben, gemeinsam zu reisen und zu arbeiten. Wir haben uns von Anfang an super verstanden, nur als Freunde versteht sich. Wir haben den gleichen Humor, können uns gut unterhalten und helfen uns gegenseitig, wo es geht. Außerdem teilt er meine Leidenschaft für gutes Weed und Zocken. Wer weiß, wovon ich rede, wird verstehen, wie wichtig das sein kann!


Irgendwann, nach ein paar Wochen, hat es dann ein bisschen gefunkt und wir haben uns geküsst. Er hat mir gestanden, dass er sich von Anfang an mehr erhofft hat und wir sind daraufhin zusammengekommen. Das ist jetzt etwa sechs Wochen her. Er ist so perfekt. Er tut alles für mich, liest mir jeden Wunsch von den Augen ab, ist liebevoll, der Sex ist toll, und er würde sogar mit mir nach Deutschland kommen, weil es eben augenscheinlich so gut passt. Aber irgendwas in mir zweifelt einfach daran. Ich bin einfach nicht wirklich in ihn verliebt, wobei ich es so gerne wäre! Es wäre so perfekt!
Aber je mehr ich in mich hinein höre, desto mehr muss ich mir eingestehen, dass ich ihn nicht liebe. Oder noch nicht? Kommt das vielleicht noch? Bin ich einfach nur so übervorsichtig wegen allem, was mit meinem Ex gelaufen ist? Ich würde so gerne die berühmten Schmetterlinge im Bauch haben, so wie damals. Mein Ex war zwar ein riesen Arsch, aber wie verliebt war ich doch in ihn! Warum kann ich das nicht mit jemandem, der so gut zu mir passen würde? Ich bin ein bisschen verzweifelt. Ich beichte also, dass ich mit jemandem eine Beziehung eingegangen bin, in den ich nicht wirklich verliebt bin und dem ich vermutlich noch das Herz brechen werde, da er sich so viele Hoffnungen macht, dass aus uns etwas Langfristiges wird.

Beichthaus.com Beichte #00031414 vom 13.06.2013 um 10:43:28 Uhr (17 Kommentare).

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Im Schatten meines Bruders

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Neid Eifersucht Dummheit Partnerschaft

Ich (w/20) fand es eigentlich immer ziemlich cool, dass mein Bruder (24) so eine lustige und offene Person ist und ich ihn dadurch gut in meinen Freundeskreis einbinden konnte. Bis jetzt. Seit ich mit meinem neuen Freund zusammen bin, gibt mir mein Bruder nämlich wieder - allerdings ungewollt - dieses typische "Im-Schatten-des-älteren-Bruder-Gefühl". Mein lieber Freund scheint nämlich echt vernarrt in ihn zu sein. Anfangs hat es mich natürlich gefreut, dass sich die beiden so gut verstehen, und habe auch meine Witzchen gerissen, wie zum Beispiel: "Nein, dein Herzblatt ist noch nicht da", als ich mit der Frage begrüßt wurde, ob mein Bruder denn schon zu Hause wäre. Ich meine, ich bin jetzt keine anhängliche Klette von Freundin, aber gerade am Anfang einer Beziehung wünsche ich mir schon etwas mehr Zweisamkeit. Vor allem, wenn er circa drei Stunden bei uns zu Hause ist, aber nur eine halbe Stunde mit mir verbringt und die restliche Zeit mit meinem Bruder zockt oder quatscht. Nur wenn ich mir das dann wieder alles so durch den Kopf gehen lasse - von wegen, dass mein Freund meinen Bruder mehr liebt als mich, stelle ich fest, dass das lächerlich ist. Und trotzdem kann ich dieses trotzige Schmollen nicht lassen, wenn er sich nach einer kurzen Kuschelrunde wieder in das Zimmer meines Bruders verzieht! Ich wünsche mir manchmal ich hätte einen unsozialen Arsch als Bruder!

Beichthaus.com Beichte #00031409 vom 12.06.2013 um 02:41:17 Uhr (21 Kommentare).

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